Kann dem ersten Testbericht nur in teilen zustimmen
10.08.2009
Pro:
Viele nette Mitstudenten und gute Kontaktmöglichkeiten zu Ehemaligen !
Kontra:
Es fühlt sich nach Abzocke und Geldmacherei an !
Empfehlenswert:
Nein
 pierleiber
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Da der bisher hier veröffentliche Testbericht anscheinend bereits ein bisschen in die Jahre gekommen ist, dachte ich mir, ich bring ihn mal auf einen aktuellen Stand. Die WAM befindet sich immer noch in Dortmund und bietet mittlerweile insgesamt 6 Studiengänge an. Darunter auch „Moderation“ und „Kulturwissenschaften“. Der Studiengang scheint aber nicht der Knaller zu sein, denn bereits kurz nach Studienbeginn haben ihn viele Studenten wieder verlassen und sich bei der Akademie darüber beschwert, das sie aufgrund falscher Tatsachen an die Schule „gelockt“ worden sein. Naja, hier geht es zumindest im Detail um den Filmstudiengang der WAM. Stichwort Intensivstudium? – Es fällt jede Menge Unterricht aus und es gibt eine Menge Freistunden. Ältere Semester hatten sich diesbezüglich bereits bei der Leitung beschwert, allerdings ohne nennenswerten Veränderungen. Unterrichtsfächer wie Politik und Englisch wirken wie vorgeschoben. Als Dozenten dienen hier meist Menschen, die ihr eigenes Studium gerade erst abgeschlossen haben und sich erst einmal testen wollen, eh sie in die wirkliche Welt gehen. Manche sind auch noch selber Studenten. Was hier als Unterricht präsentiert wird, ist vielleicht was für eine 6. Realschulklasse. Jedenfalls nichts, was man als Student machen möchte. Die früher mal gelungene, einzigartige und von alten Studenten gelobte Kombination von Praxis und Theorie, soll nach und nach auf die Theorie reduziert werde. Immer wieder keimen Gerüchte unter den Studenten auf, die besagen, dass als Abschlussarbeiten keine Filme mehr gedreht werden sollen, sondern nur noch einfache Projektmappen angefertigt werden. In denen wird das Projekt dann einmal theoretisch auf dem Papier durchgespielt. Mehrfach werden auch schlicht und ergreifend falsche Inhalte vermittelt. So wird einem zum Beispiel das falsche Ausfertigen eines Förderantrages für die Filmstiftung NRW beigebracht. Ein Semester Filmstudenten mussten mal alle Förderantrage für Filmprojekte nochmals auf den Wunsch der Filmstiftung hin korrigieren, damit sie überhaupt berücksichtig werden konnten. Trotz diesen Vorfalls wurde weiter von der Akademie behauptet, dass alles beigebrachte richtig gewesen sei. Naja, die WAM muss es ja besser wissen als die Filmstiftung selber! Was sollte man auch anderes von den Dozenten erwarten? Gerüchten zu Folge und dem beiwohnen des Unterrichts verraten schnell, das manche Dozenten überhaupt keine Ahnung von dem haben, was Sie da reden. Das mit den Dozenten ist eh ein sehr zweischneidiges Schwert. Wenn man mal einen guten Dozenten hat, der aktiv im Filmgeschäft tätig ist, kann man viel von ihm lernen. Allerdings fällt gerade dieser Unterricht besonders häufig aus, weil die Guten eben auch ihren Verpflichtungen im Filmgeschäft nachkommen müssen. Stichwort Zukunftsperspektive: In der Tat haben sich viele frühere Studenten selbstständig gemacht und viele alte Hasen sind mittlerweile auch im Filmgeschäft angekommen. Für die letzten paar Semester gilt das nur bedingt. Erfolgreich selbstständig hat sich, zumindest meines Wissens, noch niemand gemacht. Viele haben ein weiterführendes Studium gemacht oder sind mittlerweile Teil der Generation Praktikum.
Das wirklich Gute an der WAM (aber den selben Effekt hätte man an der FH auch) ist die Zusammenarbeit aller Studenten sämtlicher Semester. Selbst viele Ehemalige helfen noch bei den Projekten wie Semesterarbeiten oder Vordiplom/Diplom mit. So knüpft man schnell Kontakte und hört auch, wie die WAM wohl mal gewesen ist. Manche sind schockiert, wenn man sagt, wie sie jetzt sei. Vielleicht war die WAM früher wirklich mal so toll, wie sie in der ersten Rezension beschrieben wird. Derzeit ist sie, gerade für Filmstudenten, ganz und garnicht zu empfehlen. Alles hat den üblen Beigeschmack von Abzocke und Geldmacherei. Ich werde jedenfalls nach dem Vordiplom an die FH in Dortmund wechseln, denn hier kann man genau so gut einen Fuß in die Filmindustrie bekommen und es ist wirklich staatlich!
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