Can You Cheat Death?
06.05.2002
Pro:
alles eigentlich außer Länge
Kontra:
zu kuuuurz der Film
Empfehlenswert:
Ja
 *Vegeta*
Über sich:
mittlerweile nicht mehr beim bund, aber am studieren in halle *grins*
Mitglied seit:30.11.2000
Erfahrungsberichte:79
Vertrauende:119
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_____ Vorwort ¯¯¯¯¯¯¯ Heute möchte ich mal nicht über einen aktuellen, sondern über einen schon etwas älteren Film schreiben. Die Rede ist natürlich von „Final Destination“, der meiner Meinung nach zu den besten Horrorthrillern aller Zeiten zählt. Ich selbst habe ihn im Kino nie gesehen (was ich zutiefst bedauere), sondern erst recht spät auf Video. Aber auch so ist er mir sofort ans Herz gewachsen und zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme geworden. Mit einer Hand voll großartig agierender Jungschauspieler, einer völlig neuen und sehr innovativen Story und einem spitzenmäßigen Drehbuch hat sich „Final Destination“ in die Herzen vieler Horrorfans gespielt. Weg von den typischen Teeniehorrorstreifen und hin zum Horrorthriller, wobei es diesmal gilt den Kampf gegen den Tod selbst und nicht gegen einen durchgeknallten Stellvertreter mit billiger Maske zu gewinnen.
_____ Inhalt ¯¯¯¯¯ Es soll eine schöne Klassenfahrt nach Paris für die 40-köpfige Schulklasse werden, doch schon im Vorfeld hat der junge Alex (DEVON SAWA) ein mulmiges Gefühl im Magen als er den Flug 180 betritt. Und er soll Recht behalten, denn kurz nach dem Start kommt es zu Komplikationen, die Maschine samt Alex und allen weiteren Passagieren explodiert. Schweißgebadet wacht Alex in seinem Sitz auf, nur ein schlimmer Traum? Die Szene scheint sich zu wiederholen, alles ist genau wie in seinem Traum: Zwei Mädchen Fragen nach einem Platztausch, der Haltestift vom Klapptisch ist defekt. Daraufhin gibt es für Alex kein Halten mehr, er rastet total aus, schreit laut herum und wird kurz darauf des Flugzeugs verwiesen.
Mit ihm auch Carter (KERR SMITH), der gerade dabei war sich mit Alex zu prügeln und dessen Freundin Terry (AMANDA DETMER). Außerdem der zu spät kommende Billy (SEANN WILLIAM SCOTT) und die Lehrerin der Klasse Mrs. Lewton (KRISTEN CLOKE). Von selber verlassen noch Alex’ bester Freund Tod (CHAD DONELLA) und die Schülerin Clear (ALI LARTER) das Flugzeug. Kaum 10 Minuten später passiert das Unfassbare, das Flugzeug explodiert wirklich kurz nach dem Start! Alle sind total fertig, verstehen die Welt nicht mehr und sehen in Alex so was wie ein Hellseher. Diese ganze Sache ruft natürlich das FBI in Form von Agent Weine (DANIEL ROEBUCK) und Agent Schreck (ROGER GUENVEUR SMITH) auf den Plan, welche Alex gleich mal zu einem Verdächtigen machen.
Ein Monat ist vergangen, die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und auch die Ursache des Absturzes steht noch immer nicht fest. Zu allem Überfluss stirbt kurz darauf Alex’ Freund Tod, angeblich Selbstmord. Alex allerdings glaubt nicht so recht daran und erfährt in einem Gespräch mit dem bizarren und verrückten Leichenbestatter Bludworth (TONY TODD) das der Tod einen Plan für jeden einzelnen Menschen hat. Als kurz darauf auch Terry zu Tode kommt macht es sich Alex zum Ziel den Plan des Todes zu entschlüsseln, mit Erfolg. Durch das Verlassen des Flugzeuges ist er dem Tod schon einmal von der Schippe gesprungen, doch dieser holt sich nun nach einem ganz bestimmten Schema alle, die eigentlich auch bei dem Flugzeugabsturz umkommen sollten. Können die übrig Gebliebenen den Tod noch ein weiteres Mal austricksen?
________ Schauspieler ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯ DEVON SAWA spielt Alex Browning, der durch seine erste Vision sich und 6 anderen Leuten zumindest vorerst das Leben gerettet hat. Durch diese bizarre Vorahnung wird er aber sehr schnell zum Hauptverdächtigen des FBI, was durch das Ableben weiterer Leute immer mehr bekräftigt wird. Im Laufe des Films bekommt er mehr und mehr Zeichen, die ihn auf die Spur des Todes bringen und letztendlich gelingt es ihm sogar dessen Schema zu entschlüsseln. Devon Sawa gehört zu den aufstrebenden jungen Schauspielern in Hollywood. Der Kanadier war schon in Filmen wie „Twisters - Die Nacht der Wirbelstürme“ oder „Die Killerhand“ zu sehen. Hier hat er eine spitzenmäßige Leistung geboten und wurde daher auch verständlicherweise mehrmals für verschiedene Preise nominiert, von denen er auch einen gewinnen konnte. Klasse und vor allem sehr überzeugend durch seine Mimik und Gestik spielt er sich hier nach oben, für mich einer der besten Nachwuchsschauspieler dieser Zeit. ALI LARTER ist Clear Rivers, welche im Grunde als einzige verstehen kann, wie und vor allem was Alex fühlt. Die beiden kennen sich zwar anfangs kaum, wachsen aber im Laufe der Zeit nicht nur durch die Situation immer mehr zusammen und werden zu einem Paar. Auch Ali Larter liefert hier eine makellose schauspielerische Leistung ab, für welche auch sie mehrfach Preise in empfang genommen hat. Sie war schon in etwas bekannteren Filmen wie „Varsity Blues“ oder „House On Haunted Hill“ zu sehen. Nach „Final Destination“ kamen noch mehr oder weniger große Rollen in „Legally Blonde“ und „Jay And Silent Bob Strike Back“ dazu. Sie ist auch die einzige von den Hauptdarstellern, die wir in „Final Destination 2“ wiedersehen werden.
KERR SMITH in der Rolle des großschnäuzigen und überheblichen Carter Horton. Er und Alex sind nicht gerade das, was man Freunde nennen kann. Die beiden hassen sich anfangs wirklich bis aufs Blut und würden sich am liebsten immer prügeln. Auch nach dem Unfall wissen beide nicht so recht mit dem anderen umzugehen, doch auch diese beiden werden durch die Situation zusammen geschweißt und schließlich sogar zu Freunden. Smith wurde erst richtig bekannt durch seine feste Rolle in der Erfolgsserie „Dawson’s Creek“, wo er stets als homosexueller Jack McPhee mehr als nur überzeugte. Auch hier zeigt er wieder was in ihm steckt und bietet eine grandiose Leistung. _____ Meinung ¯¯¯¯¯¯¯ Dieser Film ist für mich persönlich das beste Beispiel für überzeugenden Horror. Fernab von nervigen Teeniestreifen und billigen Splattermovies ist „Final Destination“ eher eine gekonnte Kreuzung aus Elementen beider Arten mit einer Atmosphäre, die an Mysteryserien wie „Akte X“ erinnert. Gerade dies macht den Film zu einem wirklich packenden Horrorthriller, der einige Schocker für den Zuschauer auf Lager hat.
Bezeichnend für eben diese Schocker steht allem voran eine der wohl bekanntesten Filmszenen überhaupt: Die Gruppe steht da, gerade im Streit. Terry hat die Nase voll und geht, kaum hat sie den ersten Schritt auf die Straße gesetzt kommt von links wie aus dem Nichts und ohne Vorwarnung ein Bus ins Bild und erfasst sie. (Diese Szene wurde auch bei „Scary Movie 2“ parodiert, wer sich erinnert.) Von dieser Qualität gibt es im Film noch einige weitere Szenen, die einen überhöhten Adrenalinausstoß beim Zuschauer bewirken. Die FSK liegt hier bei diesem Film ab 16 Jahren, woran es auch absolut nichts zu rütteln gibt. Neben ab und zu doch mal dem ein oder anderen (un)schönen Schimpfwort gibt es eine Menge an fließendem, tropfenden und suppendem Blut zu sehen, auch abgetrennte Körperteile dürfen natürlich nicht fehlen.
Einige Todesszenen wurde dabei richtig genial bis aufs letzte Detail dargestellt, wie zum Beispiel die von Tod. Durch Ausrutschen hängt er sich an der Wäscheleine auf, die sich mehrmals um seinen Hals wickelt. Dadurch bekommt er natürlich keine Luft mehr, seine Adern in den Augen platzen, diese werden rot und er erstickt schließlich. Mit das beste an diesem Film ist und wird wohl auch immer die Story bleiben, welche sich wie ich finde von allem bisher da gewesenen deutlich absetzt. Hier ist es mal nicht irgendein durchgeknallter Massenmörder, der mit einem riesigen Messer durch die Kante wetzt und alles absticht, was sich bewegt, sondern der Tod selbst. Im Film eigentlich nur durch Winde und Schatten dargestellt. Das Faszinierendste an der Story ist wohl die Tatsache den Tod, das Unausweichliche zu überlisten.
Besonders gelungen finde ich persönlich auch das Ende des Films, welches einen ähnlichen aber dann doch nicht so hohen Überraschungseffekt wie „The Sixth Sense“ hat. Das Open Ending hier ließ natürlich jede Menge Spielraum für den zweiten Teil offen, man darf also gespannt sein. Die Story zum Film stammt von Jeffrey Reddick, der auch den Plot zu „Final Destination 2“ geschrieben hat. Umgearbeitet zum Drehbuch wurde die Geschichte von Jeffrey Reddick selbst, dem Regisseur James Wong und Glen Morgan (schrieb schon massig Folgen für „Akte X“ und „Millennium“).
Neben der Story und den packenden Elementen hat der Film auch eine Menge an Action zu bieten, so zum Beispiel Explosionen und andere Crashs. Alle wie ich finde sehr gut realisiert, was zum großen Teil sicherlich der Verdienst von Kameramann Robert McLachlan (TV-Serien „Strange Luck“ und „Millennium“) ist, der hier jede Szene perfekt eingefangen hat. Nicht umsonst war auch er mit „Final Destination“ für einige Preise nominiert. Regie führte James Wong, der hauptsächlich als Writer und Produzent für „Akte X“ tätig war. Gedreht wurde „Final Destination“ (wie so viele Filme) in der Filmhochburg British Columbia, in Kanada. Natürlich ist das auch hier wieder auf die a) sehr schöne Landschaft und b) extrem niedrigen Produktionskosten zurückzuführen.
Zur Zeit wird gerade „Final Destination 2“ gedreht, nach neusten Berichten sollen die Dreharbeiten gar schon abgeschlossen sein. Mit dabei neben Ali Larter auch wieder Tony Todd und massig neue Schauspieler. Es bleibt abzuwarten, ob der zweite Teil den Erfolg von Nummer 1 toppen kann, was ja bekanntlich sehr schwer ist. Wir werden dies aber erst in gut anderthalb Jahren erfahren. In den Staaten ist der bis jetzt offiziell gültige Starttermin März 2003. Neben den drei Hauptdarstellern ist auch die Leistung der unzähligen Nebendarsteller zu würdigen, allen voran ist hier natürlich Ulknudel Seann William Scott („American Pie 1 & 2“ oder „Evolution“) zu nennen. Der beweist hier auch mal, dass er mehr drauf hat als nur den Macho oder den Pausenclown zu spielen. Mit dabei auch in einer ganz kleinen Nebenrolle Nachwuchsstar Brendan Fehr, Kennern bekannt aus „Disturbing Behavior“ und natürlich der Kultserie „Roswell“.
Die Musik zum Film stammt diesmal von einer Komponistin, nämlich Shirley Walker. Von ihren kommen unter anderem die Opening Themes zu den „Batman“ Trickserien und der Score zu „John Carpenter’s Flucht aus L.A.“ mit Kurt Russell. Die Musik im Film besteht zum einen Teil aus den instrumentalen Stücken von Walker, welche sich wirklich sehr gut an die Szenen anpassen und mächtig Spannung erzeugen und zum anderen aus Songs, von mehr oder weniger bekannten Künstlern gesungen. Neben John Denver ist zum Beispiel auch ein Song der Nine Inch Nails zu finden, grandios auch der Titelsong zum Film „And When I Die“ von Joe 90! Insgesamt kommt der Film aber leider nicht über die eher typische Länge von Horrorfilmen, sprich 94 Minuten nicht heraus. Ich persönlich finde, er hätte schon etwas länger sein können, aber mir bleibt ja noch die Hoffnung auf Teil 2. Dieser Film hier zumindest ist auf keinen Fall langweilig oder langatmig, zu keiner Zeit nicht eine Sekunde.
Ich hab sehr hohe Erwartungen bezüglich Teil 2, schade finde ich es nur, dass Devon Sawa beim zweiten Teil nicht mitmachen wird. Ansonsten bleibt nur noch die Frage: Kann mann den Tod nochmal überlisten? ____ Fazit ¯¯¯¯ „Final Destination“ ist für mich einer der herausragenden Filme dieser Zeit, der das Genre des Horrors in neue, bessere Bahnen gelenkt hat. Weg von den typischen schwachsinnigen und vorhersehbaren Massenschlitzerfilmen hin zum gut durchdachten und spannenden Horror mit Schockergarantie. Der Film überzeugt vor allem durch eine originelle Story und eine Fülle an sehr guten, jungen Schauspielern. Leider ist er wie ich finde ein wenig kurz geraten, was aber absolut kein Kritikpunkt sein soll. Ich kann nur sagen: ABSOLUT EMPFEHLENSWERT!
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09.11.2003 22:36
Ich liebe einfach den Film!!! Gruß
23.08.2002 00:32
und noch ein super bericht!:) der film war wirklich nicht schlecht!
16.08.2002 15:05
Ein Horrorthriller mit absoluter Gänsehaut-Garantie... Aber den Tod kann man nicht austricksen... Irgendwann holt er jeden! Gruß Beavi