Früher stand der Begriff "Final Fantasy" noch für etwas...
07.03.2010
Pro:
Nette Grafik, Innovatives Kampfsystem
Kontra:
Wenig Abwechslung beim Kämpfen, keine Rollenspielelemente, kurze Spielzeit, wenig Wiederspielwert
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Raith1337
Über sich:
"Hao, ich heiße Bierpreis!" :P
Danke für eure Kommentare und Bewertungen! Werd mir Mühe ...
Mitglied seit:18.11.2007
Erfahrungsberichte:10
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
...und zwar Rollenspiele. Das jedoch schien Square bei einer Adaption für die Wii nicht wirklich interessiert zu haben, denn was ein Final Fantasy Fan hier erwartet, nämlich Waffen, Magie und eine aufwendige Story ist hier vergeblich zu suchen. Aber bevor ich mich jetzt schon über alles auslasse, beginne ich lieber einen strukturierten Bericht! 1. Story:
Vorab ist zu sagen, dass in diesem Spiel 4 verschiedene Rassen in einer Welt leben - Clavats und Selkies sind menschenähnlich, Liltys sehen aus wie eine Topfpflanze auf zwei Beinen und Yukes sind magische, geisterhafte Wesen, die sich in dieser Welt mittels goldener Rüstungen materialisieren. Man spielt den Protagonisten Layle, einen sogenannten "Crystal Bearer" und Clavat, dessen besondere Fähigkeit darin liegt, allerlei Dinge mit seinen Kräften nach Belieben hin- und herschmeißen zu können. Zusammen mit seinem Partner Keiss, einem Selkie, beschützt ihr zu Beginn des Spieles ein kleines Flugschiff vor allerhand Monstern und landet anschließend nach einer sehr holprigen Fahrt mitten in der Hauptstadt der fiktiven Welt. Dies jedoch hat mit der eigentlichen Geschichte überhaupt nichts zu tun. Die wahre Geschichte blieb ohnehin, meiner Meinung nach, bis kurz vor Ende des gesamten Spieles weit zurück. Man jagt einen Yuke quer durchs Land, ohne sich wirklich darüber im Klaren zu sein warum. Tatsächlich scheint der einzige Grund darin zu liegen, dass Layle sich mit ihm messen will, denn auch die Kräfte des Yukes sind die eines Crystal Bearers. Erst nach ca. 8 Stunden Spielzeit merkte ich schließlich, dass der oberste General der Lilty-Armee dunkle, herrscherische Pläne schmiedete und erkannte auch, worauf das ganze Spiel überhaupt hinauslaufen sollte. Sicherlich sollen Games nicht von der ersten Sekunde an vollkommen durchschaubar sein, aber so viel Verschleierung fand ich dann doch eher störend. 2. Spielprinzip:
Euer einziger steuerbarer Charakter ist Layle. Seine Fähigkeit Gegenstände mittels einer Art Telekinese herumschleudern zu können ist alles, was ihr in diesem Spiel an tiefgründigen Kämpfen erwarten könnt. Ihr dürft wählen zwischen dem Herumschleudern eurer Feinde, oder dem Werfen von Gegenstände auf diese. Keine Magie, keine Waffen. Im Großen und Ganzen rennt ihr eigentlich nur von links nach rechts und von rechts nach links um den Angriffen eurer Feinde auszuweichen und versucht zwischendurch irgendwas zu fassen zu kriegen, mit dem ihr euren Widersachern was auf die Plautze geben könnt. Da ist man mehr gewöhnt, sogar vom Vorgänger der Crystal Chronicles Abspaltung. Weiterhin gibt es zahlreiche Mini-Spiele die das eintönige Kämpfen wohl etwas auflockern sollen. Gleich zu Beginn, bevor der Spiele auch nur einen selbstständigen Schritt in dem Spiel tun kann, wird man mit zwei dieser Mini-Spiele konfrontiert. Im ersten geht es darum, möglichst viele angreifende Monster mit einer beachtlichen Knarre niederzustrecken. Aber gebt euch nicht der Illusion hin, es würde irgendetwas ändern, wenn ihr alle, viele, weniger oder gar keine von ihnen zu Fall bringt. Das beeinflusst das Fortlaufen des Spieles keineswegs. Der einzige Ansporn beim möglichst guten Absolvieren der Mini-Games liegt darin, dass man Medallien bekommt, wenn man bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Für alle, die nicht einer maßlosen Sammelleidenschaft anheim gefallen sind, wird dieser Aspekt des Spiels jedoch auch nicht dazu beitragen, den Langzeitspaßfaktor wesentlich zu erhöhen.
3. "Aufwertung" Es gibt zwar eine Möglichkeit, die Attribute von Layle zu erhöhen, aber diese genauso überflüssig wie beschwerlich. Bei der Verbesserung der Lebensenergie ist das Einsammeln von Myrrhe-Fragmenten von nöten. Für jedes eingesammelte Fragment erhält man einen zusätzlichen Lebenspunkt. Erhalten kann man diese durch das Besiegen von Monstern und Schließen von Miasma-Strömen. Diese erscheinen überall im Land, lassen für eine gewisse Zeit die normalen Bewohner verschwinden und erschaffen dafür allerlei Getier Leider lastet auf dem Spieler ein gewisser Zeitdruck beim Bewerfen der Feinde, denn nach einer bestimmten Zeit schließen sich die Ströme automatisch und man findet sich wieder in der ursprünglichen mit Menschen bevölkerten Umgebung wieder. Zwar kehrt der Miasma-Strom nach einer kurzen Zeit wieder, aber auch alle bereits getöteten Monster werden wiedererweckt und man darf von vorn anfangen. Gerade zu Beginn des Spieles, wenn Layles Kräfte noch sehr schwach sind, ist es nicht ganz unkompliziert, den Strom in der vorgegebenen Zeit zu schließen. Daraus resultiert die Tatsache, dass man häufig Gebiete passiert, ohne den Miasma-Strom geschlossen zu haben. Und da niemand auflistet, welche Myrrhe-Fragmente man bereits erhalten hat und welche man bisher hätte einsammeln können, gestaltet es sich zum Ende des Spieles recht schwierig, zielstrebig nach verbleibenden Fragmenten zu suchen. Kommen wir zu den anderen 5 Attributen: Angriff, Verteidigung, Fokus, Reichweite und Glück. All diese sind steigerbar durch das Anlegen von Accessoirs - Ringen, Ketten und Ohrringen (sehr maskulin...). Jedes dieser 5 Attribute kann maximal 5 Punkte gestärkt werden und die Auswirkungen sind auch spürbar, jedoch wartet das Spiel mit einem so geringen Schwierigkeitsgrad auf, dass jegliche Verbesserung von Layle eigentlich überflüssig ist.
4. Grafik: Ich muss sagen, mir gefällt die Grafik von Crystal Bearers ziemlich gut. Die einzelnen Schauplätze sind sehr individuell gestaltet und man findet sich in sehr unterschiedlichen Locations wieder. Schneeberge, Strände, Höhlen, Gefängnisse und und und. Alles ist vertreten und für Wii-Maßstäbe sehr gut hergerichtet.
5. Sound: Die Hintergrundlieder sind recht gut, jedoch fehlt noch eine ganze Ecke zum Final Fantasy-typischen Flair. Man bekommt, meiner Meinung nach, nicht wirklich das Gefühl, sich in dieser Welt wiederzufinden, da die Musik die jeweiligen Situationen und Emotionen kaum bis schwach unterstützt. Es wirkt alles sehr oberflächlich und teilweise unpassend. Auch bleibt eigentlich nichts im Ohr hängen, nichts ist eingängig. Schade, gerade in diesem Bereich erwarte ich immer sehr viel von den FF-Teilen, auch wenn sie nicht zur Hauptserie gehören. Sogar Crystal Chronicles konnte teilweise mit sehr stimmiger Musik aufwarten.
6. Preis-Leistung: Knappe 50€ für ein Spiel mit läppischen 10 Stunden Hauptspielzeit auszugeben ist in meinen Augen Verschwendung. Selbst Fans des Vorgängers sollten sich hier stark überlegen, ob sie nicht noch eine Weile warten wollen, bis der Preis für dieses Produkt gesunken ist, denn wenn man es genau betrachtet hat Crystal Bearers bis auf die vier Rassen mit seinem Vorgänger gar nichts mehr gemein. Fakt ist, dass man aus dem Kampfprinzip und der Story wesentlich mehr hätte machen können, aber diese Patzer sind seit dem Zusammenschluss von Square und Enix leider keine Seltenheit mehr.
Fazit: Ein höchstens mittelmäßiges Spiel mit undurchsichtigem Story-Ziel, eintönigen Kämpfen und einem überflüssigen Medallien-Belohnungs-System. Wenn es sein muss leiht es euch, aber zu mehr würde ich nicht raten!
mfG
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03.06.2012 19:02
Sh und einen schönen Abend noch
08.03.2010 15:48
Ach, so schlecht klingt das gar nicht, find ich. Wobei ich mit Final Fantasy bisher noch nie viel anfangen konnte, geb ich gern zu...