Eines wie jedes ? Nein !
25. Okt 2001
Pro:
Charakter Entwicklung, Grafik, Soundtrack, Mini Quests
Kontra:
nicht wirklich
Empfehlenswert:
Ja
 Zesostris
Über sich:
Halbzeit zum nächsten Punkt :) ...danke danke für die vielen Lesungen, auch wenn es immer mehr sein ...
Mitglied seit:24.10.2001
Erfahrungsberichte:43
Vertrauende:18
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 28 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der sechste Teil der Serie kam 1994 auf den japanischen Markt und war das bis dahin mit Abstand aufwendigste und technisch spektakulärste RPG überhaupt. Die Grafik war damals in Hinblick auf die großen, detaillierten Sprites, die fantastischen Hintergründe und die bombastischen Zaubereffekte unschlagbar und sollte nur von wenigen anderen SNES-RPGs noch übertroffen werden. Der göttliche Soundtrack avancierte schnell zum Klassiker und bot viel mehr stilistische Abwechslung als seine Vorgänger. Das Spiel wurde zum Millionen-Seller und hatte auch in den USA, wo es 1995 als Final Fantasy III veröffentlicht wurde, Erfolg. Die englische Übersetzung war im Vergleich zur katastrophalen FF4-Version deutlich besser gelungen, auch wenn Nintendo of America einige Zensurmaßnahmen durchsetzte. Die Story zeigt im Vergleich zu den Vorgängern schon, daß es Square in Richtung interaktiver Film zog. Mit den bescheidenen Mitteln des SNES wird die an sich simple Rebellen-gegen-Imperium-Geschichte Square-typisch spektakulär in Szene gesetzt. Mehr als jedes andere Spiel der Serie lebt Final Fantasy VI dabei von seinen Charakteren. Neben den sechs Hauptcharakteren Terra, Locke, Celes, Edgar, Sabin und Cyan existieren noch acht weniger bedeutende. Jeder der von ihnen wird markant mit einem eigenem musikalischem Thema eingeführt und hat eine eigene Spezialfähigkeit für den Kampf. Und fast jeder bringt seine eigene kleine Story mit in die Hintergrundgeschichte ein. In der zweiten Spielhälfte gibt es keinen richtigen Plot mehr, stattdessen kann man in fast beliebiger Reihenfolge eine Vielzahl von charakterspezifischen Mini-Quests absolvieren. Je mehr man schafft, umso mehr Mitstreiter schließen sich der Party für den Endkampf an, und umso mehr bekommt man schließlich vom Abspann zu sehen.
Das Kampfsystem hatte gegenüber dem fünften Teil keine wesentlichen Neuerungen erfahren. Die Magie wird durch sogenannte Esper abgewickelt- magische Wesen, die einem Charakter zugewiesen werden können und ihm daraufhin Zaubersprüche beibringen. Das System zählt zu den schwächeren in der Serie und beschränkt die Rolle des Spielers darauf, regelmäßig die Menüs abzuklappern und die Esper neu zu verteilen, wenn wieder ein bedeutender Spruch gelernt wurde. Bis zum Spielende lernen dann alle Hauptcharaktere quasi automatisch sämtliche Zaubersprüche. Der Schwierigkeitsgrad wurde gegenüber den Vorgängern dramatisch gesenkt. Ob Final Fantasy VI den Heilige-Kuh-Status, den es bei manchen westlichen Fans genießt, verdient hat, sei mal dahingestellt. Wer das Spiel immer noch nicht kennt, sollte das aber schleunigst nachholen. Die SNES-Version läuft auch über Adapter nicht 100% korrekt auf PAL-Konsolen. Besser ist da schon die (technisch mäßig umgesetzte) PSX-Fassung, die im Rahmen der Final Fantasy Anthology erschienen ist. Final Fantasy VI ist ein echter Klassiker, den jeder RPG-Fan kennen sollte. ACHTUNG: Dieser Bericht stammt von meiner Website, www.squarenet.de, bitte erst vergewissern. Nicht das jemand auf die Idee kommt mich anzuschwärzen :)..wie zu meinem Bericht von FF7 geschehen ;)
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25.01.2002 16:30
Ein tadelloser Bericht und natürlich damit auch sehr hilfreich!
24.12.2001 14:58
Gut gemacht!
25.10.2001 17:51
Ein wirklich guter Bericht. :)