Fing'rs Pre-Glued Nails

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Fing'rs Pre-Glued Nails

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Meine erste Erfahrung mit angeklebten künstlichen Fingernägeln liegt schon über ein Jahr zurück. Damals hat mir eine Vertreterin der Firma Fing’rs einen Kunstnagel auf dem kleinen Nagel aufgeklebt. Ich fand das Gefühl damals ziemlich fies, der Kleber zog den Nagel zusammen und das Ganze spannte ... Bericht lesen





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Ich mag's Französisch!
Erfahrungsbericht von Arti25 über Fing'rs Pre-Glued Nails
2. Februar 2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Sehen gut aus, nagelschonend
Kontra: Halten nicht gut, zu teuer

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Meine erste Erfahrung mit angeklebten künstlichen Fingernägeln liegt schon über ein Jahr zurück. Damals hat mir eine Vertreterin der Firma Fing’rs einen Kunstnagel auf dem kleinen Nagel aufgeklebt. Ich fand das Gefühl damals ziemlich fies, der Kleber zog den Nagel zusammen und das Ganze spannte ziemlich. Dann dauerte es ewig bis ich den Kunstnagel wieder runter hatte und mein Fingernagel sah danach ziemlich ramponiert aus. Damals habe ich mir geschworen: Nie wieder Kunstnägel.
An Weihnachten habe ich diesen Schwur gebrochen. Das hatte aber einen guten Grund. Denn die Arbeit im Drogeriemarkt hatte meinen Fingernägeln dermaßen zugesetzt, dass sie teilweise so weit abgebrochen und eingerissen waren, dass es einfach nicht mehr schön aussah. Ich habe also verzweifelt vor dem Regal mit den Fing’rs Kunstnägeln gestanden und eine für mich erträgliche Lösung gesucht. Vermeintlich gefunden habe ich die in Form der „Pre-glued Nails“, Kunstnägeln, die schon mit Kleber vorbehandelt sind und einfach nur auf den eigenen Nagel aufgedrückt werden müssen. Kein Kleber, kein Spezialentferner – Seifenlauge soll laut Hersteller reichen – na, das klingt doch vielversprechend. Ich habe mir also aus den angebotenen drei Varianten (eigentlich gibt es wohl vier) zwei Stück ausgesucht. Eine Packung schlug mit sage und schreibe 12,99 Euro zu Buche. Autsch – das ist schon verdammt teuer. Aber da war ich noch überzeugt das Richtige zu tun....


***Die Verpackung***
Die Verpackung kann man ja auf dem Foto gut erkennen. Ein Pappkarton (12,5 x 7,5 cm) im typischen Fing’rs-Pink mit dem Schriftzug auf der linken Seiten und einem Model auf der Rechten. Auf der Rückseite stehen die Anwendungshinweise, dazu später mehr. Im Innern befinden sich in zwei Plastikschubern jeweils 12 Nägel. Die Schuber sind ineinander gesteckt und nur schwer von einander zu trennen. Wenn man Pech hat, segeln einem die Nägel durch die Gegend, was bei Nägeln mit Selbstklebefläche nicht so toll ist :-) Es empfiehlt sich, hier äußerst vorsichtig zu sein.
Hier sei noch kurz erwähnt, dass ich bei der ersten Packung viele Fehler gemacht habe, die mir bei der Zweiten aufgrund der Erfahrung erspart geblieben sind.

***Das Sortiment***
Die Pre-glued Nails gibt es in vier Varianten:

- 2203 Light French: Grosse Nägel (also eher krallenartig *gg*), fast transparent, nur eine leichte Beige-Tönung, Airbrush-Look
- 2205 French Pearl: Grosse Nägel, transparent, leicht beige getönt mit Schimmer-Effekt
- 2209 French Spirit: Mittlere Nägel, leicht rosé getönt
- 2211 French Elegance: Kleine Nägel, rosé getönt, Airbrush-Look

Die Nummer bezieht sich auf die Fing’rs-interne Produktnummer, damit man „sein“ Produkt immer leicht wiederfindet. Ich habe mir die Nägel im Design „French Pearl“ und „French Spirit“ gekauft.

***Die Herstellerversprechen***
Diese stehen ausnahmsweise mal nicht auf der Packung, sondern auf der Homepage von Fing’rs:
- perfekte Nägel für einen Abend – schnell und einfach
- hochwertige, natürlich wirkende Nagelqualität
- absolut schonend für die Naturnägel
- schnelles Ablösen
- praktische Organizer Box für zu Hause und unterwegs

***Anwendungshinweise****
Die Naturnägel werden mit dem beiliegenden Alkoholpad abgerieben, dann sucht man sich einen Nagel in der passenden Größe aus, klebt ihn auf den Naturnagel und drückt ihn an. Zum Entfernen weicht man die Nägel dann 15 Minuten in Seifenlauge ein, und löst die Nägel vorsichtig von der Seite her ab.
Klingt ja alles wunderbar einfach. Wenn es das denn auch mal wäre! Zumindest bei der ersten Anwendung hatte ich deutlich Schwierigkeiten.

***Die erste Anwendung***
Ich habe die Kunstnägel (Sorte French Spirit) erstmals Heiligabend verwendet, und da noch die Hoffnung gehabt, dass ich für die gesamten Weihnachtsfeiertage schöne Nägel haben würde. Pustekuchen. Aber beginnen wir vorne: Ich habe meine Naturnägel sämtlich raspelkurz geschnitten und mit dem Alkoholpad abgerieben. Dann ging es darum, den passenden Nagel zu finden. Ich habe der Einfachheit halber mit dem Daumen angefangen und probeweise einen Nagel aufgeklebt – der zu klein war, aber trotzdem mittig festklebte. Ich habe ihn schnell runtergenommen und wieder in die Schachtel gepackt. Der nächste Nagel passte dann. Trotz kräftigen Andrückens, fühlte sich der Kunstnagel auf dem normalen Nagel sehr dick an. Aber das ist scheinbar normal, denn der Nagel klebte auf der gesamten Nagelfläche vernünftig auf. Ein Problem war, dass der Nagel, den ich als erstes ausprobiert hatte, nachher derjenige war, der auf den Mittelfinger passte. Denn dadurch, dass der Nagel schon einmal versehentlich auf dem Daumen geklebt hat, hatte der Kleber unter dem Nagel etwas gelitten, was unschön aussah, als der Nagel dann auf dem Mittelfinger klebte – man sah deutlich zwei kleine Blasen unter der Kunstnageloberfläche.
Als ich schließlich nach 20 Minuten (von wegen 1-2-fertig, wie es auf der Packung steht) alle Nägel mit einem passenden Kunstnagel versehen hatte, betrachtete ich das Ergebnis. Alles in allem sah das doch gar nicht mal schlecht aus. Aber: Die Kunstnägel waren extrem lang. Solche Krallen war ich nicht gewohnt, und dass obwohl ich extra die Packung mit den mittleren Nägeln genommen hatte. Zudem waren die Nägel an der oberen Kante extrem eckig. Himmel, mit den Nagelkanten kann ich anderen Leute ja die Pulsader aufschneiden. Also Nägel kürzen. Zuerst schneide ich die Nägel mit der Schere, was auch ganz gut geht, dann wird das ganze mit einer Feile geglättet. Auch hierbei gibt es keine Probleme – einzig der Geruch nach verbranntem Kunststoff ist nicht so toll. Aber was will man erwarten, wenn man Kunststoffnägel feilt?

***Und der Alltag mit den Nägeln?***
Ich gebe zu, Weihnachten ist für Kunstfingernägel ein Härtetest. Päckchen öffnen – sprich Tesafilm abreißen und Geschenkbändchen aufknoten ist mit diesen Nägeln eigentlich nicht drin. Doch in meiner forschen Art habe ich das natürlich trotzdem gemacht. Ich gebe zu, das war keine gute Idee. Beim dritten Päckchen hatte sich der erste Fingernagel gelöst. Weitere Nägel folgten auf dem Fuß. Ich habe die Nägel zwar immer wieder angedrückt, aber bei den Pre-glued Nails gilt scheinbar, dass einmal angelöste Nägel nicht mehr richtig kleben. Jedenfalls hafteten die Nägel zwar noch, bewegten sich aber bei jeder Berührung auf der Nageloberfläche hin und her und drückten dadurch unten ans Nagelbett, was sich zuerst nur unangenehm anfühlte, später aber richtig weh tat.
Den absolute Overkill war dann der Versuch, meiner Nichte den Karton mit der neuen Baby Born-Puppe zu öffnen. Normalerweise schneide ich mit meinen Naturnägeln die Klebeversiegelungen solcher Kartons problemlos auf. Was mit weichen Naturnägeln geht, sollte doch auch mit harten Kunststoffnägeln gehen? Ich sag’s Euch gleich, es geht nicht. Und ich würde auch keinem empfehlen es je zu versuchen. Ich habe mir dabei den Kunstfingernagel heruntergerissen, was mehr oder weniger weh tat. Der Kleber dieser Kunstnägel ist leider miserabel. Nach vier Stunden hatte ich die Nase voll. Ich habe die Nägel wieder abgemacht. Dazu war nicht einmal mehr Seifenlauge nötig, der Kleber war schon so „marode“, dass ich die Nägel so abziehen konnte.
Immerhin sahen meine Naturnägel darunter noch absolut normal aus. Kurz, aber normal und ohne irgendwelche Schäden durch Nagelkleber. Von Kunstnägeln hatte ich erst einmal die Nase voll.

***Die zweite Anwendung***
Tja, ich hatte ja im Dezember unbedingt gleich zwei Packungen kaufen müssen. Lange hatte ich keine Lust, die Nägel ein zweites Mal auszuprobieren. Doch am Freitag letzter Woche stand eine Fete auf dem Programm, und da ich zu faul war, meinen Fingernägeln in längerer Arbeit einen French-Manicure-Look via Nagellack zu verpassen, dachte ich mir ich könnte ja mal die zweite Kunstnagelpackung testen (French Pearl) – auch wenn meine Nägel inzwischen dank einer Nagelkur wieder gesund sind ;-)
Immerhin hatte ich aus den Fehlern der ersten Anwendung gelernt und auch etwas Übung daraus gezogen, so dass ich diesmal die Nägel binnen 10 Minuten auf den Nägeln kleben hatte. Ohne Blasen oder irgendwelche gelösten Ecken. Wenn man einmal weiß, dass man die Nägel beim Aussuchen tunlichst nicht auf den Nagel legen sollte, kleben sie nachher auch besser :-) Einen unbenutzten Daumennagel sieht man übrigens auf dem ersten Foto. Diesmal musste ich noch etwas mehr von den Nägeln abschneiden, da es sich bei den French Pearl-Nägeln ja um große, sprich lange Nägel handelt. Wie die Nägel nach dem Kürzen auf der Hand aussehen, könnt ihr unten auf dem zweiten Foto sehen. Das war vor der Party. Diesmal fand ich das Ergebnis noch gelungener als beim ersten Mal. Auch meine Freundin fand das Ergebnis sehr gut und meinte, meine Nägel sähen toll aus. Das ist doch immerhin etwas :-)


***Und die Party-Praxis?***
Zum einen wusste ich ja mittlerweile, was ich mit Kunstnägeln tunlichst unterlassen sollte. Aber Päckchen gab es auf der Party auch keine. Und Salat auf den Teller häufen, Getränkeflasche aufschrauben und Becher halten funktioniert mit den Nägeln ganz hervorragend. Doch wer viel trinkt (für die Kritiker: Auch Cola schlägt durch *g*), muss ab und zu auch für kleine Tigerenten. Und als ordentlich erzogenes Mädel wäscht man sich natürlich auch die Hände. Und genau da lag diesmal das Problem mit dem Kunstnägeln. Ich weiß zwar, dass sich die Nägel in Seifenlauge lösen sollen, aber doch wohl nicht beim kurzen Händewaschen? Zur Erinnerung: Der Hersteller redet beim Lösen von 15 Minuten. Leider stimmt das nicht ganz. Nach dem dritten Mal Hände waschen bemerkte ich, dass sich die Kunstnägel am unteren Rand doch wieder leicht lösten. Wenigstens fiel dass im Dämmerlicht des Partykellers nicht so auf. Und zur Ehrenrettung der Nägel muss ich sagen, dass sie immerhin den Rest des Abends noch gehalten haben. Doch die Hoffnung, eventuell noch am nächsten Tag etwas von den Nägeln zu haben, erfüllte sich nicht. Ich musste, nachdem ich um drei Uhr nachts wieder meine eigenen vier Wände erreicht hatte, die Nägel doch noch abmachen. Wie die Nägel mit angelösten unteren Rändern ausgesehen haben, kann man auf dem dritten Foto sehen.
Ich habe also Wasser ins Waschbecken laufen lassen und etwas Handseife hinzugefügt. Dann habe ich meine Kunstkrallen eingeweicht. Nach drei (!) Minuten begannen sich die Nägel zu lösen und nach 5 Minuten waren meine Hände wieder kunstfingernagelfrei. Jetzt kann man natürlich darüber streiten: Zum einen ist es ja toll, wenn man nicht so lange warten muss, bis die Nägel runter sind, zum anderen spricht das aber nicht gerade für die „Viertelstunden-Wassertauglichkeit“ der Nägel und ich bin eher gewillt, das als Nachteil zu sehen.

***Verträglichkeit***
Hier ist wohl der einzige Punkt, wo die Nägel von mir einen Pluspunkt bekommen. Im Gegensatz zu den Kunstnägeln, die man mit Spezial-Kleber befestigen muss, schädigt dieser leichte Kleber die Nägel in keiner Weise. Die Nägel trocknen nicht aus und splittern auch beim Ablösen der Kunstnägel nicht.

***Ergiebigkeit***
Das mag sich in Bezug auf Kunstnägel jetzt etwas seltsam anhören, ich möchte aber trotzdem etwas zum Packungsinhalt sagen. Eine Packung enthält 24 Kunstnägel. Wer jetzt sagt: „Hey, ich habe zehn Finger, dann reicht eine Packungen für zweimal Benutzen und vier Nägel sind Ersatz“, dem sei gesagt: „Vergiss es!“ Eine Packung reicht genau für einmal. Denn die Nägel haben ja verschiedene Größen und wenn man einmal die passenden gefunden hat, kann man nicht mehr davon ausgehen, nochmal zehn passende zu finden. Drei oder vier findet man vielleicht noch, aber wer klebt sich nur drei oder vier Kunstnägel auf? Das heißt also, man kann aus einer Packung nur zehn Nägel verwenden und darf den Rest dann wegschmeißen. Sorry, bei 12,99 Euro ist mir das definitiv zuviel Ausschuss. Ich gestehe, ich war anfangs auch davon ausgegangen, mit einer Packung zumindest zweimal meine Nägel verschönern zu können und war dann entsprechend enttäuscht.

***Inhaltsstoffe***
Nein, nicht die Inhaltsstoffe der Kunstnägel, aber doch zumindest die Stoffe des Klebers hätte ich auf Packung oder Homepage erwartet. Aber darüber lässt uns der Hersteller im dunkeln. Nur die Inhaltsstoffe des Alkoholpads werden auf der Packung angegeben: Isopropyl Alcohol, Aqua.


***Der Hersteller***
Vertrieb Deutschland
Fing’rs GmbH
70439 Stuttgart
www.fingrs.de


***Fazit***
Ich stehe diesen Kunstfingernägeln etwas gespalten gegenüber. Die Vorteile sind gering: Sie sehen wirklich gut aus (besonders wenn die Naturnägel zu kurz o.ä. sind) und sie schädigen den Naturnagel nicht. Die Nachteile sind da schon heftiger: Die Nägel halten keinen Alltagsbelastungen stand, sie halten nicht beim Hände waschen, sie sind sehr teuer und man hat viel Ausschuss.
Wenn man mal für einen Partyabend tolle Nägel haben will, sind die Nägel schon ok – vorausgesetzt, man ist bereit 12,99 Euro für einen Abend zu investieren. Ich persönlich werde das wohl in Zukunft nicht mehr machen, auch wenn mir das Ergebnis beim zweiten Mal wirklich gut gefiel.
Ich vergebe für die Pre-glued Nails drei Sterne: Einen für die nagelschonenden Eigenschaften, einen zweiten für das doch gut aussehende Ergebnis und einen dritten für die Idee mit den vorgeklebten Nägeln an sich - die ist nämlich gut. Eine Weiterempfehlung spreche ich allerdings nicht aus, da die Nachteile die Vorteile doch überwiegen und die Idee durchaus noch ausbaufähig ist.

© Arti

PS: Einziehen? Geruch? Seltsame Produktdetails.... 
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15.08.2005
Fing'rs Pre-Glued Nails
Bewertung für Fing'rs Pre-Glued Nails von trine800

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Kontra: Aussehen, Preis, Haltbarkeit - einfach alles

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06.11.2008
(03.11.2008)
Finger's Kunstfingernägel
Bewertung für Fing'rs Pre-Glued Nails von ladyvane

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11.11.2007

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