rodericks Standardbrowser
11.12.2004
Pro:
PopUp - Blocker, löst Umlautdomänen auf, viele Einstellungen, Erweiterungen, Themes
Kontra:
lange Ladezeit, eine Instanz blockiert alle anderen, HTML - Interpretation manchmal merkwürdig
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Benutzerfreundlichkeit
Stabilität:
mehr
 roderick
Über sich:
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Vertrauende:44
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute möchte ich über den Teil meines Computers reden, mit dem ich das Netz des WeltWeiten Wahnsinns unsicher mache, meinen Browser. Und dies ist nicht wie bei den meisten Usern der Internet Explorer von Microsoft, sondern der Firefox-Browser, inzwischen in der Version 1.0. ~~ Wie komme ich zu diesem Browser? ~~
Da ich selber so die ein oder andere Internetseite mein eigen nenne bzw. betreue, brauche ich diverse Browser, um meine HTML-Codes in ihrem optischen Endergebnis zu überprüfen. So finden sich auf meiner Platte neben dem Internet Explorer auch Opera, Mozilla und Netscape in verschiedenen Versionen, um Internetseiten zu prüfen. Als ich dann vom Firefox hörte, habe ich ihn mir gleich heruntergeladen, um auch damit zu testen, damals noch in einer 0.9X-Version. Neben dem Testen gefiel mir der Firefox so gut, dass ich nun auch privat damit surfe. Wieso dies so ist, erkläre ich nun im folgenden.. ~~ Bezug und Anforderungen des Firefox 1.0 ~~
Man kann den Firefox-Browser von www.mozilla.org für die Systeme Windows (darum geht es in diesem Bericht), Mac OS X und Linux i686 beziehen, jeweils in ziemlich vielen Sprachen. Die Windowsversion ist etwa 4,7 Megabyte groß, der Download ist also überschaubar. Für die Windowsversion bedarf es Windows 98, 98SE, ME, NT 4.0, 2000 oder XP, 64 Megabyte RAM, 52 Megabyte auf der Festplatte sowie einen Pentium 233 MHz unter der Haube. Das sind recht moderate Anforderungen, die ich mangels geeigneten Rechner so nicht überprüfen kann, da mein langsamster Rechner 900 MHz und 324 Megabyte RAM hat.- Dort läuft Firefox 1.0 problemlos. Nach der lockeren Installation kann man sogar die Favoriten des Internet Explorers in die Lesezeichen von Firefox übernehmen. ~~ Vorteile des Firefox 1.0 ~~
* PopUp Blocker Firefox kommt von Werk aus mit einem PopUp-Blocker. Damit gehört unerwünschte Werbung der Vergangenheit an, z.B. auch auf den Seiten von ciao.com. *g* Das funktioniert in der Realität tatsächlich sehr gut, die unerwünschte Werbung verschwindet fast vollständig. Fast? Ja, fast. So haben einige Seite den Trick von Firefox wohl herausgefunden, zumindest in der 0.9X-er Versionsreihe schaffte es z.B. sport1.de Werbung zu öffnen, obwohl der PopUp-Blocker aktiv war. Fakt ist aber, dass 99,9% der unerwünschten PopUps oder PopDowns verschwinden. * Umlautdomains Im Gegensatz zum am meisten verbreitesten Browser aus dem Hause Microsoft kann Firefox Umlautdomänen wie www.gässner.de umsetzen. Während man im Internet Explorer www.xn--gssner-bua.de eingeben muss, um diese Seite zu erreichen, löst Firefox diese Umlaute richtig auf und führt den User auf die richtige Seiten. Ich als Besitzer einer solchen Domain finde das richtig gut..
* Tabbed Browsing Dieser schöne Ausdruck besagt, dass sich verschiedene Seiten nicht in neuen Fenster öffnen, sondern im selben Fenster in einem neuen Reiter. Das führt zu einer größeren Übersicht, wenn man mehrere Internetseiten gleichzeitig offen hat. * Erweiterungen, Themes Auf der Mozilla-Seite kann man viele Themes herunterladen, die das Aussehen des Firefox verändern, so dass jeder einen individuellen Browser hat. Naja, das kann man ja noch als Spielerei abtun, aber man kann auch sinnvolle andere Erweiterungen herunterladen. Sei es, dass man beim Browsen die Wettervorhersage von weather.com bekommt oder Werkzeuge zur Webentwicklung zur Verfügung hat, es finden sich allerlei sinnvolle und sinnlose Erweiterungen auf der mozilla-Seite. Gut ist das allemal..
* Einstellungen Recht einfach kann man die Einstellungen von Firefox 1.0 modifizieren. Neben solch banalen Dingen wie die aktuelle Startseite kann man einstellen, ob man JavaScript erlauben möchte, ob Passwörter gespeichert werden sollen, welche Sicherheitsprotokolle (SSL) akzeptiert werden sollen, welche Art von Dateien mit welchem Programm direkt geöffnet werden und einiges mehr. Dabei muss man sagen, dass die Einstellungen übersichtlich dargestellt werden und auch den weniger versierten Benutzer nicht überfordern werden. * Sicherheit Firefox 1.0 führt keine ActiveX-Befehle aus, was eine gewisse Sicherheit darstellt, da böse Menschen mit ActiveX ´ne Menge schlimmer Dinge tun könnten. Wieviel Böses damit in der Realität gemacht wird, sei mal dahingestellt. Dadurch, dass der Firefox noch nicht so verbreitet ist, gibt es natürlich auch kaum bekannte Fehler, die zu Ungunsten des Benutzers ausgenutzt werden könnten. Daher ist Firefox momentan deutlich sicherer als der Internet Explorer. Und da bis jetzt die Update- bzw. Patchfrequenz sehr gering ist, scheinen bisher wenig Fehler gefunden worden zu sein.
~~ Nachteile des Firefox 1.0 ~~ * Startgeschwindigkeit Jeder Browser braucht seine Zeit vom Doppelklick auf das zugehörige Icon bis zur Verfügbarkeit. Dass der Internet Explorer da der schnellste Browser ist, ist nachvollziehbar, da er beim Start von Windows eh schon teilweise geladen wird. Dass aber Firefox das Ende der Geschwindigkeitsliste bildet, will mir nicht in den Kopf. Selbst Netscape 7.0 ist schneller beim Laden..
* Blockierung weiterer Instanzen Das hört sich seltsam an, ist aber schnell erklärt. Habe ich zwei Firefox-Fenster auf (z.B. ciao.com und spiegel.de) und wechsle nun von spiegel.de zu moonsault.de, wird diese zweite Instanz (zweites Fenster) durch das lange Laden eines JavaApplets behindert, so dass in diesem Fenster nichts mehr läuft, bis das Applet geladen ist. Schön und gut, dass aber die andere Instanz nicht reagiert, finde ich inakzeptabel. Das ist bei den anderen Browsern nicht so.. * Interpretation von HTML-Code Klar kann man streiten, wie manche HTML-Anweisung zu interpretieren ist, aber hier und da scheint mir Firefox einen eigenen Weg zu gehen. Nicht nur, dass manche eindeutige CSS2-Anweisungen ignoriert werden, auch mit der eher seltenen iFrame-Anweisungen hat Firefox Probleme. Dort übernimmt er den Hintergrund der restlichen Seite in den iFrame, sofern dort kein eigener Hintergrund definiert wurde. Ich glaube nicht, dass dies im Sinne des W3C ist.
~~ Sonstiges ~~ Der Firefox-Browser ist ein sogenanntes Open-Source-Produkt. Das bedeutet, dass der Quellcode offen liegt und jeder (zumindest theoretisch) an diesem Projekt mitwirken kann. Schön dabei ist, dass das ganze kostenfrei ist und auch keine Werbung beinhaltet. Inwieweit man Open Source nicht eher als Risiko sehen möchte, ist sicherlich eine eigene Diskussion wert. Fakt ist, dass die Verbreitung von Firefox 1.0 noch nicht allzu groß ist. Auf den von mir betreuten Seiten ist der Anteil des Internet Explorers in den letzten Wochen und Monaten nur geringfügig um 1-2 % gesunken. An wichtigen PlugIns gibt es natürlich Flash- und Shockwave sowie Java und RealPlayer, so dass man die WebStandards auf jeden Fall zur Verfügung hat.
~~ rodericks Erfahrungen ~~ In den Vor- und Nachteilen habe ich ja schon einiges von meinen Erfahrungen erzählt. Insgesamt betrachtet bin ich sehr zufrieden mit Firefox. Die Vorteile überwiegen letztlich die eher kleinen Nachteile. Zwar gibt es noch den ein oder anderen Fehler, z.B. verschwindet manchmal das Firefox-Fenster aus der Taskleiste, um einige Sekunden später wieder zu erscheinen, aber das ist doch eher verschmerzbar. Ansonsten läuft der Firefox 1.0 auf meinem Laptop sehr stabil, auch mehrstündige Sessions im Internet sind kein Problem. Ebensowenig Probleme gibt es, wenn man selbst einen Webserver laufen lässt, um Webseiten zu testen. Themes und Erweiterungen funktionieren problemlos, die einzelnen Themes sind freilich Geschmackssache. Die Bedienung ist einfach und simpel, Benutzer des Internet Explorers werden sich schnell zurechtfinden, zumal es sogar einen Extrahilfepunkt für Umsteiger gibt.
~~ Fazit ~~ Wie schon geschrieben, bin ich sehr zufrieden mit Firefox 1.0 und ziehe diesen Browser dem Standardbrowser von Microsoft vor. Für den Firefox sprechen besonders aus meiner Sicht die Unterstützung von Umlautdomains, der sehr gute PopUp-Blocker, die schönen Erweiterungen und die guten Einstellungen. Dagegen sind die Nachteile vernachlässigbar. Solange der Firefox noch eher ein Geheimtipp ist, ist auch die Gefahr gering, dass böse Menschen eventuelle Schwächen ausnutzen, während der Internet Explorer ja täglich neue Lücken offenbart. Ob das so bleibt, wenn die Userzahl von Firefox zunimmt, wage ich zu bezweifeln. Wie auch immer die Zukunft aussehen mag, Firefox 1.0 ist ohne jede Frage eine Empfehlung wert. An Sternen vergebe ich vier von fünf, um den Nachteilen, die zwar im täglichen Gebrauch verschmerzbar sind, aber durchaus vorhanden sind, Ausdruck zu verleihen.
Es grüßt, euer roderick P.S.: Dauer der Nutzung bezieht sich nicht nur auf Version 1.0, sondern auch auf meine Nutzung vorheriger Versionen.
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16.09.2008 19:01
Bei mir läuft´s auch nur mit Firefox ...
28.05.2005 19:48
Dein Bericht ist sehr gut. Firefox ist seit ca. 1 Jahr mein Standardbrowser mit dramatischen Verbesserungen hinsichtlich Sicherheit. So findet Ad-Aware seit Monaten keine Spionagesoftware mehr auf dem PC. Es ploppen auch keine Fenster mehr unkontrolliert hoch. Noch ist der Browser im Vergleich zum Explorer sicher. Der Download Manager ist für mich ein weiterer Vorteil.
21.12.2004 11:11
Gut zu wissen, falls mich mein Browser mal wieder im Stich läßt. Viele Grüße - Scigy