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Eine Erfahrung, die man wirklich niemandem empfehlen kann
Wir hatten uns im Herbst 2011 entschlossen, Bad und Gäste-WC in unserem Reihenhaus, Bj 64, in Bornheim-Widdig zu sanieren und hatten Fa. Werner Knodel, Bornheim-Walberberg, damit beauftragt. Insgesamt ein Volumen von knapp 20.000 Euro. Um es vorweg zu nehmen: Eine echte Fehlentscheidung!
Knodel sen., der Firmen-Chef hatte noch angeregt, die Warmwasserbereitung in Küche und Bad von Therme / Durchlauferhitzer auf Gas umzustellen. Eine gute Idee, wie wir fanden, auch wenn die Sache dadurch rund 3.000 Euro mehr kosten sollte.
Mit einer Woche Verzögerung begannen die Arbeiten Mitte November im Gäste-WC. Und schon fing der Ärger an: Wir hatten bei den Vorbesprechungen immer betont, die neuen Heizkörper sollten nicht wieder in die 60er-Jahre-typischen Nischen in der Wand rein, sondern die Nischen sollten gedämmt und zugemauert werden. Man möchte ja nicht nach draußen heizen. Ein Argument, das einem Heizungsbauer eigentlich geläufig sein sollte. Im Gäste-WC hing aber nach dem ersten Knodel-Einsatz der neue Heizkörper an den alten Stahlrohrleitungen und zwar wieder in der ollen Nische!
Wir reklamieren. Knodel mault, aber er baut das Ding um, wie es sich gehört. Man sollte meinen, das Thema Heizkörper-Nischen sei damit erledigt. Aber nein! Es gibt auch noch in der Küche einen Heizkörper auszutauschen und eine Nische zu schließen. Und wieder sitzt der neue Heizkörper in der alten Nische!
Meine Frau, die allein zu Hause war, entdeckt das Problem und ruft Knodel an. Der - ein 100-Kilo-Brecher - kommt, baut sich vor ihr (55 Kilo) in der Küche auf und beginnt in aggressivem Ton zu schimpfen. Aber nicht auf seine Leute, die offenbar ohne nachzudenken vor sich hin schrauben, nicht auf sich selbst, der seine Leute schlecht einweist und/oder öfter mal nicht richtig zuhört, nein, er schimpft auf uns, seine Kunden! Knodel leugnet, dass jemals über die Nischen gesprochen worden sei. Und überhaupt, er würde an diesem Auftrag nichts verdienen und (zu meiner Frau) ihr Mann sei ja echt schwierig. Meine Frau befürchtete, der Mann könne die Kontrolle über sich vollends verlieren.
Eigentlich hätte man hier bereits die Sache beenden müssen. Da aber unser Bad bereits Baustelle und nicht mehr benutzbar war, entschlossen wir uns widerwillig für ‚Augen zu und durch‘. Dadurch erlebten wir leider noch zwei weitere Kapitel, in denen Fa. Knodel ihre ganz besondere Leistungs(un)fähigkeit unter Beweis stellte.
Kapitel 2: Der Wasserhahn und die Warmwasserleitung
Eher beiläufig erkundigte ich mich, wann dann die Küche an den neuen Heizkessel angeschlossen wird. Knodel: „Gar nicht! Sie wollten ja keinen neuen Wasserhahn haben.“ Ich hatte tatsächlich beim Vorgespräch bedauert, dass der erst vor kurzem gekaufte Wasserhahn wegen des dann höheren Wasserdrucks ausgetauscht werden muss. Daraus hatte Knodel sen. abgeleitet, dass wir diese Umstellung der Warmwasserversorgung nicht wünschen. Gesagt hatte er uns das aber nicht. Dieser Mensch denkt also: „Ich baue meinen Kunden für 3.000 Euro eine neue Warmwasserversorgung ein, schließe sie aber nicht an.“ Das mag jetzt jeder für sich selbst kommentieren.
Nachdem wir geklärt hatten, dass wir durchaus den Anschluss wünschen, wird der Anschluss also gelegt. Denken wir. „Lassen Sie mal ein bisschen Wasser ablaufen, dann wird es warm“, so die Auskunft. 500 Liter später ist das Wasser aber noch immer kalt. Wir teilen das Fa. Knodel mit. „Kann nicht sein“, lautet die Antwort. Man werde aber mal gucken.
Knodel sen. übernimmt das am Folgetag. Da wir erst abends nach Hause kommen, drehen wir den Wasserhahn voller Erwartungen auf: kalt! Neue Nachfrage. Auskunft: Wir versuchen es morgen noch einmal. Nach dem zweiten Tag dann die erlösende Nachricht: Es fließt warmes Wasser in der Küche. Wo das Problem war? Der Meisterinstallateur hatte den Warmwasserhahn an die Kaltwasserleitung angeschlossen. Ein Fehler, der auch für Experten kaum zu entdecken ist!
Kapitel 3: Die Duschtrennwand
Was dann beim Thema ‚Duschtrennwand‘ geschah, ist zum Teil auch unsere Schuld. Die Geschichte half uns aber dabei, weitere Facetten der Probleme von Fa. Knodel zu entdecken. Wir hatten fürs Bad eine Glas-Trennwand zum Duschen vorgesehen. Unser Fehler: Wir hatten versäumt, uns ein Foto davon zeigen zu lassen. Was sollte auch an einer Glas-Trennwand großartig zu begutachten sein? Dachten wir. Als das Ding dann kam, stellte sich heraus, dass die Glaselemente mit extrem breiten silbernen Alurahmen eingefasst waren. Das passte überhaupt nicht zum Rest.
Bei einem derart großen Auftrag, hatten wir gehofft, sollte es kein Problem sein, die Trennwand gegen eine andere auszutauschen. Falsch! Alles wozu Fa. Knodel sich herabließ, war, im Preis etwas runter zu gehen. „Sie können die Trennwand ja bei Ebay verkaufen“, so der Tipp von Knodel jun. Er nannte uns den neuen Preis, den wir schließlich akzeptierten.
Schlussakt: Anruf von Knodel jun. „Sie haben sich beim Bezahlen der Rechnung verrechnet. Da fehlt die Mehrwertsteuer für die Trennwand.“ Wir hatten aber genau den Betrag bezahlt, den er uns genannt hatte. Das sagten wir ihm auch. Worauf er damit drohte, einen Anwalt einzuschalten. Wir haben das also auch noch bezahlt ( bwohl wir wissen, dass Handwerker uns immer den Endpreis inkl. MWSt. nennen müssen). ‚Lehrgeld‘ sagen wir uns, aber wir möchten unsere Mitmenschen gerne davor bewahren, der Firma Knodel Aufträge zu erteilen.
Unser Fazit lautet: Fachlich ungenügend, im Kundenkontakt aggressiv und extrem unhöflich bis beleidigend, mündliche Absprachen werden bei Bedarf geleugnet, Kulanz: null. Es gibt genügend andere Sanitär- und Heizungsfirmen. Wir sind froh, dass es vorbei ist.
PS: Dass uns kein Skonto eingeräumt wurde und dass die Arbeiten nicht zwei Wochen – wie vereinbart - sondern vier Wochen dauerten, rundet das Bild ab.
01.05.2012 16:54
Guter Erstbericht! Willkommen bei uns ciao-Schreiberlingen! ;o) LG Thomas
01.05.2012 10:59
Willkommen bei Ciao. lg