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fishbrain und seine Fische

5  27.06.2002

Pro:
beruhigend und interessant

Kontra:
kann kostenintensiv sein

Empfehlenswert: Ja 

fishbrain

Über sich: Danke an alle, die meine Berichte gelesen haben! Und natürlich auch an die, die sie noch lesen werde...

Mitglied seit:21.04.2000

Erfahrungsberichte:220

Vertrauende:30

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wie kommt man denn überhaupt zur Aquaristik?

Bei mir war es so, daß mich Aquarien schon in meiner Kindheit faszinierten, meine Eltern mir aber nie erlaubten selbst eines zu pflegen. Die Argumente waren immer die gleichen: zu gefährlich mit dem Wasser, zu viel Arbeit, und die Sauerei, usw.

Nun kam aber die Zeit, da auch ich von meinem Elternhaus abnabelte und meine eigene Wohnung bezog. Gut, bis man das alles im Griff hat, sich eingewöhnt hat, und alles wieder seine geregelte Bahnen läuft, vergeht schon mal eine Weile. Aber irgendwann war es dann soweit - das erste kleine Becken stand in meinem Wohnzimmer.

Das erste Becken war ein kleines 50-Liter-Aquarium, da ich doch erst mal ausprobieren wollte, ob mein Jugendtraum das ist, was ich mir immer drunter vorgestellt habe. Das Becken war mit kleinbleibenden Fischen wie Salmlern und Panzerwelsen besetetzt und bereitete wenige Probleme. Das Hobby machte mir Spaß.

Nach einiger Zeit kam dann das Unausweichliche: ein größeres Becken mußte her.
Ich entschied mich nach einigem hin und her für ein Juwel Vison 260:

- 260 l Inhalt (brutto)
- Breite: 120cm
- Höhe: 60cm
- Tiefe: Seiten 33cm; Mitte 45cm (gebogene Frontscheibe)

Das Becken ist nun als Gesellschaftsaquarium eingerichtet; Schwerpunkt Südamerika. Kleinere "Stilbrüche" nehme ich aber nicht so genau.


Wie richtet man nun sein Aquarium ein?
Zunächst sollte man sich darüber im Klaren sein, welche Fisch pflegen will. Ich möchte es der Einfachheit halber mal an dem Beispiel meines Beckens erläutern.

1. Befüllen des Beckens
Zunächst sollte man jedes neue Becken auf Dichtigkeit prüfen. Dabei stellt man es an einen Ort, wo ein Leck keinen großen Schaden anrichten kann, z.B. ins Freie oder Badezimmer, und befüllt es komplett mit Wasser. Wenn es so ein paar Stunden ohne sichtbare Leckage übersteht, dann wird es die nächsten Jahre wahrscheinlich auch dicht sein.

2. der Bodengrund
Zunächst bedeckt man den Boden mit im Handel erhältlichen Bodendüngergrund. Es geht zwar auch ohne, aber da sich in einem neuen Becken noch keine Nährstoffe im Boden befinden werden, ist es so meiner Meinung nach besser für die Pflanzen.
Anschleißend füllt man den Kies oder Sand ein. Diese Bodenschicht sollte dann insgesamt 5-8cm dick sein.

3. die Dekoration
Jetzt kommen die Steine und Wurzeln als Dekoration hinein. Bei den Steinen sollte man darauf achten, daß sie stabil stehen und daß sie mit genügend Bodengrund unterfüttert sind. Sie sollten auf keinen Fall direkt auf dem Galsboden aufstehen, da sonst Glasbruchgefahr besteht.

4. das Wasser
Nun geht es daran das Wasser einzufüllen. Hierbei sollte man darauf achten, daß man den Bodengrund nicht allzu sehr aufwühlt. Das erreicht man, indem man das Wasser langsam über einen Stein einlaufen läßt oder z.B. einen kleinen Teller ins Becken legt auf den das Wasser erst mal fließen kann.

5. die Pflanzen
Für ein größeres Becken braucht man schon einiges an Grünzeug. Bei einem Händler kann man da richtig Geld loswerden. Mein Tip: umschauen bei Aquarienvereinen, auf Börsen oder bei Ebay. Da bekommt man mehr Grün fürs Geld.
Die Pflanzen werden als in den Bodengrund eingepflanzt. Über die grobe Anordnung sollte man sich aber, wie übrigens bei der übrigen Deko auch, vorher schon mal etwas Gedanken machen. Anfangs sollte man möglichst viele Stengelpflanzen einsetzen. Diese wachsen schnell und mindern so evtl. Algenprobleme etwas ab.

6. die Technik
Was brauche ich nun um mein kleines Biotop am Leben zu erhalten?
Einen Filter. Ich verwende einen Außenfilter. Der Filter sollte von der Topfgröße und dem Durchsatz genügend groß dimensioniert sein. Im Filter findet hauptsächlich der biologische Reinigungsprozess statt, indem sich dort Bakterien ansiedeln die schädliche Stoffe wie z.B. Nitrit abbauen.
Einen Heizstab, der das Becken auf konstanter Temperatur hält.
Licht. Hiermit sollte man nicht geizen. Bei Aquarienkomplettsets ist dies im Deckel untergebracht, oft aber unterdimensioniert. Mit Erweiterunsgsets läßt sich da aber Abhilfe schaffen.
Das wäre es schon fürs erste.

7. Fische
HALT!
Jetzt muß das Becken erst mal ?einlaufen?. Das bedeutet, daß sich die Bakterienkulturen in Boden und Filter bilden müssen und in einer genügend großen Zahl und Zusammensetzung vorhanden sein, damit sie die schädlichen Stoffe, die sich im Aquarium bilden abbauen können.
Das ist nach 2-3 Wochen der Fall und man kann dann vorsichtig anfangen die ersten Fische einzusetzen.


Nun hat man das Aquarium im Wohnzimmer, Arbeitszimmer oder wo auch immer stehen - aber was ist nun?

Macht es viel Arbeit?
Das kommtg darauf an.
Normalerweise nicht so viel.
Täglich etwas füttern, das fällt nicht ins Gewicht.
Ca 14-täglich wird ein Teilwasserwechsel vorgenommen. Dabei saugt man ca. 1/3 des Wassers ab und erneuert es durch Frischwasser. Dies ist notwendig, da nicht alle Schadstoffe ganz abgebaut werden können. Ein Teil davon wird somit regelmäßig entfernt. Außerdem bringt man durch das Frischwasser wieder frische Nährstoffe und Mineralien für Pflanzen und Fische ins Becken.
Beid er Gelegenheit kann man dann auch immer mal wieder die Pflanzen zurechstutzen oder sonstige Pflege- und Reinigungsmaßnahmen durchführen.

Was hat man davon?
Es ist, bei der richtigen Auswahl der Fische und dem notwendigen Interesse unheimlich interessant die Fische in ihrem Verhalten zu beobachten. Balzverhalten, Revierverteidigung usw. sind schon herrlich anzuschauen.
Ein schönes Aquarium ist aber auch eine Zierde für jedes Zimmer und wirkt auch hervorragend beruhigend.

Die Kosten?
Die halten sich, ist das Becken eingerichtet, in Grenzen. Das bißchen Futter kostet nichtg die Welt.
Allerdings kann man für das Aquarium selbst und das Zubehör und die Deko schon ein paar Hundert EURO lsowerden.

Ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben.
Zu dem Thema kann man, und das wird natürlich auch gemacht, ganze Bücher schreibene. Deshalb soll dies auch nur ein kleiner Einblick sein.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Kashahara

Kashahara

02.11.2003 23:11

Eieiei, da habe ich jetzt erst entdeckt, daß es im Café auch fischliche Berichte gibt. Gruß Kasha

facehooker

facehooker

22.05.2003 15:25

Mein Becken lief erst dann richtig, nachdem ich mir eine CO2-Anlage zugelegt hatte. Schöner Bericht.

Al230980

Al230980

22.07.2002 01:31

Guter Bericht. Habe selber einige Aquarien und kann nur sagen, ein geiles Hobby. Und entspannend. Viele Grüße Alex

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