Fischerhaus Fertighaus

Erfahrungsbericht über

Fischerhaus Fertighaus

Gesamtbewertung (21): Gesamtbewertung Fischerhaus Fertighaus

 

Alle Fischerhaus Fertighaus Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


- Hausbau mit Fischerhaus -

5  01.11.2007 (19.05.2008)

Pro:
sehr hoher Qualitätseindruck, Preis, Service, Freundlichkeit

Kontra:
Verkäufer

Empfehlenswert: Ja 

susl

Über sich:

Mitglied seit:28.11.2001

Erfahrungsberichte:12

Vertrauende:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

----- UPDATE Mai 2008 -----

***** Bauphase *****
Anfang November war es soweit - der Bautrupp rückte an. Bei strahlendem Sonnenschein wurden die Wandelemente zusammengefügt. Obwohl die Arbeiter mehr als zwölf Stunden pro Tag werkelten, war das Dach "erst" am dritten Tag eingedeckt (zuvor hieß es, dass dies zur Mittagszeit des zweiten Tages erfolgen soll). Prompt bekamen wir auch schon die erste Rechnung - 65% der Bausumme sind fällig, sobald das Dach eingedeckt ist. Nach einer Woche zog der erste Bautrupp auch schon wieder ab und wurde durch den Ausbautrupp ersetzt. Der Innenausbau lief etwa in folgender Reihenfolge ab: Dachisolierung, Dachabdichtung, Heizungsverlegung, Elektro- und Sanitärinstallation, Verlegung der Lüftungsrohre und Anbringen der letzten Gipskartonplatten. So war unser Haus nach rund einem Monat bereit für den Estrich. Es war nun Anfang Dezember und wir gönnten unserem Häuschen einen Monat "innere" Ruhe damit der Estrich auch gut austrocknen konnte. Mildes Dezemberwetter war Grundlage für den Außenputz, der innerhalb von zwei Tagen aufgezogen war, so dass in der zweiten Dezemberwoche das Gerüst abgebaut werden konnte und die Außenarbeiten abgeschlossen waren. Es war wirklich fantastich anzusehen, wie innerhalb von 5 Wochen aus einer Bodenplatte ein (zumindest äußerlich) fertiges Haus entstanden ist.
Ab der zweiten Januarwoche übernahmen die Maler das Kommando. Die Gipskartonplatten wurden gespachtelt, geschliffen und grundiert. Im Anschluss daran erfolgten die Fliesenarbeiten und der Einbau der Sanitärobjekte. Nach fast genau 12 Wochen war es soweit - die offizielle Übergabe des Haustürschlüssels. Nun waren 30% der Bausumme fällig (die letzten 5% kamen ca. 2 Wochen später). Bei Fischerhaus bezahlt man erst, wenn man die Leistung erhalten hat - besser geht's nicht.

Böden, Decken und die abschließenden Malerarbeiten hatten wir in Eigenleistung zu erbringen. Hier haben wir dann doch noch ein paar Mängel entdeckt. Z.b. wurden die Steckdosenblenden beim Grundanstrich der Maler nicht abgeklebt, so dass teilweise Farbreste zu sehen waren. Auch einige Kanten und Stöße der Gipskartonplatten waren etwas unsauber gearbeitet - allerdings kein Grund zur Reklamation.
Bisher hab es insgesamt zwei Reklamationen. Zum einen waren alle Steckdosen im Badezimmer am Lichtschalter angeklemmt (es gab als nur Strom, wenn das Licht an war), zum Anderen begann der Handtuchheizkörper im Bad ca. 4 Wochen nach Einzug zu tropfen (Grund war eine verdrückte Gummiabdichtung). Beide Probleme wurden jedoch schnell und unkompliziert aus der Welt geschafft.
Sehr beeindruckt hat uns der Dachstuhl. Dieser ist so exakt, dass wir beim Anbringen der Unterlattung nichts ausgleichen mussten. Auch bei der Isolierung und der Dampfsperre wurde ganz hervorragend gearbeitet.

Fazit:
Die Entscheidung ein Fertighaus zu bauen hat sich bestätigt. Der Bau verlief absolut reibungslos und praktisch ohne Mängel. Kleinere Änderungswünsche die uns teilweise erst an der Baustelle aufgefallen waren (z.B. Versetzen von Steckdosen) wurden ohne Diskussionen ausgeführt. Die Mitarbeiter von Fischerhaus waren immer freundlich, unkompliziert und äußerst kulant. Auch mit der Qualität der Arbeiten waren wir immer voll zufrieden. Besser hätte es unserer Meinung nach nicht laufen können. Note 1,0.

----- ENDE UPDATE Mai 2008 -----

Wer ein Haus baut braucht Zeit. So sind auch meine Berichte aufgebaut - lange und ausführlich. Seit Juni 2007 planen wir unser neues Haus. Da wir wenig Zeit, Nerven und Arbeit investieren wollten kam nur ein Fertighaus in Frage. Nach einer kurzen Recherche im www hatten wir wenig Zeit später ca. "10kg" Prospekte von rund 15 Herstellern zugeschickt bekommen. Damit die Aktion überschaubar blieb selektierten wir 5 Anbieter heraus - die Kriterien waren in erster Linie örtliche Nähe und unser Qualitätseindruck auf Basis von diversen Internetberichten.

http://www.finger-haus.de
http://www.fischerhaus.de
http://www.luxhaus.de
http://www.schwoererhaus.de
http://www.weberhaus. d e

Die daraus resultierenden 5 Ciao-Berichte sind prinzipiell identisch. Lediglich die hersteller-spezifischen Inhalte unterscheiden sich. Zum Schluss fiel die Wahl auf Fischerhaus - dieser Bericht ist somit am ausführlichsten.

++++ Daten - Fakten - Preise ++++

- Haus
11,65m x 9.15m Grundfläche
158qm Wohnfläche
33° Dachneigung
1,20m Kniestock
KfW-40 Standard

- Inklusivleistungen
Elektro-Sanitär-Sanitärobjekte/Armaturen
Holztreppe
3 -Fach verglaste Fenster + Marmorfensterbänke
Fußbodenheizung in Bad+WC+Diele
alle Wände Streichfähig
Decken in Wohn-, Esszimmer und Küche
Boden- und Wandfliesen in Bad, HWR, WC, Diele
Raumluftunabhängiger Kamin

- Eigenleistung
restl. Böden
alle Decken im Dachgeschoß, WC, HWR, Diele, Arbeitszimmer
Deckanstrich aller Wände

- Leistungen von anderen Handwerksbetrieben
Kachelofen
Solaranlage inkl. WW-Speicher und Regelung
Kontrollierte Wohnraumlüftung (KWL)
Innentüren
Bodenplatte
Garage

++++ Beratung generell++++

Achtung. Wer erwartet, dass ein Beratungsgespräch mit einem Fertighausanbieter Entscheidungshilfen für verschiedene Konzepte bringt, der liegt falsch. Solange der Kunde nicht konkret weiß, was er will, sind die Gespräche nicht sehr effektiv. So ging's uns zu Beginn. Natürlich war jede Diskussion informativ und hat uns auch irgendwie weitergeholfen. Aber stellt man fünf verschiedenen Verkäufern die gleiche Frage, so bekommt man - oh Wunder - fünf (meist komplett) verschiedene Antworten.

Unter ++++ Tipp +++ (ganz unten in meinem Ciao Bericht) habe ich die wesentlichen Kriterien näher beschrieben. Darüber sollte man sich unbedingt im Vorfeld Gedanken machen!

_Fischerhaus___

***** Verkaufsgespräch *****
Das Gespräch mit dem Vertreter von Fischerhaus war unser fünfter und somit letzter Kontakt mit einem Fertighausanbieter. Der Verkäufer hat uns besucht und die rund 2 Stunden wurden sehr effektiv genutzt. Fachlich blieben kaum Fragen unbeantwortet - ich würde sagen Note 2+. Bereits zu Beginn wurden wir darauf hingewiesen, dass Fischerhaus günstiger sein wird als die anderen 4 Hersteller - aufgrund der räumlichen Nähe. Dies hat sich zum Schluss auch so herausgestellt.
Das Angebot kam dann auch sehr schnell (dauerte ca. 1 Woche), war sehr detailliert und günstig (ca. 200.000 €). Aufgrund des Preises und der räumlichen Nähe war Fischerhaus zusammen mit Lux in unserer "Endausscheidung". D.h. wir überarbeiteten den Grundriss, machten exakte Ausstattungsvorgaben und ließen uns ein zweites Angebot erstellen (diesmal mit Kachelofen statt Erdwärmepumpe). Dieses lag dann 3 Tage später in unserem E-Mail Postfach.
Nach einer Woche langen Überlegens haben wir uns dann für Fischerhaus entschieden. Entscheidend war der bessere Qualitätseindruck von Fischerhaus im Vergleich zu Lux. Der Preisvorteil von Fischer war natürlich ein nützlicher Nebeneffekt.

***** Vertrag *****
Am Tag nach unserer Zusage bekamen wir wieder Besuch um den Vertrag auf Basis des Angebotes zu unterschreiben. Dies dauerte auch rund 2 Stunden und war relativ anstrengend da es einige Formulare auszufüllen galt.
Ach ja, hier habe ich den bisher einzigen negativen Punkt zu erwähnen. Im Angebot fehlten noch die Preise für die KWL (kontrollierte Wohnraumlüftung) und Solaranlage. Die mündliche Aussage des Verkäufers war, dass die Mehrkosten für beide Positionen bei je maximal 6.000 € liegen werden. Als dann eine Woche später die kalkulierten Preise kamen drehte sich mir fast der Magen um. 12.000 € für die KWL, 10.000 € für die Solaranlage. D.h. 10.000 Euro mehr als veranschlagt. Obwohl sich der Verkäufer noch an unsere Absprache erinnern konnte blieb es schlussendlich bei den 10.000 Euro Mehrkosten. Wir waren schon kurz davor, vom Vertrag zurückzutreten. Allerdings war der Bauantrag bereits genehmigt und die Zusammenarbeit mit den anderen Fischer-Mitarbeitern war äußerst gut.
Die beiden Gewerke werden nun von unserem örtlichen Heizungsbauer ausgeführt. Uns blieb die schreckliche Erkenntnis, dass die Worte eines Verkäufers wohl nix wert sind. Wo Geld im Spiel ist hat Charakter scheinbar nichts zu suchen.

***** Planung *****
Zwei Tage nach der Vertragsunterzeichnung rückte der Architekt bei uns an. Da wir mittlerweile äußerst genaue Vorstellungen unseres neuen zu Hauses hatten, dauerte der Besuch nur 2 Stunden. Drei Tage später hatten wir dann auch schon alle Dokumente für den Bauantrag. Die Planung war wirklich schnell, einfach und unkompliziert. Note 1.

***** Bauantrag *****
Nachdem die Nachbarn alle Pläne unterschrieben hatten, haben wir die Unterlagen bei der Gemeinde abgegeben. Einen Tag später war Bauausschusssitzung und der Antrag wurde ohne Gegenstimmen genehmigt. Nur (jetzt wirds ironisch) 15(!) Tage später war das Protokoll der Sitzung fertig und der Antrag wurde zum Landratsamt weitergeleitet. Nach weiteren 18 Tagen waren alle Unterschriften, Stempel, Kreuzchen etc. der Landratsbeamten vorhanden und wir durften offiziell loslegen.

***** Bemusterung *****
Rund 6 wochen vor Stelltermin wurden wir zur Bemusterung nach Bodenwöhr gebeten. Zur Vorbereitung haben wir uns Gedanken über Lampen, Steckdosen, Schalter, Anschläge+Farbe der Fenster, Dachziegelfarbe, Aussenputzfarbe, Fliesen etc. gemacht. Es ist wirklich heftig, innerhalb von eineinhalb Tagen ein komplettes Haus samt Innenausstattung zu definieren. Die Bemusterung verlief wirklich perfekt. Die Atmosphäre war sehr locker und gemütlich. von Zeitdruck keine Spur und wir wurden wirklich hervorragend beraten. Selbst wenn wir manche Entscheidungen wiederholt revidierten, die Bemusterungsfrau blieb immer cool. Die Auswahl bei der Bemusterung war zwar nicht überwältigend aber für unsere Bedürfnisse absolut ausreichend. Schlussendlich erhöhte sich der Gesamtpreis um rund 1800,- Euro - was aus unserer Sicht absolut akzeptabel ist.

***** Bauvorbereitung *****
Auch hier kann ich nur positives berichten. Dadurch, dass neben Bodenplatte und Kachelofen nun auch noch die KWL und Solaranlage von örtlichen Unternehmern ausgeführt werden, war die Abstimmungsarbeit doch etwas aufwändiger. Ich musste lediglich den Kontakt herstellen, die Abstimmung erfolgte immer direkt und zufriedenstellend für alle Beteiligten. Auch hier hat Fischerhaus eine super Performance abgeliefert.


***** Bauphase *****
kommt sobald angelaufen

Fazit:
Die Entscheidung ein Fertighaus zu bauen hat sich (bis jetzt) bestätigt. Die Konzepte alle Anbieter machen einen sehr ausgereiften Eindruck - besonders bei der Wärmedämmung. Wir haben mit 3 Familien gesprochen die bereits seit mehreren Jahren in einem Fertighaus wohnen und dies nicht bereut haben.


++++ Tipps ++++
Die Wahl des Herstellers fiel uns nicht leicht. Die Angebote basierten teilweise auf verschiedenen Grundrissen, Ausstattungen etc.. Im Nachhinein betrachtet wäre es effektiver gewesen alle Anfragen mit einem (identischen) Grundriss zu starten. Dazu gehört natürlich sehr viel Vorarbeit.

***** Grundriss *****

Anfangs haben wir versucht einen "Standard"-Plan des Anbieters zu benutzen und diesen an der ein- oder anderen Stelle leicht zu ändern. Es hat sich jedoch sehr schnell herausgestellt, dass komplett individuelle Pläne kaum Mehrkosten verursachen. Wir ließen uns vom Modell TANGO der Fa. Lux inspirieren und änderten einige Sachen ab. Leider haben wir uns zuerst mit techn. Sachen wie Heizung, Isolierung, KfW-Standards u.ä. beschäftigt. Die Angebote der einzelnen Anbieter beruhten deshalb auf verschiedenen "Standard"-Plänen und waren kaum vergleichbar. Ach ja, achtet unbedingt darauf ob der Bauplatz mit einem Bebauungsplan "belastet" ist. Dort ist sehr genau vorgeschrieben wie das Gebäude auszusehen hat - z.B. Dachform, Dachneigung, Kniestock, Farbe der Ziegel etc.. Da wir gegen einige dieser Vorgaben verstoßen haben wir unsere Planung durch eine Bauvoranfrage bei der Gemeinde absichern lassen (die ging dann auch ohne Probleme durch).

***** Heizsystem *****

Diese Frage hat uns wohl am längsten beschäftigt!

- Öl oder Gas kam für uns nicht in Frage. Es gibt wohl nichts Dümmeres als diese Wertvollen Rohstoffe zum Heizen zu verschwenden. Und wenn man sich die steigenden Öl- und Gaspreise ansieht so wird es in absehbarer Zeit wohl auch finanziell unrentabel

- Strom (Marmorplatten oder "Wärme-Direkt-Haus" von Schwörer) hier verhält es sich wie bei Öl und Gas nur dass der Ort des Verbrennens vom Haus zum Kraftwerk verlagert wird. Für uns keine Alternative!

- Wärmepumpe. Auch hier kommt die Energie erstmal aus der Steckdose. Je nach Anlagentyp (Luft oder Erdwärme) wird jedoch der Umgebung zusätzliche Wärme entzogen. Dadurch wird das System sehr viel effektiver als direkt mit Strom zu heizen. In Kombination mit einer Solaranlage ist es, denke ich, im ökologisch akzeptablen Bereich. Ein Nachteil der Wärmepumpen sind die großflächigen "Heizkörper", die erforderlich sind (je niedriger die Temperatur des Heizwassers, um so effektiver die Wärmepumpe. Dies erfordert jedoch große Heizflächen, damit die Wärme an den Raum abgegeben werden kann). Die Kosten für eine Erdwärmepumpe (inkl. Tiefenbohrung) belaufen sich auf rund 30.000 Eurosr. Luftwärmepumpen wären zwar günstiger, allerdings bei Weitem nicht so effektiv wie Erdwärmepumpen. Bei einem Haus unserer Größe müssen wir mit rund 300 Euro Stromkosten pro Jahr rechnen - so wurde uns gesagt. Und wenn man dazu noch einen Ökostromanbieter wie ews-schoenau wählt kann man sicherlich mit gutem Gewissen die Heizung aufdrehen...

- Holz war für uns schließlich die beste Alternative. Unser Kachelofen heizt die Räume direkt über Strahlungswärme. Ein eingebauter Wärmetauscher speist den Warmwasserspeicher. Dieser wiederum erwärmt das Warmwasser und die Fußbodenheizung in Bad und WC. An sonnigen Tagen mit freundlicher Unterstützung der Sonnenkollektoren am Dach. Zum Glück haben wir zwei Bekannte die mit genau diesem System beste Erfahrungen gemacht haben. Auf den ersten Blick schien es mir nämlich sehr fraglich ob ein Kachelofen ausreicht ein ganzes Haus inkl. Warmwasser mit Wärme zu versorgen. Die Kosten für Ofen + Kamin + Fußbodenheizung beliefen sich auf rund 18.000 Euros bei geschätzten 7 Raummeter Holz die pro Jahr verfeuert werden...

- Solaranlagen sind eine sinnvolle Ergänzung zu einem Heizsystem. Allerdings leider (noch) nicht aus finanzieller Sicht. Wir konnten uns die rund 10.000 Euro leisten und so sparen wir das Anschüren des Kachelofens von März bis Oktober. Vater Staat sponsert übrigends 105,- Euro je Quadratmeter Kollektorfläche dazu. Dieser Zuschuss gilt für Solaranlagen zur kombinierten Warmwasserbereitung UND Heizungsunterstützung. Ohne Heizungsunterstützung gibt's weniger Förderung.


***** mit/ohne Garage *****

Unser örtliches Bauunternehmen, das auch die Bodenplatte herstellt war ziemlich günstig. So war für uns relativ schnell klar, dass wir die Garage nicht im Fertigbaustil bauen lassen. Zumal wir bei der Garage durch Eigenleistung einiges an Kosten sparen können. Übrigends - Kollege Fischerhaus war der Einzige, der uns im Vorfeld darauf hinwies, dass eine gemauerte Garage bei etwas Eigenleistung günstiger sein wird als eine Fertiggarage. Das hat sich nach dem Angebotsvergleich auch bei den anderen Anbietern so herauskristallisiert.


***** mit/ohne Keller *****

Trotz der Warnungen unseres Umfeldes haben wir uns gegen einen Keller entschieden. All unsere Überlegungen und Diskussionen endeten damit, dass wir einen Keller lediglich als Lagerraum für die Dinge brauchen die wir eigentlich nicht brauchen. Gewaschen und Geheizt wird im Erdgeschoß. Und 100 Quadratmeter Lagerraum wären doch etwas übertrieben. Da wir den KfW-40 Standard erfüllen wäre die Isolierung sowieso ziemlich kompliziert und teuer geworden. Entweder wir hätten den Keller thermisch vom Haus trennen müssen oder die Heizungsanlage entsprechend "aufbohren", damit wir im Bedarfsfall auch die Kellerräume warm bringen. Die Kompromisslösung ist nun eine unterkellerte Garage. Diese ist nur von außen zugänglich und für Dinge wie Fahrräder, Rasenmäher, Gartenmöbel etc. gedacht.


***** Regenwassernutzung *****

Obwohl wir uns schon fast mitten in der Bauphase befinden ist die Frage der Regenwassernutzung noch offen. Das Sanitärsystem ist für eine Regenwassernutzung ausgelegt (Toilettenspülungen + Waschmaschine). Eine Zisterne werden wir auf jeden Fall bauen. Ob es ökonomisch und/oder ökologisch sinnvoll ist, auch WC und Waschmaschine mit zu "bewässern" ist äußerst fraglich. Nach meinen Berechnungen sparen wir jährlich ca. 80,- € an Wasser-/Kanalgebühren. Dagegen stehen die Kosten für Pumpe, Filter, Wartung etc.. Ich vermute also ein "ökonomisches Gleichgewicht".
Ökologisch sieht es wohl nicht viel besser aus. In unserer Gegend gibt es keine Wasserknappheit. Der Aufwand der Trinkwasserbereitung wird wohl kaum höher liegen als der Aufwand für die Bereitstellung des Regenwassers (damit meine ich im Prinzip Herstellung der Filter + elektrische Energie für die Pumpe). Ich denke schlussendlich wird es eine spontane Bauchentscheidung werden. Momentan sind wir leicht PRO-Regenwassernutzung eingestellt. Hauptsächlich jedoch aus Neugierde um zu erfahren wie gut es funktioniert und um zu erfahren wie hoch die tatsächlichen Wartungskosten und Aufwände sind...

***** Finanzierung *****

Ich/wir sind finanztechnische Dilettanten. Haben keine Ahnung von effektiven oder subjektiven Zinsen, Bausparer, VWL, Wohnungsbauprämien, tilgungsfreien Anlaufjahren etc. (wer seine Freizeit mit DAX, Hedge-Fonds oder Lombardsätzen verbringt hat den Begriff "Freizeit" wohl auch falsch verstanden). Die Finanzplanung war somit absolutes Neuland für uns und auch etwas anspruchsvoller als gedacht. Nach ein paar Gesprächen mit Bekannten, Verwandten und Profis von der Bank hatten wir dann 3 Wochen vor Baubeginn alles komplett (besser spät als nie). Folgendes scheint dazu nennenswert:

- KfW-Darlehen

a) KfW-Ökologisch bauen (KfW40 bzw. KfW60)
Wir bauen ein KfW40 Haus bei einer Kreditlaufzeit von 10 Jahren. Daraus ergibt sich ein sehr günstiger Zinssatz von 3.05% (Stand September 2007). Prinzipiell gilt, je länger die Laufzeit desto höher der Zinssatz. Leider ist der Kreditbetrag auf max. 50.000 Euro beschränkt. Der Kredit wird über die Hausbank beantragt. Dazu benötigt man die sog. EnEV-Berechnung (Energiesparnachweis) vom Haushersteller und das unterschriebene Formblatt 144/145 (ebenfalls vom Haushersteller). Zur Absicherung der KfW muss das Grundstück mit dem Darlehenswert belastet werden (Grundschuld). Hier entstehen zusätzliche Kosten beim Notar von 233,84 Euro:-(

b) KfW-Wohneigentumsprogramm
Im Gegensatz zum KfW40 Darlehen gibt es hier keine besonderen Voraussetzungen. Wohl deshalb ist auch der Zinssatz etwas höher. Bei unseren 5 Jahren Laufzeit beträgt dieser 4,7%. Der maximale Kreditbetrag liegt bei 100.000 Euro wobei nicht mehr als 30% der Baukosten finanziert werden.
Ach ja, auch hier muss eine Grundschuld eingetragen werden.

- Bausparverträge. Zuerst hatten wir vor, auf unseren 2 laufenden Bausparverträgen ein Darlehen aufzunehmen. Nach dem ersten Beratungsgespräch mit dem Bänker unseres Vertrauens hat sich herausgestellt, dass es hier attraktivere Möglichkeiten der Finanzierung gibt (KfW-Darlehen). Der nominelle Zinssatz unserer Bausparverträge liegt bei 4,75%. Daraus ergibt sich ein effektiver Zinssatz von 5,67%. Um unser Eigenkapital etwas aufzustocken lassen wir uns die Verträge evtl. zuteilen (d.h. das bereits eingezahlte Kapital wird ausgezahlt). Ach ja, wenn man bei der Zuteilung des Bausparers gleich einen Folgevertrag abschließt, spart man sich die Abschlussgebühr...


***** KfW-Standard *****

Alle Hersteller haben uns vom KfW40 Standard abgeraten. KfW60 (=60 kWh Energiebedarf pro qm Wohnfläche und Jahr) sei mit sehr geringen Mehrkosten zu erreichen, KfW40 (=40 kWh Energiebedarf pro qm Wohnfläche und Jahr) kostet aber so viel mehr, dass es sich nie auszahlen wird - so die Aussagen. Wir haben uns nun doch für KfW40 entschieden da
a) es ja irgendwie Sinn macht, energiesparend zu bauen
b) wir es uns finanziell leisten konnten
c) es attraktive Zinsen bei der KfW gibt
d) wir aufgrund unseres Grundrisses rel. wenig Mehrkosten haben
Dazu ein paar Bemerkungen. Prinzipiell sollte die Grundfläche möglichst rechteckig sein. Fensterflächen im Norden wirken sich negativ aus, die im Süden positiv (durch Energiegewinn bei Sonnenschein). West- und Ostfenster sind neutral. Ich glaub bei den U-Werten der Außenwände gibt es ein Limit (ich glaub maximal 0,17 oder 0,19). Grundvoraussetzung ist ein ökologisches Heiz- und Warmwassersystem wie z.B. Pellets, Holz, Wärmepumpen etc.. Ob zwingend erforderlich oder nicht, kann ich nicht sicher sagen. Aber eine KWL - kontrollierte Wohnraumlüftung, ist bei einem KfW-Haus auf jeden Fall sinnvoll. Hätten wir statt KfW40 "nur" KfW60 gebaut so wäre unser Haus rund 5.000 Euro günstiger geworden - so eine mündliche Abschätzung unseres Verkäufers (einen konkreten Betrag haben wir leider nicht bekommen). Weitere zwei- bis dreitausend Euro hätten wir gespart, ganz ohne KfW-Standard.

***** Sonstiges *****

- Versicherungen. Bereits zum Baubeginn sollten sowohl eine "Haftpflichtversicherung für Bauherren" und eine "Wohngebäudeversicherung" (=Feuerversicherung) abgeschlossen werden. Ich bin zwar kein Freund von Versicherungen - aber diese beiden sind sicherlich sinnvoll.

- Feuerschutzklasse der Aussenwand. Hier gibt es verschiedene Standards (F30, F60, F90 - die Zahl hinter dem F gibt an, wieviele Minuten die Wand einem Feuer standhält). Prinzipiell nur relevant bei Doppelhaushälften, Reihenhäuser o.ä.. Manche Versicherungen berücksichtigen die Feuerschutzklasse jedoch bei der Prämie. Am besten vorab bei der Versicherung informieren. Folgende Werte waren bei unseren Angeboten angegeben:
fingerhaus: keine Angaben gefunden
fischerhaus: F30
luxhaus: F90
schwoerer: keine Angaben gefunden
weberhaus: F90

- Kontrollierte Wohnraum Lüftung (KWL). Ist meines Wissens Voraussetzung um KfW40/60 zu erfüllen. Macht bei gut isolierten Häusern auch Sinn. Die Feuchtigkeit, die von Mensch, Tier und Pflanzen permanent erzeugt wird, gelangt über die KWL nach außen. Der Clou dabei ist die Wärmerückgewinnung. D.h. die ausströmende Luft erwärmt die einströmende Luft so dass bis zu 90% der Wärme im Haus bleibt. Im Sommer kann der sog. "Gegenstrom Wärmetauscher" per Sommerbypass" überbrückt werden. Dadurch wird das Haus nicht zusätzlich aufgeheizt. Dieser Effekt kann durch einen Erdwärmetauscher gesteigert werden. D.h. rund ums Haus verlegt man ein Rohr über das die Luft angesaugt wird. Dadurch wird diese durch das umgebende Erdmaterial vorgekühlt (im Sommer) bzw. vorgewärmt (im Winter). Unser zukünftiger Nachbar hat mit so einem Erdwärmetauscher bereits positive Erfahrung gemacht. Seinen Angaben zufolge hat die angesaugte Luft im Sommer Temperaturen von maximal 10°C, im Winter nicht unter 5°C.

- Schornstein. Durch die KWL brauchen wir einen sog. raumluftunabhängigen Schornstein. Im Kamin verläuft ein zweites "Rohr" über das der Ofen mit Frischluft versorgt wird. Wer beabsichtigt, einen Dunstabzug mit Abluft in der Küche einzbauen muss sicherstellen, dass ausreichend Frischluft zugeführt wird. Im einfachsten Fall über einen Fensterkontaktschalter. D.h. Dunstabzug funktioniert nur bei gekipptem Küchenfenster. Weiterhin sinnvoll ist der Anschluss des Kamins am Abwasserkanal. Dadurch werden Schwitzwasser und Niederschläge geruchsneutral (per Siffon) abgeleitet.
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ShoppinQueen

ShoppinQueen

21.08.2009 16:42

5mal der gleiche Bericht

WC_Erpel

WC_Erpel

01.12.2007 18:06

Miamibeach-Mike

Miamibeach-Mike

02.11.2007 08:12

Ne, also dat geht man gleich gar nicht!!!!!

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 5087 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (5%):
  1. Cessie60
  2. m4ld3

"sehr hilfreich" von (68%):
  1. Aigen77
  2. Kayanga
  3. Orco00
und weiteren 23 Mitgliedern

"hilfreich" von (5%):
  1. chrisamb
  2. jansdarling2002

"nicht hilfreich" von (21%):
  1. ShoppinQueen
  2. WC_Erpel
  3. Miamibeach-Mike
und weiteren 5 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.