Die schwere Entscheidung welcher Fertighausanbieter wirds werden - trifft wohl jeden. Wir haben es nun bereits hinter uns und sind überglücklich, dass wir für uns, die absolut richtige Entscheidung getroffen haben. Schluss endlich haben wir uns dann für Fischerhaus entschieden. Wir haben natürlich auch im Vorfeld in einigen Foren
recherchiert über glückliche und unglückliche Häuslebauern mit Ihren Fertighausanbietern. Das hat es uns aber keineswegs leichter gemacht. Die Sorge davor, abgezockt zu werden, war groß. Das schlechte an allen Berichten: Man findet hier meistens nur Negativfälle und selten, wenn jemand zufrieden war. Also gleich Vorweg, uns ist Gott sei Dank nichts dergleichen passiert, was man in den ganzen TV Berichten und Foreneinträgen liest.
Wir möchten auch nicht andere Firmen hier schlecht beurteilen, da wir ja nur mit einer Firma gebaut haben und die Abwicklung anderer Hausanbieter nicht kennen. Obwohl die Angebote identisch waren - die Vertragsdetails geben allerdings Auskunft über das was dabei ist und das was noch an Zusatzkosten auf einen zukommen könnte. Also, die Verträge ganz genau durchlesen.
Nun eine kurze Beschreibung wie es bei uns abgelaufen ist:
Um uns einen Überblick der zahlreichen verschiedenen und doch nach fast der gleichen Bauweise bauenden Fertighausanbieter zu machen, haben wir uns generell erst einmal im Internet über die vielen Anbieter informiert. Nach durchsehen der Internetseiten haben bei uns nur wenige Fertighausanbieter Sympathiepunkte bekommen.
Um einen besseren Eindruck von den in der näheren Auswahl befindeten Anbietern zu bekommen, haben wir im Oktober 2007 das Musterhauszentrum in Poing bei München besucht. Hier war der erste Blickkontakt nach dem Eingangsbereich wie sich später herausstellte, gleich der Beste. Wir meinen das nette rote Häuschen von Fischerhaus, dass man vom Eingangsbereich aus schon durch den Spielplatz durchspitzen sehen kann.
So war der erste Weg auch direkt dorthin. Im Musterhaus von Fischerhaus viel uns gleich das angenehme Klima und die nette, ruhige Musik auf. Wir schauten uns um und waren positiv von dem Haus überrascht. Nach einem kurzen Rundgang fragte uns der Berater von Fischerhaus (Herr Schröder) wie uns das Haus gefällt.
Normalerweise blockiere ich eigentlich, wenn mich ein Verkäufer anspricht. Herr Schröder war überhaupt nicht aufdringlich und daher habe ich einfach mal so meine Bedenken und Fragen über Fertighäuser geäußert und kamen so in ein total nettes Gespräch.
Er hat uns in aller Ruhe und ohne zu drängen erklärt was machbar ist.
Daraufhin haben wir unsere Vorstellungen zu unserer geplanten Doppelhaushälfte geäußert, die Herr Schröder notierte. Ich glaube es passiert jeden, dass die 1. Vorstellungen das Preislimit übersteigt. Innerhalb einer Woche bekamen wir einen Anruf von dem Berater, ob wir Zeit hätten das Angebot durchzusprechen. Voller Erwartung haben wir uns kurz darauf wieder auf den Weg ins Musterhauszentrum gemacht. Das Angebot sprengte leider unseren Kostenrahmen. Was an dem Angebot total positiv war, dass Fischerhaus bereits im Angebot unser Haus in 3 Ansichten gezeichnet hatte. Cool, so konnten wir uns unser Haus, wie es später mal aussehen sollte schon besser vorstellen. Übrigens das war auch der einzige Anbieter, der uns so ein Angebot mit gezeichnetem Plan über unser freigeplantes Haus vorlegte.
Das Angebot umfasste die Zeichnungen unseres Eigenheims, eine detaillierte Kostenaufstellung (aus der man auch gleich erkennen konnte, welche Posten man durch Eigenleistung wegstreichen konnte) und einer ausführlichen Broschüre über unsere gewünschte Ausbaustufe mit allen im Preis enthaltenen Details.
Wir machten uns auf den Weg und verglichen in den nächsten 2 Monaten noch 3 weitere Anbieter mit Fischerhaus.
Um das Musterhaus von Haas Fertigbau haben wir Anfangs noch einen großen Bogen gemacht, da wir dachten, das sei nicht unsere Preisklasse. Wir wurden eines Besseren belehrt. Die Besichtigung im Musterhaus der Firma Haas Fertigbau war ebenfalls total angenehm. Netter Berater, angenehmes Wohnklima. Auch hier haben wir uns mit dem Berater zusammengesetzt und Ihm unsere Vorstellungen geäußert. Das Angebot kam hier per Post. Auch sehr genau aufgeschlüsselt jedoch ohne Zeichnung.
Ein weiterer interessanter Anbieter war Town & Country. Dieser bietet Massivhäuser nach herkömmlicher Bauart an.
Bei Town & Country liest man ja teilweise nichts gutes hier im Internet, jedoch hat uns die Werbung neugierig gemacht und wir haben einen Termin vereinbart. Wir haben das Büro in Dachau besucht und wurden äußerst freundlich empfangen. Nun hatten wir schon klare und reduzierte Vorstellungen zu unserem Eigenheim, darum konnten wir sehr konkret sagen was wir wollten. Hier wurde uns zum Erstaunen am gleichen Tag ein fertiges Angebot errechnet und vorgelegt. Town & Country war wiederum der einzige Anbieter der in die Kalkulation auch unsere gesamten Nebenkosten miteinbezog und uns dadurch auch auf weitere Kosten aufmerksam machte. Wir nahmen das Angebot mit nach Hause und rechneten und rechneten, jedoch kamen wir nicht vom Preis runter. Da waren immer noch über 10.000 Euro die unseren Kostenrahmen sprengten.
Der dritte Anbieter "Schwabenaus" war schnell aus dem Rennen. Dieser hat uns anscheinend noch nicht zugetraut, dass wir uns ein Haus leisten können. Wir wurden hier sehr unfreundlich empfangen und nicht wirklich ernst genommen. Aber Pech für Ihn. So macht er kein Geschäft. Außerdem war der Schwabenhaus Berater äußert unsympathisch und der Termin verlief eher wie bei einem unseriösen Versicherungsvertreter.
Zurück zu Fischerhaus und damit wieder zu den positiven Erfahrungen!
Nachdem wir beim ersten Angebot bestimmte Posten raustreichen mussten, bekamen wir in Kürze eine korrigierte Fassung.
Nun wurde es schon immer konkreter. Jedoch ließen wir uns mit der endgültigen Entscheidung noch Zeit. So etwas mag ja gut überlegt sein. Man unterzeichnet schließlich nicht jeden Tag einen Hausbauvertrag. Die ganze Nacht haben wir noch mal alle Internet und Anwaltsseiten durchsucht und den Vertrag auf Schwachstellen geprüft. Gleichzeitig haben wir die Verträge an unsere Bank, Eltern und Bekannte weitergeleitet. Sie sollten etwaige "Problempunkte" anstreichen. Nachdem wir dann am nächsten Morgen den Vertrag unterzeichnet hatten, schickten wir ihn vorab per Fax an Fischerhaus. Gleichzeitig ging er am selben Tag mit der Post nach Bodenwöhr. Dem Verkäufer passte es zwar nicht so recht (was aber auch verständlich ist) das der Vertrag nicht mit ihm am Tisch unterzeichnet wurde. Es könnte ja immer noch ein Gegenangebot eines anderen Anbieters eingeholt werden. Aber wenn man ein gutes Gefühl hat, dann sollte man sich irgendwann entscheiden. Und wir waren von Fischerhaus überzeugt!
Wir haben nun nach allen möglichen weiteren Kosten gesucht und diese in unserer Kalkulation notiert, damit ja keine unerwarteten Nebenkosten auftauchen. Wobei dies sehr schwierig ist vorherzusehen. Fragen über Fragen.
Baustrom, Bauwasser, Bodenplatte, Erdarbeiten, Bodengutachten Gebühren, Genehmigungskosten, Bauzaun, Pumpe, Hausanschluß,
Telekom, Notar- und Grundbuchkosten usw…..
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Die Entscheidung fiel auf Fischerhaus aus folgenden Gründen:
- Der 1. Eindruck war hier schon sehr gut
- Das Bauchgefühl sagte " JA"
- Es wurde sehr ehrlich über Zusatzkosten gesprochen
- Eine Bekannte hatte schon mit Fischerhaus gebaut und war äußerst zufrieden
- Fischerhaus stellt zwar nicht so viele Häuser wie Haas her (keine Massenanfertigung), aber hat trotzdem bereits seit 50 Jahren Erfahrung und manche bauen schon in 2. Generation was auch für sich spricht.
- und es ist ebenfalls ein bayerisches Unternehmen und hat nicht so weite Anfahrtswege.
So ging es weiter:
Einige Punkte zum Vertrag wurden nur mündlich festgehalten (sollte man normalerweise nicht machen), aber sie wurden trotzdem alle erfüllt - ohne Probleme. Die wichtigsten Sachen wurden aber schon schriftlich festgehalten. Ist auch unbedingt zu empfehlen!!! Auch wenn ein Berater sagt, das ist dabei oder wird mitgemacht. Wenn es im Vertrag steht, muss es auch gemacht werden. Lieber schwarz auf weiß und auf Nummer sicher gehen ;-)
Wir haben uns bisher nur mit dem Fertighausanbietern beschäftigt, aber nie mit den Bodenplatten/Kellerbauer. Und die Bodenplatte bzw ein Keller kommt ja immer noch (meistens) als Zusatzkosten zum Haus dazu. Für eine gute Bodenplatte rechnet man zwischen 14 und 20 tausend Euro (bei einer Grundfläche von 75 qm). Wir haben zwar ein Angebot einer Partnerfirma von Fischerhaus erhalten, jedoch haben wir hier im Vorfeld nicht verglichen und dachten nicht, dass hier auch noch ein Werksvertrag mit dem Bodenplattenbauer abzuschließen ist. So mussten wir noch nach dem Vetragabschluß uns auf den Weg machen mit anderen Bodenplattenbauern zu vergleichen. Hier bekamen wir von unseren zukünftigen Nachbarn einen guten Tipp und holten uns bei einer regionalen Baufirma ein Angebot ein. Bingo. Der richtige wurde gefunden. Baufirma Ludwig Maier aus Moosburg. Nun konnte es losgehen.
Hier der chronologische Bauablauf mit Hinweisen:
18.01.2008
Als erstes machten wir einen Termin mit dem Architekten von Fischerhaus aus. Es war ein Vororttermin auf der Baustelle, da der Architekt gleich das Grundstück und die bereits bestehende andere Doppelhaushälfte vermessen musste. Im Gespräch danach sprachen wir mit ihm die Raumaufteilung durch und legten die weiteren Schritte fest, sowie welche Unterlagen wir zu besorgen hatten.
25.01.2008
Bemusterungstermin bei Fischerhaus in Bodenwöhr. Dazu kann man
nur sagen, das ist das schönste am ganzen Haus bauen. Hier darf man sich alles aussuchen vom Lichtschalter bis zum Dachziegel. Überraschend war auch, dass wir nur 1000 Euro aufbemustert hatten, nachdem unsere Nachbarn uns schon von Ihrem Bemusterungstermin bei einer anderen Firma erzählten, wo sie für 20.000 Euro aufbemusterten. Naja natürlich kann man hier schon nochmal den Luxus dazubestellen. Muss aber nicht sein. Wir haben hier vor allem nur Gegenstände ausgewählt, die im umfangreichen Grundpaket inklusive waren und sind äußerst überrascht gewesen, wieviel tolle Sachen im Preis inklusive waren. Klar es ginge immer noch besser…..
Wir haben bei Haas Fertigbau im Vorfeld den Bemusterungsraum angeschaut und hier waren sehr wenige Ausstellungstücke im Preis dabei (Hier sind die Ausstellungsstücke mit einem roten Punkt markiert).
Unser Bemusterungstermin war ein tolles Erlebnis. Bei Kaffee, Kuchen und einer angenehmen Musik konnten wir in aller Ruhe die Sachen Punkt für Punkt aussuchen.
11.02.2008 Spatenstich für die Bodenplatte. Wir hatten soviel Glück mit dem Wetter und so konnte Mitte Februar der Bau bereits losgehen.
18.02.2008 Betonieren der Bodenplatte
21.02.2008 Einbringen der Hausanschlüsse
25.02.2008 Bei strahlendem Sonnenschein wurde das Haus gestellt. Der Bautrupp mit 5 Mann war bereits um 6 Uhr früh vor Ort und hatte alle Vorbereitungen bereits getroffen. Um Punkt 8 Uhr wurde das erste Element bereits aufgestellt. Um 18.30 Uhr konnte bereits das Dach (Sparren) montiert werden.
26.02.2008 Das Dach wurde eingedeckt und die Installation im Haus hat auch bereits begonnen. Der Elektriker hat die ersten Leitungen bereits gelegt.
27.02.2008 Die Luftwasserwärmepumpe wird bereits installiert. Die Treppenbauer sind auch schon eingetroffen. Alles läuft Hand in Hand obwohl 10 Arbeiter in dem kleinen Häuschen arbeiten und keiner behindert den anderen. Eingespieltes Team. Klasse.
28.02.2008
Heute kam der Großteil der Elektrik rein und der Ausbau der Wände
schreitet schnell voran. Die Treppenbauer sind eingetroffen und bauen die Treppe bereits vollständig ein.
03.03.2008 bis 14.03.2008
In 2 Wochen wurden folgende Arbeiten nun erledigt:
- Isolierung Dachgeschoß
- Fassade wird verputzt
- Spenglerarbeiten am Übergang der Doppelhaushälfte
- Wäremrückgewinnungsanlage mit Rohren
- Elektro
- Zählerschrank
- Spülkästen
- Sanitärrohinstallation
- Fußbodenheizung
- Anhydritestrich verlegt
15.03.2008 So nun muss der Estrich trocknen. Uns
wurden 2 Trocknungsgeräte von Fischerhaus für 2 Wochen
zur Verfügung gestellt, die nun 2 Wochen permanent laufen.
28.03.2008 Der Innenausbau von Fischerhaus geht weiter.
Wir haben in unserem Paket noch die streichfertige Verspachtelung
der Rigipsplatten inklusive. Ein Trupp von 2-4 Personen
macht sich nun 1 Woche daran die Wände zu verspachteln und den
Grundanstrich aufzubringen.
Freundlicherweise hat uns der Maler- und Verspachtlungstrupp
die große Leiter geliehen und so konnten wir in der Zwischenzeit bereits das Treppenhaus selber streichen.
08.04.2008 Tag der Übergabe. So nun ist Fischerhaus mit den
Arbeiten fertig und wir bekommen unser Häuschen übergeben. Dazu zwei Schlüssel. Ein echt schönes Gefühl, so nach nicht mal zwei Monaten, die eigenen Haustürschlüssel in der Hand zu halten. Cool.
Bei der Abnahme fanden wir nur eine Kleinigkeit. Im Dachflächenfenster wurde das Glas verkratzt. Aber dies wurde innerhalb einer Woche ausgewechselt. Puh da waren wir erleichtert, dass nicht mehr fehlte.
Nun kann der Innenausbau, den wir in Eigenleistung allein erledigen los gehen.
Fliesenlegen, Malerarbeiten, Türen setzen, Badausbau komplett und Böden verlegen.
Man muss sich nur was zutrauen. Und wir müssen sagen: Es ist echt schön geworden! Mit Hilfe der Bauratgeber der einzelnen Baumärkte ist es super einfach, den Innenausbau selber zu machen.
Genau 3 Monate nachdem die erste Wand stand, sind wir am 22.05.2008 dann in unser neues Fischerhaus eingezogen und bis heute überglücklich :-)
Wenn jemand noch etwas dazu wissen möchte kann er
nachfragen, da wir zu Beginn des Hausbaus auch froh
um jede Art von Information waren.
13.01.2009 19:53
Das mit der Emailadresse am Ende ist ein wenig unseriös. Vielleicht nett gemeint. Klingt aber nach Weiterempfehlungsrabattabgreifen und das wär hier bei Ciao verboten. Die Inhalte Deines Berichtes sind jedoch genau so sehr hilfreich, wie ich es bei Hauserfahrungen oft erwarte, hier jedoch fast noch nie gefunden habe. KLASSE!
13.01.2009 19:11
Willkommen, schöner Erstbericht, LG
13.01.2009 19:08
Das ist dein 1. Bericht? Hut ab, du hast toll informiert! Ein sehr lesenswerter Bericht! Weiterhin viel Spaß bei Ciao! LG Gudrun