Erfahrungsbericht über "Fitbit Charge 2"

veröffentlicht 07.01.2017 | Power-Surfer
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Erfahrungsberichte : 410
Vertrauende : 95
Über sich :
Sehr gut
Pro Aussehen, Verarbeitung
Kontra Preis
sehr hilfreich
Qualität/Verarbeitung:
Funktionalität:
Haltbarkeit:
Preis-/Leistungsverhältnis:

"Alltagstauglicher Fitness Tracker..."

Fitbit Charge 2

Fitbit Charge 2

FITBIT CHARGE 2


Vor einiger Zeit wollte ich mir einen Fitnessarmband zulegen. Firnessuhren finde ich cooler, auch von der Funktionsvielfalt her, aber leider sind diese extrem klobig. Eine Smartwatch mit Fitnessfunktionen ist es zwar optisch schöner, die meisten verfügen jedoch nicht über die Funktionen, die ich haben wollte. Zudem liegen diese Uhren auch preislich in einem Bereich, den ich nicht gewillt war zu zahlen.

Zudem sollte dieses Armband auch alltagstauglich sein, sprich optisch nicht wie ein Stück Gummi ausschauen.

Fündig wurde ich nur bei dem Charge 2 von Fitbit. Trotzdem musste ich Abstriche machen, da ich für mich rausgefunden hatte, dass es kein perfektes bzw. nahezu perfektes Fitnessarmband gab. Der Charge 2 hat auch einige Dinge, die mir von vorn herein nicht in den Kram gepasst hatten.


Das Armband:
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Bei Otto habe ich dieses Fitnessarmband für 149 Euro gekauft. Stolzer Preis, zumal man für 20 Euro mehr, vom Konkurrenten Garmin, ein für mein Geschmack hochwertiges Gerät bekommt. Dieses ist dann wasserdicht, verfügt über GPS und man kann sich Nachrichten auf dem vom Handy auf dem Display anzeigen lassen, sowie den Musikplayer des Handys über das Armband steuern.


All das kann dieses Armband nicht. Im Gegensatz zum Garmin sieht das Armband von Fitbit einfach besser aus. Man kann es wirklich im Alltag tragen. Dies war für mich sehr wichtig, da das von Garmin einfach nicht alltagstauglich war. Sicherlich ist der Garmin dadurch auch Robuster, während der Fitbit dagegen schon recht zerbrechlich wirkt. Die Verarbeitung ist jedoch wirklich sehr hochwertig.

Das von Fitbit ist wirklich schick. Es ist es zwar auch aus Kunststoff, aber das Display ist etwas filigraner, sowie an den Seiten mit Metall abgesetzt. Das anschießende Armband sieht trotz Kunststoff recht gut aus, man kann es aber auch jederzeit austauschen und durch eines aus Metall oder Leder ersetzen. Da das Armband nur eingeklickt wird am Dis-play, ist dieser Tausch kinderleicht durchzuführen.

Trotz des verbauten Pulsmessers ist das Display auch nicht allzu dick. Auf der Unterseite des Display sind zwei kleine grünliche Lichter verbaut, die durch die Haut leuchten und dadurch den Puls messen.

Die Bedienung des Armbands erfolgt am Display. Es verfügt über keine Touchscreen, son-dern verfügt einerseits über eine Taste an der Seite, wo man die verschiedenen Menüs auswählen kann. In den Menüs kann man dann die gewünschten Informationen abrufen, indem man mit dem Finger leicht aufs Display klopft oder dies an den Displayseiten tut. Am Anfang war ich etwas skeptisch aber diese Art der Bedienung funktioniert ganz gut. Manchmal muss man einmal mehr und etwas kräftiger klopfen, weil es beim ersten Mal nicht funktioniert hat, aber im Großen und Ganzen ist es echt unkompliziert.

Das Display schaltet sich alleine nach ein paar Sekunden aus, um Akku zu sparen. Das Dis-play geht durch klopfen oder durch die taste wieder an. Die dritte Variante ist die, wenn man den Arm so bewegt, als wenn man auf eine Uhr schauen würde. Durch diese Bewegung geht das Display an und man kann genau das machen, was man bei dieser Bewegung eh machen würde. Die Zeit ablesen ohne an dem Teil noch rumfummeln oder rumdrücken zu müssen.

Das Display bleibt wirklich nur einen sehr kurzen Zeitpunkt an, aber dafür kommt man dann mit einer Akkuladung auch gut fünf Tage hin.

Bei dem Display handelt es sich nicht um ein Farbdisplay, was aber nicht weiter stört, da es ja eh nur Daten anzeigt. Es lässt sich gut ablesen, auch in der Sonne.

Folgende Daten lassen sich über das Display abrufen.

Als erstes erscheint eine Übersicht, die man sich mit Hilfe der App selbst gestalten kann. Das heißt man kann unterschiedliche Ansichten auswählen. Ich lasse mir die Uhrzeit, die absolvierte Schrittzahl des Tages sowie die aktuelle Herzfrequenz anzeigen. Ansonsten lassen sich durch Klopfen aufs Display, dort auch alle anderen Tagesdaten abrufen.

Im ersten Menüpunkt lässt sich die aktuelle Herzfrequenz als auch der Ruhepuls anzeigen.

Im Zweiten Menü sind mehrere Sportarten auszuwählen. Training, Laufen, Radfahren usw. Bevor man mit dem Training beginnt, startet man die jeweilige Sportart, die man dort aus-führen möchte. Es werden in dem Zeitraum wo man diese ausführt sämtliche Daten erfasst, bis man das Training wieder beendet. Puls. Kalorienverbrauch, Dauer usw. Die zurückgelegte Strecke lässt sich nur in Verbindung mit dem Handy und dem dort aktivierten GPS ermitteln. Ansonsten bleibt der Zähler auf null.

Hinter dem dritten Menüpunkt verbirgt sich eine Stoppuhr.

Der vierte Punkt hält zwei Atemübungen bereit, um wieder zur Ruhe zu kommen.

Das Display verfügt zudem noch über eine Vibration. Den Alarm den man über das Handy einstellen kann, äußert sich dann darüber, da das Armband keine Töne absondern kann. Zudem vibriert das Armband bei jedem Tagesziel was man erreicht hat. Dabei flimmern Glückwünsche über das Display, welches zudem anzeigt, welches Ziel man erreicht hat. Das Vibrieren kommt auch dann, wenn man sich länger nicht bewegt hat, um eine zu motivie-ren. Auf dem Display erscheinen dann kleine Schriftzüge und Bilder welche die Motivation unterstützen sollen. Netter Gimmick.

Mehr gibt es nicht zum Anzeigen über das Armband. Die wirklich interessanten Dinge lassen sich über die App in Verbindung mit dem Armband abrufen.

Die App lässt sich schnell einrichten ohne das man dabei erst auf umständlichen Weg einen Account einrichten muss. Das Anlegen eines Profils geschieht ratzfatz ohne das man erst 1000 Fragen beantworten muss.

Über die App lässt sich das Armband Einstellen und Auswerten. Des Weiteren kann man seine persönlichen Ziele festlegen, sowie Dinge tagtäglich eingeben, die z.B. was man an Nahrung und Flüssigkeit so zu sich nimmt. Man kann sich mit Freuden darüber austauschen die ebenfalls so ein Teil besitzen und noch vieles mehr.

Alles was man so über die Tage, Wochen und Monate mit dem Armband erfasst kann über Bluetooth mithilfe der App und dem Handy synchronisiert werden. Im Anschluss kann man sich das alles in Form von Diagrammen und Statistiken anschauen und auswerten lassen. Die Vielfalt ist dabei wirklich riesig.

Sollten Falschmessungen vorhanden sein, so kann man diese auch händisch korrigieren. Bei mir kommt es ab und an mal vor, dass meine Nachtruhe falsch aufgezeichnet wurde. Da werden dann 2-3 Stunden Schlaf weniger angezeigt.

Schlafdauer, Nahrungsaufnahme, Flüssigkeitszufuhr, sportliche Aktivitäten, Treppen stei-gen, verbrannte Kalorien, zurück gelegte Schritte und ob man sich tagsüber von 9-7 Uhr jede Stunde ausreichend bewegt hat, wird täglich erfasst bzw. müssen einige Dinge auch händisch erfasst werden, da sowas wie Nahrungsaufnahme von einem Armband schlecht erfasst werden kann.

Die App ist sehr unterschiedlich und leicht bedienbar. Die Synchronisation erfolgt sobald das Bluetooth am Handy eingeschaltet ist.

Sämtliche Einstellungen am Armband lassen sich über diese App problemlos vornehmen und mit Hilfe der Synchronisation auf das Armband übertragen. An welchem Handgelenk man das Armband trägt, die Alarmfunkton, ob die Herzfrequenz gemessen werden soll, welche Dinge das Display anzeigen soll usw.

Wie gesagt, die App ist sehr verständlich und übersichtlich gestaltet, so dass man sich in den Menüs sofort zurecht findet und ohne eine Anleitung auskommt.

Die App gibt es für Android, iOS und Windows Mobile. Wer kein Handy oder Tablet hat, oder das ganze lieber am PC auswerten möchte, kann dies ohne Probleme mit einem Windows PC machen, der über Bluetooth und über ein Betriebssystem mit App Funktionen verfügt. Ich für meinen Teil, habe es bis jetzt nur mit meinem Windows Phone synchronisiert und es funktioniert einwandfrei. Es wird angegeben, dass man die Synchronisation möglichst nah am Armband durchführen sollte, aber dies funktioniert auch locker in der Wohnung mit einer räumlichen Trennung von 5-6 Metern.

Das Laden des Akkus erfolgt über USB in Verbindung mit einem speziellen Ladekabel, wel-ches wie mit einer Klammer am Armband gefestigt wird. Die Klammer wird durch den seitli-chen Knopf fixiert. Ales erstes schaut das Ganze etwas kompliziert aus, ist es aber nicht. Ladedauer beträgt ca. 2 Stunden.

Ein Netzstecker liegt leider nicht mit bei.


Fazit:
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Im Großen und Ganzen bin ich mit diesem Modell zufrieden. Ich ziehe aber zwei Stern ab, da der Charge 2 kein GPS an Bord hat und zudem nicht wasserdicht ist. Eine Funktion um über das Armband die Musikwiedergabe des Handys steuern zu können, wäre ebenfalls beim Sport eine feine Sache gewesen. Für 20 Euro mehr hätte man dies alles bei einem Konkurrenzmodell gehabt. Leider war dies so hässlich, dass das Armband nicht alltagstauglich gewesen wäre. Von der Optik her kann sich daher die Konkurrenz eindeutig eine Scheibe abschneiden.

Von daher lege ich einen Stern wieder drauf und vergebe vier ganz knappe davon.


Vielen Dank für das Lesen und Bewerten.

Community Bewertungen

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Pogotopia veröffentlicht 25.02.2017
    sh und LG Pogo
  • Knuffi84 veröffentlicht 10.02.2017
    SH und LG
  • Fredericke07 veröffentlicht 06.02.2017
    Sh
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Produktdaten : Fitbit Charge 2

Produktbeschreibung des Herstellers

Aktivitäts-Tracker

Haupteigenschaften

Hersteller: Fitbit

Produkttyp: Aktivitäts-Tracker

EAN: 0816137020244

MPN: 40-29-3533

Ciao

Auf Ciao gelistet seit: 23/11/2016