Flaschengarten - Tipps & Tricks

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sondern Flasche (oder sonstiges Glasgefäß) voll könnte man hier sagen. Ich habe ja in meinem letzten Bericht einige Tipps und Tricks zu der Pflanzenvermehrung gegeben und etliche Leser haben sich über zu wenig Platz, keinen Garten etc. beklagt. Wer aber nun keinen Garten, nur kleine Fenster ... Bericht lesen





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Erfahrungsbericht von opapeter55 über Flaschengarten - Tipps & Tricks
21.02.2003


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Pro: Ja
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Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

sondern Flasche (oder sonstiges Glasgefäß) voll könnte man hier sagen.

Ich habe ja in meinem letzten Bericht einige Tipps und Tricks zu der Pflanzenvermehrung gegeben und etliche Leser haben sich über zu wenig Platz, keinen Garten etc. beklagt.
Wer aber nun keinen Garten, nur kleine Fenster bzw. Fensterbänke, oder aber auch nur keine Zeit hat, dem empfehle ich die Einrichtung eines Flaschengärtchens, dies braucht nicht allzu viel Platz und kostet auch nicht viel von unserer ohnehin (Dank Ciao) schon knapp bemessenen Zeit.
In einem Flaschengärtchens wachsen und gedeihen die Pflanzen beinahe von alleine, also auch bei denen, die normalerweise nicht über einen „grünen Daumen“ verfügen.

Flaschengärten sind in sich geschlossene Systeme, die ein kleines Mini-Biotop darstellen. Große Gefäße passen am besten auf den Fußboden, kleinere in Regale, auf Schränkchen, in Nischen, Beistelltischchen oder ähnliches (auch an dunkle Stellen), nur nicht in die direkte Sonne.
Benutzen kann man alle Gefäße aus farblosem Glas wie

- Aquarien
- Schmuckgläser
- Weinballons
- Große Flaschen (3 Liter eignen sich prima)
- Gurkengläser (große)
- Glashäuschen (gibt es zu kaufen).

Zum Befüllen und Bepflanzen brauchen wir natürlich verschiedene Werkzeuge, die wir aber selber herstellen können (gibt´s natürlich auch zu kaufen). Am besten nimmt man Löffel und Gabeln in verschiedenen Größen und befestigt sie an verschieden langen (kommt auf unsere Gefäße an) Bambusstöckchen. Bambusstöckchen deshalb, weil sie sich prima reinigen und aufbewahren lassen, aber man kann natürlich auch ganz normale Holzstöckchen benutzen. Des Weiteren befestigen wir noch eine halbe Rasierklinge oder ein Ersatzmesser von einem Teppichmesser (oder ähnlichem) auch wieder an einem Stöckchen, falls wir mal was abschneiden müssen.
Mit diesen Hilfsmitteln gelangen wir dann auch in engere Öffnungen wie Flaschenhälse und können damit den Boden bearbeiten und die Pflanzen einsetzen und behandeln.

Da in einem Glasbehälter das Wasser ja nicht ablaufen kann, kommt als Bodengrund als erstes eine Schicht aus Kies, Blähton, Seramis oder Holzkohle in den Behälter. Nun wird gesiebte Blumenerde durch einen Trichter auf die Drainageschicht aufgebracht. Den Trichter kann man aus einem Blatt Papier ruck zuck selber herstellen und gesiebte Erde deshalb, weil sie besser durch den Trichter rutscht.
Besonders gut sieht es aus, wenn man bei einem größeren Behälter die Erde so einfüllt, dass eine Schräge entsteht und verschiedene Pflanzen dadurch etwas höher stehen.
Logischerweise verwenden wir nur sehr kleine Pflanzen wie gut mit Wurzeln versehene Stecklinge oder Sämlinge (unbewurzelte Pflanzen lassen sich nur sehr schwer einpflanzen). Wir schaffen mit einem Löffel ein entsprechendes Pflanzloch, bugsieren mit der Gabel
das Pflänzchen hinein und schließen mit etwas Erde das Loch wieder, nicht ohne die Erde zum besseren Halt etwas anzudrücken.

An Pflanzenarten kann fast alles genommen werden, also Bäume, Sträucher, Bodendecker, Kletterpflanzen, Palmen, Blumen, Fleischfressende, Dickblätter, Bromelien, allerdings wie schon erwähnt alles in Kleinstformat (nicht zu verwechseln mit Bonsai).
Ganz besonders toll sieht es aus, wenn man verschiedene Arten mit gleichen Ansprüchen kombiniert, man hat dann einen „richtigen“ Minigarten.

Nach dem Bepflanzen wird das Wasser mit einem dünnen Schlauch direkt auf die Erde gegeben um Spritzwasserflecken zu vermeiden. Nun muss man ein paar Tage warten, bis sich an den Glaswänden bei Temperaturschwankungen kein Wasser mehr niederschlägt. Wenn es denn soweit ist, kann das Gefäß mittels einer Glasscheibe oder dem zur Flasche gehörenden Verschluss verschlossen werden.

Das war´s denn auch schon, abgesehen von einem gelegentlichen Rückschnitt, ganz seltenen Wassergaben (ich gebe seit über 10 Jahren ca. halbjährlich nur minimale Wassermengen). Sollten die Pflanzen allerdings die Köpfe hängen lassen, oder aber die Erde sogar Risse zeigt, muss früher gegossen werden (ist bei mir in den ganzen Jahren allerdings noch nie passiert).

Das verhältnismäßig kleine Platzangebot lässt die Pflanzen nur langsam wachsen und wenn das Gefäß verschlossen ist, verdunstet auch kein Wasser.

Düngen ist nicht notwendig.

Flaschengärten, in denen Kakteen oder Sukkulenten gezogen werden, dürfen wegen Fäulnisgefahr NICHT verschlossen werden.

Verwelkte Teile bitte sofort entfernen, da sich ansonsten leicht Schimmel bildet.

Probierts mal, es lohnt sich wirklich.

Peter
(20.02.2003)
(Produktvorschlag innerhalb 2 Wochen angenommen)
   

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sehr hilfreich

03.05.2003

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