Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Für Menschen die gern gratis arbeiten |
| Kontra: |
Erschleichung von Arbeitsleistungen der freiberuflichen Mitarbeiter |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
foerster&thelen I-A-Abzocke
Einleitung
Auf der Suche nach einem nicht allzu aufwendigen Nebenverdienst fiel mein Blick auf die Anzeige im Stellenmarkt einer regionalen Zeitung.
Ein Marktforschungsinstitut mit dem Namen "foerster&thelen" suchte für Marktforschungsstudien Interviewer.
Da ich in meinem beruflichen Umfeld u.a. auch Mitarbeiter über den Umgang und die Handhabung von Produkten und von Software befragen lasse, kam es mir in den Sinn hier selbst aktiv zu werden und mir ein paar Euro nebenher zu verdienen.
Gesagt, getan.
Ich kontaktierte das o.g. Unternehmen, erhielt einen Mitarbeiterfragebogen, einen Vordruck zum Mitarbeiterausweis, einen Vertrag als freier Mitarbeiter mit Datenschutzerklärung und eine Personalstammkarte zugesandt, sandte diese wieder ausgefüllt zurück und schon war ich ein neuer Mitarbeiter. So einfach ging das.
Nun war ich gespannt auf die ersten Aufträge.
Doch zuvor möchte ich das Unternehmen vorstellen.
Das Unternehmen
Wer ist "foerster&thelen"?
Hinter "foerster&thelen" verbirgt sich:
Foerster & Thelen Marktforschung Feldservice GmbH in Stühmeyerstr. 16
44787 Bochum, gegründet und geführt von Uwe Förster, Dipl.-Soziologe
und Ulrich Thelen, Dipl.-Betriebswirt.
Weitere Details findet man unter: www.ftmafo.de
Die Unternehmensgründung erfolgte 1977. Es gibt etwa 68 Angestellte und ca. 3500 freiberufliche Interviewer auf Honorarbasis. Der Jahresnettosumsatz betrug 2004 etwa 11,8 Mio. Euro.
Seit Herbst 2007 sind unter dem Logo "F+T-Group" Foerster & Thelen Marktfor-
schung Feldservice GmbH (Deutschland und Österreich), Foerster & Thelen Teststudio GmbH, Dr. Haspel & Partner GmbH, das Online-Institut webfrager GmbH und Rosenthal Research S.L. (Spanien) zusammengeschlossen.
Über den Jahresumsatz der F+T-Group und die genaue Mitarbeiterzahl kann ich leider keine Angaben machen.
Das Unternehmen "foerster&thelen" führt Feldarbeit im Rahmen der Markt- und Meinungsforschung durch.
Entsprechend Aufträgen aus der Industrie, Handel und Dienstleistern, werden dazu Umfragen mit Personen aus der Bevölkerung durchgeführt.
Die Art der Umfrage nennt man Studie. Jede Studie enthält genaue Vorgaben des Auftraggebers und wird in der Form standardisierter Interviews durchgeführt. Die Interviews sind standardisiert, damit sie untereinander vergleichbar sind und in elektronische Systeme eingelesen werden können.
So gibt es zum Beispiel Studien über Waschmittel. Ein vorgegebener Personenkreis, z.B. weiblich, berufstätig, in Partnerschaft lebend, zwischen 20 und 55 Jahre erhält kostenfrei ein bestimmtes Waschmittel und benutzt es. Der Interviewer besucht nun die Probandin und führt mit dieser ein oder mehrere Interviews über die Erfahrungen mit diesem Waschmittel durch.
Er befragt dabei die Zielperson (Probandin) bzw. legt dieser den Fragebogen vor. Die Antworten trägt er sauber und maschinenlesbar ein oder kreuzt die entsprechenden Antwort-Auswahlkästchen an. Die ausgefüllten Bögen sendet er dann zu einem vorgegebenen Zeitpunkt an "foerster&thelen" zurück.
Andere Studien befassen sich mit den Erfahrungen der Einnahme von Medikamenten, der Wahrnehmung von Anzeigen in Zeitschriften, der Erfahrung beim Tragen bestimmter Markenturnschuhe, der Wahrnehmung von Anzeigen vor dem Hauptfilm in Kinos, der Befragung von Passanten in Supermärkten, um nur einige aufzuzählen.
Ausschließlich freiberufliche bzw. selbstständige Mitarbeiter führen diese Interviews bei den ausgewählten Zielpersonen vor Ort durch. In der Marktforschung nennt man das auch Feldarbeit.
Weitere Bereiche sind telefonische Interviews mit standardisierten, vorgegebenen Fragebögen (nicht zu verwechseln mit sogenannten "Umfragen" welche nur die Aushebelung des Verbotes, Verbraucher ohne vorherige Einwilligung mit Werbung zu terrorisieren), dienen und der Warenerfassung.
Bei der Warenerfassung werden ein- oder mehrmals wöchentlich Supermarktartikel (von Werbe- und Promotionmaßnahmen) mit einem Warenscanner erfasst. Hier wird das Umsatzverhalten von Artikeln innerhalb eines Zeitraumes erfasst.
Aufträge
Genaugenommen gibt es keine Aufträge.
Per E-Mail oder per Post erhielt ich die ersten Studienbeschreibungen, nach denen ich die Probanden (Zielgruppenpersonen aus der Bevölkerung) auswählen sollte.
Konkret: Die Aufträge / Probanden muss man sich selber suchen!
D.h. ich sollte wandernd oder telefonierend Probanden für die Studie durch besonders rhetorische Raffinesse und ausgeprägte Freundlichkeit für die Interviews gewinnen.
Einer meiner ersten Aufträge war ein Waschmitteltest. Ich erhielt ein "Auftrag-SelberSuchangebot" für eine Studie über Flüssigwaschmittel.
Im Bekanntenkreis hatte ich meinen ersten Erfolg. Einige Bekannte erklärten sich bereit, an dem Waschmitteltest als Probanden teilzunehmen. Sie sollten dafür kostenfrei ein Flüssigwaschmittel, welches sich noch nicht im Handel befand, zu testen.
Im Vorfeld gab ich in einer Web-Datenbank bei foerster&thelen die Kontaktdaten der Bekannten ein.
Mein Probandenkreis dezimierte sich, als diese hörten dass für die Studie die Angabe der Telefonnummer notwendig sei. Sie fürchteten Telefonterror durch den Verkauf der persönlichen Daten an Call-Center-Anrufterroristen.
Die Angabe der Telefonnummer des Probanden diente in meinem Fall lediglich dazu, dass die Mitarbeiter der Qualitätssicherung von "foerster&thelen" prüften, ob das Waschmittel auch beim Probanden angekommen war.
Damit sollte vermieden werden, dass der Interviewer das Waschmittel selbst nutzt und die Fragebögen in Eigenregie ausfüllt.
Einige Zeit später erhielt ich eine Flasche Flüssigwaschmittel und die Instruktionen für die Studie. Die Studie gliederte sich in eine Vorbefragung, vier Zwischenbefragungen und eine Abschluss-befragung. Also insgesamt sechs Befragungen. Für jede Befragung gab es stets eine Flasche des Flüssigwaschmittels.
Pro Interview sollte es 23,00 € geben. Ich rechnete entsprechend den Grundsätzen eines ordentlichen Kaufmannes meinen Deckungsbeitrag II (den Überschuss nach Abzug aller Kosten) aus und nahm die Studie an.
Sechs Befragungen, jeweils auf verschiedene Zeiträume innerhalb von sechs Monaten verteilt, ergaben so 138,00 € für die gesamten Interviews. An Aufwand hatte ich etwa 50 Minuten pro Interview eingeplant und 10 Minuten Fußweg zur Probandin. Finanzielle Aufwendungen hatte ich keine, wenn ich von der Abnutzung meiner Schuhsohlen und der Schreibgeräte einmal absah. (138,00 € : 6 Interviews = 23,00 € pro Interview und Stunde)
Ein guter Ertrag, so meine Ansicht.
Außerdem sollte ich noch die Portokosten (Spesenanteile) Höhe von 1,00 € je Rücksendung erstattet bekommen. Die Kostenerstattung würde somit 6,00 € enthalten, bei einem Portoaufwand von 1,45 € pro Zusendung als Großbrief. (6 Zusendungen x 1,45 € = 8,70 €)
Den Verlust beim Porto in Höhe von insgesamt 2,70 € nahm ich gern in Kauf, mein Gesamthonorar würde nach Abzug des Portoverlustes immer noch 135,30 € betragen.
(138,00 € Gesamthonorar - 2,70 Eigenanteil Porto = 135,30 €)
Mein Stundensatz läge damit immer noch bei 22,55 €.
(135,30 € : 6 Interviews / Stunden = 22,50 €)
Mit Feuereifer und Vollgas ging ich ans Werk.
Entsprechend dem Studienbriefing und den Zeitvorgaben von "foerster&thelen" führte ich Interviews, 6 x an der Zahl, durch. Die Probandin war mit den von mir übergebenen Flüssigwaschmitteln sehr zufrieden, ließ sich gern interviewen und gab freudig Auskunft.
Da machten mir die Interviews Spaß, zumal mir die Probandin noch Süßigkeiten und Getränke anbot.
Im Juli 2008 war die Studie beendet. Ich schickte meine Interviewerabrechnung, ordentlich und korrekt ausgefüllt, an "foerster&thelen" zurück.
Die Wochen verrannen. Viele Wasser flossen inzwischen durch die Havel und die Spree. Der Sommer verging, der Herbst meldete sich mit kühlen Nächten, Regenschauern und frischem Wind an seinem Platz im Reigen der Jahreszeiten zurück.
Bevor wir zum Resultat der Abrechnung kommen, möchte ich noch auf weitere "Auftrag-SelberSuchangebote" eingehen.
Ich erhielt "Auftrag-SelberSuchangebote" für Studien im Bereich Medikamentenverträglichkeit, Wirkung von Anzeigen auf Leser von Fachzeitschriften, Bestellverhalten von Einkaufsmitarbeitern in Autohäusern, Markenidentifikation von Kleidung bei Jugendlichen und über die Erforschung beruflicher Perspektiven bei Jugendlichen.
Die Honorare bei den hier genannten "Auftrag-SelberSuchangeboten" lagen bei 7,00 € - 18,00 €. Den Zeitaufwand pro Studie prognostizierte ich auf 1 - 3 Stunden. (Interviewdauer + Reisezeit + Fragebogenplausibilitäts- und Fehlerüberprüfung).
Für die meisten "Auftrag-SelberSuchangebote" hatte ich keine Probandenkontakte. Für 7 oder 12 € erschien mir der Aufwand- und Kosteneinsatz zur "Auftrag-SelberSuche" nicht angemessen. Natürlich hätte ich eine mehrstündige Recherche zur Probandengewinnung durchführen können, die Telefonkosten hätten dafür bereits 1/3 des veranschlagten Honorars verschlungen. Den Löwenanteil der Arbeit vor Ort hätte ich gehabt, den Löwenanteil des Ertrages hätte sich "foerster&thelen" eingestrichen.
Aus meiner Sicht war dies mit den Grundsätzen eines ordentlichen Kaufmannes nicht zu vereinbaren.
Aus diesem Grund delegierte ich den Löwenanteil der "Auftrag-SelberSuchangebote" an den "Auftrag-SelberSuch-Auftraggeber", "foerster&thelen" zurück.
Die Rückdelegation ist die elegantere Form von:"Machen Sie doch Ihren Mist alleine!"
Testerfahrungen
Die Studie über das "Bestellverhalten von Einkaufsmitarbeitern in Autohäusern" beinhaltete für mich ein Honorar von 16,00 €. Dazu sollte ein Mitarbeiter eines Autohauses über die Bezugsquellen von Ersatzteilen interviewt werden. Die Daten sollte ich in ein Notebook eingeben und anschließend per Internet an "foerster&thelen" versenden. "foerster&thelen" bot mir an, die Studie mit einem Firmennotebook durchzuführen. Aus Gründen der Bequemlichkeit vereinbarte ich die Nutzung meines privaten Notebooks.
Vor Studienbeginn vereinbarte ich einen Termin mit dem für den Einkauf verantwortlichen Mitarbeiter des Autohauses. Der Mitarbeiter sollte ebenfalls 16,00 € für seinen Zeitaufwand erhalten. Nun war die Frage, wie kommen die 16,00 € zu dem Mitarbeiter. Muss ich dazu seine Kontonummer aufnehmen damit "foerster&thelen" den Betrag überweisen kann?
Dazu telefonierte ich mit meinem Ansprechpartner für die Studie.
Meine Frage: "Auf welche Weise erhält mein Interviewpartner im Autohaus seine 16,00 €"
Antwort: Hüsteln. Pause. Schweigen.
Ich wiederholte meine Frage: "Auf welche Weise erhält mein Interviewpartner im Autohaus seine 16,00 € Honorar".
Antwort: "Hm, das ist so eine Sache." Räuspern und Schweigen.
Ich fragte weiter: "Ich habe sie nicht richtig verstanden. Wie erhält mein Interviewpartner im Autohaus seine 16,00 €" für das Interview? Soll er sich dazu mit Ihnen in Verbindung setzen?
Antwort: "Na ja. Lieber nicht. Der Interviewpartner erhält 16,00 €, das stimmt." Schweigen.
Ich fragte geduldig noch einmal: "Wenn mein Interviewpartner mir seine Kontodaten wegen der Überweisung nicht nennt, wie erhält er denn dann sein Honorar?
Antwort: Räusper. Krächz. Pause. "Also das ist es ja gerade. Sie können es ihm ja vorstrecken und erhalten es dann nach Prüfung des Interviews entsprechend ihrer Abrechnung ausgezahlt".
Ich hatte das Gefühl dass sich mein telefonischer Gegenüber bei meiner Frage sehr unwohl fühlte.
Ich beschloss dennoch das Interview durchzuführen. Dazu vereinbarte ich telefonisch einen Termin.
1. Autohaus, Anruf
Ich stellte mich und mein Anliegen vor. Der einkaufsverantwortliche Mitarbeiter befand sich schon am Hörer.
Er murrte. "Keine Zeit". Ich erwiderte:"Wir können uns ja in der Arbeitszeit zusammensetzen, da können sie etwas entspannen" Oder nach Feierabend. Ganz wie Sie möchten". Mein Gegenüber antwortete nicht.
"Sie erhalten aber 16,00 € für die Teilnahme am Interview. Das Geld ist steuerfrei, sie erhalten es auch gleich am Ende der Befragung. Von Hosentasche zu Hosentasche.
Das müssen Sie ja Ihrem Chef, der sie ohnehin bloß ausbeutet, nicht erzählen".
Mein Gegenüber daraufhin: "Ich bin ja hier der Chef und der Inhaber und für die 16,00 € Zusatzverdienst habe ich überhaupt kein Interesse".
Damit war das erste Interview erledigt.
2. Autohaus, Anruf
Ich stellte mich vor. Die Mitarbeiterin an der Kundenannahme notierte meine Telefonnummer, der Mitarbeiter für den Einkauf wollte mich anschließend zurückrufen.
Kurz darauf rief er zurück. Ich stellte mich und mein Anliegen vor.
Der Mitarbeiter war sehr freundlich: "Leider habe ich ganz wenig Zeit"
Ich lockte: ""Sie erhalten aber 16,00 € für die Teilnahme am Interview. Das Geld ist steuerfrei, sie erhalten es auch gleich am Ende der Befragung. Cash auf die Hand".
Der Mitarbeiter: "Nein, danke. Ich habe hier soviel Arbeit" Lautes Schnaufen. "Dafür ist mir der Zeitaufwand von 45 Minuten zu hoch. Auch nicht nach Feierabend. Bin froh wenn ich hier raus bin. Auch nicht für 16,00 €. Nein, Danke."
Damit war auch das zweite Interview erledigt.
Von Stund an delegierte ich alle "Auftrag-SelberSuchangebote" an "foerster&thelen" per E-Mail zurück. Zu meiner Entlastung und damit sie "foerster&thelen" in Fülle wieder zu Verfügung stehen.
Abrechnung
Mitte September, etwa 7 Wochen nach der Zusendung meiner Interviewerabrechnung der Waschmittelstudie (wir erinnern uns: 138,00 € Gesamthonorar für 6 Interviews) kam diese zu nach Hause zurück. Ein Freund der Bruchrechnung hatte sich auf dem Formblatt verewigt.
Aber anstelle des Kürzens von Brüchen kürzte er mein Honorar. Die sechs Interviews kürzte er auf ein Interview zusammen. Dadurch schmälerte sich mein Honorar mathematisch korrekt auf 23,00 €. Bei der Bruchrechnung gibt es nicht nur das Kürzen sondern auch das Erweitern von Brüchen. Auf dem Formblatt meiner Abrechnung wurden die Spesenanteile für Porto erweitert. Ich erhielt jetzt anstatt von 1,00 € Porto pro Zusendung (6 Zusendungen a 1,00 € = 6,00 €) 5 x Porto in Höhe von 1,45 € und einmal "Sonderporto" in Höhe von 1,00 € zurückerstattet. Somit erweiterten sich meine Portospesen auf mathematisch korrekte 8,25 €. (5 x 1,45 € + 1,00 € Sonderporto)
Eine sehr betrübliche Abrechnung. Für sechs durchgeführte Interviews erhielt ich ein Interview vergütet. Leistung die sich nicht rechnet.
Aber auch eine gute Nachricht. Ich freute mich dass ich die "tollen Auftrag-SelberSuchangebote" permanent an den Absender zurückdelegierte.
Gut fand ich auch die ablehnende Haltung meiner telefonischen Kontaktpartner für die Terminierung der Interviews.
Das sparte mir Kosten, Zeit, Aufwand und Ärger.
Daraufhin kontaktierte ich telefonisch "foerster&thelen". Die Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung meinte, die 23,00 pro Interview seien völlig korrekt. Entsprechend den internen Gepflogenheiten von "foerster&thelen" in diesem Waschmittelprojekt setzte sich ein GANZES INTERVIEW aber aus den sechs Teilinterviews zusammen.
In den gleichen Augenblick, von einer Sekunde zu anderen, mutierte ich abrupt zur Interviewerdateileiche im "foerster&thelen" -Interviewerpool. Hoffentlich werde ich dort bald gelöscht.
Kurz darauf erhielt ich einen Anruf für eine Passantenbefragung.
Ich kommunizierte frohen Sinnes einen vollen Terminkalender und delegierte diese Anfrage somit wieder an "foerster&thelen" zurück.
Gemäß dem Motto: "Machen Sie doch Ihren Mist alleine!"
Mittlerweile ward es Ende September 2008. Mein erarbeitetes Honorar blieb unsichtbar..
Vielleicht ist "foerster&thelen" insolvent, so meine Gedanken.
Die Bäume warfen die bunten Blätter ab, die Nächte wurden kühl, frische Herbstschauer füllten die Wasser der Spree und der Havel.
Mitte Oktober 2008 erhielt ich einen Brief von foerster&thelen. "Bestimmt wieder so ein Auftrag-SelberSuchangebot" sprach ich zu meinem weiblichen Gegenstück und wollte das Schreiben bereits verschlossen entsorgen. Das weibliche Gegenstück, in Bezug auf verschlossene Briefe besonders "wissensdurstig", entwand mir sehr geschickt den Brief und öffnete ihn flugs. Darin befand kein "Auftrag-SelberSuchangebot" sondern ....... EIN SCHECK.
Mit grandiosen 31,25 €.
Davon waren 23,00 € Honorar für (wir erinnern uns 1 Interview bestand nach Durchführung der Befragungen plötzlich aus 6 Teilinterviews) für die 6 Interviews.
Somit gab es pro Interview 3,83 €. Ein Interview dauerte ca. 1 Stunde.
Der Restbetrag von 8,25 € waren Spesen für Porto.
Den Scheck musste ich zur Bank tragen, dort ein "Scheckeinreicherformular" ausfüllen und im Anschluß einige Tage auf die Gutschrift auf meinem Konto warten.
Auch hier wieder: "Warum einfach, wenn es auch umständlich geht".
Im Februar 2008 begann ich mit den Interviews, Mitte Juli 2008 reichte ich die Rechnung ein und Mitte Oktober 2008 erhielt ich den Scheck.
Ende Oktober geschah es. Ich erhielt mein Honorar.
31,25 € für 6 Interwies + Spesen.
Das Zahlungsziel von "foerster&thelen" betrug in meinem Fall genau 12 Wochen, also knapp 3 Monate. Ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen, würde bei solchen Kunden wie "foerster&thelen" in die Insolvenz steuern.
Die weitere Zusammenarbeit
Ende Dezember 2008 erhielt ich von foerster&thelen einen Anruf.
Die Mitarbeiterin, aufgrund ihrer herrischen Stimme schätzte ich sie als ein Mitglied der Geschäftsführungsebene ein, fragte mich: "Sie haben ja für 2008 kaum Aufträge für uns durchgeführt. Was sind denn die Ursachen dafür?
Ich erwiderte: "Die Ursachen lagen, aus meiner Sicht, in der großen Differenz zwischen Arbeitsaufwand und Honorarhöhe. Ich fand die Höhe der Honorare, in der Regel von 7 € bis 16 € für mich absolut unzureichend. Daher fehlten mir Motivation und Antrieb, um Probanden für Interviews selbst zu suchen und Interviews durchzuführen".
"Das will ich aber gar nicht hören" entgegnete etwas aufgebracht meine Gesprächspartnerin.
"Doch" sagte ich daraufhin. "Sie haben mich doch gerade eben nach den Ursachen gefragt".
"Nein, nein, das reicht jetzt" sprach die Dame. "Wie stellen Sie sich denn die weitere Zusammenarbeit mit uns vor?" Ich hielt kurz inne, dann antwortete ich: "Wenn Sie mich hinauswerfen würden, dann würde ich mich sehr freuen. Im Hinauswerfen von Mitarbeitern haben Sie doch bestimmt Geschick" fügte ich mit schalkhaftem Unterton hinzu.
Meine Gegenüber ging darauf nicht weiter ein: "Das wäre wohl die die beste Lösung. Für foerster&thelen und auch für Sie." "DANKE" rief ich laut in den Hörer. Dann verabschiedete ich mich.
Endlich keine Auftragselbersuchangebote mehr; mit diesem freudigen Gedanken im Sinn schritt ich in Jahr 2009.
Fazit
In der Honorarvereinbarung wurde für ein Interview 23,00 € vereinbart.
Für sechs durchgeführte Interviews erhielt ich ein Honorar für ein Interview.
Meiner Ansicht nach handelt es sich hier um eindeutigen Betrug.
Im Restaurantbereich nennt man das auch Zechprellerei (Speisen und Getränke bestellen und verzehren, aber nur die Getränke bezahlen), beim öffentlichen Personenverkehr bei Bussen und Bahnen auch "Erschleichung einer Beförderungsleistung", auch "Schwarzfahren" genannt. (z.B. auch: Einzelticket für eine Stunde kaufen, aber 7-Tage die Woche damit fahren)
"foerster&thelen" hat sich somit meine kostbare, wertschöpfende Arbeitsleistung erschlichen.
Empfehlenswert für Personen die gern arbeiten und beschäftigt sind, aber auf Einkommen freudig verzichten können.
Dieser Personengruppe empfehle ich aber eher ein Engagement für Behinderte, Arme und Schwache (SOS-Kinderdorf, Tafel für Bedürftige, etc.) als einem gewinnorientierten Unternehmen die eigene Arbeitskraft in den "nimmersatten Schlund" zu werfen.
Für den Rest der Bevölkerung; meine Empfehlung: Finger weg von diesem Unternehmen!
Hoffentlich verschwindet dieses Unternehmen so schnell wie möglich vom Markt, so mein Wunsch.
Ich habe hier aus meiner Einzelfall-Erfahrung berichtet und aufgrund dieser, meine Schlussfolgerungen getroffen.
| weitere Erfahrungsberichte |
Einzelkämpfer bei Föerster & Thelen
Bewertung für Foerster & Thelen von
Conny49
Pro: Man lernt die Gegend kennen
Kontra: Eigenanteil bei den Kosten ist hoch
Die Foerster & Thelen Marktforschungs GmbH mit Sitz in Bochum ist auf der Suche nach freien Mitarbeitern. Über eine Tätigkeit bei einem Partnerunternehmen dieser Firma bin ich auf die Zuverdienstmöglichkeit durch die Bochumer GmbH gestoßen. Zwei Tage n ...
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sehr hilfreich
25.09.2008
(14.05.2008)
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Vergütung erst auf Anfrage in der Buchhaltung!!!
Bewertung für Foerster & Thelen von
Gittilein66
Pro: Mitarbeiter sind bei der Aufgabenverteilung und Fragen am Telefon sehr freundlich!
Kontra: Honorar nur gegen Verrechnungsscheck auf Anfrage nach 8 Wochen, Vorkasse erforderlich!
Ich habe gerade meine ersten Erfahrungen mit dem Unternehmen gemacht.
Ich habe über einen weitläufigen Bekannten von Förster & Thelen erfahren und mich Anfang Dezember im Internet als Interviewer beworben. Ein paar Tage später wurde mir ein dicker Umschl ...
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hilfreich
12.02.2009
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o.k., kann man mit leben
Bewertung für Foerster & Thelen von
cosmopol
Pro: Honorare werden bezahlt
Kontra: aber erst nach 7 Wochen
Förster & Thelen allgemein
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Förster & Thelen aus Bochum ist das neuntgrößte Marktforschungsinstitut Deutschlands.
Eine Besonderheit ist, daß sie Feldservice anbieten, das bedeutet, daß ein Mitarbeiterstamm (freie Mitarbeit) im gan ...
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hilfreich
04.05.2005
(08.07.2006)
|
gute, solide Zusammenarbeit
Bewertung für Foerster & Thelen von
Hellraiser123
Pro: viele interessante Studien mit Menschenkontakt
Kontra: es wird mit Verrechnungsschecks ausgezahlt
Für das Marktforschungsinstitut Foerster & Thelen bin ich jetzt ca. 10 Monate tätig und konnte schon einige Befragungen übernehmen.
Neben meinem festen job war ich Anfang des Jahres auf der Suche nach einer Alternative für nebenbei. Dabei stieß ich auf ...
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12.12.2008
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Bin gerne für das Unternehmen tätig!!!
Bewertung für Foerster & Thelen von
Nettken
Pro: Flexible Arbeitszeiten
Kontra: Kein festgelegter Stundenlohn
Hallo,
ich arbeite seit 4 1/2 Jahren als Warenerfasserin für Förster & Thelen und habe nur gute Erfahrungen gemacht. Ich bin durch eine Anzeige in unserer Zeitung auf das Unternehmen gestoßen und habe mich online beworben. Sofort kam ein Rückruf und ob i ...
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hilfreich
17.01.2009
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