... Es handelte sich um die sogenannte "Basisrente nach Rürup" (eine Fondsgebundene Kapitalanlage) der Karlsruher Versicherungs AG, die durch die Steuerersparnis kostengünstig zu finanzieren wäre.
Ich habe also auf bei meiner Bank einen Termin mit dem Vertreter der Karlsruher Versicherungs ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von ct_meier über Fondsgebundene Rentenversicherung 07.02.2007
Produktbewertung des Autors:
Erreichbarkeit im Ernstfall:
Zahlungsbereitschaft im Ernstfall:
Beitragshöhe / Leistungsverhältnis:
mittelmäßig
Allgemeine Kundenfreundlichkeit:
super freundlich
Pro:
sichere Rente bis ans Lebensende
Kontra:
unflexibel, fragwürdige Rendite, hohe Verwaltungskosten
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Der Leiter meiner Bankfiliale rief mich an, er hätte eine "aufwendungsneutrale" Geldanlage für mich, ob ich Interesse daran hätte. "Schauen kostet ja nix" habe ich mir gedacht und mir die Sache weiter erläutern lassen. Es handelte sich um die sogenannte "Basisrente nach Rürup" (eine Fondsgebundene Kapitalanlage) der Karlsruher Versicherungs AG, die durch die Steuerersparnis kostengünstig zu finanzieren wäre.
Ich habe also auf bei meiner Bank einen Termin mit dem Vertreter der Karlsruher Versicherungs AG vereinbart. Beim dortigen Termin präsentierte der freundliche, geschmackvoll gekleidete Herr mit dem breiten Lächeln mir diverse Listen mit Berechnungen darüber, wieviel Steuern ich durch diese Renteneinzahlungen sparen kann und mit welchen Rentenzahlungen ich im Alter von 65 Jahren rechnen könne. Bei der Modellrechnung (zu versteuerndes EK von ca. 20t€ und einer Rate von monatlich 200€, bei 27 Jahren Laufzeit) wären das sagenhafte 16000€ Steuerersparnis sowie eine garantierte Rente von 230€. Bei Renditen von 6.57%, 10,15% und 15,61% wären die Rentenzahlungen sogar bei 440€, 600€ bzw. 1100€; dazu käme noch die 'M'-Bonusrente, von der kein Mensch weiß ob's die in 27Jahren geben wird und ich auch nicht verstanden habe in welchem speziellen Fall man sie erhält. (siehe auch weiter unten)
Bei Renditenversprechen von über 6% war ich aber sowieso skeptisch und habe für mich mit einer Rentenzahlung zwischen 230€ und 440€ gerechnet. (Derzeit bringen Kapitallebensversicherungen entgegen allen Versprechen eine Rendite zwischen 5% und 7%)
Auf meine Frage, ob ich denn die Höhe der Raten variieren könne - falls ich mal in Geldnöte käme - hieß es, ich könne jedes Jahr den Beitrag bis herunter auf 50€ pro Monat neu festlegen.
Im Gegensatz zu den anderen Kapitalanlagen ist diese Rürup-Rente pfändungssicher und die Beiträge wirken sich steuermindernd aus. Meine bisherige Kapitalanlage ist dies beides nicht, deshalb ging ich davon aus, es wäre das ideale Rentensparmodell für mich.
Ich habe also den Vertrag für das Produkt "Karenta 100" unterzeichnet und mir wurde gesagt, ich werde in Kürze die Versicherungspolice erhalten und solle - dies sei unbedingt wichtig - den Erhalt schriftlich bestätigen. Nach 1 ½ Wochen kam dann per Post die versprochene Police mit Verbraucherinformation, Belehrung über die 30-tägige Widerspruchsfrist und, und, und. Ich habe die Police nun ausgiebig studiert und stieß auf die Seite mit: "§8 Welche Kosten sind in Ihren Versicherungsvertrag eingerechnet" Ich lese da: 4% der Beiträge als einmalige Abschlussgebühr (Vetreterprovision?) 1% der Beiträge als laufende Abschlusskosten (Bitte? Ich hab' doch nur einmal abgeschlossen!) 2,5% der Beiträge zur Deckung der laufenden Kosten (Für den Rest der Sippe?) 5€ Fixkosten, die jeden Monat aus dem Guthaben entnommen werden, macht in diesem Fall 2,5% des Beitrags. (Für was denn bitte noch FIXKOSTEN bei all' den anderen Gebühren!?)
(Anmerkung: Die Empfangsbestätigung ist nur für den Versicher wichtig. Kann dieser den Empfang der Verbraucherinformation etc. nicht nachweisen, verlängert sich die Widerspruchsfrist auf 1 Jahr)
Alles zusammengerechnet macht das 20€ je Monat, also 10% meiner Beiträge, die gleich mal weg sind und für meine Kapitalbildung nicht mehr zur Verfügung stehen. Letztendlich zahle ich also nur 180€ pro Monat als Kapital in den Fonds ein.
Von der Änderung der Beitragshöhe steht nur darin, daß ich die Beiträge beliebig erhöhen könne, eine Reduzierung sieht der Vertrag jedoch nicht vor. Lediglich eine mit hohen finanziellen Einbußen verbundene Kündigung ist aufgeführt.
Da kam ich dann doch sehr stark ins Grübeln.
Wenn die Rentenversicherung so eine tolle Rendite hat, können die Ihre Unkosten nicht auch mit Ihren zweistelligen Zinsgewinnen decken? Die sollen doch mein Geld vermehren und nicht wegverwalten! Was ist, wenn ich mal weniger Geld zur Verfügung habe? Dann muss ich mit Verlust kündigen!
Ich habe mich also hingesetzt und folgende "Milchmädchen-Rechnung" aufgestellt:
Nehmen wir an, ich spare 27 Jahre lang, solange bis ich 65 bin, 150,60€ monatlich für meine Rente. Mit 150,60€ rechne ich, weil ich meine 200€ ja vorher versteuern mußte. Nehmen wir weiter an, ich werde 80 Jahre alt (Durchschnittsalter liegt, so glaube ich, bei 76 Jahren für Männer). So sind das nach Renteneintritt noch 15 Jahre zum Verprassen der Rente.
Bei 10kg Übergewicht und dem Alkohol nicht gerade abgeneigt, sind 80 Jahre vermutlich eher zu hoch angesetzt.
(Im folgenden kalkuliere ich damit, dass ich das Kapital nach der Ansparphase mit weiterer Verzinsung völlig aufbrauche. Schlaue Rechner kalkulieren natürlich noch mit der Steuer auf die Zinsen.)
Variante A, Rendite 0% 150,60€ monatlich in mein Sparschwein macht nach 27 Jahren 48800€ verteilt auf 15 Jahre á 12 Monate (= 180) macht 271€ monatlich, also 41€ mehr als die Karlsruher Versicherungs AG bietet. Zum Vergleich: Die Karlsruher Versicherungs AG würde mir im gleichen Zeitraum 230€ * 180Monate = 41400€ auszahlen
Variante B, Rendite 3% Noch besser sieht's aus wenn ich meine 150,60€ monatlich in Bundesschatzbriefen zu 3% Zinsen anlege: 73600€ angespartes Kapital ergibt sich da. In 180 Monaten bei 3% Verzinsung des jeweiligen Restkapitals aufgebraucht, ergibt 513€ pro Monat.
Variante C, Rendite 6% Jetzt unterstelle ich mal, ich bin ein echtes Finanzgenie (bin ich leider nicht) und schaffe sogar 6% Rendite: 115130€ würde ich nach 27 Jahren mein Eigen nennen, was bei weiteren 6% Rendite für das Restkapital immerhin 987€ monatliche Rente ergeben würde.
Steuern fallen hier ggf. nur auf die Zinsen an und nicht auf den gesamten Auszahlungsbetrag, er besteht nämlich zum Hauptteil aus schon versteuertem Geld!
Zum Vergleich die eventuellen Renten der Karlsruher Vers. AG (incl. der 'M'-Bonusrente): Rendite 0% : 231,53€ Rendite 6.57%: 631,00€ Rendite 10.15%: 858,00€ Rendite 15,61%: 1617,00€
Hier wird ein Großteil des gesamten Auszahlungsbetrag steuerpflichtig, weil das eingezahlte Geld ja nicht versteuert war.
Die Folgen für mich: Ich habe den Versicherungsvertrag sofort widerrufen. Ich hab' jetzt zwar keine Basisrente, bin aber wieder ein wenig schlauer geworden.
1. Falls ich das richtig erfasse, muss sich die Karlsruher Verischerungs AG gar nicht anstrengen um mein Geld zu vermehren und um mir meine garantierte Mindestrente von 231€ oder sogar ein wenig mehr auszuzahlen. 2. Wenn ich sterbe, ist das Geld für z.B. meinen Ehepartner futsch. 3. Wenn ich HARTZ-IV ALG-II-Bezieher werde, kann ich die Beiträge nicht mehr bezahlen und habe wegen den laufenden Vertragskosten usw. hohe Einbußen. Da nützt es mir in der Anfangsphase wenig, wenn die eingezahlten Beiträge pfändungssicher sind. Bleibe ich ALG-II-Empfänger bis zur Rente werden die Rentenzahlungen dann mit ALG-II verrechnet.
Ich persönlich bin der Meinung dieser Versicherungstyp ist ein ungenügendes Produkt, was hier kein Vorwurf speziell der Karlsruher gegenüber sein soll, die anderen Versicherer bieten dieses Produkt auch an.
Jeder der mit dem Gedanken einer Rürup-Rente spielt, sollte sich vorher eingehend und vor allem neutral informieren. Er sollte sich vor allem und "ohne wenn und aber" die Vertrags-Police vor Vertragsunterzeichnung aushändigen lassen und daheim in Ruhe, ohne den Vertreter im Rücken, genau durchlesen. Und er sollte überlegen, ob er wirklich die laufenden Beiträge über die gesamte Laufzeit aufbringen kann.
Ich wünsche viel Erkenntnis beim Nachdenken ...
P.S.: Ich glaube allerdings für Menschen die mit einer Lebenserwartung von mehr als 85 Jahren rechnen können, ist die Basisrente trotzdem eine gute Anlagemöglichkeit ;-)
--------------------------------------------------------------------- --------------------- Nachtrag vom Mai 2008:
November 2007stellten Richter in einem Urteil fest, dass private Versicherungs- und Vorsorgerenten von Selbstständigen bzw Freiberuflern im Insolvenzfall keinen Pfändungsschutz genießen. (Az. IX ZB 89/05).
Pro: Mann kann vieles damit abdecken.(Frau auch) Kontra: Wie das bei Aktien(Fonds) so ist, mal geht es Aufwärts, mal Abwärts
Die Fondgebundene Rentenversicherung ist eine Versicherung welche es dem Anleger ermöglicht, seine eingezahlten Beiträge in Aktienfonds anzulegen.
Dieser Aktienfond ist ein meistens sogenannter Dachfond, welcher sich aus dem 5 Säulen Prinzip aufbaut, der ...
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Wer heute noch denkt dass die gesetzliche Rente zum Lebensunterhalt reichen wird der ist entweder gnadenloser Optimist oder hat keine Ahnung. Eine zusätzliche Versicherung ist somit notwendig – und die Möglichkeiten sind vielseitig. Für meine Freundin hab ...
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Pro: Flexibel, Ausbaufähig, Chance auf hohe Rendite, Partnerrente möglich Kontra: Keine Staatliche Förderung, RISIKO: Rendite abhängig vom Aktienmarkt
Als Student gehöre ich zu der Bevölkerungsgruppe, die am spätesten anfängt in Ihre Rente einzuzahlen. Während Andere bereits Geld verdienen und Rentenansprüche erwerben, drücke ich noch unentgeldlich die Schulbank.
Da das Niveau der Staatlichen Rente w ...
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Pro: hohe Renditeerwartungen, flexibel Kontra: siehe text
Liebe ciao-Leser,
haben Sie sich schon einmal gefragt, warum einige Rentner mit einem neuen Mercedes durch die Stadt fahren und stets neue Weltreisen buchen, während andere gerade so it ihrer Altersrente über die Runden kommen? Ein Grund dafür könnte das ...
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Pro: Absicherung über 85 Jahre hinaus Kontra: Auszahlung nur in Rentenform möglich
Immer näher rückt der Zeitpunkt, der 31.12.2002, bis man sich überlegt haben sollte, ob man nun die Riesterrente in Anspruch nehmen will oder nicht.
Auf die einzelnen Modalitäten und Bedingungen für den Abschluss einer Riester-Rente will ich hier bewus ...
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Pro: Flexibel, gute Rendite, guter Service vom Außendienst Kontra: Schwankungen der Erträge durch Fonds möglich
...Die Fondsgebundene Rentenversicherung der AMV ist eine der renditestärksten und flexibelsten Produkte auf dem deutschen Markt. Da ich selber schon eine abgeschlossen habe, konnte ich mich vom Service des Außendienstes der AMV überzeugen. Die Beratung ist gut und ausführlich. Es wurde über die Chancen aber auch die Risiken der Versicherung gesprochen. Ein Fondswechsel ist natürlich möglich. Als Altersabsicherung und in Bezug auf die neue Rentenreform ist dieses Produkt nur zu empfehlen. Preis und Leistung stehen hier im Einklang. Diese Absicherung sollte aber nur gewählt werden von Singles oder Verheirateten mit einer bereits weitgehend gesicherten Altersversorgung über Lebensversicherungen oder Betriebliche Altersversorgung....
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