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In 60 Tagen zu digitalisierten Filmen

3  12.05.2012

Pro:
Relativ günstig, gute Ergebnisse, netter Kundenservice .  .  .

Kontra:
.  .  . den man kaum erreicht

Chemosh

Über sich:

Mitglied seit:08.09.2006

Erfahrungsberichte:25

Vertrauende:4

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

(0) ÜBERSICHT

0) - Übersicht
1) - Intro
2) - Der Anbieter & die For-Ever-Box
3) - Der Bestellablauf
4) - Meine Erfahrungen
5) - Fazit


(1) INTRO

Der Auftrag war klar formuliert: Einen Anbieter finden, der 8mm Filme digitalisiert und dabei halbwegs günstig und zuverlässig ist.
Leichter gesagt als getan, denn zum einen gibt es nicht soo viele Anbieter, zum anderen gibt es genauso wenig Erfahrungsberichte über die Digitalisierung von 8mm Filmen.
Der Auftraggeber hatte dann auch schnell eine Idee parat: Da For-Ever derzeit intensiv in Thalia-Filialen wirbt, sollte ich mir den mal genauer anschauen.

Gesagt, getan.


(2) DER ANBIETER & DIE FOR-EVER-BOX

For-Ever ist ein französischer Anbieter für Digitalisierung von alten Filmen, Fotos oder Dias. Der Deutschlandsitz ist in Frankfurt, von wo auch der deutsche Support angeboten wird.
In Thalia-Filialen (und seit neuestem in anderen Geschäften wie Telekom-Shops) wird eine For-Ever Box für 50€ angeboten - letztendlich ist es eine fast leere Verpackung die einen Flyer mit weiteren Instruktionen enthält. Die Box fungiert dabei quasi als Versandverpackung und Gutschein für die eigentliche Bestellung.

For-Ever ist unter einer kostenfreien Telefonnummer sowie per Email erreichbar.


(3) DER BESTELLABLAUF

Die Bestellung wird über die Webseite for-ever.com abgewickelt. Die Webseite ist funktional gehalten und bietet basale Informationen zum Bestellablauf und der Abwicklung.

Im Online Shop kann man zunächst die Anzahl der zu digitalisierenden Medien auswählen und in den Warenkorb legen. Die Preise bewegen sich dabei im Rahmen und sind vergleichbar mit anderen Anbietern.Hat man alle Medien, die man digitalisieren möchte, ausgewählt, wird die Bestellung bestätigt - an diesem Punkt hat man dann die Möglichkeit, weitere Optionen dazu zu buchen:
  • Filme können im AVI-Format auf DVD gebrannt werden
  • Zusätzliche Kopien können bestellt werden
  • Die gesamten digitalisierten Medien können auf einer externen HDD bestellt werden
  • Die Bestellung kann personalisiert werden (kostenlos).

Hat man vorher eine For-Ever Box gekauft, kann man jetzt den Gutscheincode der Box eingeben und erhält den Preis der Box auf die Bestellung angerechnet.
Sind alle Optionen gewählt, kann man anschließend bei den Bezahlmöglichkeiten zwischen Visa und PayPal auswählen.Ist die Bestellung abgeschlossen, erhält man einen UPS Versandschein zugeschickt. Die Medien werden in der Box verpackt (oder in einer alternativen Verpackung, wenn man keine Box erworben hat), der Versandschein aufgeklebt und ein Abholtermin mit der UPS Hotline verabredet.
Der Versand ist dabei ab 90€ Bestellwert kostenfrei.
Die Medien werden nach Frankreich verschickt, dort digitalisiert und nach Abschluss der Bestellung an einen zurückgeschickt. Hat man die Personalisierungs-Option gewählt, erhält man vorher die Möglichkeit, online die Gestaltung der digitalisierten Medien vorzunehmen.


(4) MEINE ERFAHRUNGEN

Zunächst galt es eine Box aufzutreiben. Leichter gesagt als getan, denn die Boxen gingen in der Thalia-Filiale offenbar alles andere als gut und standen in einer Ecke. Zudem wollte mir sowohl der Berater, der mir die Boxen zeigte, als auch der Verkäufer unbedingt etwas in die Box packen - denn sie war ja leer, und beide konnten nicht verstehen, warum ich 50€ für eine leere Box bezahlen wollte. Das Konzept war also nicht gut kommuniziert, was allerdings nicht unbedingt Schuld von For-Ever ist - aber dazu beitragen könnte, warum die Boxen zumindest in dieser Filiale so selten verkauft werden.

Da es sich um eine größere Anzahl von Filmen handelte, mussten mehrere Boxen gekauft werden. Ich wählte zunächst die gewünschten Medien aus, gab anschließend die Box-Codes ein, wählte alle Optionen die ich benötigte - und erhielt im abschließenden Bestellschritt eine Fehlermeldung vom Server.
Die Fehlermeldung war eindeutig - das Skript verursachte einen Timeout, also kontaktierte ich den Support der sich auch trotz fortgeschrittener Stunde prompt zurückmeldete. Man könne den Fehler nicht nachvollziehen, würde aber den Technikern Bescheid geben - ich solle es am nächsten Tag erneut probieren.

Auch am nächsten Tag trat der gleiche Fehler auf, dafür erhielt ich auch eine weitere Email vom Support, der mir mitteilte, es sei ein Problem des PCs bzw. Browsers - was sich jedoch recht schnell ausschließen ließ, da ich auf über zwei Dutzend Rechner unterschiedlichster Konfigurationen zurückgreifen und mit jedem den Fehler reproduzieren konnte. Nach einer entsprechenden Rückmeldung an den Support wurde mir nahegelegt, die Bestellung in der nächsten Woche telefonisch aufzugeben.
Zwei Tage darauf meldete sich ein Mitarbeiter aus dem Vertrieb und wickelte die Bestellung telefonisch mit mir ab. Man wollte mir nach Bearbeitung meiner Bestellung zunächst eine Rechnung stellen, nach deren Begleichung mir die Ware und die eingereichten Medien zugeschickt würden.
Die Medien wurde zwei Tage darauf abgeholt - und dann passierte erstmal vier Wochen lang nichts.

Dann kam eine Versandmeldung, die Ware sei an "Tag X" versendet und "sollte innerhalb von 4 Tagen (durchschnittliche Versandzeit) in Ihrer Forever Deutschland Verkaufsstelle verfügbar sein". Im Kundencenter von For-Ever war zu diesem Zeitpunkt zu sehen, dass die Ware bereits 7 Tage vor "Tag X" versendet worden sei. Weder im Kundencenter noch in der Versandmeldung war eine Bestellnummer angegeben.
Nachdem weitere 10 Tage vergingen beschloss ich, mich per Email an den Mitarbeiter zu wenden, der die Bestellung geregelt hatte. Hier erfolgte jedoch eine Woche lang keine Rückmeldung, sodass ich den bisherigen Email-Verkehr mit der Bitte im Klärung direkt an den Support schickte.

Weitere fünf Tage gingen ins Land, ohne dass eine Rückmeldung kam. Mehrere Anrufe bei der Hotline wurden an einen französischsprachigen Anrufbeantworter weitergeleitet, und zugegebenermaßen war das der Moment, wo mir erste Zweifel aufkamen:
  • Ist der Anbieter überhaupt seriös?
  • Warum verweist die Frankfurter Hotline auf einen französischen AB?
  • Wo sind meine Medien, und:
  • Warum meldet sich niemand?

Gerade der letzte Punkt ist für mich bis heute nicht nachvollziehbar, denn es handelte sich um ein Auftragsvolumen im mittleren dreistelligen Bereich. Der Anbieter wollte ja schließlich auch sein Geld haben, und ohne Rechnung konnte ich ihn nicht bezahlen.Zum Glück hatte ich aus vorheriger Email-Korresponzenz die direkte Durchwahl zu dem Mitarbeiter, der die Bestellung geregelt hatte. Ein Anruf - und ich erreichte ihn prompt.
Aufgrund einer Groupon-Aktion, so wurde mir gesagt, wurde For-Ever zu diesem Zeitpunkt von Bestellungen überrannt, man hätte jedoch meine Bestellung, die in Frankfurt angekommen sei, schon gesehen, würde sie jetzt suchen und mich dann sofort zurückrufen. Eine halbe Stunde später der Rückruf: Man hatte meine Bestellung gefunden, allerdings hatte die Buchhaltung die Gutscheincodes nicht gebucht. Ich solle sie doch noch mal per Email schicken, man würde dann noch am selben Tag eine Rechnung fertig machen.
Dumm nur: Die Original-Gutscheincodes mussten der Bestellung beigelegt werden, zwar hatte ich die Nummern abgeschrieben, im Fall des Falles wäre das allerdings wertlos gewesen. Also die Gutscheinnummern per Email geschickt - und wie erwartet herrschte erstmal wieder Funkstille.
24 Stunden später, ich wollte schon erneut zum Telefonhörer greifen, trudelte die Rechnung ein, die auch prompt beglichen wurde.
Freundlicherweise war die Rechnung um etwa 10% der Gesamtsumme reduziert, um für die Verzögerungen zu entschädigen.

Und erneut tat sich nichts. Gut zwei Wochen gingen ins Land, bis ich eine weitere Anfrage abschickte, die diesmal auch prompt beantwortet wurde. Das Paket würde am gleichen Tag verschickt und sollte binnen 48 Stunden eintreffen.

Aus 48 Stunden wurden vier Tage, aber diese letzte Verzögerung lag nicht am Anbieter, sondern am Paketdienstleister.

Nach gut 2 Monaten, etlichen Emails und Telefonaten hielt ich die Bestellung in den Händen. Die Digitalisierung ist, soweit ich das beurteilen kann, sehr gut gelungen, und die neuen Medien funktionieren tadellos.
Etwas schade: Trotz großer Anzahl an eingereichten Medien war es nicht möglich, die Reihenfolge zu bestimmen. Es herrscht also ein leichtes chronologisches Chaos.


(5) FAZIT


Die wichtigste Frage zuerst: Würde ich wieder bestellen?

Ja, ich würde. Denn obwohl die Kommunikation ehrlich gesagt eine mittlere Katastrophe war, so zählt das Ergebnis, und das ist gut. Der Preis hält sich in Grenzen, lediglich den Umweg über die Boxen würde ich nicht noch einmal gehen, man erhält zwar kostenlose Verpackung, aber dafür ist das mit den Codes doch etwas zu aufwändig.

Würde ich etwas anders machen?

Beim nächsten Mal würde ich bei Verzögerungen auf Emails verzichten und direkt anrufen. Zwar verlief die digitale Kommunikation anfangs gut, als es jedoch später zu Anfragen kam, rührte sich niemand mehr. Hier kann ich For-Ever nur dringend ans Herz legen, sich mehr um die Kunden zu kümmern. Schließlich, und das muss nochmal gesagt werden, ging es in meinem Fall darum, dass der Anbieter von mir kein Geld erhalten konnte, weil er meine Bestellung nicht abrechnete. Für mich weiterhin unverständlich.

Würde ich den Anbieter weiterempfehlen?

Hier bin ich mir nicht sicher. Wenn es nicht so läuft wie bei mir - auf jeden Fall. Denn die Preise sind gut und die Ergebnisse ebenfalls.
Wenn allerdings Probleme auftauchen, muss man sich im Klaren sein, dass man Zeit investieren und hartnäckig bleiben muss.
Wer damit kein Problem hat, ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse.

Allerdings muss man sich im Klaren sein, dass es auch bei anderen Anbietern Probleme geben kann, und es generell wenig Erfahrungsberichte zu solchen Anbietern gibt.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Katzimoto

Katzimoto

13.05.2012 17:36

Nicht der erste Anbieter, der die Zahl der durch Groupon gewonnenen Kunden und den damit verbundenen Aufwand unterschätzt hat - bleibt zu hoffen, dass sich die Lage für die Zukunft wieder "normalisiert" :0)

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