Forrest Gump (Film)

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Forrest Gump (Film)

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Einer der besten Filme!

5  12.12.2000 (22.05.2001)

Pro:
Außergewöhnliche atmosphärische Dichte, hervorragende Schauspieler !

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Papth

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:202

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 56 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

„Mama sagt, dumm ist der, der Dummes tut!“

Dies sagt jemand, der immer wieder die Erfahrung machen muss, dass man ihn wegen seines Intelligenzquotienten von 75 ärgert oder gar attackiert, zumindest aber nichts mit ihm zu tun haben will. Dabei hat er einen vorbildlichen Charakter: Er ist sehr hilfsbereit, holt Menschen aus den schlimmsten Gefahrensituationen heraus und greift sofort beherzt ein, wenn jemand angegriffen wird. Kurz: Er tut ganz einfach das Naheliegende, Notwendige, Selbstverständliche. Das, wozu andere vermutlich zu klug sind. Jene anderen, die hauptsächlich oder ausschließlich ihren eigenen Vorteil im Sinn haben und damit viel Schaden anrichten.

Forrest ist ganz einfach in der Lage, ein guter und verlässlicher Freund zu sein. Damit überzeugt er auf Dauer jeden. Sogar diesen Leutnant, seinen Vorgesetzten, den er daran gehindert hat, als Kriegsheld zu sterben, wie es angeblich durch das Schicksal vorherbestimmt war. Das trägt der Offizier ihm noch lange nach, sehr lange. Aber eines Tages dämmert es ihm, dass es eigentlich doch ganz nett von Forrest war, ihm das Leben zu retten. Sie werden Freunde, und vor allem dadurch und durch Gump’s ebenso einfache wie vernünftige Einstellung zu den Dingen, wandelt er sich und lernt trotz des Verlustes beider Beine, wieder Freude am Leben zu haben. Er krallt sich nicht mehr an seiner früheren Haltung fest und blickt optimistisch nach vorne.

Forrest bringt am Ende sogar seine geliebte Jugendfreundin Jenny dazu, für immer bei ihm zu bleiben. Diese bemitleidenswerte Frau streifte aus sehr traurigen Gründen ein Leben lang rastlos umher, immer auf der Suche nach dem Besonderen. Ihre Mutter war früh gestorben, und ihr Vater missbrauchte sie jahrelang und trank. Jenny war innerlich zerstört und ständig auf der Flucht vor sich selbst. Sie suchte Halt bei den zweifelhaftesten Typen und fand doch nie das, wonach sie suchte. Sie blieb im Grunde immer todunglücklich und war einige Male sogar fast so weit, sich das Leben zu nehmen. Mir geht das Schicksal dieser Frau unter die Haut. Es tut mir sehr weh, wie sie lebt. Eigentlich weiß sie genau, dass es so nichts bringt. Ganz sicher ahnt sie auch, dass sie an der Seite von Forrest ein sehr viel vernünftigeres Leben führen könnte. Aber aufgrund ihrer schrecklichen Kindheitserlebnisse kann sie ganz einfach nicht anders.

Am Ende wird ihr alles bewusst, und sie kehrt nun für immer zu Forrest zurück - zusammen mit einem Sohn, der von ihm stammt. Er heißt ebenfalls Forrest, und er ist zu Papas großer Erleichterung sehr klug. Forrest senior hat ein ziemlich ausgeprägtes Gespür dafür, was er selbst wegen seines Mangels an Intelligenz alles erdulden und erleiden musste, und das will er seinem Sohn ersparen. Klug ist der, und vor allem: Er ist gesund!

Das ist seine Mutter nämlich nicht. Sie leidet an einer Krankheit, die damals nur deshalb noch nicht „AIDS“ hieß, weil sie keiner kannte. Die Ärzte können nichts für sie tun. Jetzt, da sie endlich innerlich zur Ruhe gekommen ist und mit Mann und Kind ein glückliches Familienleben führen könnte, muss sie sterben! Forrest ist todunglücklich - und der Zuschauer ebenfalls!

Nur ganz wenige Filme bringen Gefühle so intensiv rüber wie „Forrest Gump“, ohne dabei kitschig zu wirken. Die atmosphärische Dichte des Films rührt auch wesentlich daher, dass die Lebensgeschichte Gumps umrahmt wird von unzähligen historischen Szenen und Kulissen. Präsidentenmorde, Watergate, Vietnam, Elvis ..., dazu immer wieder Musik von damals, zum Beispiel von Jimmy Hendrix.

Zumindest die, die heute 30 oder älter sind, sollten diesen außergewöhnlichen Film unbedingt gesehen haben. Aber auch den Jüngeren wird er ganz bestimmt gefallen!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
geeseman

geeseman

10.10.2002 18:23

Schöner Bericht! MFG

NOIZ

NOIZ

04.06.2001 18:41

echt toller Bericht.... du siehst den Film von ner ganz anderen Seite als ich in meinem Bericht... lies ihn doch mal... wenn ich mir nächstes mal den Film ansehe werd ich ihn wohl mal von deiner Sicht betrachten *gg*

GillBates

GillBates

25.05.2001 20:18

Ich habe die 30 zwar noch nicht ganz voll, aber mir gefällt der Film auch unheimlich gut. - Ein Film bei dem ich nur schwer an mich halten kann. - Gruß GB

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