Forrest Gump (Film)

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Forrest Gump (Film)

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Zwischen Witz und Tragik - ein Meisterwerk

5  24.05.2001 (09.07.2001)

Pro:
alles

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


burgi4

Über sich: Aktuell: Im Moment leider kaum Zeit für ciao (Schule). Werde aber wenigstens bei meinen Vertrauten d...

Mitglied seit:07.04.2001

Erfahrungsberichte:32

Vertrauende:8

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 95 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Zuerst einmal zur Handlung:
Anfangs der achtziger Jahre sitzt Forrest Gump (Tom Hanks) auf der Bank einer Bushaltestelle und beginnt seine äusserst bewegende Lebensgeschichte zu erzählen: Er wurde in den vierziger Jahren geboren. Aufgrund seines unterdurchschnittlichen IQs von nur gerade 75 hatte er eine sehr harte Kindheit. Nur dank seiner aufopferungsvollen Mutter hat er überhaupt die Möglichkeit die „normale“ Schule zu besuchen (diese schreibt eigentlich einen MindestIQ von 80 vor). Auch in anderer Hinsicht ist er sehr auf seine Umwelt angewiesen. So hat er auch noch sehr schwache Knochen und ist daher gezwungen Beinschienen zu tragen. Schon von seiner ersten Fahrt mit dem Schulbus an wird er nur gehänselt. Nur seine Mutter und die blonde Jenny halten zu ihm.
Das Schicksal scheint es nicht gut mit Forrest gemeint zu haben. Bis er eines Tages wieder einmal von seinen Mitschülern mit dem Fahrrad gejagt wird und davonlaufen muss. Wie durch ein Wunder verliert er plötzlich seine Beinschienen und bemerkt, dass er „...so schnell rennen kann wie der Wind...“. Von diesem Zeitpunkt an nimmt sein Leben eine entscheidende Wende; Forrest Gump, der dumme Junge, den fast niemand mochte, gelangt auf die Siegerstrasse. Er wird Footballprofi. Doch danach muss er nach Vietnam. Aber auch dort gelingt es ihm, sich durchzusetzen, und erhält schliesslich einen Orden für seine tapferen Leistungen (er rettete einige seiner Kameraden vor den gegnerischen Kugeln). Auch als er angeschossen wird, lässt er sich nicht unterkriegen; kurzerhand lernt er im Lazarett Tischtennis spielen und ist bald darauf einer der gefragtesten Tischtennisspieler der Welt. Dies ist noch lange nicht der Höhepunkt seines Lebens. Allerdings sollen seine restlichen Erfolge und Tiefpunkte aus Rücksicht auf jene, die den Film noch nicht gesehen haben, nicht erwähnt werden.
Sein ganzes Leben denkt Forrest immer noch an seine Jenny, von der er nach seinem Einzug nach Vietnam getrennt worden ist. In dem Moment, wo er auf der Wartebank sitzt ist er nun endlich auf dem Weg zu seiner Jugendliebe. Von diesem Moment an wird die Geschichte auch nicht mehr von ihm erzählt, sondern erlebt...

Ich habe diesen Film etwa vor 3 Jahren zum ersten Mal im Fernsehen gesehen und war von Anfang an begeistert. Ich hatte zwar von meinem Vater, der ihn im Kino gesehen hatte, viel positives über den Film gehört, war aber nicht auf ein solches Meisterwerk vorbereitet gewesen.
Forrest Gump ist wohl einer der berührendsten Filme, die je gedreht worden sind. Dabei schafft er es wie kaum ein zweiter witzig aber zugleich tragisch zu sein, ohne unglaubwürdig oder gar lächerlich zu werden. Wer diesen Film sieht, dem werden wohl das eine oder das andere Mal die Tränen über die Wangen kullern; ob aus Freude oder aus Traurigkeit.
Besonders überragend ist die schauspielerische Leistung von Tom Hanks, der dafür zu recht mit dem Oscar belohnt worden ist. Aber auch die Nebendarsteller wie Gary Sinise (Lieutenant Dan Taylor), Robin Wright (Jenny) sowie Sally Field (Forrests Mutter) können vollends überzeugen.
Ein sehr erstaunliches (aber überaus wirksames) Handlungselement ist die amerikanische Geschichte. Immer wieder wird sie in die Handlung integriert. Durch eine bislang unbekannte Filmtechnik scheint es, als stünde Forrest direkt neben John F. Kennedy...
Ein weiteres Merkmal dieses Films sind die zahlreichen Weisheiten, die Forrest grösstenteils von seiner Mutter kennt, und nach denen er auch sein Leben führt. Einige Beispiele: „Dumm ist der, der dummes tut.“, „Das Leben ist eine Pralinenschachtel.“...

Insgesamt wurde Forrest Gump mit sechs Oscars ausgezeichnet: Bester Hauptdarsteller (Tom Hanks), bester Film, beste Regie (Robert Zemeckis), beste Drehbuch-Adaption (Eric Roth), bester Schnitt (Arthur Schmidt) sowie beste Spezialeffekte. Dazu kommen noch sieben weitere Oscar-Nominierungen in den Kategorien Ausstattung, Nebendarsteller, Kamera, Make-up, Musik, Ton und Toneffektschnitt.
Er wurde mit dem Golden-Globe als bestes Drama ausgezeichnet.

Fazit: Diesen Film sollte sich eigentlich jeder mindestens einmal anschauen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies niemand bereuen wird; ich habe bisher nur sehr positive Rückmeldungen erhalten. Die meisten unter euch werden sich sehr wahrscheinlich auch mit zweimaligem Anschauen nicht begnügen könne, denn dieser Film ist einfach immer wieder ein Genuss. Bei mir ist er auf Anhieb zu einem meiner Lieblingsfilme aufgestiegen, und ich überlege noch, ob ich ihn mir auf Video kaufen soll, auch wenn er immer wieder im Fernsehen kommt; der Film wäre den Preis auf jeden Fall wert.

Gruss von burgi4

Ps: Gelegenheit: Film zum Lachen trifft eigentlich nur halb zu, da der Film ja zugleich auch ernst und tragisch ist. Allerdings finde ich es so am Passendsten.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Jiby

Jiby

24.01.2002 22:19

Wenn ich jetzt noch eine solche gute Filmkritik von dir lese, schnke ich dir mein vertrauen!

Music-King

Music-King

19.01.2002 18:06

Für mich der beste Film mit Tom Hanks! Ich hatte schon so viel über den Film gehört, aber erst letztes Jahr im Fernsehen gesehen. Ich fand den Film so faszinierend: Einerseits so dragisch und rührend, auf der anderen Seite recht witzig erzählt von Forrest. Es ist eirklich ein Meisterwerk!!! Gruß vom König:-)

marenmoon

marenmoon

06.11.2001 19:58

Hoi, wie du schon gesagt hast: Das beste an diesem Film ist eigentlich seine Vielschichtigkeit. Mal lustig, dann wieder eher traurig. Zum Nachdenken eben...hast du sehr gut beschrieben..liebe Grüße, maren

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