Fotografieren - Tipps & Tricks

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"Bitte recht freundlich!"

5  08.10.2004

Pro:
schöne Momente werden festgehalten, künstlerische Entfaltung

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

Embraceable

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:102

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 117 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Liebe Gemeinde,


seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mehr oder minder intensiv mit dem Thema Fotografie.
Deshalb möchte ich Euch in meinem Bericht ein wenig über dieses Hobby schreiben und mich auf das Thema "Akt" spezialisieren.
Ich möchte von vorneherein betonen, dass ich überhaupt keinen Kurs oder so etwas belegt habe, sondern alles bei mir nur "Feeling" Aufnahmen sind, die nicht bearbeitet worden sind. Deshalb kann ich Euch auch keine technischen Tipps geben, sondern Euch lediglich von meinen Erfahrungen berichten.


Wie alles begonnen hat
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Für's Fotografieren habe ich mich eigentlich schon immer interessiert, aber so richtig gute Fotos sind leider nie entstanden. Ich erbte eine uralte Spiegelreflexkamera meines Opas aus den 70ern und machte in der Natur dann meine ersten Aktversuche mit meinem besten Freund.
Doch als meine Digitalkamera dann endlich einsatzbereit war, wurde ich ein wenig experimentierfreudiger und eine Freundin von mir bat mich, von ihr ein paar erotische Aufnahmen zu machen für ihren Freund als Weihnachtsüberraschung.


Das erste Akt Shooting
~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Ich hatte eine recht magere Ausstattung für mein erster Aktshooting. Ich hatte nur meine Digitalcamera und einen alten Fotostrahler mit 1000 Watt meines Vaters. Dazu ein paar nette Accessoirs wie Blumenblätter, Schals und Leinentücher.
Meine Freundin und ich besprachen schnell, welche Fotos sie sich vorstellte und einigten uns auf schwarz-weiß Fotos. Sie wollte ein paar Portraits und dann ein paar gewagtere Aufnahmen.
Wir wählten das Schlafzimmer meiners Freundes als Shooting Ort, dort waren die Wände rot gestrichen, was einen schönen dunklen Hintergrund bei SW Aufnahmen erzeugt. Auf dem großen Bett wurde einfach nur ein Leintuch ausgebreitet und ich positionierte den Strahler.
Nun mache ich es immer so, dass ich vor dem Schminken ein "Vorher" Bild schieße, möglichst, wenn das Model gerade nichts davon merkt, damit es natürlich rüberkommt.

Dann geht es ans Schminken. Hierbei ist wichtig, dass man sehr stark schminkt, denn die SW Aufnahmen schlucken die Farbe geradezu. Konturen können gut durch Schattierungen an Wangenknochen, Nasenbein und Hals nachgearbeitet werden. Am besten schminkt der Fotograf selbst, denn dann kann man dies gleich auf die Bilder angleichen und die geplanten Effekte damit schön unterstreichen.

Ich fange bei den Shootings immer erst mit Potraits im Bett sitzend an, so werden die Models locker und lernen, richtig in die Kamera zu schauen.
Bei einem Fotostrahler ist es wichtig, eine gute Ausleuchtung des Kompletten Gesichts zu haben.

---> Immer schauen, dass das Gesicht nicht zu viel direktes Licht abbekommt

---> Bei Portraits möglichst Model nicht zu mittig plazieren, das wirkt gestellt und unschön, ein dezenter Hintergrund und evtl. nur ein interessanter Ausschnitt des Gesichts ist viel schöner

--->Das Gesicht immer leicht senken, das macht die Nase schmaler, nicht zu sehr, dann bekommt man evtl ein Doppelkinn....


Nach den Potraits haben wir mit den Aktbildern begonnen....

Hierbei habe ich folgende Dinge eingesetzt:


---> Bügelsprühflasche mit kaltem Wasser füllen und über den Po und die Oberschenkel sprühen, macht eine knackige Gänsehaut, die schnell fotografiert werden möchte *g*

---> Immer schön kalt machen im Zimmer, das macht die Haut auf den Bildern straffer, da sie sich leicht zusammenzieht

--->Tücher aus leicht fließendem Material um die Problemzonen des Models legen, sie chanchieren schön im Licht.

--->Rosenblätter auf nackte Haut streuen und Makro Aufnahmen machen

---->Mit schöner Wäsche und sexy Strümpfen kann man viele wunderschöne verschieden Bilder machen


Wir haben ungefähr 150 Bilder gemacht und ich habe ca ein Dutzend brauchbare, wirklich schöne Bilder rausgesucht.
Auffälig ist hierbei auch oft, das dem Model ganz andere Bilder gut gefallen als mir. Dies ist dadurch zu erklären, dass wir das Model die ganze Zeit vor uns haben und das Model sich aber nur in bestimmten Posen gerne sieht und viel kritischer ist als der Fotograf.
Meine erste Session ist sicherlich noch mit hunderten von Fehlern abgelaufen, aber es ist ein Zufallsbild entstanden, in das wir uns gleich verliebt haben, etwas abstrakt, aber dennoch sehr erotisch, wie ich finde. Denn genau das macht eine gute Aktfotografie aus, das Verborgene zum Vorschein zu bringen und gekonnt in Szene setzten ;-)


Meine zweite Session
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Die zweite Session habe ich mit einer lesbischen Freundin von mir gemacht. Sie wollte Bilder von ihren beiden Seiten haben, der weiblichen und der männlichen. Da sie eine leicht maskuline Ausstrahlung hat, aber einen schönen weiblichen Körper, haben wir beide Seiten versucht gekonnt zu kombinieren.
Hierzu habe ich folgende Accsessoirs benutzt:

-Klassischer Männerhut
-Weißes Leinentuch
-Riesiges Blatt aus dem Garten
-Fotostrahler mit 500Watt
-Verschiedene Tücher
-Küchenstuhl
-Rosenblüten
-Chapeau Claque
-Zigarettenspitze
-Eiswürfel

Wir haben ganz verschiedene Einstellungen gemacht und beiden Seiten getrennt voneinander abgelichtet, die weibliche und die männliche und schließlich versucht zu kombinieren. Alle Fotos sind in ihrer Wohnung aufgenommen die wir einfach nur an einer Wand abgehängt haben.
Dann haben wir ihre Lieblingsmusik aufgelegt, was auch sehr wichtig ist bei einer Session um ein gutes Klima zu schaffen.

Ich habe sehr darauf geachtet, dass sich das Model meist überstreckt, das mag zwar auf den ersten Blick eigenartig aussehen, ist aber auf den Fotos immer klasse, da es schmaler wirken lässt und eine schöne Silhuette zaubert.

Kleine Tipps am Rande

--> Brustwarzen vorher mit Eiswürfeln bearbeiten, das lässt sie schön stehen und sexy wirken

--->Niemals einfach nur ein plattes Nacktbild machen, das wirkt billig, zumindest eine ausgefallene Pose einfallen lassen, um ein wenig künstlerisch zu wirken.
Hierbei kann beispielsweise ein Stuhl nützlich sein, auch ein Tuch oder die klassische Embionalstellung sind tolle Möglichkeiten, um Nackheit gekonnt in Szene zu setzten.

Was ist bei rausgekommen?

Sicherlich sehr schöne Fotos die einen hohen künstlerischen Wert für uns haben, denn ich habe vorher viel im Web recherchiert und mir ein paar Posen ausgedacht.
Bei all der Mühe sollte man aber nicht den Spaß vergessen und auch mal locker lachen, ein lustig lachendes nacktes Model kann ein klasse Motiv abgeben, wirklich!
Damit das Gesicht immer schön ausgeleuchtet war, habe ich mir von einem Fotografen den Tipp geben lassen, und mit Styroporplatten gearbeitet, die reflektieren das Licht gut und lassen lästige Schatten im Gesicht verschwinden.


Allgemeine Tipps bei Amateuraufnamen
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Wichtig ist immer, erstmal eine schöne Stimmung zu schaffen, denn für das Model ist es immer eine Überwindung, sich vor dem Fotograf auszuziehen, egal, wie gut man sich kennt. Meine Freundin und ich haben erstmal eine Flasche Sekt getrunken, dann waren wir locker genug *g*
Schöne Musik und das richtige Licht erzeugen dann die nötige Atmosphäre.

Das Model sollte sich immer wohl fühlen bei dem, was es gerade macht und nicht gezwungen werden. Sicherlich ist modeln anstrengender als sich viele vorstellen, den viele Posen müssen lang ausgehalten werden und das kann auch mal weh tun...

Immer Feedback geben und viel loben. "Das sieht super sexy aus, ja schau in die Kamera, so ist es gut" gibt dem Model eine Bestätigung, die nötig ist, auch wenn es albern erscheint, den in diesem Moment, kann es selbst nicht einschätzen, wie die Pose wirkt.

Die Bilder sollten danach ausdiskutiert werden, da man sich auch von dem Model immer schöne Anregungen geben lassen kann für das nächste Shooting.

Zu meinen Bildern die ich gewählt habe ist zu sagen, das sie nicht bearbeitet worden sind und sicherlich total amatuerhaft für einen richtigen Fotografen rüberkommen. Ich wollte aber hier auf das Feeling eingehen und nicht auf Fakten wie Verschlusszeit und Belichtung. Dafür gibt es Menschen, die das besser können.

Ich hoffe, mein kleiner Einblick in die Welt der Amateuraufnahmen hat Euch gefallen.
Wer mehr sehen möchte, geht auf meine Homepage (www.ann-carolin.de). Sollte Interesse an Bildern bestehen, ich bin gerne bereit, welche zu machen, auch die Infos dazu könnt ihr meiner Seite entnehmen, würde mich sehr freuen :-)


Danke für's Lesen, Bewerten und Kommentieren!


Eure Embraceable
Bilder von Fotografieren - Tipps & Tricks
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Mein Zufallsbild aus dem ersten Shooting, wer erkennt es?
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Cappuccino-Mama

Cappuccino-Mama

23.11.2006 13:12

So viel Mut muß einfach mit einem "besonders hilfreich" bewertet werden. Auf mich wirken diese Fotos sehr profihaft. Tolle Tipps - werde ich mal meinen Mann zeigen, denn der will auch mal erotische Fotos von mir machen.

datOlli

datOlli

18.01.2006 22:33

sehr interessanter bericht, auch wenn ich bezweifle, dass ich mich mit dem spezifischen thema aktiv beschäftigen werde :)

Kitos

Kitos

28.06.2005 19:11

Auch wenn der Bericht schon älter ist, ich finde ihn sehr informativ. Liebe Grüße, Martina

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