Da das Rauchen, wie wir alle wissen, nicht gerade unsere Gesundheit fördert,
sollte sich normalerweise diese Frage alles andere erübrigen.
Da aber, wie wir ebenso wissen, das Aufhören für die meisten eine Qual ist,
schlägt man sich lieber, selbst in einer Schwangerschaftssituation, mit dem schlechten Gewissen rum.
Obwohl der werdenden Mutter bekannt ist, dass das Rauchen dem Kind schadet, dass es die Gifte in vollen Zügen mitbekommt, fällt es vielen Frauen schwer, während der Schwangerschaft aufzuhören.Fast jeder von uns kennt Mütter, die geraucht haben, manche sogar sehr viel. Diese Mütter haben dann kerngesunde und kräftige Babys zur Welt gebracht.
Genauso wie viele von uns einen Verwandten haben, der als Kettenraucher 90 Jahre alt geworden ist.Wieso manche Menschen das so gut wegstecken kann wohl keiner erklären.
Auch ich kenne solche Leute, sogar viele!
Als ich schwanger wurde, fiel mir das Aufhören sehr schwer.
Ich habe es auch nicht geschafft.
Ich schaffte es nur die Zigarettenmenge zu reduzieren ( von 25 auf höchstens 10 später auf 3 bis 5 usw.).
Und es ging mir gut ( klar, das Gewissen meldete sich zwar ab und zu, aber die Sucht war stärker !).Ich habe in dieser Zeit viele Freundinnen gehabt, die gerade Babys hatten, oder selbst schwanger waren.
Wenn sie geraucht haben, ging es immer gut, warum sollte bei mir was passieren.
Bis zur 28. Woche verlief auch alles glatt.Als ich eines Morgens aufwachte, vermisste ich eine übliche Bewegung des Kindes ( Sie war sonst kaum wahrzunehmen, aber sie fehlte mir ).
Ich war beunruhigt und ging zum Arzt ( es war leider ein Vertretungsarzt, weil mein Gynäkologe im Urlaub war ). Der machte ein CTG ( Herztöne abhören ) und Ultraschall,
.......alles in Ordnung !Dies bestätigte er mir !!!
Begründung: das Kind ist mittlerweile so groß, das es kaum noch Bewegungsfreiheit hat.
Na ja, klang irgendwie logisch.
Bis zum Abend hin wurde ich aber immer unruhiger und eine Bekannte überredete mich, die Hebamme anzurufen.Diese forderte mich auf, sofort ins Krankenhaus zu fahren.
Erneut wurde ein CTG und Ultraschall durchgeführt.
Der Arzt stellte fest, das gar kein bzw. sehr wenig Fruchtwasser vorhanden war !
So gesehen lag mein Kind auf dem Trockenen.Das lag daran, dass der Mutterkuchen, welcher die Aufgabe hat das Fruchtwasser zu produzieren,
so stark verkalkt war, dass er nicht mehr arbeiten konnte und das alte Fruchtwasser mittlerweile vom Kind verbraucht war.
Ich musste sofort liegen bleiben, Medikamente zu mir nehmen und wurde an den Tropf gelegt.Mein Körper und der meines Kindes wurde auf die Geburt vorbereitet, falls sich der Zustand verschlimmern würde.
Ich hatte Glück, nach drei Tagen produzierte der Mutterkuchen langsam wieder Fruchtwasser.Wenn es nicht behandelt worden wäre, dann hätte mein Baby nach 3 Tagen keine Chance mehr gehabt.
Das Rauchen musste ich sofort unterlassen, was mir dann aber nicht sonderlich schwer fiel.Meine Tochter wurde in der 36. Woche mit Wehenantreiber geholt, weil der Mutterkuchen wieder schlechter arbeitete.
Sie war 48cm groß und wog nur 2480g....
( Ansonsten war und ist sie kerngesund, .....Gottseidank ).Wodurch kam diese Verkalkung, fragte ich mich.
Das Rauchen könnte eine Ursache sein, sagten die Ärzte.
Für mich war es die Ursache und ich bin froh, dass alles so glimpflich verlaufen ist.
Ich rauche heute wieder, aber bei meiner nächsten Schwangerschaft werde ich aufhören, das habe ich mir fest vorgenommen.
Auch dieses Gerücht, das mittlerweile auch schon von Ärzten verbreitet wir, lasse ich nicht gelten.Von wegen das es besser wäre, während der Schwangerschaft weiter zu rauchen, da der Entzug dem Kind noch mehr schaden würde.
Was schadet dem Kind wohl mehr ? Der Entzug oder das reine Gift ?
Es ist mit Sicherheit besser aufzuhören.
Das kleine Wesen kann sich nicht wehren, es hat nur Nachteile dadurch.
Euer Samtnaeschen.....
29.05.2004 12:25
Ich bin selbst raucher und wenn meine Freundin heute schwanger werden würde und sie nicht aufhören könnte, wäre ich der letzte der mit ihr meckern würde, weil ich selbst weiß wie schwer es ist aufzuhören! Ist schon eine echte Sucht... Liebe Grüße. Franky.
21.06.2001 14:56
Hallo, ein sehr guter Bericht, da hast Du ja noch mal Glück gehabt, ich bin nämlich der Meinung, sofort aufhören mit dem Rauchen, wenn man weiss, dass man schwanger ist. Sicher sagen viele, dass man vorher ja sowieso geraucht hat und das Abbauen des Giftes eine Zeitlang braucht, allerdings bekommt das Kind während der Schwangerschaft die volle Dröhung, nämlich direkt durch die Nabelschnur. Wenn man sich das man bildlich vorstellt, gibt es doch gar keine andere Wahl, oder.... ciao Diana2001
08.03.2001 14:00
Rauchen in der Schwangerschaft (und sonst auch) ist schädlich, keine Frage. Bei der Ersten hatte ich auch überhaupt kein Problem damit von heute auf morgen aufzuhören (allerdings auch erst im 3. Monat), bei der Zweiten (vielleicht dadurch, dass die Erste ja schon da war und es dann doch immer etwas hecktisch zuging) ging es nicht und ich reduzierte auf 4, selten auch mal bis 8, Zigaretten am Tag. Bei beiden habe ich Glück gehabt, das weiss ich. Gruss Claudia