...nun das kommt ganz darauf an was euch wichtiger ist. Den Industriezweig zu unterstützen oder die Gesundheit eurer Kinder!
Beginnen wir mal uns mit dieser Frage auseinander zu setzen:
Gläschenkost für Kinder gibt es schon seit vielen Jahren. Genauso lange wird die Produktpalette
mit Produkten speziell für Babys fast täglich größer!
Inzwischen ist es bereits so, das es nicht nur Gläschen gibt die bereits nach einigen Wochen dem Fläschen beigemengt werden sollen, z.b.: Karotten. Sondern auch die Fertigprodukte für Größere Kinder werden von Tag zu Tag mehr.War es früher noch üblich das Kind so bald es denn möglich war an dem normalen „Familienessen“
teilnehmen zu lassen, so wird uns heute oft suggeriert das dies ein Fehler sei. Denn erst gibt es das Gläschen, dann das Baby-Menü, Juniormenü, Kinderteller etc.
So ist es eigentlich möglich das Kind bis zum beenden des 6. Lebensjahres nur mit diesen Fertigprodukten zu ernähren.
Außerdem wird uns ja immer wieder mitgeteilt das gerade diese Fertigprodukte viel gesünder sind als all das was man selber kocht. Normale Nahrung wäre demnach für Kinder völlig ungesund.
Und wir alle wollen ja für unsere Kinder immer nur das beste. Außerdem ist ja gesunde Ernährung das wichtigste überhaupt.Was ist nun an dieser Fast-food-Kost so gesund?
Nun bei genauer Betrachtung fällt mir eigentlich ein, das einzige was wirklich gesund bleibt wenn ich meine Kinder damit ernähre ist der Industriezweig der diese Babykost herstellt.
So werden also Arbeitsplätze gefördert und erhalten. Geldbeutel von Managern, die sowieso schon dick sind werden so noch dicker. Alldies nur weil ich brav wie alle anderen Mütter alles glaube was mir in punkto Babyernährung täglich erzählt wird.Damit dies auch so bleibt gibt die Babynahrungsbranche erhebliche Gelder an Werbung aus. Nicht nur die Werbung die wir täglich im Fernsehen sehen können. Nein viel wichtiger ist ja die versteckte Werbung die in all den Büchern & Ratgebern zu finden ist die Mami direkt nach der Geburt von allen Seiten zugesteckt bekommt.
Aha, ich soll also mein Kind gesund ernähren. In den Büchern steht, das kann ich nur wenn ich die Babynahrung nicht selbst zubereite sondern auf die Produkte zurückgreife die mir von den diversen Babynahrungsherstellern angepriesen werden?Warum bitte sind jetzt Karotten & Kartoffeln die ich gerade frisch gekocht habe nicht genauso gesund wie das selbe oder so etwas ähnliches im Gläschen? Genau, weil auf dem Gläschen Bio steht und auf meinem Kochtopf nicht!
Schreib ich da jetzt Bio drauf? Natürlich auch nicht, aber ich weiß das mit der Bezeichnung „Bio“ eigentlich ständig Schindluder getrieben wird. Außerdem frag ich mich wieso sind Geschmacksverstärker gesund für mein Baby, frische Karotten & Kartoffeln aber nicht?Da steckt eigentlich ein viel tieferer Sinn dahinter. Denn wenn ihr mal genau überlegt, ist es doch so.
Jede Mutter will nur das beste für ihr Kind und gerade wenn man das erste Mal Mami geworden ist, dann ist man noch unsicher und hat Angst etwas falsch zu machen. Also hört man ständig auf all die Guten oder auch weniger guten Ratschläge die von überall auf einen einströmen.
Und genau diese Angst machen sich diese Industriezweige zu nutze. Wer Angst hat was falsch zu machen, der wird unsicher und vor allem aber hellhörig wenn es heißt: Besonders wertvoll, Bio, speziell für Allergiegefährdete Babys, etc...
Und weil wir nunmal Angst haben, uns das Wohlergehen der Kinder am Herzen liegt, ist uns auch nichts zu teuer. Genau darauf zielt diese ganze Kampagne. Die Babynahrungsprodukte sind nämlich teilweise total überteuert. Aber sie werden gekauft, weil es ja beruhigt und die Angst nimmt wenn wir wissen, wir haben sinnvolle Produkte gekauft!
Überlegt doch mal, es fing damals vor mehr als 60 Jahren direkt nach dem Krieg mit dieser Industrie an. Damals war wirklich nicht viel da, und damals waren diese Produkte auch sinnvoll. Denn so war gewährleistet das wenigstens die Kleinsten all das bekamen was sie brauchten. Doch was ist daraus geworden? Seit einigen Jahren gibt es nun schon spezielles Wasser, zur Zubereitung von Babynahrung das speziell von diesen Firmen angeboten wird.
Dabei gibt es nicht nur sehr viele Stille Mineralwasser die auch zur Zubereitung von Babynahrung geeignet sind sondern in vielen Gemeinden deren Wasserqualität nicht so gut ist gibt die Gemeinde Gutscheine aus um beim Lokalen Getränkehändler dann diese Produkte zu erwerben. (kosten übernimmt Gemeinde!) Inzwischen gibt es ja auch spezielle Milch zur Zubereitung von Frischmilchflaschen und alles natürlich mindestens 3mal so teuer wie die normalen Produkte. Aber für unsere Lieblinge ist uns natürlich nichts zu teuer, außerdem ist es ja allgemeine Meinung immer noch: Gutes muss auch teuer sein.
Was soll denn der Blödsinn?
Ich finde das ist alles nur eine Geschäftemacherei mit den Ängsten junger Familien.Dann gibt es auch Familien die sich direkt einreden das ihr Kind nur die teuren Produkte verträgt und sonst von allem anderen Ausschläge, Allergien und was weiß ich nicht noch alles zu bekommen. Meistens versuchen sie dann auch noch mit anderen Familien zu konkurrieren. Jeder will die Topfamiliie mit den größten Problemen sein. Denn eines ist klar, das negative wird in unserer Gesellschaft immer noch mehr beachtet als das positive.
Um gesunde Babynahrung seinem Kind zur Verfügung zu stellen, braucht man eigentlich nur einen Pürrierstab oder guten Mixer, sowie ein kleiner Topf und ein extra Kochlöffel!
Schon sehr früh habe ich diese zusätzliche Kost meinen Kids selbst zubereitet. Auch wenn es ein wenig mehr Arbeit war, soviel war es dann doch nicht. Ein Beispiel: im Moment sind Karotten ja wieder in vielen Märkten im Sonderangebot. Also wird halt ein Großer Topf voll gekocht und dann portionsweise eingefroren. Das ist dann genauso schnell aufgetaut wie ein gekauftes Gläschen zum warm machen braucht. Ihr dürft es halt nur nicht zu stark würzen.
Deshalb stand halt immer in den Zeiten als ich für eines meiner Kinder Babynahrung zubereitet habe einige Gewürze auf dem Esstisch, weil dann jeder bei Tisch nachgewürzt hat. Ist überhaupt kein Problem! Ihr lasst einfach beim Kochen die normale Ration an Salz oder sonstigen Gewürzen weg, oder reduziert sie auf eine Mindestmenge. Dann wird die Ration für Baby entnommen, in den Mixer gegeben und zerkleinert. Dann wiederum in den extra Topf, so konnte es dann damit es nicht zu sehr abkühlt auf dem Herd warmgehalten werden.Wenn ich bei meinen Mahlzeiten, die ich täglich für die Familie zubereite drauf achte das immer Kartoffeln, Nudeln oder Reis, sowie Gemüse und später auch Fleisch in der Mahlzeit enthalten sind, warum also soll ich nicht von jedem einen kleinen Teil nehmen, durch den Mixer jagen und meinem Kind geben. Ich hab es immer gemacht, was dann auch dem Mixer rauskam sah vielleicht so aus wie aus einem Gläschen aber es hat mit Sicherheit 10mal besser geschmeckt.
Außerdem hat es meinen Kindern nie geschadet, im Gegenteil unser Hausarzt hat mich sogar dabei unterstützt und mir Recht gegeben. Alle meine Kids sind kerngesund. Der Doktor war immer sehr zufrieden mit uns. Deshalb kann ich es eigentlich nur allen empfehlen. Denn auch wenn man oft was anderes hört auch kleine Kinder haben schon sehr gute Geschmacksnerven und warum soll ich meinen Kindern etwas geben was nicht schmeckt?Denn eine gute Mahlzeit, mit Liebe gekocht, ist mit Sicherheit gesünder als alle Gläschen, die eigentlich nur dazu da sind das Wirtschaftswachstum zu fördern!
In diesem Sinne, vielen Danke fürs Lesen.Copyright Tomedaflomi im Oktober 2001
10.07.2004 18:15
Die Zutaten in Baby-Gläschenkost sind die am strengsten kontrolliertesten. In dieser Hinsicht hat man also einwandfreie Nahrungsmittel. Was mich aber vor Baby-Gläschenkost abschreckt: diese verdammten Zucker- und Gewürzzusätze. "Zwiebeln", "Gewürze", "jodiertes Salz", "Traubenzucker" - in manchen sogar HONIG (Honig kann im 1. Lebensjahr des Kindes gesundheitsschädlich sein)... da werden dann schon Geschmacksrichtungen auf "Fast-Food"- programmiert. Und später wird dann alles Mögliche an Bonbons, Fertig-Tütensuppen etc. gekauft und gegessen. Ich möchte aus diesem Grund selbst kochen, denn wenn ich das Gemüse vom Biobauern hole, weiß ich selbst, was genau drin und dran ist. Gruß Beavi
22.02.2004 21:36
Im großen und ganzen stimme ich dir zu, denn ein Kind im Alter von einem Jahr kann sehr gut vom Fimilienessen etwas bekommen und das muß noch nicht einmal so fein pürriert werden. Allerdings sollte man die Karotten schon im Garten haben, denn die aus dem Supermarkt haben nachweislich (habe ich in der Ausbildung gelernt) genauso viel Chemie. Babynahrung aus dem Gläschen wird so gut kontrolliert das ich sie bis jetzt ohne schlechten Gewissen meinem Sohn gegeben habe. Ab dem 10 Monat etwa werde ich dann aber die eigenen Kartoffeln und Karotten aus dem Garten nehmen.
22.01.2002 13:20
Sicher ist es Unfug, Kinder bis 6 J. mit baby-Pampe zu ernähren, aber 1/2-jährige mit Selbstgekochtem?? es gab vor einiger Zeit m.E. in "Test" einen Beitrag zu diesem Thema, wobei (mit Ausnahme von Fleischprod.) die Fertignahrung hinsichtlich Zusammensetzung, Schadstoffbestandteile und Kosten (!) besser weg kam... Insgesamt ist mir dein Beitrag streckenweise zu polemisch (Nein, ich werde NICHT von H.Hipp gesponsert...), aber bewerten möchte ich lieber nicht!