Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Unschaetzbare Moeglichkeit sehr viels fuers Lebens zu lernen . |
| Kontra: |
Es kann aber auch zu Problemen kommen, die dich ueberfordern . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Paris - eine Stadt zum Traeumen ! Von London kommend zog ich im Fruehjahr 1984 mit Sack und Pack in das Maison d'allemande. Dieses Haus gehoert der Caritas und liegt im 17. Arondissement von Paris. Die MitarbeiterInnen arbeiten dort nach dem gleichen erfolgreichen Prinzip wie die KollegInnen in London. Wenn du als Au-Pair eine Stelle suchst, kannst du dich dort fuer bezahlbares Geld in einem Mehrbettzimmer mit Fruehstueck einquartieren. Die MitarbeiterInnen fuehren eine Kartei mit Namen, Adressen und anderen Angaben von Familien, die ein Au-Pair suchen. Wenn du Probleme hast, erhaelst du dort jederzeit Rat und Unterstuetzung.
Zeitlich war Maerz/April nicht der ideale Beginn fuer eine Au-Pair Taetigkeit. Die meisten Familien suchen sich im September ein Au-Pair, das ein Jahr bleibt. Das ist vor allem fuer Familien mit Kindern besser, die sich nicht alle halbe Jahre an ein neues Gesicht gewoehnen wollen. Verstaendlich.
Aber es ging trotzdem schnell. Ich stellte mich bei zwei Familien vor und schon war ich bei Familie 2 eingezogen. Ich reiste dann mal eben zwei Wochen nach Deutschland bevor ich im April mit der Arbeit in Paris begann. Ich hatte wie schon in London grosses Glueck mit der Familie. Die 2 "Kinder" waren schon erwachsen und ausser Haus. Ich lebte bei einem Ehepaar. Sie war 48, er 65.
Er war krank und litt schon seit fast 20 Jahren an der Parkinsonschen Krankheit, die erst in den letzten Jahren u. a. durch Michael J. Fox bekannter geworden ist. Meine erste Aufgabe war, die kleine Wohnung (3 ZKBB, aber Eigentum) sauber zu halten. Das war nicht schwer, sie war wirklich klein, ueberschaubar und es war selten unordentlich.
Die zweite Aufgabe war das taegliche Einkaufen fuer die Mittag- und Abendmahlzeiten. Die dritte Aufgabe bestand in der Betreuung des kranken Mannes. Am spaeten Vormittag sass ich oft am Schreibtisch. Erst ging ich gemeinsam mit dem Monsieur das Manuskript seiner Memoiren durch, anschliessend sass ich an der Schreibmaschine und tippte das Manuskript ins Reine. Computer waren damals noch nicht angesagt. Das war keine schwere Arbeit, der Monsieur war Deutscher und das Buch in deutsch geschrieben.
Dann kuemmerte ich mich noch darum, dass es Mittags etwas zu essen fuer uns gab, regelmaessiges Kochen war also angesagt. Am fruehen Nachmittag konnte ich dann gehen. Abends und das ganze Wochenende (Samstag/Sonntags) hatte ich frei. Das waren schon traumhafe Verhaeltnisse ! Ich wurde gut bezahlt, bekam eine Monatskarte fuer die Metro und hatte es nur gut. Auch hier musste ich morgens nicht so frueh aufstehen...
In Paris besuchte ich einen Sprachkurs an der Alliance Francaise. Dort war ich jeden Tag (Mo - Fr), lernte Franzoesisch und Menschen aus der ganzen Welt kennen. Die Umstellung von Reden, Denken und Traeumen in englisch auf franzoesisch ging recht schnell ueber die Buehne. Abends ging ich sehr oft zum Centre Pompidou, damals noch neu. Dort konnte ich Musik hoeren oder lesen. Es gab sehr viele Moeglichkeiten im Centre seine Freizeit zu verbringen.
Ueber das Maison d'allemande lernte ich natuerlich auch wieder andere Au-Pairs kennen, aber nicht so viele wie in London. Ich war halt mitten im Jahr gekommen. Schnell fand ich aber Frauen mit denen ich an den Wochenenden Paris entdeckte. Auch in Paris wurden fuer die Au-Pairs Exkursionen angeboten wie z. B. nach Versailles .
Ich verbrachte eine wunderschoene Zeit in Paris, das im Fruehjahr und Sommer einfach toll und beeindruckend ist. Mit der Familie habe ich heute noch Kontakt. Das Buch wurde leider nie beendet und veroeffentlicht, aber es war fuer den kranken Mann eine wichtige Aufgabe mit der er sich tagtaeglich beschaeftigt hat.
Wie schon in meinem Beitrag "English for runaways", Kategorie England (Au-Pair) ausfuehrlichst beschrieben, kann ich einen Aufenthalt im Ausland sehr empfehlen. Die Taetigkeit als Au-Pair ist eine guenstige Gelegenheit, diesen Traum noch vor Ausbildungsbeginn zu realisieren. Saemtliche Reise- und Schulkosten habe ich selber getragen. Dafuer war ich vor Beginn des Jahres z. B. wochenlang in Deutschland noch jobben gewesen. Die Bezahlung vor Ort reichte dann immer aus, um meinen Bedarf an persoenlichen Dingen wie Exkursionen, Kultur und Nightlife zu finanzieren.
Persoenlich habe ich von dem halben Jahr England und halben Jahr Frankreich nur profitiert und ich moechte dieses Jahr, das eines der besten in meinem Leben war, nicht missen. Wer noch mehr Fragen zum Thema Au-Pair hat, kann mir gerne eine Mail schicken: rbrebaum@gmx.de.
P. S.: Der Hinweis auf den Beitrag "English for Runaways" ist noetig, da er als Teil 1 zu dieser Meinung dazu gehoert. Vielen Dank fuer das Lesen beider Beitraege.
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sehr hilfreich
11.09.2000
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Bewertung für Frankreich, Au-Pair von
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hilfreich
10.09.2000
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Ausland ja, Au-Pair nein
Bewertung für Frankreich, Au-Pair von
MaryPoppins
Pro: Viele wertvolle Erfahrungen
Kontra: Zu wenig "Freiheit"
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hilfreich
10.08.2000
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