Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Neue Erfahrungen und viele neue Freunde, Sprachkenntnisse werden verbessert |
| Kontra: |
Man fühlt sich zeitweise sehr allein und einsan und das Wiedereinleben |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Liebe Ciao-Leserinnen und Leser!!
Heute möchte ich euch etwas über einen der schönsten Abschnitte des Lebens erzählen: Meinen Frankreichaufenthalt vom 2.September – 12.Dezember 2003 in La Ferté Bernard ( in der Nähe von Paris.)
LE DEBUT
------------------------Anfang
<<Warum bist du überhaupt hier? >> Am Schluss habe ich schließlich aufgehört zu zählen, wie oft ich diesen Satz gefragt wurde. Gleich danach kam dann aber auch schon die Frage, ob ich Französischlehrerin werden will, was ich aber immer entschieden verneint habe. Es war irgendwie schon sehr interessant für alle was ich später einmal werden will, aber ich glaube, ich habe jedes Mal etwas anderes gesagt.
Aber wenn ich einmal ehrlich bin, muss ich zugeben, dass ich diese Frage gar nicht richtig beantworten kann. Natürlich spielten Sprache lernen, Kultur entdecken... usw. eine große Rolle. Die typische Gründe einfach.
Die Idee für längere Zeit nach Frankreich zu gehen entstand vor etwa 2 Jahren, als ich mit einer Freundin zum ersten Mal mit dem Austausch in La Ferté Bernard war. Mit anfänglichem Enthusiasmus sagten wir beide natürlich sofort "au ja .....wir zwei zusammen in Frankreich. " Wie man sich das Ganze so schön in seinen Träumen ausmalt. Aber als wir wieder daheim waren, war das Thema ziemlich schnell vergessen. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, überrascht es mich selber, dass ich es schließlich doch geschafft habe für 3 ½ Monate nach Frankreich zu gehen. Es war halt so eine Idee ( warum denn eigentlich auch nicht ??? ) und da ich sowie so schon zweimal mit der Schule in La Ferté war und es mir einfach immer super gefallen hatte kannte ich auch keine Gründe die dagegen sprachen.
Bevor ich dann schließlich gegangen bin, habe ich es eigentlich schon verdrängt. Ich habe mir einfach immer eingeredet, dass es ja NOCH dauert. Wirkliche Gründe dafür, kann ich aber eigentlich nicht genau sagen. Es war wahrscheinlich auch ein bisschen die Angst davor.
Die Anreise war dann auch ein bisschen chaotisch, weil niemand genau wusste wann und wo und wie... und ich dann 4 Tage vorher erfahren habe, dass ich schon 3 Tage früher in Frankreich sein muss. Kurz gesagt es war schon ein schönes Hindernis.
Aber dadurch hatte ich auch gar keine Zeit mir zu viel Gedanken darüber zu machen.
Und dann war ich auf einmal in La Ferté!
Ganz allein mit meinen Eltern stand ich vor der Schule und wusste erstmal nicht richtig wo hin: Zu erst sind wir ein bisschen herum geirrt und haben den Direktor gesucht – aber ab da ging alles relativ schnell. Ich kann mich noch daran erinnern, wie ich dann in meine Klasse kam und mich alle angestarrt haben. Ich saß dann auf meinem Platz, habe kaum etwas verstanden und bei mir gedacht, okay hier bleibst du also jetzt 3 Monate.
Ich bewundere jetzt noch alle, die in der ersten Zeit mit mir geredet haben. Mein einziger Satz denn ich eigentlich gesagt habe war " Je ne comprends pas ". Es war wirklich schwer und ich habe mich immer wahnsinnig gefreut, wenn jemand mit mir geredet hat, auch wenn es alle am Anfang eher lustig fanden, weil ich einfach zu allem immer ja gesagt habe, da es natürlich auch zu kompliziert war alles zu verstehen.
L'ECOLE
--------------------Schule
Das Internatleben kannte ich ja schon ungefähr, aber zwischen einem zweiwöchigem Austausch und dem richtigen Leben dort gibt es schon noch einige Unterschiede. Vor allem bei dem Musikgeschmack meiner Zimmerbewohnerinnen (ich konnte ihnen leider nicht verständlich machen warum mich nach 10x Hermes House Band <<Life is life >> dieses Lied schon etwas aufregt hat.) Den Deutschunterricht habe ich nach zwei Wochen schlussendlich aufgeben, es war doch etwas zu leicht und es gab wichtigere Fächer für welche ich lernen musste.
Nachdem ich gerade angefangen hatte, mich daran zu gewöhnen, musste ich aber auch schon wieder heim.
Ich hätte nie gedacht, dass mein Aufenthalt auch nur annähernd so atemberaubend werden würde und ich würde ohne zu Zögern sofort wieder hingehen. Manchmal, wenn ich jetzt in Deutschland bin, überkommt mich auf einmal eine Erinnerung: Wie ich einmal auf einer Theaterbühne einen Monolog von Romeo und Julia auf Deutsch vorgetragen habe und niemand auch nur ein Wort verstanden hatte.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich nicht wirklich sicher bin, ob ich sehr viel gelernt habe (mein erstes Wort, das ich dort gelernt habe, werde ich aber wahrscheinlich nie wieder vergessen: Das französische Wort für Dose = canette. )
Ich hätte mir vorher auch niemals erträumt, dass ich dort so viele Freunde finden würde. Etwa eine Woche bevor ich wieder nach Deutschland zurückgekehrt bin, hat mich ein Klassenkamerad gefragt ob ich jetzt wirklich schon am Freitag wieder heim gehen würde, und ob ich dann wirklich nicht mehr wieder komme nach den Ferien ( leicht schockiert ). Obwohl alle von Anfang an wussten, dass ich doch "nur" für drei Monate nach Frankreich gekommen war, wurde ich am Schluss immer gefragt, wann ich jetzt eigentlich gehen würde und warum ich nur so kurz da wäre. Es würde mir manchmal sogar richtig zum Vorwurf gemacht.
vivre en France
-----------------------------------Leben in Frankreich
Wenn ich so über alles nach denke kann ich es noch gar nicht realisieren, dass meine Zeit in Frankreich jetzt vorbei sein soll . Irgendwann werde ich mal alle meine Souvenirs, die ich mitgebracht habe, genau ansehen und mich an diese wunderschöne Zeit dort erinnern. Ich muss mich zwar jetzt erst einmal wieder in Deutschland einfinden und mich wieder eingliedern. Aber es war einfach eine meiner besten Entscheidungen in meinem Leben und ich kann es einfach nur empfehlen, auch wenn ich dazu sagen muss, dass es nicht für jeden geeignet ist und nicht jeder Aufenthalt so genial abläuft wie meiner. Eine andere Deutsche sowie eine Schwedin und eine Kanadierin alle drei aber schon 18 oder kurz davor waren ebenfalls dort und ich denke eigentlich schon, dass ich es echt am allerbesten "erwischt" habe. An den jeweiligen Wochenenden war ich bei 5 (!!) verschiedenen Familien und bei jeder habe ich gedacht, jetzt kann es eigentlich nur noch schlechter werden, aber die nächste Familie war dann noch netter und noch freundlicher. Auch wenn ich mittlerweile genau beschreiben kann wie ein französischer Geburtstag abläuft, weil ich auf insgesamt 5 Familienfesten war, war jede Familie einfach einzigartig.
L'INTERNAT
-----------------------------Internat
Im Internat hab ich mich eigentlich auch wohl gefühlt, obwohl die einzigen Orte wo man allein sein kann, die Toilette und die Dusche (Temperatur ist aber leider nicht einstellbar, dass heißt es muss immer erstmal "vorsichtig" angetestet werden, ob das Wasser heute mal eine Temperatur von +1°C oder von +35°C hat , aber man kann sich ja an alles gewöhnen) sind. Mein Lieblingsplatz war also eine Sammeltoilette (jeweils 3 Toiletten für ein Dortoir (ein Dortoir ist etwa eine Klassenstufe mit ungefähr 30-40 Schülern, Mädchen und Jungs natürlich getrennt.) Auch wenn ich wirklich gern im Internat war und auch vorher gesagt habe, dass ich nur nach Frankreich möchte, wenn ich ins Internat kann, möchte ich niemals auch in Deutschland ins Internat gehen. Ab morgens um Punkt 7.15 Uhr bis abends um 17 Uhr bleibt das Internat geschlossen, dann ist es genau eine Stunde offen.
VOCABULAIRE ET AUTRES CHOSES
----------------------------------------------------------------------------------------Vokabeln und andere Sachen
Also erstmal habe ich festgestellt, dass ich so vor allem beim Vokabeln lernen das nicht so genau genommen habe. Das Wort für Waschen "laver qc " oder aufstehen hätte ich " eigentlich" schon vorher wissen müssen. Aber mir ist aufgefallen was für unnützliche Wörter ich eigentlich in der Schule lerne. Meine Sitznachbarin hatte neben mir einen Hustenanfall und ich konnte nicht mal auf französisch Gesundheit sagen. Inzwischen kann ich auch mich auf französisch streiten, was natürlich auch sehr wichtig ist.
LES PETITES HISTOIRES
----------------------------------------------------------kleine Geschichten
Die Familie dauernd zu wechseln war echt lustig. Ich habe vorher noch nie richtig auf dem Land gelebt und jetzt habe ich mit meiner besten Freundin zwei Wochenenden auf einem Bauernhof mit 8000 Hühnern und 70 Kühen verbracht. Dann habe ich ihnen beigebracht wie man Weihnachtsplätzchen backt, sie hat mich zwar für verrückt (ein weiteres wichtiges Wort fou/folle)
erklärt, aber das wurde dadurch entschuldigt, dass ich ja Deutsche sei.
Auch konnte ich ziemlich viele durch meine "doch so hervorragenden " französischen Kenntnisse beeindrucken. Was mir auch sehr deutlich geworden ist: Übertreibung zählt zu einer sehr ausgeprägten Eigenschaft bei den Franzosen. Natürlich gab es aber auch einige Verständigungsprobleme. Das Wort für "Waldmeister" konnte ich dann doch nicht erklären und meine Freundin wollte mir unbedingt einreden, dass ich Apfel meinte. Aber im Großen und Ganzen ging alles sehr gut und es kamen sehr viel interessante und sehr schöne Gespräche bzw. Diskussionen zustande. Ich denke noch sehr gerne daran zurück und würde mir für nichts in der Welt diese Erfahrungen wieder wegnehmen lassen.
LES DIFFERENCES
-------------------------------------------------------------Unterschiede
Unterschiede zwischen Deutschen und Franzosen gibt es genügend. Angefangen bei der Kultur über Politik bis zum Schulsystem. Was mich sehr gestört hatte war, dass die Franzosen sich fast überhaupt nicht für Politik interessieren. Eine meiner Freundinnen hat mich sehr überrascht angeschaut als wir in Erdkunde NATO durchgenommen haben. Sie meinte, sie hätte noch nie vorher davon gehört, was mich doch sehr überraschte. Auch gibt es sehr viele Unterschiede bei den jeweiligen Schulsystemen. Dort war es normal, dass man nach Schulschluss um 18 Uhr noch etwa 2h Hausaufgaben machten musste und in meiner gesamten Zeit habe ich so etwa knapp 30 Arbeiten/Tests geschrieben.
FAZIT:
Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn ich an meine Zeit in Frankreich zurück denke. Wenn ich einen Brief aus Frankreich bekomme oder an Silvester SMS mit Neujahrswünschen erhalte. Es war eine der besten Zeiten meines Lebens und ich habe dort (hoffentlich) Freunde fürs Leben gefunden. Meine Erfahrungen haben mich geprägt und werden mich ein Leben lang begleiten. Ich kann nur Gutes von meiner Zeit in Frankreich erzählen, auch wenn ich der Meinung bin, dass nicht für jeden so etwas geeignet ist und man sich vorher eingehend darüber klar werden sollte, was so etwas bedeutet. Es ist nicht immer leicht und man ist relativ allein gestellt, aber meiner Meinung kann man aus so einer Situation nur lernen. Dies war auf jeden Fall meine Erfahrung gewesen.
| weitere Erfahrungsberichte |
Hat sich gelohnt!
Bewertung für Frankreich, Schüleraustausch von
tana35
Pro: es macht Spaß, man lernt dazu, es kann eine Freundschaft für’s ganze Leben entstehen
Kontra: wenn man einen „schlechten“ Austauschpartner hat, macht gar nichts Spaß; manchmal Langeweile
Seit einigen Jahren bietet meine Schule in der 9. Klasse einen Schüleraustausch mit dem Lycée Saint-Joseph in Toulouse an. Natürlich habe ich mir das nicht entgehen lassen und so hatte ich Anfang Februar für zwei Wochen einen Franzosen bei mir aufgeno ...
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sehr hilfreich
07.06.2003
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...Sprachurlaub mal anders......
Bewertung für Frankreich, Schüleraustausch von
Danvoh
Pro: tolle Kontakte; besseres Sprachgefühl
Kontra: ----
^^^^^^^^ Die Organisation ^^^^^^^^
Vor einigen Wochen überlegte ich mir, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen, um meine Sprachkenntnisse ein wenig aufzubessern. Da meine Heimatstadt Buchholz, eine Partnerschaft mit der französischen Kleinsta ...
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sehr hilfreich
05.06.2003
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Diese Erfahrung sollte man machen... :)
Bewertung für Frankreich, Schüleraustausch von
XxAnGeLxX
Pro: man lernt das land kennen (ein kleiner Urlaub), man lernt das Leben eines Menschen, die Essgewohnheiten, das Schulleben usw. in diesem Land kennen, Freundschaften knüpfen, laaanges leckeres Essen, tolle Ausflüge
Kontra: Könnte nur für einige "Kontra" sein: 2 Wochen lang mit einer und der selben Person verbringen, die man nicht kennt, französisch ohne Ende
Liebe Leser/Innen!!
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EINLEITUNG
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Noch gerne erinnere ich mich an diese Zeit. Es geht um den Schüleraustausch zwischen Frankreich und Deutschland, den ich in der 9. Klasse mitgemacht habe. Nun ist dies scho ...
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sehr hilfreich
20.07.2001
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Lernen pur - keine Spur
Bewertung für Frankreich, Schüleraustausch von
ashrafkhan
Pro: wenn man einge gute Austauschfamilie erwischt, gibt es nix sinnvolleres zum Erlernen der Sprache
Kontra: bei unfreundlichen Gastfamilien stelle ich mir 10 Tage als Qual vor
Hallo Community
Ich habe vor ein paar Jahren mal an einen Austausch mit Frankreich teilgenommen. Dieser Schüleraustausch mit dem Collège der französischen Partnerstadt gehört zum festen Schulprogramm an meiner Schule und wir jedes Jahr von Teilen der 7 ...
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sehr hilfreich
08.09.2002
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Voulez-vous coucher ....
Bewertung für Frankreich, Schüleraustausch von
Bohne16
Pro: neue Leute, fremde Kultur
Kontra: mögliches Pech mit der Gastfamilie
Salut mes amis. Heute ist es Zeit für ein weiteren Bericht aus meiner Schulzeit. Wer dem täglichen Schulstress entkommen will hat nicht viele Chancen. Eine Möglichkeit den Streß wenigstens für ein paar Tage oder Wochen hinter sich zu lassen ist der Schü ...
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sehr hilfreich
17.02.2003
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