Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Spannende Einführung in eine Fremdkultur |
| Kontra: |
Vielfalt der vorgestellten Interessensgruppen verwirrt |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Dies ist der Startband der Atevi-Trilogie. Deren Hauptthema ist die Frage, wie man glaubwürdig zwischen zwei verschiedenen Rassen vermitteln kann, ohne seinen Kopf bzw. sein Ansehen zu verlieren.
Der erste von bislang drei Atevi-Zyklen besteht aus den Bänden
- "Fremdling",
- "Eroberer" und
- "Erbe".
Diese drei Rollen beziehen sich auf die Menschen, wie sie von den Atevi, den Bewohnern der von den Menschen "besuchten" Welt, gesehen werden.
Die Autorin
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Caroline Janice Cherryh, geboren 1942 in St. Louis, ist von Haus aus Historikerin und lebt im US-Bundesstaat Washington. Sie erhielt schon 1980 ihren ersten Science Fiction-Preis für ihre umwerfende Novelle "Kassandra"***. 1983 folgte der erste HUGO Award für "Pells Stern", später ein weiterer für "Cyteen". Beide Romane gehören zu ihrem Allianz-Union- bzw. PELL-Zyklus, der eine Future History darstellt, wie sie schon von anderen Größen des Science Fiction-Feldes geschaffen wurde, darunter Robert A. Heinlein oder Isaac Asimov.
***: Die Story ist jetzt im Sammelband "The short fiction of C.J. Cherryh" (Januar 2004) zu finden.
Wichtige Romane und Trilogien des Allianz-Union- bzw. PELL-Zyklus:
"Downbelow Station" ("Pells Stern"): PELL 1
"Merchanter's Luck" ("Kauffahrers Glück"): PELL 2
"40.000 in Gehenna" (dito): PELL 3
"Rimrunners" ("Yeager): PELL 4
"Heavy Time" ("Schwerkraftzeit"): PELL 5
"Hellburner" ("Höllenfeuer"): PELL 6
"Finity's End" ("Pells Ruf"): PELL 7
"Tripoint" (dito): PELL 8
"Cyteen" (3 Romane im Sammelband "Geklont")
"Serpent's Reach" ("Der Biss der Schlange")
"Cuckoo's Egg" ("Das Kuckucksei")
Die DUNCAN-Trilogie "Die Sterbenden Sonnen": Kesrith; Shon'jir; Kutath.
Der CHANUR-Zyklus:
1) Das Schiff der Chanur (1981);
2) Das Unternehmen der Chanur (1984);
3) Die Kif schlagen zurück (1985);
4) Die Heimkehr der Chanur (1986);
5) Chanurs Legat (1994).
Der 1. Atevi-Zyklus:
- Fremdling
- Eroberer
- Erbe
Der 2. Atevi-Zyklus:
- Precursor (= Vorläufer)
- Defender
- Explorer
Diese Trilogie ist noch nicht übersetzt. Der 3. Atevi-Zyklus ist erschienen.
Mehr Info: www.cherryh.com
Handlung
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Bren Cameron ist der Vermittler. Er lebt am Hofe und unter dem Schutz eines der mächtigsten Fürsten unter den Atevi. Man stelle sich die Atevi wie eine Art japanische Samurai vor, mit der (zunächst) technischen Stufe des Mittelalters, mit einem Krieger- und Assassinen-Kodex und einer dazugehörigen Feudalstruktur. Die Fürsten und ihre Familien sind in Räten vertreten, um ihre Ansprüche und ihre Macht geltend zu machen. Schwierig werden Verhandlungen immer dann, wenn sich der tiefsitzende Aberglaube der Atevi geltend macht.
Was passiert, als die Menschen mit ihrem havarierten Schiff auf die Atevi-Welt verschlagen werden? Sie werden von den Atevi geschlagen und auf eine der Küste vorgelagerte Küste verbannt. Doch als Geisel müssen sie einen Vermittler stellen, damit er die Verbindung hält. Bren Cameron ist bereits 15 Jahre erfolgreich Vermittler, als ein Mordanschlag auf ihn verübt wird, dem er nur knapp entgeht.
Die anderen Fürsten versuchen offenbar, die Karte der Menschen zu ihren Gunsten auszuspielen. Sie haben mitbekommen, dass nach 200 Jahren wieder ein Menschenschiff im Orbit angekommen ist und die alte Raumstation reaktiviert. Man macht sich Sorgen.
Bren wird bei der Mutter seines Atevi-Mentors "in Sicherheit" gebracht und stirbt fast an einer Tasse Tee. Als die Burg angegriffen wird, schlägt er sich mit seiner Leibgarde und den Truppen der Fürstenmutter ab, bis die Lage wieder ruhig ist. Bren steigt in der Achtung der Atevi, doch bleibt da noch die Frage der Raumstation, die das seit 200 Jahren bestehende Gleichgewicht der Kräfte bedroht.
Mein Eindruck
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"Fremdling" ist eine Erzählung über Diplomatie - und im Gegensatz zu den gewohnten Klischees ist hier der Mensch der Alien, der Fremdling, nicht umgekehrt. Es ist nicht einfach, aus dem Verhalten von Brens Freunden in der Leibgarde schlau zu werden - man stößt auf etwa die gleichen Probleme, wie sie die ersten Europäer in Japan haben mußten (vgl. "Shogun" von James Clavell).
Doch die kulturelle und politische Entwicklung geht ungleich positiver und rascher vonstatten, da die Atevi sehr intelligent sind und keineswegs alles Fremde ablehnen. Die folgerichtige Weiterentwicklung findet in "Eroberer" und "Erbe" statt.
Michael Matzer (c) 1999/2009ff
Info: Foreigner, 1994; Heyne, Nr. 06/5651, München; 470 Seiten, DM 16,90, aus dem Englischen übertragen von Michael Windgassen
| weitere Erfahrungsberichte |
Cherryh, C. J.: Foreigner: A Novel of First Contact
Bewertung für Fremdling / Caroline J. Cherryh von
wmueller
Pro:
Kontra:
Foreigner: Durch einen Fehler des Piloten oder einen technischen Defekt, das wird nie ganz klar, kommt das irdische Kolonie-Raumschiff 'Phönix' völlig vom Kurs ab. Man ist nicht einmal mehr in der Lage, auch nur einen bekannten Stern zu identifizieren. N ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich |
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hilfreich
24.11.1999
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