Meine Methoden zum Erfolg!

5  06.08.2002

Pro:
es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, nicht nur das sture Pauken der Vokabeln

Kontra:
Ohne Fleiß kein Preis  : )

Empfehlenswert: Ja 

Tinka1986

Über sich: Für mich solls rote Roben regnen

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Ich habe zwar noch 5 Wochen Ferien, doch in anderen Bundesländern geht die Schule schon wieder los bzw. hat schon wieder angefangen. Der Gedanke „Schule“ ruft fast automatisch auch den Gedanken „lernen“ hervor.
Aus meiner Klasse gibt es viele, die dieses Lernen weniger auf Naturwissenschaften beziehen (wie PISA sagt *g*) sondern eher auf die Sprachen Englisch und Französisch. Spanisch gab’s für uns noch nicht, auch nicht als AG und Latein haben die wenigsten genommen.

Ich könnte damit anfangen, das Wort Fremdsprachen zu definieren. Zunächst sind es mal all die Sprachen, die man selber nicht spricht, einem also fremd sind.
Doch immer öfter ist für mich Chemie oder Physik viel eher eine Fremdsprache als es Englisch je war, ich verstehe kein Wort. Dies passiert zwar bei fremdsprachigen Texten auch so hin und wieder, doch da kann man sich den Zusammenhang meist denken, in den oben genannten Fächern dagegen ist dies nicht der Fall. Doch lassen wir das und halten stattdessen fest: Fremdsprachen sind die Sprachen, die man erst lernen muss um sie sprechen und verstehen zu können!

Ich lerne drei Fremdsprachen, mein Bruder sogar vier. Und wie oben schon angedeutet fällt es mir wesentlich leichter, Englisch, Latein und Französisch zu lernen als Reaktionsgleichungen oder irgendwelche Physikgesetzte in meinen Kopf zu hämmern, so dass sie auch wirklich im Langzeitgedächtnis gespeichert bleiben und somit jederzeit abrufbar sind.
Welche Tricks ich da anwende und welche Tipps ich parat habe können alle lerngestressten Schüler aber auch alle anderen neugierigen Leser im Folgenden erfahren.


Schon in der 5. Klasse haben wir gelernt, die aufgegebenen Vokabeln abzuschreiben, mit Übersetzung und Beispielsatz. Dies hat zum einen den Vorteil, dass man nicht nur das Wort mal gehört hat, sondern auch weiß wie man es schreibt. Wer vorbildlich sein will, macht das sogar nach einem ganz bestimmten Schema:
  • Als erstes werden die Vokabeln durchgelesen und grob gelernt.
  • Dann deckt man die Übersetzung zu und schaut sich nur fremde Vokabel an. Wort für Wort wird nun geprüft, ob man es noch weiß. Hat man dies bei allen Vokabeln sichergestellt, so geht es ans Abschreiben.
  • Man deckt wieder die Übersetzung ab, weiß man sie noch so wird sie abgeschrieben, war sie falsch, so wird sie markiert, abgedeckt und später noch mal angeschaut. Hat man sie sich dann eingeprägt, kann man sie abschreiben. Dies hat den Vorteil, dass sie im Vokabelheft dann nicht mehr wie im Schulbuch stehen, man also eine andere Reihenfolge hat (wenn man keine Genie ist *g*).
    Lernt man dann einmal aus dem Schulbuch, ein anderes mal aus dem Vokabelheft, so kommt man erst gar nicht in Versuchung, sich die Vokabeln in einer ganz bestimmten Reihenfolge einzuprägen. Dies kann dann nämlich dazu führen, dass man die Vokabel nur in dieser Reihenfolge übersetzen kann. Findet man sie jedoch in einem Text, weiß man, dass sie bekannt ist, übersetzten kann man sie jedoch nicht.

Wem diese Methode zu umständlich ist, der kann die Vokabeln auch auf Karteikärtchen schreiben. Die gut gekonnten werden beiseite gelegt und nicht so oft zur Hand genommen wie diejenigen Wörter, die man sich partout nicht einprägen kann.

Was man jedoch bei beiden Methoden machen sollte, ist das Vorsprechen der Vokabeln. Denn was ist der bester Wortschatz wert, wenn man nicht in der Lage ist die Vokabeln auszusprechen ?!

Welche Methode man wählt, ist im Prinzip egal, wichtig ist nur, dass man sich regelmäßig mit den Vokabeln beschäftigt. Wer meint, er brauche die Vokabeln nicht zu lernen, weil er sie schon beim ersten Mal gut konnte, hat sie schneller vergessen als ihm lieb ist. Wenn man die Wörter nicht regelmäßig benützt, so „verstauben“ sie und verabschieden sich langsam aber sicher wieder aus eurem Gehirn. Auch nicht erst mit dem Wiederholen und Lernen der Vokabeln beginnen, wenn der Klassenarbeitstermin schon vor der Tür steht, das bringt nichts. Bis zur KA könnt ihr die Vokabeln vielleicht speichern, doch lange werdet ihr sie nicht behalten. Lieber regelmäßig lernen und dann wann sie auf sind, das ist zwar anfangs mühsamer doch bringt langfristig auch Erfolg!


Mit der Grammatik steht es ganz ähnlich, wenn man sie nicht gleich lernt, so fällt man hinterher auf die Nase. Viele Grammatikkapitel bauen aufeinander auf, wenn man den Anfang also verschläft bringt das Aufpassen bei der anderen Grammatik auch nichts mehr. Denn wenn man schon mit den Grundlagen nicht zurecht kommt, kann man den Rest gleich vergessen.

Deshalb ist es wichtig, im Unterricht aufzupassen und mitzudenken. Warum und wie ist manchmal mehr als unlogisch, Ausnahmen erschweren das ganze Prozedere. Doch wenn der Lehrer was erklärt ist dies meist dann doch noch verständlicher als sich alles selber mittels Grammatikheft nacherarbeiten zu müssen.
Deshalb ist es auch wichtig, die Grammatik gleich zu wiederholen und wenn Unklarheiten auftauchen auch gleich nachzufragen. So ist man nämlich in der Lage an den Übungen im Unterricht teilzunehmen und was daraus zu lernen als nur vor sich hinzuschlafen und im wahrsten Sinne des Wortes nur „spanisch“ zu verstehen.

Eine auch sehr nützliche und effektive, wenn auch teure, Art des Grammatiklernens ist es per Computerprogramm zu tun. Dies hat aber nur einen Sinn, wenn das Programm exakt auf das Buch zugeschnitten. So kann man Übungen machen und bekommt auch gleich gesagt ob es richtig oder falsch war.

So, das war jetzt alles was theoretisches, es gibt aber auch ne ganze Menge Möglichkeiten eine Sprache praktisch zu lernen, auch als Schüler.

Bei uns an der Schule wurde so z.B. eine „English Conversation AG“ angeboten. Es ging nicht darum, die Noten zu verbessern oder eine Art Nachhilfe zu sein. Auch waren nicht nur 1er – Schüler angesprochen. Alle Schüler der Klassen 8-10 sollten die Möglichkeit haben, auch mal Englisch zu reden. Ausgelacht wurde hier niemand, denn alle hatten so ihre Probleme. Wir halfen uns gegenseitig auf die Sprünge, wenn es um Vokabeln oder den Satzbau ging, eine Lehrerin beaufsichtigte das ganze und brachte uns immer wieder dazu, das Gespräch nicht einschlafen zu lassen. Eine solche AG ist also wirklich eine gute Möglichkeit, das bisher gelernte anzuwenden. Wenn es das an manchen Schulen noch nicht gibt, so kann man ja die Lehrer mal drauf ansprechen und ein bisschen mit PISA Druck machen, dass es so was geben könnte und sollt J

Eine andere Möglichkeit, die Sprache aktiv zu sprechen, ist, am Schüleraustausch teilzunehmen. Der Partner ist etwa auf dem gleichen Kenntnisstand, im gleichen Alter und hat vor allem das gleiche Ziel: Die fremde Sprache nicht mehr ganz so fremd sein zu lassen, also sprechen, sprechen, sprechen, auch wenn’s mal falsch rauskommt. Niemand nimmt dir das übel.
Ich hab mich mit meiner Austauschschülerin wirklich gut verstanden, dadurch komme ich auch immer wieder dazu französische Briefe zu schreiben. Auch wenn das schwer fällt und Julie sich über die Briefe wahrscheinlich kaputt lacht, es hilft mir, mich auch ohne Lexikon ausdrücken zu können. Und nebenbei bemerkt, ich musste über ihre deutschen Briefe auch schon des öfteren schmunzeln. Also nicht genieren, sondern teilnehmen und große Fortschritte machen!


Man kann die Sprache also auch passiv lernen, entweder man verfasst den Text selber – oder aber man liest fremdsprachige Literatur. Auch wenn nicht jedes Wort bekannt ist, so ist es doch um einiges spannender (meine Meinung) die Originalversionen einiger Bücher zu lesen, als die Übersetzte. Mir reicht es auch schon, wenn ich den Zusammenhang verstehe und im groben das Geschehen verfolgen kann. So kenn ich nur die Englische Version der Harry Potter Bände, und ich kann versichern dass ich weiß worum es ging!

Wer doch lieber selber schreibt, der kann es ja auch mal mit Chatten versuchen, auf Französisch macht das noch mehr Spaß als auf Deutsch. Unter www.everykindofpeople.com kann man in so gut wie allen Sprachen einen Chatpartner finden und sich mit ihm unterhalten – und bisher hatte auch noch jeder Verständnis für meine nicht ganz so ausgereiften Sprachkenntnisse.

Und dank Internet ist ja heutzutage noch viel mehr möglich, englische Filme kann man sich per Kazaa & Co zu tausenden besorgen und anschauen. Auch wenn die in den Filmen manchmal sehr schnell reden, nach einiger Zeit versteht man es doch (so irgendwie zumindest).

Ihr seht, es gibt wirklich viele Möglichkeiten, eine Fremdsprache zu lernen, und es muss nicht nur immer das sture Auswendiglernen der Vokabeln sein. Dies ist zwar der Anfang, doch wer den hinter sich hat, hat die größte Hürde überwunden. Vielleicht hat der ein oder andere ja Lust „meine“ Methode zu testen – und im deutschen Chat braucht man mich gar nicht erst zu suchen, ich chatte grundsätzlich nur noch auf französisch.
Auch viele Bücher, die ich mir aus der Bücherei hole, sind auf Englisch, an die Französischen traue ich mich noch nicht ganz heran, aber das kommt auch noch.
Inzwischen habe ich mich sogar beim Englischen Ciao angemeldet – und wurde herzliche empfangen. Geschrieben hab ich noch nichts, aber allein das Lesen ist schon wirklich hilfreich.
Scheut euch also nicht, eine neue Sprache zu lernen sondern geht mit Mut an sie heran – und mit ein bisschen Fleiß werdet ihr Erfolg haben!

In diesem Sinne
Kristina


Written 06-08-02
Published 06-08-02
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Dzsukela

Dzsukela

22.12.2002 18:50

sehr interesannt. ich versuche dran zu denken wenn ich mit meinem japanisch weitermache :) cya und schöne weihn8en Dzsukela

NasirJones

NasirJones

11.09.2002 20:42

Vielleicht sollte ich mal paar Tipps & Tricks von dir anwenden, dann hätt ich wahrscheinlich auch paar Probleme weniger... Gruß nasir

time13

time13

17.08.2002 15:41

latein ist für mich eine strafe... ich kanns einfach net... und vorallem werde ich es nie wieder brauchen, da ich eh einen technischen beruf machen will... dafür bin ich in naturwissenschaften um so besser. lukas

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