Frequency (Film)

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Was wäre, wenn...

5  22.06.2001

Pro:
Sehr gute Mischung aus Physikalischen Fragen, Emotionen und Thriller

Kontra:
Das Ende ist nicht unbedingt glaubwürdig, aber beruhigend .  .  .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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LibertyMoon

Über sich: Leni Claire ist ein Frechdachs, Rumpelstilzchen, Teufelchen und herzensgutes Kind geworden :o) Nun w...

Mitglied seit:06.02.2001

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 62 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

...man die Vergangenheit ändern könnte? Wenn man Informationen aus der Zukunft in die Vergangenheit schicken könnte, um somit die Zukunft neu zu gestalten?

Genau hierum geht es in dem Film Frequency, den ich mir neulich auf Video angesehen habe. Die komplexe Geschichte, die im Stadtteil Queens, N. Y., im Jahre 1969 und 1999 parallel spielt, verbindet eine Vater-Sohn-Geschichte und das leitende Prinzip sich überkreuzender Zeitströme bzw. paralleler Universen.

Die Geschichte beginnt 1999. John Sullivan gespielt von J. Caviezel ist Polizist, der sich seinem Beruf nicht ganz hingeben kann, da gebrandmarkt durch den Tod seines Vaters, ehemaliger Feuerwehrmann, am 12. Oktober 1969. Zu der Zeit war John gerade erst 6 Jahre alt. Ihm ist bewußt, daß sein Vater hätte überleben können, wenn er bei seinem letzten Einsatz nicht seinem Instinkt gefolgt wäre, sondern den anderen Weg heraus gewählt hätte. Als sein Jugendfreund Gordo mit seinem Sohn bei ihm zu Besuch sind, entdecken Gordo und sein Sohn das alte Funkgerät von Johns Vater, Frank Sullivan (grandios gespielt von Dennis Quaid), mit dem sie früher immer spielen wollten aber nicht durf-ten. Gordo und John beschließen, es in Betrieb zu nehmen, um zu sehen, ob es noch funktioniert. Als John dann alleine zu Hause ist, empfängt er ganz überraschend über eine bestimmte Frequenz einen Mann, der ihm meldet, er sei nicht registriert und dürfe eigentlich gar nicht auf dieser Frequenz funken. Durch die Kennummer des Fremden stellt sich bald heraus, daß es sich um Johns Vater handelt. Doch wie kann dies sein; schließlich ist dieser doch vor 30 Jahren gestorben? Über beiden Häusern sammeln sich blau-violette Wolken. Was es genau ist, Nordlichter oder Sonnenflecken, erfährt man nicht, aber es bewirkt, daß der Vater aus der Vergangenheit und der Sohn in der Gegenwart Kontakt haben können.

Kurz zuvor läuft auch ein Bericht im Fernsehen über die Möglichkeit der Existenz verschiedener parallel verlaufender, Zeitdimensionen. Hierzu ein Gedankengang von Stephen Hawking:

"Es gibt immer so viel, was wir nicht wissen. Was geschieht beispielsweise mit Objekten und Informationen, die in ein schwarzes Loch fallen? Kommen sie irgendwo in unserem Universum wieder zum Vorschein? Oder in einem anderen Universum? Und können wir Raum und Zeit so weit verbiegen, daß wir in die Vergangenheit reisen könnten? Vielleicht kommt da jemand aus der Zukunft und erklärt es uns..."

In diesem Film geht es eben nicht um das bereits etliche Male verfilmte Thema der Zeitreise von Menschen, sondern um die Zeitreise von Objekten und Informationen. In wie fern können Informationen aus der Zukunft in die Vergangenheit oder aus der Vergangenheit in die Zukunft die Geschichte verändern, und zwar nicht nur die Geschichte von John und Frank Sullivan, sondern in diesem Fall auch die Geschichte von Johns Mutter, von Frauen, die Opfer eines Serienmörders werden oder nicht und eben dadurch von ganz Queens?

Der 12. Oktober 1969 rückt näher und es gelingt John, seinem Vater mitzuteilen, daß er den "anderen" Weg wählen soll, wenn er im Lagerhaus ein Mädchen retten muß. Frank, der das Ganze erst nicht richtig glauben will, läßt sich die Ergebnisse der Spiele der "Amazing Mets" erzählen und erkennt recht bald, daß John mit all seinen Vorhersagen Recht behält. Am 12. Oktober hört er auf Johns Rat und überlebt. Seltsamerweise existiert Johns Mutter in der Gegenwart plötzlich nicht mehr. Die Ver-änderung in der Vergangenheit hat nämlich bewirkt, daß Johns Mutter (Krankenschwester) an jenem Abend doch im Krankenhaus ist und dabei in das Blickfeld eines Serienmörders gerät, dem Nightingale-Mörder, der selbst bis in das Jahr 1999 nicht gefaßt wurde. 1999 findet man jedoch ein Skelett einer Frau, die zu diesen Morden gehört und man vermutet, daß sie das erste Opfer gewesen sein muß. John wird Vieles klar und versucht, mit Hilfe seines Vaters, den Mörder in der Vergangenheit auf frischer Tat zu schnappen, um den Tod seiner Mutter zu verhindern. Frank gelingt es, Fingerabdrücke aus der Vergangenheit in die Zukunft zu schicken, in dem er diese an einen Ort versteckt, an dem sie 30 Jahre lang verweilen können und John sie finden kann. Wer der Mörder ist, werde ich an dieser Stelle nicht verraten, nur so viel, daß er ausfindig gemacht wird und die ganze Geschichte ein typisches, amerikanisches Happy End hat.

Es war schon recht spät, als ich mir den Film angesehen habe, und ich dachte, ich würde vor Müdigkeit einschlafen, doch weit gefehlt. Der Film war so spannend und aufregend, daß ich hellwach wurde. Dieser Zeitreisethriller, in dem keine Menschen durch die Zeit reisen, sondern nur Informationen ausgetauscht werden, ist eine Mischung aus einer emotionsgeladenen Vater-Sohn-Geschichte, unheimlich interessanter physischer Fragen und einem Thriller, in dem es darum geht, einem Serien-mörder auf die Spur zu kommen.

Das bis ins kleinste Detail ausgearbeitete Drehbuch stammt von Toby Emmerich. Produzent war Hawk Koch und begleitet wurde der ganze Dreh von Prof. Brian Greene, führender theoretischer Physiker an der Columbia University, der das Ganze auf Logik prüfte und darauf achtete, daß keine Regeln der Physik mißachtet wurden.

Bei jeder kleinsten Veränderung in der Vergangenheit mußten etliche Details in der Gegenwart angepaßt werden, vom Zeitungsausschnitt, dem Bild auf dem Schreibtisch, dem alten Schreibtisch selbst, dem Funkgerät bis hin zu dem Versteck unter einem losen Brett im Haus (John wohnt 1999 noch in demselben Haus wie 1969). Es wurde einfach auf alles geachtet.
Ich kann den Film nur wärmstens empfehlen. Er regt zum Nachdenken an, ist super spannend und einfach hervorragend von den Schauspielern gespielt. In diesem Bericht habe ich viele Dinge nicht erwähnt, da der Bericht sonst zu lang geworden wäre. Es passiert auf jeden Fall unheimlich viel, aber immer Logisches. Als Frank Sullivan nicht im Feuer starb, dachte ich mir eigentlich nur "Oh, toll", doch ich hatte gar nicht, daran gedacht, was das alles für Auswirkungen haben könnte. Das war es wohl auch, was für mich den größten Reiz dieses Filmes ausgemacht hat.

Also nichts wie hin in die Videothek; es lohnt sich ganz bestimmt!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
BlackLadi

BlackLadi

09.03.2005 09:54

Ich glaub den hab ich auch Ausschnittsweise gesehen... Gruß Tina

Don-Berlin

Don-Berlin

30.09.2003 16:41

Ich war sehr positiv überrascht, als ich den Film vor Jahren sah und meiner Sammlung einverleibte! Ich mag Dennis Quaid und das ist einer seiner besten Filme!

Gizmo1975

Gizmo1975

17.06.2002 03:06

Ich habe den Film ebenfalls mit großer Faszination gesehen. Gerade die Detailtreue hat mich dabei sehr erfreut. Und auch wenn es irgendwie kitschig ist: Über das Happy-End habe ich mich gefreut. Lg Gizmo

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