Kastration ist lebenswichtig
22.09.2000
Pro:
Superniedliches verspieltes Wesen
Kontra:
muß kastriert werden, riecht streng, macht viel kaputt
Empfehlenswert:
Ja
 Cindy95
Über sich:
Mitglied seit:22.09.2000
Erfahrungsberichte:143
Vertrauende:70
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 12 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Also, ich habe jetzt viele der Meinungen gelesen. Frettchen sind anscheinend einfach tolle Haustiere. Und das ist genau meine Meinung. Aber daß Weibchen unbedingt kastriert werden müssen, hab ich hier bisher noch nirgends gelesen. Sie sind sehr anspruchsvoll. Sie brauchen sehr viel tierisches Protein und Fett im Futter, was kaum ein Alleinfutter für Katzen gewährleisten kann, also, Nahrungsergänzung ist superwichtig! Am wichtigsten ist die nicht ganz billige Kastration. Dabei wird die Bauchhöhle eröffnet und die Eierstöcke werden entfernt. Logischerweise unter Vollnarkose! Dies muß (!!!!!) gemacht werden, da weibliche Frettchen in die sogenannte Dauerranz verfallen, wenn sie nicht gedeckt werden. Für alle Laien: Frettchenweibchen werden "läufig, rollig,heiß,..." , sobald sie geschlechtsreif werden. Ihre Vulva schwillt dann auf Kirschkerngröße an und sie sondern vermehrten Geruch ab. Wenn sie nun nicht "schwanger" werden dürfen, normalisiert sich dieser Zustand nicht unbedingt wieder, wie es bei fast allen anderen Tierarten der Fall ist, sondern sie werden Dauer"ranzig". Daran können sie sterben. Wenn Ihr also lange Freude an diesen niedlichen Tieren haben wollt, bitte, bitte, bitte, kastriert die Weibchen. 75 % der Tiere sterben nämlich daran. Und als wahre Tierfreunde wollen wir das doch nicht, oder? Fragt ruhig Euren Tierarzt danach. Frettchen sind zwar Maderartige, allerdings in freier Natur nicht überlebensfähig. Frettchen gibt es in Freiheit nicht. Sie sind von den Madern domestiziert, seit Ewigkeiten in Menschenhand, haben ihren Jagtinstinkt und viele der anderen Instinkte verloren, die sie in Freiheit überlebensfähig machen. Sie wurden von den Menschen gezüchtet, um die Jäger bei der Kaninchenjagt zu unterstützen. Sie sollten in den Bau laufen und allein mit ihrem strengen Geruch die Kaninchen heraustreiben, damit der Jäger sie erschiessen kann. Es wäre dafür wenig von Nutzen gewesen, wenn das Frettchen das Kaninchen selbst verspeist hätte. Frettchen gibt es folglich nur in Menschenhand; es ist an uns, diesen Tierchen das Leben so artgerecht wie möglich zu machen. Frettchenhaltung birgt eine große Verantwortung und nicht nur puren Spaß an dem niedlichen Tier. Das Herumgetobe in der Wohnung bereitet dem Halter eine Menge Arbeit. Blumentöpfe werden umgegraben, Feuerzeuge und ähnlicher Kleinkrams in den hinteren Winkeln versteckt, Socken und Schokolade geklaut, und der menschliche Besuch beachtet einen plötzlich auch nicht mehr. Und nun ein Tip, womit ich meine "Honey" (Albino-Frettchen) immer sehr glücklich mache: Ich gehe täglich eine Stunde mit ihr an dem Laufgeschirr mit 3-Meter-Leine in den Park. Sie robbt auf dem Bauch durch's Gras, buddelt Löcher, schnüffelt auf den Spuren der Kaninchen und bedet in Pfützen. Und ihr solltet sie erst einmal im Winter bei Schnee erleben....
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14.07.2007 03:12
WOW ! Auch wenn dein Bericht eher kurz ist , so enthält er doch die wichtigsten Hinweise - anders wie bei den meisten Berichten über Frettchen hier ! Ich hoffe jedoch , du hältst nicht nur ein Frettchen !?
25.11.2002 14:08
@oliver - da wurd wohl eine der ur-ängste des mannes getroffen !
25.11.2002 03:53
*pruuuuust*: "Wenn sie nun nicht "schwanger" werden dürfen, normalisiert sich dieser Zustand nicht unbedingt wieder, wie es bei fast allen anderen der Fall ist, sondern sie werden Dauer"ranzig". Daran können sie sterben. Wenn Ihr also lange Freude an diesen niedlichen Wesen haben wollt, bitte, bitte, bitte, kastriert die Weibchen." DAS solltest du unter "Home » Ciao Café » Menschen & Beziehungen » Frauen » Midlifecrisis" nochmal posten!!! im ernst: mein grossvater hatte frettchen, allerdings nicht zum schmusen, sondern für die jagd! grüsse vom kastrationsphobischen_sack ;-)