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Salma Hayek in der Rolle ihres Lebens

3  27.01.2003

Pro:
Salma Hayek, andere gute Schauspieler, authentisch

Kontra:
nur für Kunst und Dramen - Interessierte

Empfehlenswert: Ja 

BC_Blood_Vengeance

Über sich:

Mitglied seit:07.06.2000

Erfahrungsberichte:68

Vertrauende:9

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 34 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

.Vorwort : Zusammengewachsene Augenbrauen
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"Frida" zeigt das Leben der exzentrischen mexikanischen Ausnahmekünstlerin Frida Kahlo, die einen ebenso exentrischen Künstler als Ehemann hatte und die nach einem schrecklichen Unfall an ihr Haus gefesselt war.

Niemand anderes als DIE Mexikanerin schlecht hin, Salma Hayek, sollte das Leben der Frida Kahlo auf die große Leinwand bringen. Sie war es auch, die sich seit Jahren darum bemühte, das das Leben der von ihr so verehrten Künstlerin angemessen verfilmt werden würde.
Ob der Film auch in Deutschland erfolgreich sein könnte, wo Frida Kahlo hier doch eher unbekannt zu sein scheint, man lese weiter...

.Inhalt : Kunst, Leid, Tragödie
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Frida (Salma Hayek, „From Dusk til Dawn“) ist noch eine junge Kunststudentin in Mexico City als sie den extravaganten Maler Diego Rivera (Alfred Molina, „Species“) kennenlernt. Seine Kunst und die Art mit seinen Modellen umzugehen beeindruckt sie sehr.

An einem tragischen Schicksalstag verunglückt Frida in einem Busunfall. Obgleich sie den schlimmen Unfall überlebt, ist sie für den Rest ihres Lebens davon geprägt. Frida erleidet schlimmste Knochenbrüche, Schürfungen, Quetschungen und innere Verletzungen und scheint für die Ewigkeit ans Bett gefesselt zu sein.

Doch sie gibt sich mit ihrem Schicksal nicht zufrieden und kämpft darum, wieder laufen zu können, was ihr nach einiger Zeit auch wieder gelingt. So kann sie weiterhin künstlerisch tätig sein, auch wenn sie ihre ständigen starken Schmerzen mit Drogen schwächen muss.

Als sie Rivera nach langer Zeit wieder besucht, um ihm ihre Kunstwerke zu zeigen, funkt es auf Anhieb zwischen den beiden. Rivera nimmt sie mit in den Kreis seiner großen Künstlerfreunde auf und sie wird seine 3. Frau. Doch Rivera kann ihr nicht lange treu bleiben, es trifft Frida ziemlich schwer als sie mitkriegt, dass Rivera etwas mit ihrer Schwester anfängt.

Bis zum Ende ihres Lebens wird ihr noch vieles passieren, so wird sie noch schwanger werden und dem alten Leon Trotzky (Geoffrey Rush) treffen.

.Kritik : Die Rolle ihres Lebens
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Seit ihrer frühen Kindheit war es Salma´s grösster Wunsch, das Leben von Frida Kahlo auf die Leinwand zu bringen. Nachdem sie mit ihren kleinen Rollen in „Desperado“ und „From Dusk til Dawn“ weltberühmt wurde, kümmerte sie sich lange hinter den Kulissen um dieses Projekt bis sie schliesslich ein passendes Team und das nötige Budget bekommen hatte.

„Frida“ ist in erster Linie ein biographischer Film, der sich mit einigen Nebenerzählungen (zb. dem Kommunismus betreffend) auf das Leben eines besonderen Menschen konzentriert, einer mexikanische Künstlerin, die in ihrem Leben vieles erlebt und durchgemacht hat, selbst aber auch kein leicht umzugehender Mensch war.

Über Salma Hayek braucht man nicht viel sagen, diese Rolle ist einfach die ihres Lebens. Auch wenn durch die zusammengewachsenen Augenbrauen (daher der Vorworttitel) und dem leichten Oberlippenbart Fridas versucht wurde, Salma Hayeks atemberaubende Schönheit zu entfremden, so scheint sie doch durch die ganze Maskerade hindurch. Schauspielerisch liefert sie eine Glanzleistung ab, die von Alfred Molina ebenso genial gekontert wird. Auch die übrigen Kurzauftritte hochkarätiger Stars (zb Hayek´s Ehemann Norton als Rockefeller) bekräftigen das in diesem Film starke Schauspiel.

Optisch ist der Film eher dezent, jedoch mit viel Liebe gemacht worden. Frida hat in ihrem Leben viele Visionen (welche wohl auch von dem Drogengebrauch hervorgerufen worden sind) gehabt und als Künstlerin ein buntes Leben geführt und genau das zeigt der Film.

Gleichzeitig berührt der Film den Zuschauer, da er zum einen Mitgefühl mit der leidenden Kahlo hat, die langsam zu grunde geht, zum anderen ist es schwer diese Frau zu mögen, die später alle in ihrer Nähe terrorisiert, weil sie sich nicht mit ihrem Schicksal abfinden kann. Ihre Drogenerlebnisse und die offene Bisexualität, die sie auslebt, fügen sich da nahtlos hinzu.

>Warnung für Zartbesaitete : In diesem Film gibt es Drogengebrauch, Nacktheit sowie Lesbenszenen.

Oscarverdächtig ? Meiner Meinung nach sind Hayek und Molina eindeutig in die Nominees der besten Schauspieler einzuordnen....

.Fazit : Für Salma-Fans, Tragödienliebhaber und Kenner der mexikanischen Kunst
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Mein Fazit-Titel sagt es eigentlich schon komplett, ein Film für Kunstkenner und diejenigen, die nichts mit üblichen Kinofilmen anfangen können.

.Credits
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Regie : Julie Taymor
Schauspieler :
Salma Hayek – Frida Kahlo
Alfred Molina – Diego Rivera
Geoffrey Rush – Leon Trotzky
Edward Norton – Nelson Rockefeller
David Alfaro Siqueiros – Antonio Banderas
Ashley Judd – Tina Modotti

Laufzeit : 120 Minuten
Miramax / Lions Gate Films

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
caramella

caramella

10.03.2003 12:41

danke für deinen Bericht, Frida grossartige Künstlerin;-)

der_dominator

der_dominator

01.02.2003 21:42

schade eigentlich das du sowenig bei anderen liest und kaum auf dich aufmerksam machts, denn deine berichte sind eigentlich richtig gut und sollten von viel mehr leuten gelesen werden... liebe grüße, der_dominator - kommst ersteinmal in mein cis...

prosebi

prosebi

27.01.2003 19:38

Das ist so ziemlich der letzte Film, den ich mir im Kino anschauen würde. Bericht ist super, gruß prosebi

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