Fritz Wunderlich - die Frühen Jahre - Fritz Wunderlich

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Fritz Wunderlich - die Frühen Jahre - Fritz Wunderlich

Händel; Mozart; Flotow; Lortzing; Puccini; Strauß; u.a. (Komponist) - 1 - CD - Rca Red Se - bmg Deutschland - 23. September 2005 - 828767314525

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Erfahrungsbericht über "Fritz Wunderlich - die Frühen Jahre - Fritz Wunderlich"

veröffentlicht 11.04.2010 | DieBrummelhexe
Mitglied seit : 30.10.2006
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Über sich :
WOW. Ich bin überwältigt von der Resonanz auf meinen Fernsehbericht. DANKE!! // Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen. (Albert Schweitzer)
Ausgezeichnet
Pro wunderschöne Aufnahmen
Kontra manchmal: schlechte Tonqualität
besonders hilfreich
Cover-Design:
Klangqualität:
Langzeithörspaß:
Häufigkeit der Nutzung
Dieser Tonträger ist:

"Unvergessliche Stimmen (1): Von Weiberherzen + eiskalten Händchen"

Front-Cover der CD

Front-Cover der CD

Wie sagte doch der bekannte Schriftsteller Victor Hugo so treffend? "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." Ein Zitat, dem ich einfach nur stumm nickend zustimmen kann. Ja, auch ich bin dieser Ansicht - irgendwo reichen Worte nicht mehr aus, um Emotionen angemessen in Worte zu fassen; und gerade hier beginnt die hohe Kunst der Musik. Wer ähnliche Empfindungen hat wie ich, der kennt es: wie sehnsüchtig, wie flehend, wie überschwänglich, wie drängend Melodien sein können; welch heftig gefühlsbetonte Reaktionen die Musik hervorzurufen vermag. Sie lässt die Seele jubilieren, in Traurigkeit versinken, berührt ein ums andere Mal. Wer meine Berichte aufmerksam gelesen hat, der weiß inzwischen, dass meine besondere Liebe der klassischen Musik gilt. Nicht, dass ich mich beim Lauschen ausschließlich dieser verschrieben habe, nein, aber ich empfinde sie oftmals als viel intensiver, erlebe sie bewusster. Und so ist es mir eine Selbstverständlichkeit, ihr regelmäßig mein Gehör zu schenken. Ich besitze mittlerweile unzählige CDs - mal sind es Symphonien, die mich mitreißen, ein anderes Mal bevorzuge ich Klaviersonaten oder Trios, wieder ein anderes Mal widme ich mich der Oper oder dem Liedgesang. Ein jedes Mal aber versuche ich, diese Musik nicht nur am Rande wahrzunehmen, sondern mich ihr hinzugeben, mich von ihr umfangen zu lassen.


Ein Herr, dem ich mich dabei immer wieder gerne überlasse, ist sicherlich vielen hier dem Namen nach bekannt. Er war ein ganz Großer und ist in die Musikgeschichte eingegangen, seine Anhängerschar ist zahlreich, auch heute noch, Jahrzehnte nach seinem Tod; seine Geschichte ist die eines begnadeten Künstlers - leider mit tragischem Ausgang. Er hinterließ wunderbare Aufnahmen. Einige davon möchte ich euch heute vorstellen. Um dabei ein Gefühl für die Titel zu vermitteln, werde ich diese stets in ihrem Zusammenhang erläutern. Wem dies zu ausschweifend ist, der springe nach der Lektüre der für ihn interessanten Abschnitte bitte direkt ins Fazit, welches heute unter der Nummer sechs versteckt ist. Dort fasse ich meine Eindrücke noch einmal abschließend zusammen.
  1. Die CD - Überblick
  2. Der Interpret - Fritz Wunderlich
  3. Der Tenor
  4. Die frühen Jahre - Eingespielte Titel in der Einzelkritik
  5. Mitwirkende
  6. El Maestro himself - Liedgut vom Feinsten

Die CD - Überblick


Ich muss es gestehen: Was den Gesang angeht, so habe ich eine ganz klare Schwäche. Ein Tenor oder ein hoher Bariton erweicht mein Herz besonders schnell. Ich kann noch nicht einmal genau definieren, woran das liegt; anderen Stimmlagen gegenüber bin ich jedenfalls auch offen. Wie viele phantastische (Mezzo-) Sopranistinnen gab und gibt es, genauso wie tolle Bässe. Lediglich Altistinnen gegenüber bin ich leider oft ein wenig skeptisch, die häufig praktizierte Abdunklung der Stimme gefällt mir nicht. Ob meine Schwäche damit zusammenhängt, dass ich weiblichen Geschlechts bin? Das habe ich mich auch schon gefragt. Meine Vorliebe jedoch hat keinesfalls etwas mit der Optik des jeweiligen Sängers zu tun; vielmehr ist etwas in dieser Stimmlage, was mich - bei entsprechender Stimmfarbe - besonders berührt. Ist es da ein Wunder, dass ich an manchen Interpreten einfach nicht vorbeikomme? Ganz besonders nicht an einem, der nach Aussage des bekannten (mittlerweile verstorbenen) Sängers Luciano Pavarotti der beste Tenor aller Zeiten war? Natürlich nicht. Und so findet sich dann auch diese CD in meiner umfangreichen Sammlung:

Titel: Fritz Wunderlich - Die frühen Jahre
Genre: Oper/Operette
Erscheinungsdatum: 23.09.2005
Label: RCA Red Se
Vertrieb: Sony BMG
Artikelnummer: SBM731452
EAN/UPC Code: 0828767314525
Preis: 17,99 Euro

Die CD bietet dem Zuhörer "'dreiundzwanzig Lieder aus Oper und Operette"'; ein bunter Querschnitt, der durch die unterschiedlichsten Werke verschiedener Komponisten führt. Die Aufnahmen stammen allesamt aus der Mitte der 50er Jahre und damit aus einer Zeit, in der Sänger gerade erst sein Studium beendet und das Debüt auf der Opernbühne gegeben hatte - damit erklärt sich der etwas ungewöhnliche Titel. Erhältlich ist die CD in jeder gut sortierten Musikabteilung oder auch im Internet bei einschlägigen Anbietern.


Der Interpret - Fritz Wunderlich


Als was für ein Ausnahmetalent sollte sich der Knabe entpuppen, der da einst am 26. September 1930 in der kleinen pfälzischen Kreisstadt Kusel mit seinen heute knapp 5000 Einwohnern geboren wurde. Sein Name: Friedrich Karl Otto Wunderlich. Bekannt aber wurde unter dem Namen Fritz. So prangte bereits am Morgen seiner Geburt ein Schild an der geschlossenen Tür der Gaststätte seiner Eltern: "Fritzchen ist heute gekommen." Als Sohn eines Cellisten sowie Kapellmeisters und einer Violinistin zeigte er früh seine musikalische Begabung; seine Mutter gab Musikunterricht und so erlernte er von klein auf an verschiedene Instrumente und begleitet seine Mutter und die im Jahre 1919 geborene Schwester beim Musizieren. Er war gerade einmal 5 Jahre alt, als sich sein Vater Paul vor Verzweiflung über eine Kriegsverletzung und die verlorene Stellung das Leben nahm.


Ende Oktober 1950 begann Fritz Wunderlich nach bestandener Aufnahmeprüfung sein Studium an der Musikhochschule in Freiburg; bevor er das Fach Gesang wählte und darin 1955 seinen Abschluss machte, wurde er zunächst am Horn ausgebildet. Bereits am 21. Juli 1954 debütierte er bei einer hochschuleigenen Aufführung von Mozarts 'Zauberflöte' in der Rolle des Tamino - hierauf folgte das Angebot der Städtischen Bühnen, für einen erkrankten und damit ausgefallenen Sänger einige Aufführungen des 'Bettelstudenten' zu singen. Dort nun wieder wurde ein Agent auf ihn aufmerksam, der ihm ein Vorsingen an den Württembergischen Staatstheatern in Stuttgart vermittelte. Obwohl Wunderlich hier nicht zu glänzen vermochte, erhielt er vom Generalmusikdirektor einen Fünfjahresvertrag, denn dieser war von seinem Talent überzeugt. Zunächst waren es nur kleine Partien, die ihm zugestanden wurden; 1956 dann - in dem Jahr, in dem er auch seine Hochzeit mit der Harfistin Eva Jungnitsch feierte - durfte er für einen kranken Kollegen als Tamino einspringen. Ein gelungener Auftritt, der aber immer noch nicht zum Durchbruch verhalf. Im Gegenteil, Wunderlich musste auch Rückschläge und harsche Kritik einstecken: Aus einer Aufführung des 'Wildschütz' sollte er gestrichen werde, da er nicht schauspielern könne. Generalmusikdirektor und Generalintendant intervenierten, und so bekam der Tenor seine Chance, welche er mit ungeheurer Intensität wahrnahm - der Regisseur Rennert widmete ihm seine Aufmerksamkeit und formte innerhalb kürzester Zeit einen Schauspieler.


Ab 1959 arbeitete Wunderlich an der Bayrischen Staatsoper in München; einige Wochen nach Beginn dieser Zusammenarbeit sang er das erste Mal auf den Salzburger Festspielen in Strauss' Oper 'Die schweigsame Frau'. Es sollte der internationale Durchbruch werden, dem Engagements in Buenos Aires, Venedig, Paris, Rom, London und Mailand folgten.


Im Jahre 1963 dann verschlug es den Sänger unter anderem für Partien in Mozarts 'Don Giovanni' und in Rossinis 'Der Barbier von Sevilla' an die Wiener Staatsoper, wo er drei Jahre zuvor bereits einmal als Tamino gastiert hatte. Es war das Jahr, in dem auch Wunderlichs Mutter Anna verstarb. Lange Zeit war sie schwer krank, obwohl sie sich mehrerer Operationen unterzog, hatten keinerlei Genesungschancen mehr bestanden. Trotz dieses Verlustes sang Wunderlich zwei Tage später in Wien Mozarts Requiem.


September 1966. Er war auf dem Höhepunkt seiner Karriere (das Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera sollte in wenigen Tagen stattfinden), als sein Leben 9 Tage vor seinem sechsunddreißigsten Geburtstag auf sehr merkwürdige Art und Weise ein Ende fand. Wunderlich war mit einem Freund zur Jagd gefahren, wollte noch einmal ausspannen - und stürzte dann im Haus des Freundes die Treppe so unglücklich hinunter, dass er tags darauf in einer Heidelberger Klinik seiner Verletzung erlag. Schuld war Ermittlungen zufolge die Tatsache, dass sich der Tenor die Schnürsenkel nicht mehr zugebunden habe, auf einen trat und stolperte. Er muss noch Halt gesucht haben am Geländer, welches aus einem dicken Tau bestand - dem Ruck jedoch hielten die Verankerungen nicht stand, es riss sie aus der Wand. Scheinbar schlug Wunderlich mit voller Wucht mit dem Hinterkopf auf den Steinplatten auf und zog sich dabei einen Schädelbasisbruch mit Hirnquetschung zu. Aus seiner Bewusstlosigkeit wachte er nicht mehr auf.


Soweit zum Lebenslauf des Musikers. Was aber war so besonders an Fritz Wunderlich, was zeichnete ihn aus? Der lyrische Tenor war zwar besonders als Opernsäger bekannt geworden, sein Repertoire aber war ein viel größeres: Oratorien gehörten ebenso dazu wie Liedgesang, auch Operetten oder gar Unterhaltungsmusik lieh er seine Stimme. Und das Besondere hieran ist nicht nur DASS er auch andere Fächer sang, nein, sondern WIE er es tat. Lied- und Operngesang sind zwei völlig verschiedene Dinge, und oftmals spezialisiert sich der Sänger auf das eine oder eben das andere. Wunderlich nun war in beiden Welten des Gesanges zuhause, Schumanns Lieder klangen ebenso wundervoll wie Mozarts Opern, Bachs Kantaten so wundervoll wie Rossini. Seine Diktion und Artikulation waren von Klarheit geprägt, ausgesprochen präzise, die Gefühle wirkten darüber hinaus absolut authentisch. Wunderlich war ein Arbeitstier mit großem Stimmumfang, mit unglaublichem Elan feilte er an seinen Rollen, wie kaum ein anderer füllt er eben diese mit Leben, mit Gefühl. Seine Stimme: kraftvoll, klar und mit schönem Vibrato; manchmal schluchzend, manchmal jubilierend, sehr weich und mit einem einmaligen Timbre. Ihm zu lauschen, berührt, auch so viele Jahre später - beneidenswert all diejenigen, die sich noch zu Lebzeiten von seinem Können überzeugen konnten!


Der Tenor


Sehr häufig schon fiel der Begriff 'Tenor' - was aber ist darunter genau zu verstehen? Für alle, die sich erst noch ein Bild darüber machen müssen, ist diese kurze Erklärung gedacht: Die Bezeichnung 'Tenor' beschreibt die "'Stimmlage des Sängers"', es ist die hohe Männerstimme. (Zwar habe ich auch schon eine Frau Tenor singen gehört, das war allerdings eher eine akustische Katastrophe!) Der Tonumfang des Tenors umfasst circa zwei Oktaven und reicht vom c im Brustregister (die Stimme, mit der die meisten Laien intuitiv singen) bis hin zu zweigestrichenen c (c''). Man unterscheidet unter anderem grob zwischen dem (jugendlichen) Heldentenor, dem lyrischen Tenor und dem Charaktertenor - diese verschiedenen Bezeichnung geben dabei Aufschluss über den Klang der Stimme, wie dramatisch sie ist, welche Rollen ihr besonders liegen. Wagners Tristan und Siegfried zum Beispiel sind klassische Heldentenöre; diese Stimme hat oft einen baritonalen Klang (das heißt also, grob übersetzt, dunkel) und ist strahlend und voluminös, besonders tragfähig in der Mittellage. Fritz Wunderlich war hingegen eigentlich ein lyrischer Tenor. Diesen wiederum zeichnet die Weichheit aus, der zarte Schmelz, die Stimme ist leicht und beweglich. Typische Partien sind beispielsweise Mozarts Tamino oder Belmonte. Diese Einteilung nun ist nicht abschließend zu verstehen - sie dient vielmehr der oben angerissenen Einordnung; kaum ein Sänger jedoch ist im Laufe seiner Karriere stets bei einem Fach geblieben. Und so sang auch Wunderlich später immer mehr Rollen als tenore lirico spinto, dem italienischen Pendant zum jugendlichen Heldentenor (wie zum Beispiel Puccinis Rodolfo).


Die frühen Jahre - Eingespielte Titel in der Einzelkritik


Bei der heute vorgestellten CD aus dem Hause Sony handelt es sich wie bereits erwähnt um einige ausgewählte Aufnahmen aus Wunderlichs frühen Jahren, das heißt die Zeit, zu der der Tenor gerade erst mit seinem Studium fertig war, Mitte der 50er Jahre. Es erstaunt mich immer wieder, über was für ein Können er bereits in dieser Phase fähig war. Aber sehen wir uns doch einmal genauer an, welcher Querschnitt uns hier dargeboten wird.

Ombra mai fu

Den Auftakt macht die Arie 'Ombra mai fu'. Dieses Stück mit einer Länge von 3:22 Minuten ist das berühmte Largo aus dem 1.Akt von Georg Friedrich Händels Barockoper 'Xerxes' ('Serse', HWV40). Dort heißt es schlicht und ergreifend: "Ombra mai fu di vegetabile, cara ed amabile, soave più." - was übersetzt so viel bedeutet wie "Nie war der Schatten eines geliebten Baumes lieblicher." Eine Lobhymne auf eine Pflanze also - aber was für eine. Bei diesem Werk handelt es sich nicht nur um eine der bekanntesten Arien von Händel, nein, sie ist vielleicht eine der bekanntesten überhaupt und findet sich tatsächlich in fast jeder klassischen Sammlung wieder. Wunderlich interpretiert sie wirklich wunderschön, der samtweiche Klang seiner Stimme berührt - er wirkt man sinnierend, mal anbetend, aber stets mit leicht schluchzender Stimme von viel Gefühl zeugend. Es mutet mir selbst ein wenig komisch an, beim Gesang über eine Pflanze Tränen in den Augen zu haben, aber anders lässt sich die Wirkung auf mich leider nicht beschreiben. Große Musik - und ein großer Künstler!

Das beschriebene huldvolle Verhalten übrigens - ja, Xerxes scheint verliebt! - basiert tatsächlich auf historischen Überlieferungen. So soll der Perserkönig Xerxes eines wunderschönen Tages bei einer Reise in Lydien einer großen, stattlich gewachsenen Platane über den Weg gelaufen sein, welche er so verehrte, dass er eine ganze Nacht mit ihr verbrachte und sie mit Halsketten schmücken ließ. Als er am nächsten Tage wieder weiterziehen musste, da ließ er angeblich sogar einen seiner Mannen zurück, um über sie zu wachen. (Quelle: Aelian VH II, 14) Nunja. Ich muss ja nicht alles verstehen.

Dies Bildnis ist bezaubernd schön

In den nun folgenden fast vier Minuten (4:02) werden wir in die 'Zauberflöte' von Wolfgang Amadeus Mozart entführt. Ein junger Prinz, Tamino, hier also Fritz Wunderlich, wurde soeben von drei hinreißend schönen Damen - Dienerinnen der Königin der Nacht - mit einem Bild der Königinnentochter Pamina konfrontiert; ihm sollten Ehre und Ruhm zuteilwerden, so ihm ihr Antlitz nicht gleichgültig sei. Und so schwingt er sich (wieder allein gelassen) zu der Arie 'Dies Bildnis ist bezaubernd schön' auf, freut sich lautstark darüber, dass sein Herz mit neuer Regung erfüllt wird, und prompt hat er den Salat: die Grande Dame ernennt ihn zum zukünftigen Retter ihrer Tochter; er darf losziehen und diese aus den Fängen des Fürsten Sarastro zu befreien. Juhu! Mit viel Schmelz bewundert der Sänger nun in diesem Falle das Bildnis - welche Frau möchte nicht einmal im Leben so besungen werden?! Allein das Aspirations-H stört mich ein wenig. Und was ist das nun wieder? Darunter versteht man in der Phonetik, dass ein Laut von einem gehauchten Geräusch begleitet wird, welches wie ein 'h' klingt. Dies wird gelegentlich verwendet, wenn Legatopassagen gesungen werden sollen, was zumindest im Deutschen zugegebenermaßen oft nicht so ganz einfach ist. Also wird Wunderlichs Herz mit 'Reguhung' gefüllt, die 'Empfihindung' soll 'Lihiebe' sein - und 'ehehewig' wäre sie dann 'seihein'. Das liest sich allerdings deutlich schlimmer, als es sich anhört. Ich wage sogar zu behaupten, dass es vielen nicht einmal wirklich auffallen würde. Mich nun aber bringt es ein wenig zum Schmunzeln.

Ach so fromm, ach so traut

Von Mozart führt man uns nun für 2:44 Minuten zu einem Komponisten namens Friedrich von Flotow. In dessen romantisch-komischen Oper 'Martha' geben sich die gelangweilte Lady Harriet und ihre Vertraute Nancy auf einem Markt unter anderem Namen als Mägde aus, um ein wenig Spaß zu haben. Plumkett und sein Pflegebruder Lionel sind ebenfalls dort, auf der Suche nach geeignetem Dienstpersonal - und da die beiden Bürschchen den Mädels gefallen, lassen diese sich von ihnen anwerben. Ihnen wird erst später bewusst, dass sie damit rechtskräftige Verträge eingegangen sind, welche sie ein Jahr an die Arbeitgeber binden. Und die Herren wiederum stellen überrascht fest, dass die neuen Kräfte nichts von ihrem Handwerk verstehen. Lionel verliebt sich in Martha (also in Lady Harriet, die ihm gegenüber aber nach wie vor den falschen Namen verwendet) und macht ihr einen Heiratsantrag, sie lehnt ihn jedoch aus standestechnischen Gründen ab und flieht danach sogar in einer Nacht- und Nebelaktion. Daraufhin besingt Lionel den Verlust hingebungsvoll in der Arie 'Ach so fromm, ach so traut'. Was dann weiter passiert, müsst ihr euch schon selbst anschauen - Wunderlich jedenfalls füllt diese Rolle ausgezeichnet mit Leben und - natürlich - Gefühl. Seine Stimme klingt hier in den Höhen leicht metallisch glänzend, leidenschaftlich, dann wieder nachdenklich; sehnsüchtig seine 'Martha! Martha!' Rufe. Tolle Aufnahme!

Vater, Mutter, Schwestern, Brüder

Nun wagen wir binnen 3:31 Minuten den Schritt in eine sogenannte romantische Zauberoper von 1845, ein gewisser Herr Albert Lortzing ist ihr Urheber, sie nennt sich 'Undine' und trägt damit den Namen einer der Hauptpersonen. Das wohl bekannteste Stück der Oper, nämlich die Arie "Vater, Mutter, Schwestern, Brüder", wird vom Schildknappen Veit gesungen, welcher dem jungen und bei Frauen durchaus sehr beliebten Ritter Hugo zu Diensten steht. Veit macht sich mit diesem Gesang halb spaßhaft und halb philosophisch Gedanken über die Problematik eines Wiedersehens. Die Arie hat einen volksliedhaften Charakter und entspricht damit so gar nicht meinem Geschmack. Doch die Geschmäcker sind bekanntlich - und zum Glück! - verschieden ... Und was macht Fritz Wunderlich daraus? Er arbeitet schön mit unterschiedlichen Lautstärken, setzt treffliche Akzente, klingt gewohnt souverän. Sein Gesang ist sicherlich nicht schlecht, meine Abneigung gegen das Stück aber trübt meine Empfindungen diesbezüglich. Es vermag mich einfach nicht zu berühren. Schade.

Man wird ja nur einmal geboren

Bleiben wir beim Komponisten Lortzing und widmen uns seinem Werk 'Der Waffenschmied', genauer gesagt der 3:16 Minuten langen Arie "Man wird ja nur einmal geboren" aus dem ersten Akt. Auch hier gilt, was ich bereits beim vorigen Lied sagte: es hat volksliedhaften Charakter und zieht mich daher nicht in seinen Bann. Lediglich der Text gibt ein wenig Anlass zum Sinnieren: "Man wird ja einmal nur geboren, darum genieße jedermann das Leben, eh es noch verloren, so viel als er nur immer kann. Doch muss man, wahrhaft froh zu leben, sich mit Verstand der Lust ergeben. Ich hab den Wahlspruch mir gestellt: Man lebt nur einmal in der Welt!" Wunderlichs Stimme sprüht hier vor Energie, bei den schnellen Koloraturen aber fällt das Aspirations-H leider sehr stark auf. Dies trübt zumindest in meinen Ohren den Hörgenuss weiter.

Selig sind, die Verfolgung leiden

In den darauf folgenden 4:07 Minuten wird uns ein Stück aus der verhältnismäßig unbekannten zweiaktigen Oper 'Der Evangelimann' von einem Herrn namens Wilhelm Kienzl dargeboten. Die Handlung beginnt in einem Kloster, zwei Brüder (Mathias und Johannes) sind derselben Frau verfallen. Diese liebt aber nur den einen (Mathias), und so verrät der andere (Johannes) das junge Glück - der von ihm eingeweihte Justiziar besteht auf dem Ende der Verbindung und entlässt den Liebenden. Ganz der treue Bruder nutzt nun Johannes die Gunst der Stunde, dem holden Weib gehörig auf die Pelle zu rücken und sogar einen Heiratsantrag zu machen. Diese lehnt ab, was zu einer riesigen Portion verletztem Stolz auf Seiten des Mannes führt, er schwört Rache. Und als er das Liebespaar bei einem heimlichen Treffen belauscht, fackelt er voller Tatendrang gleich mal die Scheune ab, wofür sein Bruderherz dann verhaftet wird. 30 Jahre später begegnen sich die beiden Brüder wieder - Mathias ist nun Evangelimann, er liest aus der Bibel und möchte auch den Kindern die Lehre Gottes näher bringen. Dies tut er mit den Worten: "Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich. (...)" Es handelt sich hier um ein Tenor-Solo mit Kinderchor, das Stück an sich klingt recht choralartig, was angesichts des verarbeiteten Textes und der Funktion des Evangelimann als solches sicher eine gute kompositorische Lösung war. Die Kinder, gesungen vom Berliner Knabenchor, übrigens klingen ... naja ... also, ich mag keine Kinderchöre. Fritz Wunderlich aber schafft es, mit klarer Stimme überzeugend zu lehren und zu verbessern; man hört regelrecht den geduldig - aber korrigierend - erhobenen 'Habt-Acht'-Finger.

Wohl drang aus ihrem Herzen

Nach diesen für meine Ohren recht gewöhnungsbedürftigen Klängen erwartet uns nun für 3:47 Minuten wieder ein Ausflug in die bekanntere Opernwelt, und zwar diesmal in die komische Oper 'Der Liebestrank' von Gaetano Donizetti. Ihr ursprünglicher Name lautet 'L'Elisir d'Amore', was angesichts der italienischen Herkunft des Komponisten wohl auch nicht weiter verwunderlich ist. Während heute aber der Großteil der fremdsprachigen Opern eben auch als solche aufgeführt werden - mit entsprechenden Übertiteln - existieren von Fritz Wunderlich viele Aufnahmen in deutscher Sprache. Dies klingt manchmal ein wenig sonderlich, wenn man sich an die Originalsprache gewöhnt hat. Die hier präsentierte Arie 'Wohl drang aus ihrem Herzen' kennen wohl die meisten als 'Una furtiva lagrima'; es ist vielleicht eine der bekanntesten Arien von Donizetti. Der Hintergrund: Der junge Landmann Nemorino betet die reiche Adina an, welche allerdings - war ja zu erwarten - keinerlei Gefühle für ihn hegt. Der Unglückliche erwirbt bei einem Quacksalber einen Liebestrank (simpler Bordeaux), welcher ihn sofort in Hochstimmung versetzt. Mit seiner Herzensdame konfrontiert gibt er sich abweisend, was sie wiederum in Launenhaftigkeit versetzt. Den Ehevertrag mit Belcore mag sie auch nimmer so recht unterzeichnen. Kurzum: es gibt natürlich ein Happy-End, Nemorino und Adina finden zueinander, und ihre zuvor reichhaltig vergossenen Tränen bedenkt er mit der Arie 'Wohl drang aus ihrem Herzen'. Für mich eine der besten Aufnahmen der CD, denn Wunderlich füllt diese Sequenz mit ausgesprochen viel Gefühl.

O wie so trügerisch

Wer kennt sie nicht, diese Arie. Spätestens mit dem plötzlichen Erscheinen der vielerorts so beliebten Schoko-Crossies aus dem Hause eines großen Herstellers hat das von Giuseppe Verdi im Rahmen seines 'Rigoletto' komponierte 'La Donna è Mobile' einen hohen Bekanntheitsgrad. Zumindest die Melodieführung ist den meisten ein Begriff, mit dem Text dagegen hapert es wohl eher. Denn es sind nicht etwa verführerische Schokosnacks, die besungen werden, sondern vielmehr die ach so trügerischen Weiberherzen: "Mögen sie lachen, mögen sie scherzen - oft schwebt ein Lächeln um ihre Züge; ist alles Falschheit, ist alles Lüge ..." Wumms, da kriegen wir Frauen mal wieder ordentlich einen auf den Deckel. Diese Worte frohlockend aus dem Munde eines kleinen Casanovas, der Frauen sammelt wie andere Leute Briefmarken. Tztz. Was die hier vorliegende Aufnahme angeht, so muss ich ein großes 'leider' anbringen, denn Fritz Wunderlich hat es meiner Ansicht nach nicht geschafft, das Temperament und den Frohsinn des Herzogs widerzuspiegeln. Vielmehr erscheint mir seine Stimme regelrecht farblos, die Höhen wirken teilweise etwas unsauber, das Aspirations-H ist wieder mit von der Partie. Schade!

O Lola, wie rosengleich blühn Deine Wangen

Die nächsten knapp zweieinhalb Minuten (2:16) entführt man uns in die Komposition 'O Lola, rosengleich blühn Deine Wangen' aus der einaktigen 'Cavalleria Rusticana' von Pietro Mascagni. Diese Oper spielt in einem sizilianischen Dorf, und zwar am Ostermorgen - eine junge Frau ist unglücklich, denn ihr Geliebter Turiddu scheint sie angelogen und betrogen zu haben. Das ist nicht so ganz unwahr, denn dieser hat reges Interesse an der verheirateten Lola, der Frau des Fuhrmannes. Zur Rede gestellt ignoriert Turiddu sein Weib wenig gentlemanlike, die Augen nur bei der anderen, stößt sie gar von sich. Nun schlägt ihre Liebe um in Hass und sie informiert den Fuhrmann über das Treiben seiner Frau. Wenig begeistert sucht dieser nun den Nebenbuhler auf, welcher ihn durch einen Biss ins Ohr zum Kampf auffordert. Leider hat er, wie sich herausstellt, zu viel Wein getrunken - und verliert das Duell, bezahlt mit dem Tod. Das 'O Lola' nun ist die Arie Turridus, mit welcher er verzückt über die Angebetete singt. Der Titel lässt vielleicht Schlimmes vermuten, für mich aber ist es eine der stärksten Aufnahmen der gesamten CD. Zum einen ist die Melodieführung sehr schön (ruhig und getragen), zum anderen brilliert Wunderlich hier regelrecht. Er singt mit unglaublicher Intensität, mit viel Schmelz, die darzubringenden Gefühle werden bis ins Detail transportiert. Gänsehautfeeling für jeden Klassikliebhaber!

Wie eiskalt ist dies Händchen

Wieder eine Arie, bei deren Hörgenuss ich nur bewegt seufzen kann. Das 4:40 Minuten lange 'Che gelida manina' (oder eben auf Deutsch 'Wie eiskalt ist dies Händchen') stammt aus der Oper 'La Bohème' von Giacomo Puccini, welcher wiederum einer meiner Lieblingsopernkomponisten ist. Ehrlich gesagt habe ich es noch nie (!) geschafft, bei der Verfolgung der tragischen Liebesgeschichte zwischen dem Poeten Rodolfo und der handarbeitsliebenden Mimi nicht in stumme Tränen auszubrechen. Er lebt - ebenso wie sie, im gleichen Hause übrigens - in Armut, und ihr Aufeinandertreffen kann durchaus als Liebe auf den ersten Blick bezeichnet werden. Während sie nach ihrem Schlüssel suchen, den sie schusseliger Weise beim Betteln um Licht irgendwo in seiner Wohnung verloren hat, berühren sich ihre Hände und er besingt diese mit besagter Arie, welche in einer Vorstellung seiner Person gipfelt ("Und was ich tue? Schreiben. Und wie ich lebe? Nun, ich lebe. In diesen armen Räumen streu' ich als Krösus Verse und manch' Liedchen umher; ich leb' in gold'nen Träumen und bau' mir Luftschlösser, fühl' mich im Geist als Millionär (...).") Dieser Gesang nun ist wohl unstrittig einer der Höhepunkte der gesamten Oper und Fritz Wunderlich interpretiert ihn großartig.

Und es blitzen die Sterne

Noch einer meiner klaren Favoriten - die Arie als solche sowieso, und in der Wunderlich-Interpretation ebenfalls. Sie entstammt der dreiaktigen Oper 'Tosca' von Puccini, ihr italienischer und verbreiteter Name lautet 'E lucevan le stelle'. Rom, Juni 1800. Der Maler Mario Cavadarossi versteckt seinen Freund, den politischen Gefangenen Angelotti, nach dessen erfolgreicher Flucht in einem Brunnen hinter seinem Haus. Einzig Tosca, die Geliebte des Malers, ist in das Geheimnis eingeweiht. Polizeichef Scarpia setzt zur Verfolgung des Flüchtlings an und beschließt, sich dabei die Verbindung zwischen Tosca und Cavadarossi zu Nutzen zu machen - er bittet die Dame zu sich, lässt ihren Geliebten in den Nebenraum bringen und dort foltern. Dieser hält stand und verrät seinen Freund nicht, Tosca aber erträgt die Schreie nicht und gesteht. Als der Maler davon erfährt, reagiert er entsprechend enttäuscht; und als er daraufhin auch noch lauthals seine politische Gesinnung kundtut, verwirkt er damit sein Leben. Auch Toscas Rettungsversuch (Erpressung eines Freibriefs und die Ermordung Scarpias) können ihn nicht mehr retten. In der 2:32 Minuten langen Arie 'Und es blitzen die Sterne' nun erinnert sich der Todgeweihte der schönen Tage seines Lebens; es ist ein düsteres Lied, voller Qual und Seelenpein. Wie heißt es dort doch gleich? " (...) Für immer ist der Liebesrausch verflogen. Die Stund' enteilte - nun sterb' ich in Verzweiflung, nun sterb ich in Verzweiflung. (...)" Fritz Wunderlich singt es meisterhaft, mit drängender, flehender, schluchzender Stimme - Gänsehaut garantiert!

Leb wohl, mein Blütenreich

Wir bleiben bei Puccini, betreiben aber sozusagen 'Opern-Hopping'. Das nächste vorgestellte und 2:02 Minuten lange Stück stammt aus der bekannten Oper 'Madame Butterfly'. Diese spielt in Nagasaki, Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Geisha Cho-Cho-San (genannt Madame Butterfly) hat ihr Herz an den amerikanischen Leutnant Pinkerton verloren, was angeblich auf Gegenseitigkeit beruht. Sie schließen nach japanischer Sitte eine Ehe auf 999 Jahre, monatlich kündbar - obwohl Pinkerton nach einem Geständnis vom amerikanischen Konsul Sharpless dazu ermahnt wird, nicht mit den Gefühlen der jungen Frau zu spielen. Schlimm: Butterfly wird anlässlich dieser Hochzeit von ihrer Familie verflucht und verlassen. Es kommt, wie es kommen muss. Drei Jahre vergehen, Pinkerton hat längst das Land verlassen und ließ Frau und den aus dieser Verbindung entstandenen Sohn (von dem er nichts weiß) allein zurück. Naiv, wie das Mädchen ist, glaubt es unerschütterlich an seine Rückkehr, wartet auf ihn - und wird eines Tages tatsächlich überrascht. Ihr Mann aber kommt nicht allein, vielmehr hat er seine neue Frau Kate im Schlepptau, die jetzt den gemeinsamen Sohn mit sich nehmen möchte. Butterfly begreift, dass sie all die Zeit in einer Illusion lebte, verraten wurde - sie nimmt sich das Leben ... Die Arie 'Leb wohl, mein Blütenreich' nun ist der Gesang des Pinkerton nach seiner Rückkehr nach Japan, als er sich darüber bewusst wird, wie sehr seine erste Frau ihn geliebt, dass sie all die Zeit auf ihn gewartet hat. Leider ist diese Aufnahme meiner Meinung nach eine der schwächeren dieser CD, Wunderlich ist in der Höhe nicht ganz sauber und klingt einmal in der Tat gar mehr gequält als qualvoll. Bis auf diesen Kritikpunkt aber ansonsten eine souveräne Leistung.

Keiner schlafe

Wieder ein Titel, der sehr bekannt sein dürfte. Spätestens seit dem plötzlichen Erscheinen eines Paul Potts und der damit verbundenen Werbung des rosa Riesen klingt die Arie 'Keiner schlafe' (oder 'Nessun dorma' im italienischen Original) in aller Ohren. Selbst Menschen, die ansonsten keine Klassikfans sind, scheinen angetan. Eigentlich kein Wunder, denn das 'Nessun dorma' ist eines der ganz großen und zumindest in meinen Ohren auch der schönsten Werke der Opernliteratur. Es entspringt aus der Oper 'Turandot' - wieder einmal von Puccini, es sollte seine letzte sein. Sie handelt von der Prinzessin Turandot, die den ersten Brautwerber ehelichen wird, der ihre drei Rätsel löst. Mutig, wer sich auf dieses Spielchen einlässt, denn beim Versagen wartet der sichere Tod. Nicht nur einer, dem dies bereits widerfahren ist. Kalaf, der Sohn eines Tatarenkönigs, ist empört über solche Grausamkeit und möchte die Dame eigentlich verfluchen - verliebt sich aber auf der Stelle in sie. Und so reiht er sich ein in die Umwerbenden, trotz aller Warnungen. Der Tag der Prüfung ist gekommen, die Prinzessin stellt ihre Fragen, nicht damit rechnend, dass Kalaf diese lösen kann. Als dem nun aber so ist, bittet sie den Kaiser entsetzt, nicht an ihn ausgeliefert zu werden. Es ist der Gewinner selbst, der ihr einen Ausweg anbietet: sollte sie bis zum nächsten Morgen seinen Namen herausfinden, so würde er den Freitod wählen und sie von ihrem Versprechen lossagen. Daraufhin verfügt das holde Weib, dass die ganze Nacht über keiner schlafen dürfe, bis sie nicht den Namen in Erfahrung gebracht habe. Dies ist der Ursprung der Arie 'Nessun dorma', denn Kalaf nimmt die Worte des Chores siegessicher auf: "Keiner schlafe! Keiner schlafe! Auch du, Prinzessin, schläfst nicht, in deinen kalten Räumen, blickst auf die Sterne, die flimmernd von Liebe und Hoffnung träumen! Doch mein Geheimnis wahrt mein Mund, den Namen tu' ich keinem kund! Nein, nein, auf deinen Lippen sag ich ihn, sobald die Sonne scheinen wird! Mein Kuss allein soll dieses Schweigen lösen, durch das du mein wirst!" Wie es ausgeht? Das verrate ich an dieser Stelle nicht, diese Oper nämlich ist absolut empfehlenswert. Also bitte selbst anhören! Und was macht Fritz Wunderlich nun mit der so berühmten Arie? Er singt sie, als sei er selbst der Prinz in jener Nacht - mit so viel Inbrunst und Gefühl, dass es mir jedes Mal wieder die Tränen in die Augen treibt. Ja, er lebt diese Rolle regelrecht. Und ich habe sie nie schöner gesungen gehört als in diesen 2:56 Minuten.

Als flotter Geist

Jetzt verschlägt es uns in die Welt der Operette, genauer gesagt in den ersten Akt der Oper 'Der Zigeunerbaron' von Johann Strauß. Ich muss es gleich vorweg nehmen: es ist nicht meine Welt, und daher tue ich mich mit der Beschreibung auch ein wenig schwerer. Worum geht's hier? Da ist ein junger Herr mit Namen Bárinkay, der nach langen Kriegswirren wieder in die Heimat zurückkommt und feststellt, dass der gesamte elterliche Besitz mittlerweile von einem Schweinezüchter in Beschlag genommen wurde - und dass dieser keinerlei Ambitionen hegt, diese Errungenschaften wieder zurückzugeben. Die Liebe hilft hier auch nicht weiter, denn die Tochter des Schweinezüchters ist bereits liiert. Bárinkay zieht wieder von dannen und lässt sich (nachdem er als Sohn des ehemaligen Besitzers erkannt wurde) zum Zigeunerbaron adeln. Sein Herz verschenkt er erneut, allerdings scheint diese Dame standesmäßig über ihm zu rangieren; frustriert zieht er schließlich in den Krieg ... Mit der Arie 'Als flotter Geist' nun besingt Bárinkay im ersten Akt bei seiner Rückkehr, was er so alles erlebt hat. Der Text ist recht amüsant, musikalisch gesehen schafft es das Stück aber nicht in meinen Favoritenkreis. Zwar versteht Wunderlich es hier deutlich besser als im 'O wie so trügerisch', den Frohsinn und Lebensmut zu transportieren, man ist geneigt, ein wenig mitzuschunkeln, das war's dann aber auch schon. Ich möchte es jedoch dem Sänger nicht ankreiden, wenn ich mit der Komposition nichts anzufangen weiß. (2:42 Minuten)

Grüß euch Gott

Bleiben wir in der Welt der Operette und wenden uns in den nächsten 4:18 Minuten der Komposition 'Grüß euch Gott' aus dem 'Vogelhändler' von Carl Zeller zu. Kennt ihr die Christel von der Post? Nein? Nun, sie ist mit dem Vogelhändler Adam aus Tirol verlobt. Heiraten möchte dieser angesichts seiner beruflichen Situation noch nicht, was Christel dazu veranlasst, den vermeintlichen Kurfürsten (Denkste! Es ist nur der verschuldete Graf Stanislaus!) um einen Posten für ihren Liebsten zu erbitten. Adam vermutet hinter diesem Besuch gleich Untreue, verstößt sie und verliebt sich vom Fleck weg in ein Bauernmädchen - welches allerdings (wovon er nichts weiß) die verkleidete Kurfürstin ist. Verwirrung ist folglich vorprogrammiert. Wer ist nun eigentlich wer, wie reagieren die getäuschten Personen, und wer muss nun zum Schluss eigentlich wen heiraten? Findet es selbst heraus, wenn ihr mögt. Die Arie 'Grüß euch Gott' jedenfalls habe ich mir nur zwecks Berichterstattung angehört und war wie erwartet nicht begeistert. An Wunderlichs Gesang kann man wirklich nicht mäkeln, wenngleich das Gefühl wie sonst manchmal auch ein wenig auf der Strecke bleibt, singt er fröhliche Lieder. Das Stück als solches aber ist ganz einfach nicht mein Geschmack.

Freunde, das Leben ist lebenswert

Kommen wir nun zu Franz Lehars 'Giuditta'. Diese ist mit einem wesentlich älteren Mann verheiratet und langweilt sich in dieser Ehe ziemlich - als nun der junge Offizier Ottavio des Weges kommt, ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Sie verlässt ihren Mann und geht mit dem Geliebten nach Lybien. Das Leben könnte so schön sein, käme jetzt nicht der Marschbefehl für Ottavio. Er ist untröstlich und überlegt lange Zeit, zu desertieren; die Vernunft aber siegt, er geht. Während seiner Abwesenheit gibt sich Giuditta diversen Männern hin und führt ein ausschweifendes Leben, nach Ottavios Rückkehr entscheidet sie sich gegen ihn. Als nun Jahre später ihre Liebe für ihn wieder erwacht, will er von ihr nichts mehr wissen. Wunderlich singt die Arie 'Freunde, das Leben ist lebenswert' (2:42 Minuten) mit sehr viel Hingabe, und obwohl mir das Werk eigentlich nicht gefällt, kann ich mich einer gewissen Berührtheit nicht verwehren.

Es muss ein Wunderbares sein

Die nächsten 1:53 Minuten dürfen wir dem Lied 'Es muss ein Wunderbares sein' von Franz Liszt lauschen und damit in die Welt des Liedgesangs eintauchen, was uns eine weitere Facette Wunderlichs offenbart. Der Text des Liedes lautet wie folgt: "Es muß ein Wunderbares sein
ums Lieben zweier Seelen, sich schließen ganz einander ein, sich nie ein Wort verhehlen, und Freud und Leid und Glück und Not so miteinander tragen; vom ersten Kuß bis in den Tod sich nur von Liebe sagen." Fritz Wunderlich singt diese Zeilen mit ausgesprochen viel Einfühlungsvermögen, sinnierend, sehnsüchtig. Gekonnt setzt er Akzente, vom Aspirations-H trotz entsprechender Legatopassagen keine Spur. Eine sehr schöne Interpretation!

Vergiss mein nicht

Das nun folgende Lied 'Vergiss mein nicht' wurde von neapolitanischen Ernesto de Curtis komponiert und trägt eigentlich den Originaltitel 'Non ti scordar di me'. Obwohl es definitiv nicht zu meinen bevorzugten Kompositionen gehört und mir persönlich ein wenig zu volkstümlich ist, gefällt es mir in der Version Wunderlichs. Hier zeigt er sein Können in Perfektion, glänzt mit seinem Gefühl, ist absolut sauber und klar in den Höhen. (3:31 Minuten)

Alle Tage ist kein Sonntag

Weiter geht es mit dem volkstümlichen Lied 'Alle Tage ist kein Sonntag' aus der Feder von Carl Clewing. Aufgrund der Musikrichtung ist es kein Titel, den ich oft hören werde - dennoch kann ich auch hier wiederum nur Wunderlichs Sangestalent bestätigen. (2:26 Minuten)

Caro mio ben

In den folgenden 3:08 Minuten hat ein Lied seinen großen Auftritt, welches ungemein bekannt ist und immer wieder gern auf Trauungen gesungen wird. Es nennt sich 'Caro mio ben' und wurde von einem Herrn namens Giuseppe Giordani komponiert - ganz klar eine der stärkeren Aufnahmen dieser CD. Es gibt so viele Einspielungen des Liedes von den unterschiedlichsten Interpreten und Fritz Wunderlich gehört meiner bescheidenen Ansicht nach zu denjenigen, die es auf besonders schöne Art und Weise zu singen vermochten. Hier zeigt sich wieder, was ihn so beliebt machte: das Gefühl, mit welchem seine Stimme ausgestattet war. Würde man mir sagen, er hätte dieses Lied einst voller Inbrunst für seine Frau gesungen, ich wäre geneigt, es zu glauben. Es schwingen so viele Emotionen mit, dass diese Aufnahme einfach nur berührt.

O sole mio

Wir bleiben bei den bekannten Werken und lauschen nun der Arie 'O sole mio' vom neapolitanischen Komponisten Eduardo Di Capua. Hand aufs Herz - wer hat noch nie davon gehört?! Man verbindet es merkwürdigerweise mit Venedig, in Gondeln umherschippernden Liebespärchen, und vielleicht auch mit den Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen, als man die italienische Nationalhymne nicht finden konnte und stattdessen 'O sole mio' spielte. Was macht Wunderlich nun aus diesem Evergreen? Das, was er eigentlich immer tut: er füllt es mit Leben. Überzeugend, temperamentvoll, überschwänglich. Schöne Aufnahme, auch wenn man mit dem Stück an sich vielleicht eher schon ein wenig zu oft konfrontiert wurde. (2:24 Minuten)

Granada

Achtung, es folgen spanische Klänge, wir widmen unsere Aufmerksamkeit dem Lied 'Granada' vom mexikanischen Komponisten und Sänger Agustín Lara. Es wurde von vielen bekannten Musikern interpretiert, und so findet sich natürlich auch eine Aufnahme von Fritz Wunderlich. Es ist erstaunlich, mit wieviel Hingabe dieser es zu singen vermochte, heißblütig, temperamentvoll. Obwohl auch dies ein sehr schwungvoll-fröhliches Lied ist und ich des Öfteren bemängelte, dass Wunderlich die Stimmung bei solchen Werken nicht so recht transportieren konnte, ist eben dies hier ausgesprochen gut gelungen. Der Gesang reißt regelrecht mit - grandios! (3:10 Minuten)

Ihr Freunde kommt und trinkt

Den Abschluss bildet die 1:38 Minuten lange Aufnahme 'Ihr Freunde kommt und trinkt' aus der bereits vorgestellte Oper 'Cavalleria Rusticana' von Mascagni. Diese Arie wird von Turiddu gesungen, kurz vor dem Duell und damit kurz vor seinem Tod. Leider ist dies tontechnisch gesehen die schlechteste Aufnahme der CD, das Rauschen und Knacken ist recht laut und begleitet den Sänger penetrant. Vielleicht bin ich da ein wenig empfindlich - ich bin ja auch nicht mehr mit Schallplatten aufgewachsen - aber mich stören diese Nebengeräusche doch sehr. Davon abgesehen jedoch hören wir ein Stück, in welchem Fritz Wunderlich überschwänglich von den Freuden des Weins singt. So weit mich mein Ohr nicht trügt, ist dies eine exzellente Interpretation und vor diesem Hintergrund ein gelungener Abschluss der kleinen Sammlung von Einspielungen. Wie fröhlich, ja, geradezu spielerisch und unbeschwert klettert Wunderlichs Stimme virtuos auf der Tonleiter umher. Was für ein begnadeter Musiker!


Mitwirkende


Solche Aufnahmen wären selbstverständlich nicht möglich, hätten nicht viele andere Musiker an ihnen mitgewirkt und den Sänger auf ihren Instrumenten begleitet. Daher ist an dieser Stelle zu erwähnen, dass das Lob nicht allein dem Sänger gebührt. Vielmehr haben auch die Berliner Symphoniker, die Orchester der Hamburger Staatsoper sowie der Deutschen Oper Berlin, das Ffb-Orchester, die Berliner Sängerknaben, der Münchener Rundfunkchor und der Rudolf Lamy-Chor ihren Teil zum Gelingen beigetragen und verdienen damit Anerkennung. Dirigenten waren Gerhard Becker, Artur Rother, Richard Kraus, Werner Schmidt-Boelcke sowie Alois Melichar.


El Maestro himself - Liedgut vom Feinsten


Wie kann ich auch nur annährend in Worte fassen, wie sehr mich Wunderlichs Stimme berührt. Wie viel Gefühl er in sie zu legen vermochte, sie jubilieren lassen, sie qualvoll schluchzen lassen konnte. Wie soll ich ganz allgemein meine Bewunderung für sein Können ausdrücken, welches sich bereits in so jungen Jahren zeigte - und welches er aufgrund seines viel zu frühen Todes nie ganz entfalten konnte? Es fällt mir wirklich schwer.

Ich möchte nicht bestreiten, dass es viele ausgesprochen gute Tenöre gab und auch gibt. Caruso, Kraus, Pavarotti - um nur ein paar zu nennen. Und ein jeder Zuhörer hat so seinen eigenen Geschmack, welches Timbre, welchen Stil er bevorzugt. Damit ist es nur natürlich, dass Fritz Wunderlich zwar allgemein als hervorragender Sänger bekannt ist, dabei aber nicht überall auf ungeteilte Liebe stößt. Einigen ist das an manchen Stellen stark ausgeprägte Aspirations-H eine Zumutung, andere wiederum mögen den manchmal fast metallenen Klang seiner Stimme nicht. Und auch ich habe neben seinen Einspielungen eine Reihe Aufnahmen anderer Künstler in meiner umfangreichen Sammlung, die mir stimmlich ähnlich gut gefallen. Was mir bei den meisten aber fehlt oder - drücken wir es anders aus - was ich bei anderen oftmals als nicht so gelungen betrachte, ist die Art und Weise, mit der Gefühle ausgedrückt und in die Musik eingearbeitet werden. Sicherlich gibt es Künstler, deren dynamisches Spektrum viel feiner abgestimmt anmutet, deren Piano (also das besonders leise Singen) schlagartig Gänsehaut erzeugt. Wie oft aber fehlt mir der Schmelz, das Weiche in der Stimme, wie oft vermisse ich die Fähigkeit, innerlicher Zerrissenheit, Sehnsucht, Pein oder auch tiefgründiger Liebe akustisch derart Ausdruck zu verleihen, dass eben diese Empfindungen beim Hörer ausgelöst werden. Was dies betrifft, so war Fritz Wunderlich meiner Ansicht nach wirklich herausragend. Wobei mir gerade bei seinen frühen Aufnahmen aufgefallen ist, dass diese Übertragungen vor allem bei langsamen, traurigen, getragenen oder sentimentalen Stücken gelingen. Als Paradegegenbeispiel möchte ich das bekannte 'O wie so trügerisch' anführen. Wunderlich singt hier nicht schlecht, nein, aber auch nicht bewegend. Sein Charme, die Lebensfreude springen einfach nicht auf mich über, und vielleicht ist das nun auch einer der Gründe, weshalb ich mit einigen Arien auf der CD nicht so zufrieden bin. Ich muss aber der Fairness halber gleich dazu sagen, dass mir diese Werke ganz allgemein nicht so zugänglich sind und es daher auch gar nicht so einfach ist, es mir recht zu machen. Es ist auch zu beachten, dass meine Kritik natürlich eine sehr subjektive Wahrnehmung ist. Vielleicht sind es gerade diese Stücke, die bei anderen wahre Begeisterungsstürme hervorrufen. Wer weiß das schon.

"'Klar sollte jedenfalls sein, dass man einen Fritz Wunderlich nicht mit einem Paul Potts vergleichen kann."' Letzteren möchte ich nicht verunglimpfen, versteht mich nicht falsch; mir gefällt sein Gesang schlicht und ergreifend überhaupt nicht, es liegen qualitative Welten zwischen den Interpreten. Wer also etwas Ähnliches wie aus der Werbung des rosa Telekommunikationsriesen erwartet und bevorzugt, dem würde ich vom Kauf eher abraten. Allen anderen kann ich den Erwerb nur empfehlen - es gibt zwar sicherlich noch bessere Aufnahmen von Fritz Wunderlich, aber diese frühen Einspielungen dokumentieren auf ganz besondere Art und Weise den künstlerischen Werdegang des Musikers und bezeugen sein großes Talent. Darüber hinaus sollte euch nach der Lektüre meiner Einzelkritik - oder spätestens nach der Einleitung des Fazits - aufgefallen sein, dass ich von der CD wirklich sehr angetan bin. Insofern könnt ihr sie völlig beruhigt nicht nur aus historischem Interesse, sondern auch zum Hörgenuss anschaffen. Euch erwartet eine gelungene Zusammenstellung verschiedenstartiger Werke, die einen tollen Überblick über das Schaffen des Künstlers vermittelt. "'Klare Kauf- und Hörempfehlung sowie selbstverständlich volle 5 Sterne."'


Beschließen möchte ich diesen Bericht für heute mit den Worten des Komponisten Richard Wagners: "Die Musik spricht nicht die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht dieses oder jenes Individuums in dieser oder jener Lage aus, sondern die Leidenschaft, die Liebe, die Sehnsucht selbst." Danke fürs Lesen!

Dieser Bericht erschien in ähnlicher Form bereits auf anderen Plattformen.


Quellen: www.wikipedia.de für Angaben zu den einzelnen Opern/Operetten, "Fritz Wunderlich Biographie" von Werner Pfister sowie die Dokumentation "Fritz Wunderlich - Leben und Legende" und, natürlich, mein Hörvermögen und kreativer Schöpfensdrang

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Cerafina veröffentlicht 09.05.2011
    Gewohnt sensationeller und hochkarätiger Bericht..... Herzlichen Glückwunsch zum Brillanten. ....leider sind Hunde hier nicht erlaubt ;-) LG
  • knopfi.de veröffentlicht 23.06.2010
    Herzlichen Glückwunsch zum Brilli! merci@knopfi
  • Rolfo1 veröffentlicht 23.06.2010
    Gratuliere zum Diamanten! Die CD könnte mir auch gefallen, habe den Titel schon mal vorgemerkt. LG
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Produktdaten : Fritz Wunderlich - die Frühen Jahre - Fritz Wunderlich

Produktbeschreibung des Herstellers

Händel; Mozart; Flotow; Lortzing; Puccini; Strauß; u.a. (Komponist) - 1 - CD - Rca Red Se - bmg Deutschland - 23. September 2005 - 828767314525

Haupteigenschaften

Titel: Fritz Wunderlich - die Frühen Jahre

Künstler: Fritz Wunderlich

Komponist: Händel; Mozart; Flotow; Lortzing; Puccini; Strauß; u.a.

Genre: Oper

Schlagworte: Oper

Medium: CD

Set-Inhalt: 1

Veröffentlichungsdatum: 23. September 2005

Label: Rca Red Se

Vertrieb: bmg Deutschland

EAN: 828767314525

Titel auf CD 1

1.: Serse, Hwv 40 - Berliner Symphoniker

2.: Die Zauberflöte - Orchester Der Hamburgischen Staatsoper

3.: Martha - Berliner Symphoniker

4.: Undine - Berliner Symphoniker

5.: Der Waffenschmied - Berliner Symphoniker

6.: Der Evangelimann - Berliner Symphoniker

7.: Der Liebestrank (L'elisir D'amore) - Berliner Symphoniker

8.: Rigoletto - Berliner Symphoniker

9.: Cavalleria Rusticana - Orchester Der Deutschen Oper Berlin

10.: La Bohème - Orchester Der Deutschen Oper Berlin

11.: Tosca - Berliner Symphoniker

12.: Madame Butterfly - Orchester Der Deutschen Oper Berlin / Chor Der Deutschen Oper Berlin

13.: Turandot - Berliner Symphoniker

14.: Der Zigeunerbaron - Rudolf Münchner Rundfunkorchester / Lamy-chor

15.: Der Vogelhändler - Rudolf Münchner Rundfunkorchester / Lamy-chor

16.: Giuditta - Berliner Symphoniker

17.: Es Muss ein Wunderbares Sein - Berliner Symphoniker

18.: Vergiss Mein Nicht - Berliner Symphoniker

19.: Alle Tage ist Kein Sonntag - Berliner Symphoniker

20.: Caro Mio Ben - Berliner Symphoniker

21.: O Sole Mio - Ffb-orchester Berlin

22.: Granada - Ffb-orchester Berlin

23.: Cavalleria Rusticana - Orchester Der Deutschen Oper Berlin

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