Nixon gegen Frost oder umgekehrt ....
09.05.2009
Pro:
interessant und gute schauspielerische Leistung
Kontra:
nicht immer der Wahrheit entsprechend
Empfehlenswert:
Ja
 HEIDIZ
Über sich:
Bücher sind dickere Briefe an Freunde (Jean Paul) Wenn viele gute Menschen nichts tun, wächst das B...
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Einen Kinofilm möchte ich euch heute vorstellen, den ich mir letzte Woche in Eisenach in meinem Stammkino angesehen habe. Nixon kennt ja wahrscheinlich jeder, er war ein nicht ganz so beliebter US-Präsident, der durch die bekannte Watergate Affäre negativ auffiel. Was hat Nixon mit Frost zu tun?
Ich habe mir den Film ein wenig interessanter Vorgestellt muss ich vorweg gleich mal sagen, aber ich bereue es nicht, das Geld für den Kinoeintritt ausgegeben zu haben. Man lernt immer wieder dazu und auch hier habe ich Dinge erfahren, die ich geschichtlich noch nicht wußte, wobei ich gern mehr über die Watergate Affäre erfahren hätte, die eigentlich nur am Rande erwähnt wurde. Es ging größtenteils um das Interview, welches Frost mit Nixon führte einige Zeit nach seinem Rücktritt. Infos zur Affäre kann man hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Watergate-Aff%C3%A4re
Infos zu Nixon kann man hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Nixon Infos zum Film: ===========
Produziert 2008 von Ron Howard Filmdrehbuch: Peter Morgan Filmusik: Hans Zimmer
Inhaltlich geht es im gesamten Film um das Interview und seine Vorbereitungen und nur ganz am Anfang an den Rücktritt Nixons. Richard Nixon und dem jungen Talkmaster David Frost sind die Hauptdarsteller. Sie werden gespielt von Frank Langella und Michael Sheen.
Der Film erhielt zwar einige Nominierungen aber Preise konnte er bisher keine einheimsen. Nixons Rücktritt wurde von 400 Millionen Menschen im TV verfolgt, daher dachte sich Frost, dass ein Interview mit ihm viel Geld einbringen könnte, er setzte alles auf eine Karte, aber es kam anders, als er es sich erwartet hatte, Nixon war eine harte Nuss, die nicht leicht zu knacken war und anfangs dachten alle, dass Nixon das Interview sozusagen gewinnen würde und Frost mit leeren Händen und ohne Geld aus dem Interview gehen würde, aber am letzten Interviewtag kam es dann doch anders, aber das möchte ich nicht vorwegnehmen, um die Spannung nicht zu nehmen.
Frost möchte das Interview an eine Vielzahl TV-Sender verkaufen, aber niemand hat Interesse. John Birt empfiehlt Frost die beiden Reporter Bob Zelnick und James Reston, die ihm eine große Hilfe waren als Rechercheure.
Hierbei muss man sagen, dass Frost nur so dargestellt wird, dass er für das Heranholen von Sponsoren und Interessenten, also Geldgebern und für die Publicity zuständig war, wobei das Journalistische und die wesentliche Arbeit an seinen beiden Mitarbeitern hängenblieb, die sich in den Fall aus großem Interesse reinknieten, aber im Prinzip nicht viel zu sagen hatten, sondern nur die Arbeit machen mussten, im TV wiederum hatte Frost dann die große Rolle, wobei er anfangs nicht unbedingt brillierte, so kam es mir vor. Erst nach dem nächstlichen Telefongespräch mit Nixon war Frost klar, dass er eine andere Strategie fahren muss, wenn er Nixon knacken möchte und so kam es, dass er doch auf den Vorschlag seiner Mitarbeiter einging und so drehte sich auch das Rad in eine andere Richtung …. Zu den Schauspielern: ================
Man muss sagen, dass die Schauspieler sehr gut gewählt wurden, sie spielten ihre Rolle sehr überzeugend, sahen auch zumeist äußerst ähnlich ihrem gespielten Original, welche immer zwischendurch auch eingeblendet wurden …. Als Zuschauer im Kino fühlte man, dass sie sich mit der Rolle identifizierten, sie waren auch voll auf 70er Jahre gestilt und gekleidet.
Man kann aus diesem Film nicht mehr rausholen, als die Schauspieler geschafft haben. Das Umfeld war auch nicht atemberaubend, es ging ja „nur“ um das Interview, also wenig Action oder atemberaubende Naturszenen, die Schauspieler musste wirklich intensiv alles geben, um dem Film ein bisschen was Besonderes zu verleihen. Klar, diesen Film schauen sich Menschen an, die sich für das Thema interessieren, die geschichtlich interessiert sind.
Meine zusammenfassende Meinung: ========================== Meine Meinung habe ich ja zwischendurch schon preisgegeben. Der Film erklärt tiefgründig und haargenau das Interview, wie es dazu kam, wie es aufgebaut war, wie die Menschen, die damit zu tun hatten, reagierten und und und …
Das große Umfeld um Nixon und die Watergate-Affäre wurde dabei außer acht gelassen, da diese Details ja schon Jahre vor dem Interview passiert waren. Der Film ist interessant, keine Frage, aber ich habe mir ein bisschen mehr davon versprochen, wobei ich ihn trotzdem empfehle für Menschen, die sich für solche Themen interessieren.
Auch muss ich sagen, dass ich im Nachhinein gelesen habe, dass nicht alle Szenen, so wie sie im Film gezeigt werden auch bezüglich des Interviews auch real so abgelaufen sind, was ich wiederum nicht so positiv finde, man hätte bei der 100prozentigen Wahrheit bleiben sollen … Die Filmmusik von Zimmer untermalt das Interview sehr schön, sie ist nicht hervorstechend sondern wird im Hintergrund immer mal wieder eingespielt.
Zusammenfassend nicht übel der Film, aber halt nur 80 von 100 Punkten … DANKE für euer Interesse an meinem Filmbericht.
Eure HEIDIZ
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24.05.2009 20:43
Tolle Untertreibung: nicht ganz so beliebter
24.05.2009 17:43
vielleicht lese ich es
10.05.2009 21:05
mmmh. das thema spricht mich nicht so richtig an ... amerika ist mir dann doch zu weit weg .,... :-) lg detlef