Disketten – das Medium der…Vergangenheit!
25.03.2004
Pro:
stabiles Äußeres | Optik | Qualität
Kontra:
wer benutzt noch welche/viele? | wenig Speicherplatz
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Zuverlässigkeit
Robustheit:
Haltbarkeit:
 Elchkopf
Über sich:
Mitglied seit:16.05.2001
Erfahrungsberichte:341
Vertrauende:163
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 126 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ja es gibt sie noch, die guten alten Disketten. Auch ich benutze sie noch, allerdings nur noch für zwei Zwecke: zum einen für die Linux-Live-Distribution namens Knoppix, um dort nämlich meine Einstellungen zu sichern (bisher habe ich mich vor dem kdx-install immer gefürchtet); zum zweiten für die kleine Software PINS, mit welcher ich meine ganzen Passwörter verwalte und diese mit zu Freunden, Bekannten und Verwandten nehme um auch dort auf meine Nutzerkonten wie das von CIAO, eBay oder einfach mein Onlinebanking zugreifen zu können. Natürlich würde das auch ein USB-Stick oder eine CD erfüllen…aber glaubt mir: es gibt Leute die besitzen noch Rechner ohne USB-Anschluss und ein CD-Laufwerk mit 4x facher Lesegeschwindigkeit – ich kenne jedenfalls ein paar dieser Spezies. So und nun aber los mit der Vorstellung von ein paar Disketten – vielleicht schon bald den letzten ihrer Art. ••• Infos •••
Der Preis für die stabile Pappschachtel mit insgesamt 10 Disketten beträgt ca. 4.99 €. Das ist natürlich ein Witz wenn man es in Relation zu normalen CD-Rohlingen setzt. Man bekommt sie auch nicht mehr überall zu kaufen, aber vielleicht hat man ja in den hiesigen Elektrofachmärkten eine Chance – ich habe sie in einem kleinen Fachgeschäft hier in Potsdam erstanden. Verwendbar sind sie in jedem heimischen PC, sie fassen 1.44 Megabyte und sind bereits formatiert. Es handelt sich bei dem Produkt jedenfalls um eines der Größe 3.5“, das andere Format 5.25“ wird aber nun wirklich nirgendwo mehr verwendet, oder? Die minimale Betriebstemperatur liegt bei 10 Grad, maximal sind sie bei 53 Grad zu benutzen – aber so kalt bzw. so heiß sollte es niemand in seinem Arbeitszimmer haben. Während der Nutzung müssen wenigstens 20-80% Luftfeuchtigkeit herrschen, bei der Lagerung sind 8-90% zu wahren (Lagerung bei minimal bei 4 Grad, maximal 53 Grad). Für mich jedenfalls besteht hier kein Problem – weder beim Betrieb noch bei der Lagerung, ich denke das sollte bei allen PC-Nutzern ähnlich sein. Viel mehr lässt sich zu den technischen Daten einer Diskette eigentlich auch nicht sagen.
Den Hersteller Fujifilm mit seinem Tochterunternehmen, welches für die Diskettenproduktion verantwortlich zeichnet, erreicht man unter folgenden Kontaktdaten: Fuji Magnetics Germany GmbH Benzstraße 2 47533 Kleve www.fuji-magnetics.de
••• Erfahrungen ••• Die Disketten sind in verschiedenen Farben, darunter gelb, grün und rot gehalten. Sie sind von guter Qualität, also sehr stabil und halten was aus. Der Schreibschutz-Regler lässt sich sehr leicht bewegen – ich hatte in der Vergangenheit nicht selten Disketten bei denen ich mit Pinzette & Co. zu Werke gehen musste. Die Aufkleber werden natürlich mitgeliefert und lassen sich ganz leicht aufbringen – da gibt es keinerlei Probleme, gerade auch was die Haltbarkeit anbetrifft. Einmal raufgepappt halten sie wahrscheinlich eine Ewigkeit, sogar an den sonst problembehafteten Ecken.
Ich benutze ein Mitsumi-Floppy, welches ich für 6.49 € zu meinem neuen PC erstanden habe. Die Leistungen dieses Laufwerks lassen sehr zu wünschen übrig, dass auf die Fujifilm-Disketten zu schieben wäre sicherlich nicht richtig – zumal ich schlechte Ergebnisse eben auch bei anderen Herstellern feststellen kann. Nun gut, aber damit kann ich leben…schließlich nutze ich diese Medien höchstens vier- bis fünf Mal im Monat. Der mechanische Schutz, also das silberne Schiebegatter, lässt sich sehr leicht bewegen – sollte man ja aber bekanntlich nicht machen, es gibt doch auch gar keinen Grund dazu. Die äußere Verpackung schließlich ist bunt, auffällig – muss sie wohl auch sein, wenn man diese noch an den Mann bringen will…einen regelrechten Käufer-Run auf HDs dürfte es wohl nicht mehr geben. Und da muss man sich dann wenigstens von den wenigen Herstellern durch etwas mehr Leuchtkraft im Regal abheben. ••• Fazit •••
Wenn man sagen würde, Disketten seien vom Aussterben bedroht so wäre dies wohl nur die halbe Wahrheit: immerhin sind sie praktisch schon ausgestorben und sie werden wohl nur noch in einigen wenigen Hinterzimmern voller Begeisterung genutzt. Meine Intention dieses Medium noch einmal zu verwenden habe ich bereits erläutert (z.B. Knoppix), für diesen Zweck sind die Fujifilm allemal ausreichend und ich würde ihnen eine sehr gute Qualität bescheinigen. Wer Disketten benötigt kann hier auf jeden Fall bedenkenlos zugreifen – falsch machen kann man damit auf jeden Fall nicht viel. In diesem Sinne,
Tschüss, Elchkopf (Oli) 25/03/2004
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26.03.2004 13:53
Ich könnte auf Disketten nicht verzichten! Vor allem bei Linux! CD's und DVD's finde ich noch nicht ausgereift bei den wiederbeschriebbaren. Da verliere ich innerhalb von Stunden alle Daten drauf. Speicherkarten sind genial, da diese aber über USB sind, kann es da bei Linux hin und wieder Probleme geben, außerdem sind ältere PC's damit noch nicht ausgestattet. auch ältere Bios kann man noch nicht vom USB her booten. Da sind Disketten unersätzlich!
26.03.2004 10:25
guter bericht. aber: what the fuck is a usb stick? naja, wird so wichtig nicht sein... ich habe noch massig alte disketten, die lassen sich ja auch wieder neu formatieren. cds rotze ich für kleine daten ungern raus; vor allem, wenn ich die nachher wegschmeißen kann (zu editierende dateien), wäre das pure verschwendung.