Die Feine, Kleine
22.02.2007
Pro:
erstklassige Bildqualität
Kontra:
überwiegend Automatik
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 faule-hausfrau
Über sich:
.. bin im Stress und nur noch selten bei ciao. Hoffe, es kommen mal wieder bessere Zeiten.
Mitglied seit:03.02.2004
Erfahrungsberichte:17
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 85 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Eine kleine Digitalkamera sollte es sein. Irgendeine, die Frau immer in der Handtasche dabei haben kann, ohne dass sie viel Platz weg nimmt, oder bei der man das Gefühl hat, Steine mit sich herum zu schleppen. Die Auswahl war und ist riesig. Internetrecherche und Nachfragen bei Bekannten machten mein Problem nicht kleiner. Also musste ich noch mal in mich gehen und nachdenken, was mir darüber hinaus wichtig ist: Bildqualität sollte in Ordnung sein, kräftiger Blitz, Preis nicht zu hoch und Serienbilder benutze ich öfter. Schließlich bin ich wieder bei Fuji gelandet. Aber warum auch nicht, meine Erfahrungen mit der Fuji FinePix S5000 sind sehr gut und auch die xD-Card schreckt mich nicht ab. Allgemeines:
Fuji ist ein bekannter Kamerahersteller, der auch bei kleinen Kameras ein großes Sortiment anbietet. Die F20 mit 3-fach optischem Zoom gibt es seit September 2006. Sie wird als eine hochempfindliche Digitalkamera beschrieben, die sogar bei wenig Licht noch gute Bilder macht. Das klang schon mal sehr gut. Die FinePix F20 ist ausgestattet mit einem 6,3 Megapixel Super CCD Sensor der sechsten Generation (1/1.7-inch Super CCD HR), der für diese gute Bildqualität verantwortlich ist. Sicherlich gibt es inzwischen viele Kameras mit mehr Pixel, aber die alleine sind ja noch lange nicht für die Bildqualität zu ständig. Immerhin erhält man mit einer 1 GB Speicherkarte 341 Bilder in einer Auflösung von 2848x2136 Pixel. Die Aufzeichnungskapazität kann auch geändert werden wie beispielsweise in das 3:2 Format herkömmlicher Kameras, was dann 680 Bilder mit einer Auflösung von 3024x2016 ebenfalls mit 1GB Speicher bedeutet. DIN A4 Fotos sind damit in einer spitzenmäßigen Qualität möglich. Weiter wird angepriesen, dass die leistungsstarke doppelte Rauschunterdrückung des verbesserten Real Photo Prozessors II für deutlich weniger Bildrauschen sorgt, als bei vergleichbaren anderen Kompaktkameras. Preis:
Heute habe ich die Kamera schon für 150 € im Internet gefunden. Ich leistete Sie mir mit einer 512 MB xD-Picture Card im Dezember für 240 € bei Saturn. Im März soll die Finepix F40d herauskommen, mit 8,3 Mio Pixeln und Gesichtsfelderkennung. Das sorgt wahrscheinlich für sinkende Preise. Die F30 übrigens, die mancher als Nachfolger der im September 2006 herausgebrachten F20 ansieht, gibt es schon seit Mai 2006. Unterschiede sind beispielsweise der hochauflösendere Farbmonitor mit 230.000 Pixeln, die höhere Lichtmpfindlichkeit mit bis zu ISO 3200 und zusätzliche manuelle Einstellmöglichkeiten für Belichtungszeit und Blende der F30. Äußeres:
Die Kamera
Bilder von Fujifilm FinePix F20
ist in Silber gehalten. Sie ist nicht sonderlich schmal (26,6 mm), aber durch Breite (93,5 mm) und Höhe (56,7 mm) ist sie kleiner als mein Portmonee und passt locker in meine Jacken- oder Handtaschen. Oben befinden sich nur drei Schalter: ein winziger, etwas tiefer gesetzter Knopf zum Einschalten, ein Riegel zum Schieben für die Funktion Kamera oder Video und der Auslöser (v.l.n.r.). Rechts neben dem großen Display auf der Rückseite ist eine Wippe zum Zoomen, darunter der Menüknopf mit separaten Knöpfchen für Bildwiedergabe, Motivschärfe, Display und den F-Modus, über den man ISO-Werte, Bildqualität ( 6M Pixel, 3M Pixel u.s.w.) und Farbe (standard, sehr scharf oder s/w) einstellen kann. Am Menüknopf verstellt man rechts den Blitz, links ist die Makrofunktion, unten der Selbstauslöser und oben erhält der Bildschirm maximale Helligkeit. Auf der rechten Seite ist nur die Handschlaufe. Unten befindet sich das Fach mit Schiebeverschluss für Speicherkarte und Akku, der Lautsprecher und das Gewinde für ein Stativ. Links sind die USB 2.0 Schnittstelle und der Anschluss für den Netztadapter hinter einem Gummiläppchen verborgen. Vorne findet man das Objektiv, den Blitz und den Hilfsblitz. Dadurch, dass die Kamera so klein und leicht ist, weiss ich gar nicht so richtig, wo ich sie anfassen soll zum Fotografieren. Sie kommt mir immer ein bißchen wie ein Spielzeug vor. Dafür ist sie aber schnell verstaut und auch schnell wieder einsatzbereit. Angaben des Herstellers:
Kameratyp: Digitalkamera CCD: 1/1,7 Zoll Super CCD HR, 6,3 Mio Pixel effektiv Datei-Format: JPEG (Exif Ver 2.2 ); AVI (Motion JPEG ), WAV Speichermedium: xD-Picture Card Objektiv-Brennweite: Fujinon-Objektiv mit optischem 3-fach Zoom, f= 8 - 24mm, entspricht 36 - 108mm bei Kleinbild Scharfstellung: Autofokus, C-AF Schärfebereich: Normal: ca. 60cm - unendlich, Makro ca. 5 - 80 cm Blende: F2.8 - F8 / F5.0 - F8 Verschluss: 4s - 1/2000s (abhängig vom Aufnahmemodus) kontinuierliche Aufnahmen: Top-3 bzw. Final-3 (bis 2,2 B/s, speichert die ersten oder die letzten 3 Aufn.), Langzeitserie (0,7 B/s ohne Mengenbegrenzung) Belichtungs-Steuerung: Auto, 15 Motivprogramme Empfindlichkeit: Auto; manuell: 80/100/200/400/800/1600 (ISO 2000 im Umgebungslicht- und Motivschärfe-Programm) Weißabgleich: Auto, Manuell (6 Optionen) und individuell Lichtmessung: TTL 256-Zonen-Messung; Integral, Mehrfeld, Spot Blitz: Intelligenter Blitz, Reichweite bis ca. 6,5 m LCD Monitor: 2,5 Zoll TFT Farbmonitor mit ca. 153.000 Pixel; Aufhellung möglich Schnittstellen: USB, AV-Ausgang (PAL/NTSC) Stromversorgung: NP-70, Netzgerät Abmessungen: 93,5 x 56,7 x 26,6 Gewicht: ca. 150g (ohne Akku und Speicherkarte) Funktionen: Digitalzoom 6,2x, F-Button (Farbeinstellung SW/Chrome/Standard, Dateigröße, ISO-Einstellung, Druckoptionen), Selbstauslöser, Video (30 B/s, mit Ton): 640 x 480 Pixel; Sprachaufnahme unterstützte Betriebsysteme: Windows 98 (inkl. SE), Windows ME, Windows 2000, Windows XP, Macintosh Lieferumfang: Li-Ionen-Akku NP-70, Handschlaufe, USB-Kabel, A/V-Kabel, CD-ROM, Bedienungsanleitung Lieferbar: Sep. 2006 Sonstiges: 3:2 Bildformat wählbar; Rotations-Funktion Bemerkungen zu den Angaben:
Speichermedium: xD-Picture Card Sie gehört nicht zu den Speichermedien, die sich auf allen Kartenlesern problemlos einlesen lassen. Mein PC nimmt sie beispielsweise nicht. Auch wer dazu neigt, seine Speicherkarte im Drogeriemarkt einzuschieben und dann die fertigen Bilder mit nach Hause nehmen möchte, wird böse Überraschungen erleben. Denjenigen allerdings, die per USB Kabel, die Bilder auf den PC überspielen, um sie dann zu bearbeiten, wird die Karte egal sein. Dateiformat: JPEG (Exif Ver 2.2 ); AVI (Motion JPEG ), WAV Womit für Eingeweihte erkennbar ist, dass man mit der Kamera auch Videos aufnehmen kann. Dazu reicht es, einen kleinen Hebel umzulegen - nettes Spielzeug. Ich habe es nur mal kurz ausprobiert. JPEG ist ein gängiges Bildformat, das von jedem Bildbearbeitungsprogramm geöffnet werden kann.
LCD-Monitor: Einen optischen Sucher gibt es bei der Kamera nicht. Er ist aber auch gar nicht notwendig. Der große 2,5-Zoll-LCD-Monitor (fast 2/3 der Rückseite), der mit einer speziellen Reflexschutz-Folie versehen ist, sorgt für gute Sicht in allen Situationen. Empfindlichkeit: Für ISO 80 habe ich bisher noch keine Einstellmöglichkeit gefunden. Automatisch kann man die Bereiche von ISO 100-400 oder von ISO 100-1600 einstellen. Wobei letztere Einstellung auch der normale Auto-Bereich ist. Bis ISO 2000 geht es nur mit der Sonderfunktion Motivschärfe oder Umgebungslicht. Das extra Knöpfchen für Motivschärfe ist übrigens eine Besonderheit der F20. Es verspricht durch kürzere Belichtungszeiten auch bei sich schnell bewegenden Motiven oder Verwackeln der Kamera keine Unschärfen mehr. Ich habe es auf einem Kindergeburtstag ausprobiert und konnte viele lustige Fotos machen.
Blitz: Den Blitz mit einer Reichweite von bis zu 6,5 m finde ich für so eine kleine Kamera gigantisch. Das man damit keinen Saal ausleuchten kann, ist ja klar, oder? Wenn ich ihn mal einschalten musste, war er völlig ausreichend. Angenehm finde ich, dass die intelligente Blitzsteuerung tatsächlich nähere Objekte nicht so überstrahlt. und eine Unterbelichtung des Hintergrunds verhindert. Hauttöne und Gesichtszüge werden dadurch natürlicher wieder gegeben. Was finde ich gut:
Ich habe die Kamera jetzt tatsächlich immer mit dabei, meistens in der Brusttasche meiner Jacke. Da ich keine extra Kameratasche verwende, habe ich die CV-Reflexschutz-Folie der LCD-Anzeige zusätzlich mit einer schützenden Folie überklebt. Der Akku hält irre lange ( ich habe 470 Bilder gemacht mit 2848x2016 Pixel in 6M (Normal)) und lässt sich dann problemlos innerhalb von 1 ½ Stunden über das mitgelieferte Anschlusskabel an einer Steckdose wieder aufladen. Mit der Bildqualität bin ich sehr zufrieden. Sie hält, was die Werbung versprochen hat. Das Rauschen erscheint mir fast weniger als mit meiner s5000. Wahrscheinlich, weil ich dort den digitalen Zoom nicht abgeschaltet habe. Den Selbstauslöser ( 2 oder 10 s) finde ich witzig, damit habe ich übrigens auch mein aktuelles ciao-Foto gemacht. Die Serienbildfunktion habe ich schon öfter benutzt, vor allen Dingen "die ersten drei" Fotos. Man kann auch "die letzten drei" oder "endlos" (maximal 40) wählen. Bei "endlos" sind die Abstände zwischen den Fotos aber zu groß um den entscheidenden Augenblick zu erwischen. Im manuellen Modus lassen sich viele unterschiedliche Einstellungen vornehmen. Es gibt aber auch Motivprogramme: Porträt, Landschaft, Sport, Nachtaufnahme, Feuerwerk, Sonnenuntergang, Schnee, Strand, Museum, Party, Blumen-Nahaufnahme, Text, Umgebungslicht, Umgebungslicht & mit Blitz, Motivschärfe. Text finde ich auch interessant und eher selten. Wer keinen Kopierer hat, fotografiert. Warum nicht? Die Blitzprogramme lassen sich direkt an der Kamera einstellen. Die Töne der Kamera lassen sich leiser bzw. aus stellen, damit man andere nicht nervt. Beispielsweise in der Funktion Museum ist die absolute Stille und "Blitz aus" schon voreingestellt. Im manuellen Modus kann man den ISO-Wert einstellen, eine Belichtungskorrektur anwählen, die AE- oder AF-Messung bestimmen und den Weißabgleich selbst bestimmen. Also noch genug Möglichkeiten, um zu spielen. Für die Wiedergabe der Bilder gibt es ein separates Knöpfchen. Man kann sie einzeln anschauen, drehen, kopieren, mit Texten versehen, Ausschnitte machen, schützen, löschen oder auch mehrere Bilder auf einmal anzeigen lassen. Was gefällt mir nicht so:
Die Motivprogramme bis auf Makro und Motivschärfe können nur über das Bildschirmmenü gewählt werden. Den 6,2-fachen Digitalzoom kann man vergessen. Ich finde die Bilder damit miserabel. Zum Glück lässt er sich auch abschalten. Der 3-fach optische Zoom ist zwar nicht die Welt, aber besser als gar nichts. Die Abdeckung der Anschlussstellen ist gummimäßig und sieht sehr instabil aus. Erst durch ein Internetforum habe ich erfahren, dass man sie herausziehen muss und nicht umklappen sollte. Wenn man beim Herunterladen der Bilder auf den PC den Verbindungsstecker zieht, ohne die Kamera vorher ausgeschaltet zu haben, fährt das Objektiv raus. Die Wippe für die Zoomeinstellung lässt sich nur sehr schwer wie gewünscht dosieren. Was noch:
Die mitgelieferte Software ließ sich problemlos auf meinem PC mit Windows XP installieren. Nett ist auch die Funktion Umgebungslicht & Blitz, womit man zwei Aufnahmen kurz hintereinander erhält, einmal mit intelligentem Blitz und einmal nur mit Umgebungslicht. Falls man sich unsicher ist, ob die Aufnahme einen Blitz benötigt, eine optimale Funktion.
Zum Service von Fuji kann ich nichts sagen. Ich habe bisher noch keine Bekanntschaft damit machen müssen. Es gibt ein gutes Internetforum für FinePix-Fotografen und viel Wissenswertes bei www.finepix.de. Ich habe gelesen, dass viele Angst davor haben, dass sich der Einschalter oder der Wiedergabeknopf selbständig machen und das Objektiv unkontrolliert ausfährt und beschädigt wird. Seit drei Monaten trage ich die Kamera jetzt so mit mir rum und es ist nichts passiert. Ich hoffe, es bleibt auch weiter so.
Fazit: Die Bildqualität hat mich am meisten überzeugt. Eine einfache, gute Kamera mit ein paar Spielmöglichkeiten.
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26.02.2010 19:41
sehr schöner Bericht und das Foto finde ich auch super!
23.11.2008 16:41
klasse ausführlicher bericht
20.11.2007 22:03
toller bericht... wir haben eine von revue und finden die für den hausgebrauch auch ncht schlecht :0) lg bea