Müder Abklatsch zur F50fd
06.01.2009
Pro:
günstig, kompakt, 3 Zoll Display, Bildstabilisator, ISO bis 400 gut brauchbar
Kontra:
zu langsame Serienbilder, schlechte Lichtstärke im Tele, unschöne Brennweite, billiges Look&Feel
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
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Über sich:
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Zugegeben, mit Fuji-Kameras hatte ich bisher noch nicht so viel am Hut. Das lag unter anderem aber an Fuji, da mir eine Zeitlang leider keine Testkameras zugeschickt wurden. Da waren Panasonic und Olympus fleissiger. Nun (nach der Photokina ;-)) hat es aber auch Fuji begriffen, dass unabhängige Reviews durchaus Leser erreichen - und so wurde ich unter anderem mit einer F60fd beglückt. Diese durfte ich 4 Wochen zum testen behalten, was ich auch dankend annahm. Die F60fd ist das direkte Nachfolgemodell der Finepix F50fd. Die F60fd soll die bemängelten Schwächen der F50fd ausmerzen und zudem neue Features bieten, die potentielle Amateurfotografen anlocken sollen. Darunter fällt unter anderem das 3 Zoll große Display, die neueste (dritte) Technologie der Gesichts- sowie die neu entwickelte Szenenerkennung. Die 12 Megapixel auf dem Super-CCD-Sensor sollen brillante Bilder zu Tage fördern, auch bei hohen ISO-Zahlen soll die F60fd überzeugen - so stellt sich Fuji dies zumindest vor.
Die erneuerte mechanische Bildstabilisierung soll für längere Belichtungszeiten ohne Verwackeln sorgen, zudem ist die neue intelligente Szenenerkennung dazu da, um eigenständig die passenden Motivprogramme zu aktivieren, ohne vorher selber an der Cam was umstellen zu müssen. Hier einmal die von Fuji genannten Highlights der F60fd:
- 12 Megapixel Super CCD Bildsensor (achte Generation)
- Fujinon Objektiv mit 3fachem optischen Zoom (entspr. 35 bis 105mm)
- Intelligente Szenenerkennung
- Gesichtserkennung der dritten Generation mit Rote-Augen-Entfernung
- 3-Zoll-Display mit 230.000 Bildpunkten
- Doppelte Bildstabilisierung (CCD-Shift und hohe ISO-Empfindlichkeit)
- Viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten
- ISO 100 bis 1.600 bei voller Auflösung, bis zu ISO 3.200 bei 6 Megapixel Auflösung und bis zu ISO 6.400 bei 3 Megapixel Auflösung
- Videoaufnahme mit voller VGA-Auflösung inklusive Ton bei 30 Bildern/Sekunde
- Infrarot-Verbindung möglich
- Kompatibel zu xD-Picture Card, SecureDigital und SDHC-Karten
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Soviel dazu. Im Alltag schlägt sich die Fuji ganz gut, auch wenn ich der Verarbeitung nicht ganz so viel abgewinnen kann. Das Gehäuse und das Design (vor allem das silberne Gehäuse) wirken billig auf mich, auf einen optischen Sucher hat Fuji verzichtet. Die Front hat neben dem 35-105mm Objektiv noch den internen Blitz zu bieten, welcher im Weitwinkel etwa 4 Meter ausleuchten kann; im Tele liegts bei rund 2 Metern. Es stehen folgende Blitzprogramme zur Verfügung: Korrektur roter Augen AUS: Automatik, Blitzzuschaltung, Blitzabschaltung, Slow Synchro. Korrektur roter Augen Augen EIN: Automatische Rote Augen Korrektur, Rote Augen Korrektur & Blitzzuschaltung, Blitzabschaltung, Rote Augen Korrektur & Slow Synchro. Außerdem findet man eine Infrarotschnittstelle vor, welche direkte Infrarotverbindungen zwischen PC und Kamera gewährleistet. Die Rückseite der Cam wird natürlich von dem 3 Zoll großen Display dominiert, welches mit 230.000 Pixeln auflöst und 100% Bildfläche verspricht. Rechts am Rand findet man dann das Einstellrad für die Fotoeinstellungen (SR-AUTO (Motiverkennung), Automatik, Umgebungslicht , Umgebungslicht & mit Blitz, SP (Motivprogramme), A/S (AE-Zeit- oder Blendenautomatik), M (Manuell), VideoSP: Porträt, Porträt-Optimierung, Landschaft, Sport, Nachtaufnahme, Feuerwerk, Sonnen) sowie ein Jogdial für Makro, Blitz, Papierkorb, Selbstauslöser und Menü sowie Über- und Unterbelichtung. Zudem kann man direkt die Gesichtserkennung hinzuschalten oder die Bildwiedergabe aktivieren.
Die Fotos werden im JPEG-Format abgespeichert, Videos im AVI-Format mit Ton bei 30 Bildern in der Sekunde. Das ist nur Standard und nicht wirklich der Oberhammer. Für das schnelle Kurzvideo reicht es aber aus. Gespeichert wird alles entweder intern (nur 25 MB stehen hier zur Verfügung) oder auf verschiedenen Speicherkarten (xD bis 2GB, ansonsten SD- oder SDHC-Speicherkarten). Der Brennweitenbereich liegt bei 35-105mm. Das ist absolut uninteressant meiner Meinung nach. Man hat keinen Weitwinkel und der Telebereich bei 105mm ist auch nur bedingt brauchbar, je nach Einsatzgebiet. Dann lieber direkt ab 28mm anfangen oder aber das Tele bis etwa 140mm aufbohren - das hätte dann schon eher Hand und Fuß. Dafür kann die F60fd aber einen C-AF bieten (kontinuierlichen Autofokus, also ideal für Mitzieher). Der Schärfebereich liegt bei ca. 50cm im Weitwinkel und 60cm im Telebereich, auch nur Mittelmaß. Bei Makroaufnahmen muss man mindestens 7cm Abstand zum Motiv haben, sonst passiert nichts in Sachen Scharfstellung. Im Telebereich geht es erst ab Blende 5,1 los - viel zu lichtschwach. Im Weitwinkel bei 2,8 - schon eher zu gebrauchen. Die Verschlusszeiten können bis zu 1/2.000s betragen - das ist Standard. Die maximale Belichtung liegt bei 8 Sekunden.
Interessant sind vielleicht die kontinuierlichen Aufnahmen. Hier kann man die Top-3 (max. 2 Bilder pro Sekunde) oder die Top-12 Highspeed (max. 5 Bilder pro Sekunde bei maximal 3 Megapixel) anwählen. Hierfür sollte ein Stativ genutzt werden ;-) Die maximale ISO-Empfindlichkeit geht bis ISO 6.400 (dann aber mit reduzierter Auflösung von 3 Megapixeln). Bei ISO 3.200 wird auf 6 Megapixel reduziert, ansonsten sind ISO 100 bis 1.600 direkt anwählbar. Das Rauschverhalten bis ISO 400 ist gut, ISO 800 bedingt brauchbar (wenn man die Bilder nachbearbeitet und mit Detailverlust leben kann). Ab ISO 1.600 schaut man besser woanders hin.
Die 160 Gramm schwere Cam (ohne Speicherkarte und Batterien) hat die Maße von 92,5 (B) x 59,2 (H) x 22,9 (T) mm. Damit passt sie gut in die Jackentasche, auch noch mit Schutztasche. Preislich liegt die F60fd bei Amazon Anfang Januar 2009 bei rund 165 Euro - das ist okay.
-------------------------------- Zur Bildqualität an sich: Die F60fd ist eine Schönwetterkamera, vor allem dann, wenn man den Telebereich nutzen möchte. Die Anfangslichtstärke von F/5,1 ist schwach - das ist echt schwach. Da brauchts schon den Bildstabi, um das wieder auszugleichen - schade. Ansonsten werden die Bilder aber angenehm scharf, sind von Haus aus aber einen Tick dunkler als zum Beispiel die Panasonic LX3, die ich auch lange Zeit testen durfte. Das Rauschverhalten ist bis ISO 400 gut, aber sichtbar. Bei ISO 800 ist es deutlich sichtbar, aber mittels EBV noch zu beheben, wenn auch mit deutlichem Detailverlust. ISO 1600 und höher sind nicht mehr schön und unnütz.
Serienaufnahmen macht die Cam mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde, allerdings nur in reduzierter Auflösung von 3 Megapixeln pro Sekunde und bei ISO 400. Andernfalls sind nur 2 Bilder pro Sekunde möglich. Das ist langsam und auch uninteressant. Das Ein- und Auschalten geht dafür schnell, aber was bringt einem das, wenn der Rest nicht passt? Die Gesichtserkennung funktionierte tadellos, die Szenenautomatik war manchmal ein wenig überfordert, wenn ich am Wasser (Hafen) unterwegs war - da schwanke es zwischen Landschaft, Sport und Makroaufnahmen. Naja... Lieber selber machen. Es ist schon schön, dass man von selbst in die Blende und Zeit eingreifen kann, eine voll manuelle Bedienung ist aber leider nicht möglich.
-------------------------------- Mein Fazit: Die F60fd ist eine müde Erweiterung der F50fd, welche zu lichtschwach ist und in meinen Augen eine uninteressante Brennweite hat. Für knapp 165 Euro für eine Fuji-Kamera schon okay, aber ich hätte mir mehr "Innovation" gewünscht.
Bilder von Fujifilm FinePix F60fd
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17.01.2009 17:32
Ich stehe auf Sony :) LG Joanna
06.01.2009 20:49
Wieder fundiert und überaus hilfreich. Prima
06.01.2009 19:44
Wie immer: Absolut erschöpfend, kompetent und sachlich alle Infos auf den Punkt gebracht. Bravo!