Erfahrungsbericht über

Fujifilm FinePix S100FS

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Fujifilm FinePix S100FS

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My Shooting Star

5  10.06.2008 (13.06.2008)

Pro:
Bildqualität, schnelle Automatik für Gelegenheiten, creative Möglichkeiten

Kontra:
unschön plazierter, elektron .  Sucher, Farbsäume (CA)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


Moneysafer

Über sich: Leider bin ich zur Zeit beruflich so stark eingebunden das mir kaum Zeit für Ciao bleibt. Ich lese u...

Mitglied seit:17.03.2002

Erfahrungsberichte:22

Vertrauende:7

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Leute,

schön das ihr hergefunden habt um meinen Bericht zu lesen.
Ich hoffe er ist so unterhaltsam, nützlich und interessant wie ihr es erwartet.

Lange hatte ich mit meiner kleinen Nikon-Knippse Geduld, lange habe ich nach einer anderen Digitalkamera gesucht und mich eingehend mit dem Angeboten (05/2008) beschäftigt. Auch die Grundsatzfragen wie "Spiegelreflex oder Bridge ?" über "chromatische Abarationen" bis zu CMOS und CCD´s hab ich mir und anderen gestellt, mich an zig Quellen erkundigt, sowie mir ellenlang fotografisches Know-How reinziehen müssen, ehe ich die Entscheidung wirklich selbst und bewußt treffen konnte.
Tja und nachdem das alles nun schon fast 2 Monate her ist, will ich Euchdas Ergebnis dieses Informationsmarathons nicht vorenthalten bzw. meine "Neue" vorstellen - die Fujifilm Finepix S100FS.

Für alle diejenigen unter Euch, die mit technischen Daten was anfangen können, habe ich hier mal (unter Zuhilfenahme verschiedener Quellen) einige technische Informationen zur Fuji S100FS zusammengestellt. Nicht alle aber doch hoffentlich die wichtigsten.

Wer sich nicht dafür interessiert kann das gerne überspringen und sofort mit "TEIL 2 - die Praxis" weiter unten beginnen. Los gehts:

TEIL 1 - TechnicDaDa

Sensor: 2/3" SuperCCD-Chip mit 11.100.000 Bildpunkten

Auflösung: 3.840 x 2.800 Bildpunkte

Dateiformat: JPEG (.jpg), AVI-Video (.avi), WAV und RAW (Rohdatenformat)

Unterstützte Direkt-Druck-Verfahren: PictBridge

Flash-Speicher intern: 25 MByte

Wechselspeicher- Kompatibilität : SD-Card (SDHC kompatibel), xD-Picture Card

Verbindung zum Computer : USB-Schnittstelle (Version 2.0 Hi-Speed)
Sonstige Anschlüsse:
Anschluss für Netzgerät, Videoausgang,

Stromversorgung :
1 x Lithiumionen-Akku, kameraspezifisch
Typ: NP-140, Netzgerät optional

Optik:
14 Linsen in 10 Gruppen, Brennweite28 bis 400 mm (entsprechend 35-mm-Kleinbildformat), 14,3-fach Zoom, zusätzliches digitales 2-fach Zoom

Filtergewinde:67 mm
Scharfstellung: Autofokus und manueller Fokus
Nahaufnahmen/Makro/Supermakro von 1 cm bis 200 cm (Weitwinkel), 80 cm bis 300 cm (Tele), 2 cm bis 100 cm (Makroaufnahmen), Lichtempfindlichkeit, k. A. (automatisch)

ISO:
Auto /100/200/400/800/1600/3200/ 6400/10000
(die ISO6400 ist tech. bedingt reduziert auf 6 Mio.Pixel, die ISO10000 ist tech. bedingt reduziert auf 3 Mio.Pixel)

Belichtungssteuerung: Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, manuelle Belichtung, Verschluss mechanisch und elektronisch (Kombination)

Belichtungszeiten: 1/4.000 s bis 30 s (manuell), 1/4.000 s bis 1/4 s (automatisch)

Blenden: F2,8 - F11 (Weitwinkel), F5,3 - F11 (Tele)

Sucher: LCD-Monitor und LCD-Farbsucher

LCD-Monitor: 2,5" TFT-LCD-Monitor mit 230.000 Bildpunkten

internes Blitzgerät (klappbar): insgesamt 6 Blitzprogramme

Blitzreichweite: 0,60 m bis 7,20 m (Weitwinkel), 2,50 m bis 3,80 m (Tele)

Selbstauslöser: 2 s oder 10 s (wahlweise)

Videoaufzeichnung: AVI-Format (.avi)

Sammel-DaDa:
Sonstige Belichtungsautomatik + ( Porträt, Landschaft, Sport/Aktion, Nachtaufnahme, Feuerwerk, Sonnenuntergang, Schnee/Strand, Museum, Party, Blumen-Nahaufnahme, Text....etc.); manueller Weißabgleich für für 7 verschiedene Lichtverhältnisse einstellbar (Tageslicht sonnig/bewölkt, Leuchtstofflampenlicht (2), Glühlampenlicht, Individuelle Einstellung); verschiedene Verfahren zur Belichtungsmessung (Matrix resp. Mehrfeld Messung 256 Felder); Belichtungsreihenfunktion ; Serienbildfunktion bis 3 Bilder pro Sekunde, Serienbildfunktion ( nur bei hoher Auflösung), Langzeit1,1 B/s, High Speed 3,3 B/s mit 5 Megapixel, Ultra High Speed 7 B/s mit 3 Megapixel; Tonaufnahme ; Anzeige des Batteriezustandes; Anzeige des verbleibenden Speichers; Anzeige aller Aufnahmen im Bildindex; Anzeige von Datum und Uhrzeit; Speicherung von Datum und Uhrzeit für jede Aufnahme; Albumfunktion zur Verwaltung der Bilder auf dem PC; Optischer Bildstabilisator (Lens-Shift); Filmsimulation (Velvia, Privia); HDR Bracketing (100/200/400%); Gesichtserkennungs AF; Rote Augen Korrektur; Histogrammfunktion; Bildgrößernänderung; Diktiergerätefunktion; Ausrichtungssensor; zusätzliche 3:2 Bildauflösung mit 4.032 x 2.688 Bildpunkten;

Abmessungen: B x H x T 133 mm x 94 mm x 150 mm
Gewicht: ca. 952 g (betriebsbereit)

Lieferumfang serienmäßig:
Kamera S100fs
NP-140 (Li-Ion)-Akku
Gegenlichtblende
Ladegerät
Akkuladegerät BC-140
USB-Anschlusskabel
AV-Kabel
Trageschlaufe
Utility Software FinePix Viewer für Windows XP und für Macintosh System X

optional erhältlich:
Netzgerät
Netzgerät AC-84V
Fernauslöser

Nun zur praktischen Erfahrung

TEIL 2 - die Praxis

Ich besitze die Fuji S100FS jetzt seit 1 1/2 Monaten und kann sie wirklich nur den Leuten empfehlen, die wissen was sie wollen :

Die Fuji S100fs ist eine reine Bridge-Kamera. Das sind Kameras, die das Segment zwischen den Kompaktdigis und den digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) ausfüllen. Eine Bridge-Kamera deckt mit Ihrer Komplettausstattung (festes Objektiv, massig Bildprogramme und Einstellungen in "auto" und "manuell") einen großen Zoom-und Kreativbereich der Fotografie ab und eröffnet, für Interessenten komfortabler aber doch semi-professioneller Fotografie ein weites Betätigungfeld, ohne dabei die Umstände und Kosten einer DSLR zu verursachen.

Wer deshalb allerdings nun von einer Fuji S100fs die gleichen Ergebnisse wie von einer DSLR erwartet, ist mit dem Kauf dieser Kamera schlecht beraten. Da sollte man dann doch lieber gleich die gut 2000-3000 € zusätzlich einkalkulieren, die man für eine (qualitativ hochwertige) digitale Spiegelreflexkamera-Ausrüstung einfach mehr ausgeben muß.

Einzig von der Haptik, dem Gewicht und der Bedienung her ist die Fuji S100fs, mit einer DSLR zu vergleichen. Der Look und das Gefühl beim ausbalancieren des soliden Gehäuses vermittelt Sicherheit. Die Gummielemente am Gehäuse sorgen für den richtigen Grip - das gute Stück liegt immer sicher in der Hand. Das Design halte ich für gelungen - aber das ist Geschmacksache. Doch Schluß mit den Äußerlichkeiten:

Der Sensor der Fuji S100fs ist etwas größer als in den bisherigen Bridge Modellen (z.B. Lumix FZ50). 2/3 Zoll für sind eine gute Sache, zumal die Bilddaten noch mit einem separaten (ebenfalls komplett neuen) Bildprozessor gerechnet werden. Auch wenn das im Endeffekt für 11 Megapixel reicht ...9 oder 10 hätten es auch getan (meine Meinung). Qualitativ sind Ausdrucke bis A2 möglich bzw. auch mal Detailvergrößerungen kein Problem. Die Bildqualität ist für meine Begriffe sehr gut, auf den Autofokus ist jederzeit Verlass, auch wenn das "zielen" durch den Sucher gerade für Brillenträger manchmal zum Kunststück gerät. Der Sucher ist leider etwas unglücklich (zu tief) angebracht, so das Brillenträger immer ein wenig länger brauchen um was zu sehen. Da hilft auch ein nettes Detail wie ein Dioptrieausgleich am Sucher nicht weiter. Aber man kann dieses Problem mit einiger Übung in den Griff kriegen.

Das berührt übrigens auch schon einen der wenigen Punkte, an denen die Fuji meine Erwartungen nicht erfüllt. Das Sucherbild ! Es ist elektronisch, d.h. eine Art kleiner Monitor im Sucher zeigt das Motiv, was hier komplett nicht hätte sein müssen und der Kamera für die unterdurchschnittliche Darstellungsqualität (nur im Sucher !) Punktabzug einbringt. Der elektronische Sucher kann bei aller heute möglichen Miniaturisierung offensichtlich nicht schon so genau sein, dass er das Motiv scharf abbildet. Hier wäre ein optischer Sucher schön gewesen und hätte das Gerät "sichtlich" (sic) aufgewertet. Sogar Einsteiger- DSLR´s sind da einfach besser. So aber muß es das große 2,5 inch Display rausreißen, was durchaus ein Trost sein kann weil es wirklich sehr scharf abbildet. Bei "Sonne drauf" siehts dann schon wieder duster aus. Da hätte ich insgesamt mehr erwartet.

Immerhin entschädigt das Fujinon-Objektiv mit sicherer "Action", wenn mal schnelle scharfe Bilder gefragt sind. 14 Linsen in 10 Gruppen bilden ein gut abgestimmtes Objektiv. Da die Fuji S100FS eine Bridge-Kamera ist, kann man es nicht austauschen wie bei einer DSLR - dafür lässt sich das 28´er Weitwinkel bis zum 400´er Tele "stretchen". An einer DSLR wechselt man für diese Brennweiten mindestens einmal das Objektiv. Mal davon abgesehen, wieviel Schmutz bei so einem ständigen hin-und her in den DSLR-Body eindringt, hat man auch noch das Geschleppe - die teure Optik wiegt ganz hübsch.

Die immer mal wieder erwähnten "chromatischen Abbarationen" -zu deutsch : "Farbsäume an kontrastreichen Motiven", kann man ernst nehmen, muß man aber nicht. Zumal die sich mit verschiedener Software auch entfernen lassen. Es kommt jedoch stark auf das Motiv und die gewählten Einstellungen an, wie sehr sich der Rausch-Effekt zeigt. Dabei wird erfahreneren Fotografen aber auch das stark verbesserte Rauschverhalten der S100FS auffallen. Dennoch - ganz ausmerzen ließ sich der ungeliebte Rausch-Effekt auch in diesem Modell nicht....leider.

14 Motivprogramme, creative Motiveinstellungen (Provia, Velvia, Nacht, Blumen, Landschaft...siehe Sammel-DaDa) und veränderliche Dynamikbereiche, der manuelle Zoom und der DSLR-like Scharfstellring am Objektiv, seien hier stellvertretend für all die nützlichen und komfortablen Features genannt mit denen die Fuji S100FS aufwartet. Der metallene Programmknauf (auch das ursprünglich eine Anleihe von den SLR´s) ermöglicht alles zwischen "Vollautomatik" und "komplett-selber-einstellen". Die mit dem teilbeweglichen Display möglichen Displayschwenks sind nützlich und die zwei (!) integrierten Bildstabilisatoren bei dem oben genannten Zoombereich unerläßlich. Alles in allem ist die Fuji S100fs ein sehr gutes Werkzeug für den creativ ambitionierten Semi-Profi sowie den wirklich auf Komfort bedachten Hobbyfotografen.

Die Fuji S100fs mit einer DSLR zu vergleichen ist genauso sinnlos wie eine kompakte Flachdigiknippse mit einer Bridge-Kamera. Wer den finanziellen Aufwand von ca.200 € über einer sehr edlen Kompaktknippse (z.B. Canon PowerShot G9 oder Sony Cybershot DSC W300) und ca. 400 € unter einer Einsteiger-DSLR (Sony A-200, Nikon D60) nicht scheut, bzw. ca. 2000- 3000 € unter einer Profi-DSLR (Canon EOS-1Ds Mark III , Nikon D300 etc.) gute bis sehr gute Fotos in so gut wie allen Situationen und für die meisten Bedürfnisse ausreichend machen will - der kann sich die Fuji S100fs beruhigt zulegen. Im Bridge-Segment gibt es derzeit für Geld nichts besseres zu kaufen.

Noch ein paar Worte zum Zubehör:
Die Fuji S100fs bringt alles mit um sofort loszulegen incl.diverser Kabel, (USB,TV, Picture-Bridge-Kabel für direkten Druck) Ladegerät, Akku (Li-Io) und Gegenlichtblende. Zugekauft habe ich mir noch einen Polfilter (weniger um Pole zu filtern als um die Optik zu schützen), einen zweiten Akku (45 €), eine Tasche (lowpro 60 €)und zwei 2GB-SD Karten (je 20 €) von Panasonic mit sagenhaften 20 MB Datendurchsatz. Die Akkulaufzeit hängt von der Nutzung ab. Eine Ladung kann aber schon mal 1-2 Tage extreme Touri-Session in einer Stadt voller Sehenswürdigkeiten ab. Ein Ladevorgang des mitgelieferten Akkus mit dem mitgelieferten Ladegerät dauert gerne so anderthalb Stunden.

Die mitgelieferte Software "Fine-Pix-Viewer" ist für Organisation der Archive, Anfänger und den classischen Schnellbearbeiter ausreichend. Leute mit mehr Sinn fürs Detail, Fotocleaning und Veränderungen mit Anspruch bis hin zum künstlerischen Genre, gehen eh` lieber "photoshoppen".

So - ich persönlich bin mit der Kamera (hat man sicher rausgehört) sehr zufrieden und jetzt, am Ende dieses Erfahrungsberichtes, wisst ihr auch warum das so ist.

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LG Moneysafer
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
puffy69

puffy69

24.12.2008 21:15

Toller Bericht, leider kostet die Canon EOS-1Ds Mark III nicht 2000euro, wäre auch zu schön. Sie ist kaum unter 7 000€ (!!!) zu bekommen.

gpunkt167

gpunkt167

17.07.2008 02:03

Vielseitiger unterhaltsam geschriebener Bericht mit sehr viel Nährwert. Gefällt mir sehr gut.....großes Lob!

Wolfi1973

Wolfi1973

10.06.2008 20:08

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