Erfahrungsbericht über

Fujifilm FinePix S7000

Gesamtbewertung (6): Gesamtbewertung Fujifilm FinePix S7000

 

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etwas besseres gibt es zur Zeit nicht

5 20. Dez 2003

Pro:
Leistung

Kontra:
Hoher Preis  -  Kein Speicher mitgeliefert

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Verarbeitung:

Ausstattung:

Bildqualität:

Akkulaufzeit:

Zuverlässigkeit:

Bedienung:

mehr


objektiv

Über sich: ???

Mitglied seit:15.01.2000

Erfahrungsberichte:166

Vertrauende:15

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 60 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nun ist sie endlich auf dem Markt die S7000. Seit Jahresmitte angekündigt, wurde der Verkauf immer wieder verschoben. Gründe wurden nicht angegeben. Im Ausland war sie schon früher erhältlich. Getestet von sog. Foto-Gurus kam die Kamera nicht berauschend weg. Laut deren Aussage nicht genug Schärfe. Farbverschiebung bei extremer Helligkeit. Ebenso Kanten.

Die Originalbilder die damit geschossen wurden habe ich mir angesehen und muß sagen, das es stimmt. Jedoch bei sehr extremen Bedingungen(Strahlende Sonne – Weißes Gebäude. Dort wo Schatten gab es Farbverschiebungen), bei der wohl jede Kamera ihre Probleme hat. Zudem wurde einfach mit Standardeinstellungen aufgenommen. Mit Gegenlichtkorrektur wäre das Bild besser geworden. Die zu sehenden Kanten sind klar. Man muß nur extrem am Bildschirm vergrößern.

Eventuell haben die Jungs (und Mädels) von Fuji den Liefertermin verschoben um dieses Problem zu beseitigen…denn die ersten Bilder sind sehr gut gelungen und mehr als zufrieden stellend.

Um meine Meinung einschätzen zu können sei gesagt, das ich als erstes eine Macavia von Sony mit 640x480 hatte. Vergessen wir aber diese. Danach kam die QV 3500 von Casio mit 3,3 Megapixel und als letzte die QV 5700 ebenso von Casio. (5 Megapixel, 3 fach optisch Zoom) Gemachte Fotos. Ca. 4000. Ich nenne nachfolgend meinen persönlichen Eindruck Dazu ein paar Fakten, die mir persönlich als Kaufkriterium für den Leserwichtig zu sein scheinen. Datenblätter findet man jedoch im Internet. Dort wird weit mehr beschrieben.

Warum eine neue, wenn die Casio ganz gut war? Mehr Pixel (zweitrangig), Mehr Zoom (optisch), Bessere Videofunktion (mit Ton, 640x480 Auflösung – Endlos-Aufnahme), Schneller Betriebsbereit, Schnellere Auslösung.

Mein erster Eindruck:
Die Kamera liegt ähnlich einer herkömmlichen Kamera sehr gut in der Hand. Akkus werden mitgeliefert und sind einfach einzusetzen. Die Speicherkarte mit 16 MB landete im „Müll“. Das kann man vergessen. Eine Frechheit aber gängige Praxis so einen Minispeicher mitzuliefern. Dann lieber gar keinen. Ich selbst habe meinen Microdrive mit 1 GB eingelegt. Damit lassen sich bei der Einstellung auf 6,3 Megapixel rund 400 Fotos machen, bei 12 Megapixel 125.
Mit 600 Gramm wirkt sie dazu noch sehr leicht. Alle Bedienelemente sind gut und intuitiv zu bedienen. Nach dem Einschalten ist die Kamera nach zwei Sekunden startbereit. Die Scharfstellung klappt sehr zügig, die Kamera löst erst nach Scharfstellung aus. Die Speicherung der Bilder auf dem langsamen Mircrodrive ist sehr zügig.

Das Ziel wird über einen angemessenen LCD Bildschirm gezeigt oder über einen Sucher. Wer schon eine Digi im Sommer verwendet hat, weiß, was man auf einem LCD-Schirm im Sommer sieht. Nichts! Hierzu ist der Sucher optimal, der hier den jeweiligen aktiven Auschnitt zeigt.

Die Zoomfähigkeit und Geschwindigkeit ist ok, doch wie üblich, kommt irgendwann der digitale Zoom, der nahtlos eintritt. Hier wäre irgendeine auffällige Kennzeichnung angenehm (die Casio stoppt bei Erreichen des max. optischen Zoom. Nochmaliges drücken der Zoom-Taste ist nötig). Bei vollem Zoom ist es schwierig die Kamera still zu halten. Da Sie jedoch die Schärfe nachstellt bevor Sie auslöst, muß man nur ein wenig üben. Im Nahbereich kann man gestochen scharf aufnehmen. Erstes Ziel war eine Batterie (zum Start habe ich normale Batterien verwendet, die bei dieser Gelegenheit als untauglich erwähnt werden müssen, da diese nach zehn Fotos platt waren.) Aus ca. 1 cm Entfernung habe ich die Batterie aufgenommen. Sagenhaft!
An der Stelle zu den Pixeln. 6,3 oder 12 Megapixel interpoliert. Normal ist eine Interpolation von Bildern Schrott. Hat man einen weißen Punkt und einen schwarzen Punkt (also 2 Pixel), dann sind diese klar definiert und scharf. Interpoliere ich das ganze und mache rechnerisch 3 pixel draus, so ist der zusätzliche Bildpunkt rechnerisch gesehen grau. Damit habe ich zwar mehr Bildpunkte, aber insgesamt nicht mehr scharf (Ich bitte um Hinweise falls sich jemand an dem Versuch eine einfache Erklärung für Interpolation zu geben stören sollte) Laut Messergebnissen und Werbeaussagen ist bei dieser Kamera eine Bildverbesserung durch Interpolation von 20% vorhanden gegenüber den 6,3 Megapixeln. Ich nehme an das dies an der neuen Sensorchipgeneration liegt. Hier werden zwei Chips leicht versetzt hintereinander geschaltet. Also würde dies Sinn machen, auch mal auf 12 Megapixel zu knipsen, wenn man Riesenfotos machen möchte. (Für normale Fotoausdrucke reichen immer noch 3 Megapixel)

Ein netter Faktor ist auch die Möglichkeit die ISO Zahl einzustellen. Je nach Lichtverhältnissen zu empfehlen. Die Bilder werden jedoch nicht mit 6,3 sondern mit 3 Megapixel gespeichert. Dies gilt auch für Daueraufnahmen (3 Bilder pro Sekunde, Max 40). Gerade bei schnellen Motiven eine gute Möglichkeit Serienaufnahmen zu machen. Ein Gag dabei, der durchaus sinnvoll ist, ist das man bei entsprechender Einstellung die letzten fünf Bilder einer Serienaufnahme speichern kann. Das Ende bestimmt man, indem man den Finger vom Auslöser nimmt. Hierbei werden 2 Bilder pro Sekunde geschossen.

6 Verschiedene Einstellungen (Programm, Zeit, Blenden-Automatik, Manuell) decken neben der Motivgestaltung (Landschaft, Sport, Porträt, Nachtaufnahme) alle Alltagsfälle ab. Aufnahmen von 1/10000 S bis 15 Sekunden sind möglich.

Netter Gag: Doppelbelichtung eines Bildes ist möglich.

Weißabgleich, Belichtungsausgleich, Histogramm Sind für Fortgeschrittene vorhanden, auch die Auswahl des Speicherformates in CCD-RAW, Jpg, Tiff sind ebenso möglich.

Zum Ausdrucken kann die Kamera aufgrund der neuesten Software Ihre Bilder gleich an einen Drucker liefern.

Die Bilder mit Blitz sind ordentlich. Für normale Aufnahmen in einem Partyraum reicht der Blitz (incl Rote-Augen Vorblitz) aus. Wem das nicht reicht, kann an den Foto auch noch einen externen Blitz klemmen.

Filme gehen auch. Solange bis der Speicher voll ist. In einer sehr guten Auflösung (640 x 480 bei 30 Frams/s) ist jedoch der Speicher sehr sehr schnell voll. Wie schnell sagt kein Prospekt. Mit Taschenrechner bin ich auf 15 Minuten gekommen bei meinem 1GB Microdrive. Die Qualität ist sehr gut, der Ton könnte besser sein, er erscheint mir etwas zu dumpf.

Ihre Bilder speichern Sie ja nun auf der Kamera. Per USB 2.0 geht eine Übertragung sehr flott, mit USB 1.0 natürlich auch, doch langsamer. Die mitgelieferte Software ist ganz nett, aber über USB und Windows XP ist keine Software zum Bilder runterladen notwendig


Die Akkus sollen für 200 Aufnahmen reichen, bei Blitzaufnahmen für knapp hundert. Glauben Sie mir, kaufen Sie sich noch mindestens einen Satz Hochleistungsakkus. Wenn Sie einen Microdrive verwenden noch einen weiteren Satz.


Mein Fazit: Es ist eine Kamera mit einer sehr hohen Auflösung, die Profi und Knipser überzeugt. Für den Knipser kann alles automatisch erfolgen, der Profi kann vieles selbst noch einstellen. Die Kamera ist einfach zu bedienen und genügt für Schnappschüsse und Nahaufnahmen den meisten Anwendern. Wer immer Foto und Video mitschleppt ist gut bedient, denn wie gesagt sind auch die Videos nicht schlecht. Der Preis ist recht happig mit knapp 900 Euro. Dann noch mal einen 1GB Microdrive Speicher für 150 Euro, das ist dann noch teurer. Lohnt sich das, wenn ich Kameras für 100, 200 oder 300 Euro bekomme?

Nun, ich meine schon. Zwar reichen 3 Megapixel für Fotoausdrucke, doch wenn ich schnelle Motive aufnehme und nur einen Bildausschnitt gebrauchen kann, ist es gut viele Pixel zu haben. Nur dann kann ich einen Bildausschnitt speichern, der dann immer noch eine gute Qualität hat. Als zweiten Punkt erwähne ich den Microdrive. 1GB Speicherplatz für 150 Euro. Damit kann ich einen Urlaub verbringen, oder eine Feier aufnehmen. Das ist ein gutes Preis/Leistungsverhältnis. Andere Speicher sind im Verhältnis viel teurer. Und nicht in jede passt der Microdrive. Als drittes kann ich nur sagen, das hier alle möglichen Variationen von Programmautomatik bis zum Manuellen Knipsen möglich sind. Kann auch nicht jeder andere Foto. Als viertes: Der Profi kann ein externes Blitzgerät anschließen . Ebenso gibt es Objektivvorsätze. Punkt fünf sind Standardbatterien bzw. Akkus. Viele andere Hersteller haben Spezialakkus. Diese sind viel teurer und oftmals nur in der Kamera aufladbar. Als Punkt fünf betrachte ich die Videofunktion. Endlos und mit Ton. Das hat fast keine Kamera. (Wer viele Videoaufnahmen machen will und unterwegs speichern will, kann z.b. bei pearl eine Art Speicherausleser mit Übertragung auf Festplatte für 70€ zzgl. Preis für Festplatte {20 GB – 2,5 Zoll Platte ca. 80 €} bestellen.

Ich empfehle den Kauf also, wer sich eine Digi zulegen will und gute Fotos machen möchte, die er auch mal herzeigen kann. Lieber jetzt viel Geld hinlegen, als Kompromisse zu suchen in einer günstigeren Kamera, die man nach einem Jahr durch eine bessere ersetzt.
 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
cocacolakiller

cocacolakiller

06.01.2005 15:20

Nach dem Bericht habe ich mir diese Cam zugelegt !

AlexSNC

AlexSNC

08.07.2004 22:59

Super Bericht hat mir die Entscheidung erleichtert!

vieto

vieto

03.06.2004 11:25

Sehr gut und ausführlich beschrieben. Schreiber hat anscheinend Sachkenntnis. Entspringt nicht der Begeisterung des Augenblicks sondern reiflicher Ueberlegung und Ausprobierens.Wünsche mir mehr solche Berichte.

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