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Erfahrungsbericht von scorrf über Fujitsu Esprimo Mobile V6535 25.01.2010
Produktbewertung des Autors:
Verarbeitung
ausgezeichnet
Akkulaufzeit
ok
Kontraste
ausgezeichnet
Festplatten-Kapazität
ausreichend
Bedienung/Ergonomie
gut
Software-Ausstattung
sehr schlecht
Pro:
Ausstattung, Preis
Kontra:
Da will mir nix einfallen
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ein Gerät zum Arbeiten, Surfen, Mailen, Musik hören, Video schauen sollte es sein, das man auch mal den Kindern und sonstigen Computer-Laien in die Hand drücken kann. Auf der Suche stiess ich zufällig auf den Esprimo und wollte eigentlich schon nicht mehr weiterlesen, denn was soll man für 279€ schon bekommen? Ich las weiter und hab das Ding kurzentschlossen gleich bei Amazon bestellt. Anstatt nach 5 Tagen wie angegeben war's schon am nächsten Tag da.
Lieferumfang
Sehr überschaubar. Notebook, Netzteil, Netzkabel, Treiber-/Handbuch-CD und der übliche überflüssige Zettelkram (Batterierentsorgung, Garantiebedingungen in Usbekistan, usw...) und das war's auch schon.
Verpackung
2 Schaumstoffpolster zur Fixierung des Geräts im Karton, Plastiktüte fürs Netzteil, das war's. Kein überflüssiger Müll.
Verarbeitung
Das Notebook hebt sich erfrischend von der fingerabdruckanziehenden Klavierlackoptik der Mehrheit der heute angebotenen Geräte ab. Stabile Verarbeitung und die matte Oberfläche machen einen guten Eindruck.
Schnittstellen: 4x USB 4.0, 1x FireWire, 1x ExpressCard Slot, 1x VGA, 1x Line in, 1x Line out, 1x RJ-45 Ethernet, 1x DC-in (Netzteil)
Card Reader: 4-in-1, SD/MS /MS Pro/MMC
Eingabe: 85-Tasten Tastatur, Touchpad mit 2 Maustasten
Akku: LiIon 4400 mAh
Netzteil: 90W
Gewicht: 2,75kg
Inbetriebnahme
Nach dem Einschalten gibt's ausser den BIOS-Meldungen nichts zu sehen, denn ein Betriebssystem wird nicht mitgeliefert
Installation
Aufgrund des doch recht schwachbrüstigen Prozessors schied Vista schon mal von vornherein aus. Ein altes unbenutzes XP musste noch irgendwo rumliegen, aber die Tochter liest gern beim hören von Internetradio oder MP3 die Songtexte mit und da die Benutzerfreundlichkeit des kürzlich erschienenen Ubuntu 9.10 schon sprichwörtlich ist, wurde das ISO-Image kurzerhand gezogen und auf CD gebrannt.Die Ubuntu-CD also ins Laufwerk und gebootet. Nach wenigen Minuten war die Installation erledigt und es konnte losgehen. Ubuntu bringt alles mit, was man als Durchschnittsanwender braucht und wenn die Wünsche mal etwas ausgefallener werden lassen sie sich normalerweise mit einigen wenigen Mausklicks erfüllen.
Betrieb
Was soll ich sagen? Es funktioniert praktisch alles auf Anhieb. Zum Abspielen von verschlüsselten DVDs (so ziemlich alle gekauften Film-DVDs sind CSS-verschlüsselt) muss noch ein Paket nachinstalliert werden, das aus lizenzrechtlichen Gründen bei den Linux-Distributionen nicht enthalten ist, aber auch die Installation ist nur eine Sache von wenigen Mausklicks. Leider liessen sich trotzdem noch keine gekauften DVDs abspielen, was daran lag, dass das Laufwerk keinen Region-Code gesetzt hatte. Der war mit einem Programmaufruf schnell gesetzt und das war dann auch schon das letzte Hindernis.
Ergonomie
Das Arbeiten gestaltet sich für ein Notebook angenehm, die Tastatur ist gut bedienbar. Das Touchpad ist zwar optisch sehr schön integriert, was aber häufig dazu führt, dass man mit dem Finger schon neben dem Touchpad ist, ohne es gemerkt zu haben. Hier wäre eine deutliche Abgrenzung wünschenswert. Das in dieser (und vielen höheren) Preisklasse(n) leider schon lange nicht mehr selbstverständliche matte Display ermöglicht ein Arbeiten ohne Spiegelungen.
Besonderheiten
Das bereits erwähnte matte Display ist nicht die einzige Besonderheit, die ich in dieser Preisklasse eigentlich nicht erwartet hätte. Hinzu kommen die Firewire-Schnittstelle (IEEE 1394), die bei Notebooks nicht selbstverständlich, aber doch recht praktisch ist, wenn man z.B. mal ne ältere Sony-Videokamera anschliessen möchte. Ausserdem ist die schnelle Gigabit-Ethernet Schnittstelle hervorzuheben.
Fazit
Ein rundum gelungenes, voll ausgestattetes Notebook, das mit Linux sogar in Geschwindigkeitsbereiche vorstösst, für die man mit Vista ein deutlich kräftiger motorisiertes Gerät anschaffen müsste. Für Gamer oder grafik-/rechenintensive Anwendungen natürlich zu schwachbrüstig, aber für den eingangs beschriebenen Anwendungsbereich völlig ausreichend und das zu einem Preis, zu dem man ansonsten höchstens ein Gebrauchtgerät oder Netbook kriegt.
Nachtrag: Hab komplett vergessen, den Lüfter zu erwähnen. Muss daran liegen, dass er praktisch nicht in Erscheinung tritt. Mit anderen Worten: Angenehm leise!
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