Das AMILO Xi 2428 ist kompakt, leicht und extrem leistungsstark durch neueste Intel Centrino Prozessortechnologie. Die umfangreiche Ausstattung bietet vielfältige Möglichkeiten... mehr
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Nun war auch ich dieses Jahr den Rufen der Morlocks gefolgt - den verlockenden Rabattschlachten der großen ZWEI folgend war ich, hirnlos wie ein Zombie, in eine dieser riesigen Multimedia-Höhlen gewandelt. Neunzehn-Prozent! Diese Worte schwirrten mir unablässig im Kopfe herum ... danach ... Blackout ... Erwachen ... Zuhause auf dem Boden vor dem Schreibtisch liegend, ein kleines, gänzlich unscheinbares Kistchen in den Händen haltend mit der Aufschrift:
"Fujitsu Siemens" - ein kleines Logo wies auf den genaueren Inhalt hin: "Amilo Xi 2428 - T7700"
Die Quittung dafür fand sich zusammen mit dem Schlüsselbund und anderen Utensilien verstreut in der Diele: 1052.19€.
Brummschädel - Fetzen der Erinnerung kehrten zurück... vermutlich hatte mich der Morlock-Verkäufer zugequatscht ... ein Notebook, *Hammer*, ich hatte offensichtlich ein Notebook gekauft, nun ja - gar kein so schlechter Kurs für ein Gerät mit diesen Leistungsdaten:
Hardware: - Intel Core™2 Duo Prozessor T7700, 2x2.4GHz - nVIDIA GeForce 8600M GS mit 256 MB DDR2 (+767MB Turbo Cache) - 15,4-Zoll TFT, native Auflösung 1280x800, BrilliantView Technologie - 2GB 667MHz DDR2 RAM, 1GB Intel Turbo Memory - Western Digital Festplatte mit 250GB - Bluetooth 2.0 - 1.3 MegaPixel Webcam integriert im Display Rahmen - Integrierte Fernbedienung in einer kleinen Schublade am Gehäuse - 2 integrierte Lautsprecher - integriertes Intel WLAN Wifi Link - integriertes Motorola 56K Fax-Modem :-) - integrierter GigaBit Netzwerk-Chip Realtek RTL8168B - DVD+- RW DL Laufwerk - 3 USB Slots - 2 Lautsprecher im Gehäuseboden - MM Slot - HDMI-Anschluß - gepolsterte Tragetasche - Netzteil - Gewicht ca. 3 Kg
Vorinstallierte Software: - Windows Vista Home Premium - Windows Works - Windows Mediaplayer - Windows Media Center - Windows Movie Maker - Windows Kalender - Windows DVD-Maker - Microsoft Office 2007 Trial (60 Tage) - Adobe Reader 8 - CyberLink Power DV - Nero 7 Essentials - Norton Internet Security Trial (60 Tage)
Okay, sei's drum, dachte ich; mein altes Notebook, ein Medion MD2600 war mit seinen 3.5 Jahren, 2.6GHz Intel CPU, 512MB und 40er Platte schon ziemlich in die Jahre gekommen, aber robust war es dennoch.
Also gleich ausgepackt die Kiste und dran ans Netz ... eingeschaltet ... der FSC Bootscreen kam prompt - "Micromoneys" Vista bootete rasch mit bunten Bildchen. Das nenne ich echtes Plug-and-Play. Vista an sich ist dennoch sehr gewöhnungsbedürftig im Vergleich zu Windows XP, aber das ist eine andere Geschichte...
Das neue Notebook selbst macht keinen so robusten Eindruck wie das alte. Das Display wippt leicht nach, wenn man es anstupst, aber warum sollte man das hübsche Display auch anstupsen? Bein Anheben des Gehäuses gibt das Notebook knarzende Geräusche von sich - nun, die Zeit wird erweisen, wie lange es halten wird, ob es 3 oder 4 Jahre harten Einsatz standhalten kann...
Die Softwareausstattung ist recht mager, denn wenn man die beiden großen Trial Versionen deinstalliert, bleibt nicht mehr viel übrig auf der großen Platte, nur echt das notwendigste. Was mir an dieser Stelle negativ aufgefallen ist, ist daß dem Paket keinerlei Recovery DVD beilag - diese kann man bei FSC nur für bares erwerben. Es gibt aber einen reservierten Bereich auf der Festplatte, der die Recovery-Software bereithält.
Das Touchpad ist recht griffig, doch weiß ich nicht wie lange die leicht angeraute Oberfläche ihre Struktur beibehalten würde, wenn ich ständig mit meinen Fingern darauf rumrutsche. Egal, ich greife lieber auf meine kleine USB-Notebook Maus zurück. Die Tastatur ist erfreulich gut, nicht so schwabbelig, die Tasten haben einen ordentlichen Druckpunkt. Zu bemängeln ist leider immer die Größe der Tasten, ein allgemeines Problem bei Notebooks in Verbindung mit meinen Wurstfingern.
Die Akkulaufzeit könnte länger sein. 90-120 Min. im intensiven Betrieb sind nicht gerade rekordverdächtig.
Positiv auch die Geschwindigkeit im normalen Internet-, Office-, oder Development-Betrieb. Die beiden 2.4GHz Kerne bieten ausreichend Leistungsreserven, wobei die Lüfter sehr leise zu Gange gehen.
Das Thema Spiele ist ein etwas diffiziles bei Notebooks. Standard für Grafikkartentests ist der 3DMark06, der gute Richtwerte für die Spieleleistung liefern kann. Beim Xi 2428 mit seiner nVidia 8600M GS jedoch war das Feststellen der 3DMark-Leistung jedoch nicht ganz einfach: Bei 2 Versuchen heizte die Kiste dermaßen am Boden auf, daß die Grafikkartentests mit einer Fehlermeldung abbrachen. Erst zusätzliche Kühlung durch Anheben des Notebooks ließ den Test sauber durchlaufen. Ergebnis: 2985 3DMarks, ein durchschnittlicher Wert.
Im echten Spielebetrieb gab es diese Probleme jedoch nicht: - Hellgate London spielt sich mit mittlerer Einstellung unter DX9 flüssig, mit DX 10 aber eher schleppend. - Crysis ist auf dem Notebook nicht zu empfehlen - einigermaßen höchstens mit explizit ausgeschaltetem DX10. - Tabula Rasa, ein MMROPG, ist sehr gut spielbar, wenn man die dynamischen Schatten abschaltet. Alle drei getestet natürlich in der nativen Auflösung mit 1280x800 Pixeln. Der Spielebetrieb ist also ausreichend schnell, für aktuelle Blockbuster jedoch weniger geeignet. Aber für mich reicht das, das Notebook soll ja ein "Workbook" sein, kein Spiele-PC.
Das pixelfehlerfreie Display ist von seiner Helligkeit sehr gut, allerdings ist es sehr stark blickwinkelabhängig. Wenn man allerdings, wie bei einem Notebook üblich, direkt vor dem Display sitzt, steht, oder liegt, oder was auch immer macht, ist die Ausleuchtung vollkommen ausreichend.
Der Versuch mit dem eingebauten DVD Laufwerk eine Recovery-Sicherheits-DVD zu brennen war keine so einfache Prozedur, nahm das Laufwerk scheinbar nicht alle DVD+RW an. Erst der 3. Brennversuch mit einem Verbatim DVD-RW Rohling brachte ein erfolgreiches Ergebnis. Ich will nicht hoffen, daß das DVD-Laufwerk defekt ist. Vielleicht liegt es an den Rohlingen oder das Ding ist generell Müll. Laut Herstellersignatur handelt es sich um ein HL-DT-ST DVD RAM (wasauchimmerdasist), wahrscheinlich irgend so ein Spar-mich-tot-bin-jetzt-voll-global-China-Müll. Zumindest macht der Einschub auch einen ziemlich klapprigen Eindruck.
Der Einbau einer Speichererweiterung folgte in den nächsten Tagen: Auch wenn es dank Microsoft Vista 32-Bit nicht viel bringen wird, rüstete ich das Notebook auf 4GB auf. Ich verwendete hierbei zwei passende Corsair ValueSelect 667MHz DDR2 Riegel. Das BIOS erkannte die 4GB problemlos, Vista jedoch, mit seiner 32-bittigen Variante, vernahm lediglich 3070MB. Ein Update auf das noch im Beta-Stadium befindliche Service Pack 1 für Vista, brachte das "Bill Gates OS" zumindestens dazu, die 4GB anzuerkennen. Genutzt können jedoch maximal 3GB. Erst Windows Vista 64-Bit würde die ganzen 4GB nutzen. Der Einbau der Speichererweiterung erwies sich als recht tricky: Das eine Speichermodul befindet sich unter einer großen Klappe am Gehäuseboden, was noch recht einfach durch Lösen einiger Schräubchen zu erreichen ist. Das zweite Speichermodul jedoch befindet sich unter einer Klappe unter der Tastatur, wobei das Lösen die Klipse für die Tastatur ohne das Gehäuse zu beschädigen erheblich kniffliger ist. Interessant auf jeden Fall ist, daß sowohl CPU als auch Grafikkarte modular eingebaut sind, d.h. sie lassen sich wechseln, was ein Upgrade in der Zukunft erleichtern würde. Das aktuelle BIOS 1.09c unterstützt schon die neuen Intel Penryn Kerne, was darauf schließen läßt, daß man das Notebook auch mit einer T9600 CPU bestücken könnte. Ebenso die Grafikkarte - eine schnellere nVidia 8800M GT in dem passenden MXM Slot würde das Notebook zu einem wahren Spielerenner machen, sofern das Gehäuse und die an der Grafikkarte und CPU angebrachten Heatpipes die entstehende Hitze ableiten können.
Abschließend muß ich sagen, daß es diesmal nicht so hirnlos war den Lockrufen der Morlocks und seiner Helfer zu folgen.
Zuerst wollte ich dem Notebook nur 3 Sterne verpassen, wegen den vielen kleinen Mängel, doch das wäre subjektiv. Insgesamt ist es ein solides Hardwarebundle mit ausreichend Desktop-Power und hübschem Pseudo-Business-Finish zu einem guten Preis - wobei zu bemerken ist, daß es sich hier um ein Angebot handelte, und ich den normalen Preis für 1299€ als zu hoch erachte.
Den fehlenden Stern zu den vollen fünf muß ich dem Notebook wegen der beiden angesprochenen gravierenden Mängel jedoch absprechen.
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich