stiller Datenschlucker
01.03.2008
Pro:
leise, günstig, 500 GB Platz, stromsparend, einfache Installation
Kontra:
kein USB, keine Gummifüße ( - > Vibrationen), langsames WebFrontEnd
Empfehlenswert:
Ja
 1nf0rmat1ker
Über sich:
Mitglied seit:21.11.2005
Erfahrungsberichte:5
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 34 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
- Einleitung- Mittlerweile haben sich bei mir selbst schon drei Computer angesammelt, meine Schwester hat einen und meine Eltern auch. Da dachte ich mir, es wäre an der Zeit in eine leistungsfähigere Backup-Lösung zu investieren. Schließlich schreibe ich gerade an meiner Studien- und meiner Seminararbeit, da wäre es schlecht, wenn eine meiner Festplatten seinen Geist aufgibt. Als ein Elektromarkt mit dem Namen eines Planeten dann dieses NAS (Network Attached Storage) - also eine Festplatte die eigenständig im Netzwerk angeschlossen ist - für 120 EUR im Angebot hatte, habe ich sofort zugegriffen.
- äußere Erscheinung - Was mir beim nach Hause tragen auf gefallen ist, ist das nicht zu verachtende Gewicht des Geräts. Nach dem Auspacken hat sich dieser Eindruck bei mir bestätigt: massives Aluminiumgehäuse von 2kg! Die äußere Verarbeitung ist solide und wirkt hochwertig. Auf der Frontblende sind 3 LEDs die anzeigen dass das Gerät eingeschaltet ist, sich im Netzwerk befindet und Festplatten-Aktivität vorhanden ist. Daneben gibt es noch einen Ein- und Ausschalter. Auf der Rückseite befindet sich nur ein Netzwerkanschluss und der Netzteilanschluss. - erstes Fazit - Aufgrund des Gewichts und des Fehlens eines USB-Anschlusses würde ich die Platte nur als stationäre Backup-Platte empfehlen und eher nicht als transportable.
- Inbetriebnahme, Teil 1 - Was mir nach dem Anschließen auf gefallen ist, ist dass trotz des Aluminum-Gehäuses ein Lüfter angesprungen ist und dass das Gerät aufgund fehlender Gummi-Füße Vibrationen abgibt (letzteres kann man aber mit selbigen lösen). Nach dem Anbringen der Gummi-Füße ist die Platte sehr ruhig. Nach einem Einstellbaren Zeitraum schaltet die Platte in den Schlafmodus und ist dann vollkommen geräuschlos. - zweites Fazit - Zwei Vorteile der Platte werden also schon offenbar, bevor ich sie erst in Betrieb genommen habe: Sie ist viel leiser als ein improvisierter File-Server aus PC mit Platten drin und sie verbraucht auch viel weniger. Lauf Packung im Betrieb max. 36 Watt und im Ruhezustand nur 4 Watt.
- Inbetriebnahme, Teil 2 - Nach kurzem Aushandeln hatte die Platte eine IP vom DHCP-Server meines Router erhalten, danach war sie in der Netzwerkumgebung meiner PCs sofort verfügbar. Das nenne ich eine einfache Installation!!! - WebFrontEnd, Teil1: Basics - Ich würde aber empfehlen zu aller erst sich in das WebFrontEnd der Platte einzuloggen (admin / admin) und dort eine vernünftige Struktur und mehrere User anzulegen. Standardmäßig gibt es nur einen User und zwei Verzeichnisse, das hätte man sich als Voreinstellung auch gleich sparen können... Man kann beliebig viele User (diese wiederum lassen sich in Gruppen zusammenfassen) und Verzeichnisse anlegen. Für jedes Verzeichnis kann man dann festlegen, welche User / Gruppen was dürfen. Was mich etwas gestört hat, ist dass das Anlegen recht gemächlich von statten geht.
- WebFrontEnd, Teil 2. weitere Funktionen - Dann habe ich mich etwas durch das Web-Menü des NAS geklickt. Man kann den HostNamen und die Arbeitsgruppe einstellen, was ganz praktisch ist, wenn man nicht sich in der Standard-Gruppe Workgroup befindet und keine neue Worksgroup in der Netzwerkumgebung erscheinen soll. Wer keinen DHCP-Server hat oder das NAS auch unter einer festen IP erreichen möchte kann auch eine statische IP definieren. - WebFrontEnd, Teil 3: cool stuff - Man kann aber noch einige coole Sachen einstellen wenn man möchte. So gibt es einen MAC-Filter und einen IP-Filter, so dass auch wirklich nur berechtigte Personen zugreifen können; nicht schlecht, aber nicht immer wirklich nötig... Außerdem kann man sogenannte Jumbo-Frames aktivieren, bei denen die Paketgröße angehoben wird, so dass große Dateien schneller übertragen kann (da weniger Pakete -> weniger Overhead (Paketverwaltungsbeschreibung die keine Nutzdaten sind aber übertragen werden müssen). Da man das aber dann auch auf allen Clients ändern müsste, habe ich das mal bleiben lassen. Das NAS hat auch einen eingebauten FTP-Server, so dass man große Dateien noch schneller versenden kann (FTP hat im Gegensatz zu SMB der Windows-Freigaben weniger Overhead); außerdem hat man so mit jeder Plattform die Möglichkeit schnell Dateien upzuloaden.
- Datei-Download - Eine wirklich coole Funktion ist im Menü Option hinter Datei-Download versteckt (benötigt Firmware 1.1! Haben Sie schon einmal Abends einen großen Download durchführen wollen, sind aber zurückgeschreckt, weil der PC dann noch laufen müsste (und Lärm erzeugt und Strom verbraucht)? Mit der genannten Funktion können Sie dem NAS die URL übergeben und es lädt sie für sie herunter. Das ist wirklich ungemein praktisch! - Funktionstest - Dann habe ich mal mit den Backups angefangen. Auf allen PCs wurde das NAS sofort korrekt erkannt, das ist in sofern besonders, da wir schon öfter Probleme haben die einzelnen PCs untereinander korrekt zu finden! Wir haben drei XP-Rechner, einen Vista-Rechner und einen Mac. Also ein beachtliches Testfeld. Auf allen Rechnern wurden die Dateien schnell und fehlerfrei übertragen. Mit dem kostenlosen SyncBack kann man nun auf den Windows-Rechnern automatisch Backups durchführen ohne auf irgend etwas achten zu müssen. Schließlich ist das NAS immer erreichbar...
- vorläufiges Fazit - Also mein Fazit fällt durchweg positiv aus. Es zwar gibt kleinere Kritikpunkte (nur LAN-Anschluss, Lüfter, Vibrationen), doch ich finde im Betrieb macht das Gerät eine gute Figur. Ich kann das Gerät guten Gewissens empfehlen. - Einschränkung: Was ist ein NAS nicht - Man sollte sich jedoch im klaren darüber sein, was man sich da anschafft. Es handelt sich nicht um eine Platte die man mal eben mitnimmt und mal eben anstöpselt, sondern um ein Gerät, dass ein gewisses Verständnis von der Materie Netzwerk abverlangt (die der andere Rezensent bemerkt hat) und das Teil des Netzwerks wird.
- Einschränkung: Was kann dieses NAS nicht - Ich nutze nur das NAS als Backup-Speicher, wer mehr erwartet ist bei diesem Gerät auch falsch; Media-Streaming gibt es genauso wenig wie Kartenslots. So gesehen handelt es sich um einen einfachen und minimalistischen NAS. Genau das was ich wollte!!! - endgültiges Fazit - Nun ich persönlich bleibe bei meiner Einschätzung: Der StorageBird ist gut! Aber man sollte sich über die Einschränkungen im klaren sein: Etwas Netzwerk-Kenntnisse sollte man haben und man sollte nicht Sachen erwarten die das Gerät nicht erfüllt...
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02.03.2008 16:14
speicherplatz kann man heute nicht genug haben. :) gruß X
01.03.2008 22:56
Dass die IP-Adressumgebung gleich funzte find ich besonders gut. Ich kenne aus eigener Erfahrung Fälle, in dem man dem eigenen Rechener erst mal ne andere IP zuweisen musste, weil die konfigurierte IP des LAN Adressmäßig zu weit weg ist ...... Insgesamt aber so beschriebenm dass auch Halblaien wie ich das verstanden haben! Erkennt der FTP-Server das LAN eigentlich als eigenständiges Laufwerk? Weiterhin gute Einfälle beim schreiben wünscht: aprikow