Full Metal Jacket (USA 1987)

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Full Metal Jacket (USA 1987)

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Wird der Letzte der Erste sein...???

5  28.07.2001

Pro:
ein Anitkriegsfilm der fast ohne Blut auskommt, er zeigt alle Blickwinkel einens nicht enden wollenden Wahnsinns

Kontra:
in keinster Weise kriegsverherrlichend

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Black-Gizmo

Über sich:

Mitglied seit:30.01.2001

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 154 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Stanley Kubrick, ein Name für den Garant für eine Regieführung die heute noch des ihresgleichen sucht. Er war eigentlich immer dafür bekannt brisante oder schwer zu filmende Stories auf Filme zu bannen, so ist es auch ihm bei dem Film „Full Metal Jacket“ mehr als gelungen. Übersetzt heißt das nicht mehr wie Vollmantelgeschoss, eine Munitionsart die ohne „aufzupilzen“ (das passiert wenn es auf Widerstand stößt) den Körper einfach durchschlägt.

Genauso durchschlagend brutal und unmenschlich ist die Geschichte junger Rekruten die in den USA der Endsechziger Jahre für den Einsatz in Vietnam ausgebildet werden. Nicht nur der Drill den die jungen Menschen über sich ergehen lassen müssen (wenige sind freiwillig, die meisten wurden eingezogen), erbarmungslos sondern auch dessen filmische Umsetzung, die so gehalten ist als wäre man ein Teil dessen. Ein unbeteiligter Beobachter unfähig einzugreifen und doch dazu verdammt es über sich ergehen zu lassen.

Ausgangspunkt der ganzen Geschichte ist das Ausbildungslager Parris Island, in der sich zu erst mal alle jungen Männer treffen von denen sich einige von der Highschool kennen und so der Anfang für diese wenigstens nicht zu unpersönlich beginnt. Vielleicht mal nebenbei, ich war selber 8 Jahre bei der Bundeswehr in der zwar auch gedrillt worden ist, aber in keinster Weise wie es im Film dargestellt. Jedoch weiß ich aus sicherer Quelle, das auch heutzutage noch so in den vereinigten Staaten ausgebildet wird. Somit möchte ich den Zweifel aushebeln, vielleicht anzunehmen das der Film übertrieben sei, weder noch...ich denke eher das es so den Tatsachen entsprochen hat.

Ein Krieg der sich aus einem Stellvertreterkrieg zu einem „Prestigeprojekt“ der Regierung der USA entwickelt hat, den man genauso einfach hätte beenden können wie er angefangen wurde, eskaliert zu einem Moloch der eine unkontrollierte Eigendynamik entwickelt hat. In diese Eigendynamik eingebunden finden sich die Rekruten unter dem Drillsergant Hartman wieder. Ein gnadenloser Schleifer der es versteht Willen zu brechen um aus jungen Männern mit Ideen und Träumen im Kopf, gedankenlose Kampfmaschinen zu machen die nur das Töten des Feindes im Sinn haben.

Nicht alle sind diesem ewigen Druck gewachsen. Einer der Männer, schon wegen seinem dicken Körperbau gehänselt und drangsaliert, ist der Dreh-und Angelpunkt des ersten Drittel des Filmes. An ihm wird dokumentiert was Menschen passiert die nicht dem Idealbild entsprechen, wenn auch militärisch, und noch rechtmäßig und legitimiert in Grund und Boden diffamiert werden. Er hat den Namen Paula erhalten; er kommt immer zu spät; alle müssen wegen ihm extra Übungen absolvieren weil er zu langsam ist; er schafft die Hindernisbahn nicht..........und noch vieles mehr.

So kommt es eines Tages der er der Gruppe mit heruntergelassener Hose hinterherlaufen muss....jetzt ist er nicht mehr der Mensch der er einmal zu Beginn seines Gedanken zu Militär zu gehen war. Zu groß wurde der Druck der Gruppe, seines menschenverachtenden Sergant so das er mit dem Gewehr ..seiner Braut...zu sprechen beginnt. Die Situation gerät aus den Fugen als sich „Paula“ mit seinem Gewehr in die Toilette begibt. Der Sergant mehr aufgebracht, als zu erkennen das er die Situation nur hätte pädagogisch hätte klären müssen, beginnt den fatalen Fehler nur zu brüllen und militärisch auf ihn einzuwirken, es war das letzte Mal das sich die beiden Augenpaare ttrafen........erst erschoss er den Sergant dann hielt er sich wie von Sinnen den Lauf in den Hals.......

Full Metal Jacket ist nicht nur ein Antikriegsfilm, er verbirgt so viele versteckte Botschaften die in einer Art dargestellt werden, das jedem Zuschauer der als Beteiligter dabei ist diese ungeschminkt klar werden. Ale kommen sie nach „Nam“, alle werden die Hölle erleben, keiner wird verschont, keiner kann sich diesem zur Wirklichkeit gewordenen Traumas entziehen. Nur einer hat es recht glücklich getroffen. Ein Soldat mit den Spitznamen „Joker“. Aufgrund seiner Vorbildung wird er Berichterstatter für die Soldatenzeitung, die für die Beteiligten in Vietnam gedruckt wird.

Zensur vom Feinsten........“so etwas will ein Frontsoldat nicht lesen...“ eine der weinigen Worte die ein Presseoffizier zu Joker sagt, während er seinen verfassten Bericht zerreisst.....es war ein Artikel über eine sinnlosen Einsatz in einem Dorf...ein Moloch der Eigendynamik entwickelt hat...hier feiert er jeden Tag seinen tödlichen Geburstag.

Zur Geschichte selber möchte ich nicht mehr viel erzählen. Macht euch selber euer Urteil, insoweit ihr bereit seid euch auf diese filmische Herausforderung einzulassen, nicht nur konsumieren...miterleben.....nachspüren.....und mit aller Kraft dieser Welt an jedem Ort dieser Erde jeden Wahnsinn zu stoppen oder verhindern, wenn auch nur mit Worten....

Für alle die es interessiert, der Film wird heute Abend um 22.14 auf Sat.1 gezeigt. Ein Film zeitlos, gnadenlos und nicht mit vor gehaltener Hand. Überzeugt euch...es durchschlägt einen...


Viele Grüße

Euer Black-Gizmo
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bella100

bella100

14.08.2001 03:29

Der Film ist wirklich Spitze. Ich habe ihn schon mehrmals gesehen und jedesmal bin ich schockiert über die Art und Weise, wie Menschen gebrochen werden. LG Kati

burgi4

burgi4

12.08.2001 19:44

Ich kann dir nur recht geben; ich habe den Film auch schon gesehen und mir ging es genau gleich: dem Film kann man sich einfach nicht entziehen. Gruss von burgi4

sunstar0210

sunstar0210

11.08.2001 09:40

ich habe den film nun schon 3mal gesehen und bin immer wieder schokiert und gefesselt zu gleich.Am schlimmsten finde ich, wie der ausbilder den private Paula so bricht und ihn zum Töten bringt. Dann dieser krasse Szenenwechsel- typisch kubrick klasse meinung! alles liebe und ein schönes wochenende sunny

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