Die GE Money Bank GmbH ist in Deutschland eine der kleineren und weniger bekannten Banken mit Sitz in Hannover. In Deutschland ging sie 2004 aus der Allbank hervor und gehörte seitdem zum GE Money des US-amerikanischen Unternehmens General Electric. Im Jahr 2008 wurden einige Tochtergesellschaften in verschiedenen Ländern verkauft. Die GE Money Bank Deutschland wurde von der spanischen Banco Santander übernommen und gehört somit zur Santander Consumer Bank. Die Bank wird aber unter gleicher Marke weitergeführt.
GE Money Bank Deutschland
In Deutschland gibt es lediglich etwa 100 Filialen der GE Money Bank. Man kann sie meist nur in größeren Städten finden.
Eine Filiale gibt es auch in meiner Heimatstadt Magdeburg. Da sie sehr zentral gelegen ist, bin ich oft an ihr vorbei gegangen und meinte, dass ich mein Geld nicht bei so einer unbekannten Bank anlegen möchte.
Irgendwann hat mir meine bisherige Bank aber nicht mehr zugesagt und ich habe mich nach einer neuen Möglichkeit umgesehen, wie ich mein Erspartes anlegen kann. Da ich aus beruflichen Gründen immer nur freitags und erst ab 14 Uhr zu Hause bin, hat es mich in die Filiale der GE Money Bank gezogen. Das ist nämlich die einzige Bank in Magdeburg, die bis 16 Uhr geöffnet hat.
In der Bank wurde ich sehr freundlich begrüßt und man hat mir Kaffee und Wasser angeboten.
Die Angebote der GE Money Bank haben mich so überzeugt, dass ich mich gleich für mehrere Anlageprodukte entschieden habe.
Da es von der Bank nur wenig Geldautomaten gibt, gehört die GE Money Bank zu den „Cash Pool“ Banken. Zu diesem Verbund zählen weiterhin die SEB, Baden-Württembergische Bank, CC-Bank, Citibank, Nationalbank, BBBank eG, Norisbank, Wüstenrot Bank und die Sparda-Banken. An allen Automaten dieser Banken kann man kostenlos Bargeld abheben.
Anlageangebote
Die GE Money Bank bot mal hervorragende Konditionen
bei ihren Anlageprodukten. Da der Leitzins der Europäischen Zentralbank EZB nach Beginn Finanzkrise allerdings auf zwei Prozent gesunken ist, sind ab März auch die Konditionen der GE Money Bank in den Keller gegangen.
Die GE Money Bank bietet ein Girokonto mit dem Namen CleverGiro, auf das es einmal 2,2% p.a. Zinsen gab. Als längerer Kunde hat man mir ab März 0,75% p.a. angeboten. Schließt man es allerdings erst jetzt ab, geht man leider leer aus. Ab einem monatlichen Geldeingang von 750 Euro ist das Konto gebührenfrei. Bei ausbleibendem Eingang des Geldes betragen die Kontoführungsgebühren 6,00 Euro im Monat.
Für Schüler, Studenten und Azubis bis einschließlich 27 Jahre kommt das gänzlich gebührenfreie JugendGiro in Frage.
Egal welches Girokonto man besitzt, man kann auch ein kostenfreies Tagesgeldkonto einrichten, bei dem die Zinsen etwas höher ausfallen. Das Tagesgeldkonto lässt sich auch mit einem Girokonto einer anderen Bank oder Sparkasse verknüpfen.
Die GE Money Bank zahlt für dieses Konto drei Prozent Zinsen p.a. Im ersten halben Jahr erhält man als Neukunde sogar 3,5 Prozent Zinsen.
Sein Geld kann man jeder Zeit auf das Referenz-Girokonto umbuchen lassen, sodass man darüber verfügen kann.
Das gleiche Anlageprinzip gibt es beim TagesgeldFlex-Konto. Dieses kann man allerdings nur über das Internet eröffnen und auch verwalten. Dafür wird einem zurzeit ein Zinssatz von 3,15 Prozent geboten. Vor dem März 2009 lag es noch bei 5 Prozent.
Die Zinsen der bisher genannten Konten werden immer am Jahresende ausgezahlt.
Die GE Money Bank bietet noch mehr Möglichkeiten, sein Geld auch längerfristig anzulegen.
Wer mindestens zehntausend Euro angespart hat, kann dieses zu guten Konditionen für ein halbes Jahr fest anlegen lassen. Die eine Hälfte kommt für 5,55 Prozent Zinsen auf ein Tagesgeldkonto und von der anderen werden Fondanteile, die man sich selbst aussuchen kann, gekauft. Vorteilhaft bei diesem Produkt ist ganz klar die gute Verzinsung. Nachteilig finde ich die hohe Anlegesumme und dass man das halbe Jahr nicht über dieses Geld verfügen kann. Nach diesem Zeitraum muss man sich neue Möglichkeiten suchen, das Geld festzulegen.
Die Zinsen erhält man am Ende des halben Jahres.
Weiterhin gibt es bei der GE Money Bank zahlreiche Angebote für Fonds, verschiedenste Kredite, Darlehen, Baufinanzierungen und auch Versicherungen.
Am besten, man lässt sich dazu in einer Filiale beraten oder schaut im Internet unter www.gemoneybank.de nach.
Eröffnung des Girokontos
Nachdem ich mich von einigen Produkten der GE Money Bank überzeugt habe, entschloss ich mich unter anderem für das CleverGiro. In der Bank wurden alle schriftlichen Formalitäten dazu erledigt und wenige Tage später kamen in verschiedenen Sendungen die Eröffnungsunterlagen, die EC-Karte und die PIN in meinen Briefkasten.
Aus Sicherheitsgründen lässt sich die EC-Karte nicht sofort benutzen. Sie muss erst unter Angabe der Kontonummer, des Geburtsdatums und der Personalausweisnummer über eine gebührenpflichtige Hotline frei geschaltet werden. Aus dem Festnetz der deutschen Telekom kostet die Minute neun Cent.
In meiner Filiale habe ich viele Vordrucke zur Änderung meiner Kontoverbindungen erhalten. Die konnte ich ausgefüllt mit den Adressen der Gläubiger wieder abgeben und die Bank hat sie für mich verschickt. Diesen Service habe ich bei anderen Banken bisher nicht gehabt. Da musste ich alles selbst verschicken.
Online-Banking
Alle Konten lassen sich nicht nur in der Filiale, sondern auch online verwalten. Für die Einrichtung des Online-Bankings muss man allerdings einmalig 15 Euro bezahlen.
Die Mitarbeiter in meiner Filiale haben mich aber beraten, wie ich diese Gebühr umgehen kann: Man eröffnet einfach ein TagesgeldFlex. Dabei fallen keinerlei Kosten an. Später kann man seine anderen Konten dann problemlos mit dem bereits bestehenden Onlinedienst kostenlos verknüpfen lassen.
Die Seite www.gemoneybank.de ist sehr übersichtlich und funktional ohne viel Schnickschnack gestaltet. Sie gefällt mir sehr gut.
Nach Einwahl mit seiner Kundennummer und einem selbst gewählten Passwort gelangt man in den persönlichen Bereich. Hier kann man seine Kontostände einsehen und Überweisungen vornehmen.
Bei den Online-Überweisungen hat sich die GE Money Bank ein ganz neues System einfallen lassen: die eTAN. Vorbei sind die Zeiten mit der Zettelwirtschaft. Man braucht keine Tabellen mit den Transaktionsnummern mehr mit sich herumschleppen. Stattdessen gibt es ein handliches Gerät (eTAN), welches die Transaktionsnummern zu Freigabe der Überweisung generiert.
Das ganze läuft so ab: Vor der Freigabe der Überweisung muss man eine vorgegebene sechsstellige Zahl in die eTAN eingeben. Diese generiert dann eine neue Ziffernfolge, die im Computer eingetippt werden muss.
Bevor man die eTan benutzen kann, muss man sie online registrieren.
Wie das kleine Gerät wirklich funktioniert, ist mir leider ein Rätsel.
Leider gibt es aber noch nicht die Möglichkeit, sich seine Kontoauszüge online auszudrucken. Man muss sie sich weiterhin am Kontoauszugsdrucker in der Filiale abholen.
Vorteile
Die GE Money Bank ist eine kleine freundliche Bank. Meine Filiale hat nur etwa sechs Mitarbeiter, die ich alle kenne. Deshalb fühle ich mich dort auch gut aufgehoben und nicht unpersönlich behandelt. Meine Fragen werden alle sofort beantwortet und auch Dinge, wie Telefonate mit der Hauptverwaltung in Hannover oder Briefe dorthin werden aus Gefälligkeit kostenlos erledigt.
Bei Problemen kann ich auch jederzeit anrufen. In meiner Filiale haben die Telefone alle eine ganz normale Festnetznummer.
Die Vielfalt der Anlageprodukte finde ich sehr gut. Da die Bank sehr klein ist, gibt es nur eine einzige Bankleitzahl (250 206 00) für alle Filialen und Konten. Das schließt Verwechslungen aus.
Nachteile
Leider gibt es von der GE Money Bank nur wenige Filialen in Deutschland. Wer keine in seinem Wohn- und seinem Nachbarort hat, muss sämtliche Fragen per Telefon oder E-Mail klären. Sicher wird das aber nicht immer möglich sein und man stößt so irgendwann auf Schwierigkeiten. Einen Filialfinder gibt es auf der Website der Bank.
Die Einlagensicherung fällt im Gegensatz zu anderen Banken relativ niedrig aus. Lediglich 30.000 Euro sind bei Konkurs der Bank gesichert. Aber welcher Otto Normalverbraucher kommt da schon ran?
Fazit
Die GE Money Bank ist für mich ein kompetentes Unternehmen. Siehe selbst!
25.04.2009 06:22
Hast Du noch Geld zum Anlegen? Darüber brauche ich mir keine Gedanken mehr machen.
21.04.2009 14:36
hört sich ja ganz interessant an. lg
17.04.2009 12:02
Ob man mit einer Bank zufrieden ist oder nicht liegt oft im Auge des Betrachters (was erwartet man) und an den Bankmitarbeiter, an den man geraten ist. Was ich in Deinem Beitrag gelesen habe und was mir bei Banken missfällt - ich mag keine Banken, die zwischen Neu- und Bestandskunden Unterschiede macht. Außerdem hat sich - glaube ich - ein inhaltlicher Fehler eingeschlichen, der heute gar nicht so unbedeutend ist. Zum einen - ohne Dir zu nahe treten zu wollen - sind 30.000 Euro auch für einen Otto-Normalverbraucher keine Unsummen. Zum anderen müsste die von Dir beschrieben GE Money Bank Mitglied im Einlagensicherungsfonds sein und derzeit damit ungefähr 60.000.000 Euro durch diesen geschützt sein. Woher die von dir erwähnten 30.000 stammen, kann ich mir leider nicht erklären. Und auch die von Dir beschriebenen Konditionen hauen mich bei den von Dir erwähnten Nachteilen (wenig Filialen - gute Konditionen nur für Neukunden - Gebühren für die Onlinebanking-Anmeldung!?) nicht vom Hocker. Da würde ich lieber bei meiner Bank bleiben, die die Krise bisher auch ohne negative Schlagzeilen überstanden hat. Sonst gut geschrieben mit eigenen Erfahrungswerten - daher sh - best_tigger