Auch ich möchte euch an dieser Stelle meine Erfahrungen mit GIVE mitteilen. Vorab aber, mein High-School- Jahr war 1995/96 und ist somit schon ein Weilchen her.
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Auch ich möchte euch an dieser Stelle meine Erfahrungen mit GIVE mitteilen. Vorab aber, mein High-School- Jahr war 1995/96 und ist somit schon ein Weilchen her.
Auch ich bin über eine kleine Zeitungsannonce an GIVE geraten. Es hieß, es werden Repräsentanten für ein parlamentarisches Austauschprogramm gesucht, die ein Stipendium erhalten können. Meine Mutter hat mich mit den Worten „Verlieren kannst du ja nichts“ da hin gescheucht und wenig später nahm ich an einem Einstufungstest teil. Soweit ich mich erinnere ging es da um Englischkenntnisse, aber auch um allgemeine Sachen – ähnlich einem typischen Einstellungstest einer Bank, wenn’s um ne Ausbildung geht. Kann ich aber auch verstehen, denn es geht schließlich darum sein Land würdig zu vertreten und an einen solchen Schüler sollten schon besondere Anforderungen gestellt werden. (Es hieß man würde u.U. sogar den Präsidenten der USA kennenlernen, ... ) Nach dem Test war ich also auch schon aus dem Rennen, habe aber die Nachricht erhalten, dass ich ein Teilstipendium in Höhe von 1.500,- DM erhalte, sollte ich mich trotzdem für ein High-School-Jahr mit GIVE entscheiden. Einen Monat hatte ich für diese Entscheidung Zeit – und nahm an ! Für mich sollte es dann aber nach Kanada gehen.
Vorbereitung in Deutschland
Die Vorbereitung von GIVE war super. Es fanden Informationstreffen statt, die zwar extra kosten – aber ihr Geld wert sind. Man kann sich mit „Returnees“ unterhalten, die schon da waren – und auch die anderen Berichte sind sehr informativ und interessant. Außerdem kann man sich mit Anderen austauschen und stellt fest, dass sie die gleichen Ängste und Vorfreuden haben und genau so aufgeregt sind, wie man selbst. Ausserdem verschickt GIVE in regelmäßigen Abständen Newsletter, die super Infos über das Leben in Amerika, Verhalten in Gastfamilie und Schule und, und, und geben. Die sind auch heute noch schön zu lesen – da auch wirklich die Wahrheit drin steht, wie man im Nachhinein sagen kann.
Auswahl der Gastfamilie
Dazu erstellt man selbst eine Bewerbungsmappe mit Fotos und einem Bericht über sich selbst. Darin sollte man zuallererst ehrlich sein, denn alles andere kann später zu unlösbaren Problemen führen, aber natürlich sollte man sich schon so interessant wie möglich darstellen. Drüben, auf der anderen Seite läuft es so ab, dass interessierten Gastfamilien eine kleine Auswahl dieser Bewerbungsmappen vorgelegt wird (damals haben sie übrigens nur schwarz weisse Kopien erhalten) und können sich dann jemanden aussuchen, von dem sie denken, er/sie würde gut in die Familie passen. Die Familien selbst wurden von meinem Area Rep übrigens auch sorgfältig überprüft. Meine Familie hat sich für mich entschieden, weil ich schrieb, dass ich Katzen mag. Meine Gastschwester (mein Alter) liebt Katzen nämlich auch über alles. Dazu kam wahrscheinlich noch, dass ich Deutsche war. Ein Jahr vor mir war nämlich auch schon ein Musterbild von einer deutschen Austauschschülerin an der Schule ! (Und ich hab denen natürlich gezeigt, dass alle Deutschen so sind ...) Diese hatte übrigens auch meine Gastfamilie „geworben“ – denn, wer während seines Aufenthaltes 3 Familien wirbt, bekommt nächstes Jahr ein Flugticket geschenkt (war zumindest damals so). Leider habe auch ich erst ca. 2 Monate vor Abreise erfahren wohin und zu wem ich komme. Klar wird man da schon nervös, wenn man so lange im Unklaren gelassen wird – aber das wird schon alles.
Anreise und die ersten Tage
Die Anreise fand betreut statt. In Berlin wurde man von einem GIVE Mitarbeiter in den Flieger nach Frankfurt verfrachtet. In Frankfurt wurden wir auch wieder von jemandem abgeholt, der uns dann über den riesigen Flughafen führte. Das war auch gut so. Auf dem Flug nach Toronto ist ein GIVE Mitarbeiter mit an Bord gewesen, um beim Ausfüllen der Formulare zu helfen und uns auch in Toronto wieder an den richtigen Flugsteig zu verweisen. Dadurch, dass der Flug zwar wunderschön begleitet war, hat er aber auch entsprechend lange gedauert. 25 Stunden ab Berlin bis Flughafen Saskatoon. Das schaffe ich heute auch in 14 Stunden !!! Tja, endlich in Saskatoon völlig müde und total nervös angekommen, standen da am Flughafen, meine Gastfamilie und mein Area Rep mit Schildern (mit Katze und Welcome drauf !!!) und Fahnen in der Hand. Ich wurde gleich in den Arm genommen und von allen ganz lieb begrüßt. Bis nach Hause war es dann noch eine lange Stunde Autofahrt. Man muss bedenken, dass ich total übermüdet war, vorher nur 4 Jahre Englisch hatte, besonders mein Gastpapa einen ziemlichen Slang sprach und alle mich sooo viel gefragt haben. Am Anfang habe ich mir noch Mühe gegeben, irgendwann wars nur noch Ja und Nein. Von „zu Hause“ habe ich noch nicht viel gesehen, es war mitten in der Nacht. Mir wurde das Haus kurz gezeigt mit den Worten „Our Home is now your Home“, dann haben wir noch kurz zusammengesessen und dann ist auch jeder ins Bett. Am nächsten Tag kam ich gegen 11:00 aus dem Bett gekrochen und es war nur noch meine Gastmom da. Die Schule hatte nämlich an meinem Anreisetag bereits angefangen und mein Dad war auch arbeiten. Ich bin dann mit meiner Gastmom ein bisschen rumgefahren, sie hat mir alles gezeigt und dann sind wir in die Schule, um die Kurse auszuwählen usw. Ich glaube am nächsten Tag bin ich dann auch schon gleich zur Schule. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass es gar nicht schlecht ist wenn man erst ankommt, wenn die Schule schon begonnen hat. So hat man nämlich gleich richtig viel zu tun und die Zeit Heimweh zu haben verkürzt sich. Heimweh hatte auch ich. Wenn ich im Bett war, ist mir erst bewusst geworden, auf welchen Schritt ich mich da eigentlich eingelassen habe und dass es jetzt kein zurück mehr gibt. An meiner Familie gab’s nicht auszusetzen – trotzdem stellen sich solche Gefühle ein ... gehen aber auch vorbei. Nach einer Woche oder vielleicht zwei war dieser Punkt überschritten und ich in den kanadischen Alltag integriert.
Zusammenleben mit der Gastfamilie
Ich hatte Riesen Glück mit meiner Gastfamilie. Alle waren lieb und nett, die Oma haben wir gleich am 2.Wochenende besucht und beim Abschied hat sie mir, wie auch den anderen Enkeln, 2 Dollar in die Hand gedrückt und gesagt, ich muss das nehmen, sei ja jetzt auch ihr Enkel ! (Bin ich heute noch !!!) Trotzdem erfordert es natürlich ein gewisses Maß an Toleranz, wenn man sich in eine fremde Familie eingliedern will. Amerik. Familien sind sehr religiös und gehen meist jeden Sonntag in die Kirche. Es wird nicht erwartet, dass ihr jeden Sonntag mitgeht – aber ab und zu sollte schon drin sein. Denn das ist der Grund, warum ihr dieses Jahr macht: neue Erfahrungen sammeln, dazu gehört auch für alles offen zu sein. So war meine Familie z.b. auch übervorsichtig. Es gab Ärger um den Führerschein. Die Führerscheinprüfung findet nämlich nicht im Fahrschulauto, sondern im eigenen Auto (oder das von den Eltern) statt. Da ist man aber nicht mehr versichert und sollte der Fall der Fälle eintreten, hätte die Gastfamilie die Aufsichtspflicht verletzt. Also musste ich in den sauren Apfel beißen und es gab keinen Führerschein für mich. Und der Apfel hat mir damals gar nicht geschmeckt. Aber auch da muss man durch – heute hat meine Gastmom ein schlechtes Gewissen deswegen ! Und auch hier wieder: man macht kein High-School-Jahr nur um dort billig an den Führerschein zu kommen !
Betreuung durch Partnerorganisation ASSE
Und wenn man dann doch Probleme mit der Gastfamilie hat, sollte man seinen Area Rep kontaktieren. Auch hier hatte ich scheinbar Glück, wie auch andere Berichte zeigen. Mein Area Rep hat seine Aufgabe sehr Ernst genommen. Einmal im Monat hat sie alle 6 Schüler, die sie betreute zu sich nach Hause eingeladen, wo wir einfach nur geredet oder gespielt haben. Sie ist auch gerne mal zu Spielen gefahren, wenn jemand ihrer Schützlinge z.B. ein Volleyball – Turnier hatte. Mir hatte sie dann sogar angeboten, dass ich in den Winterferien mit in den urlaub kommen könnte. Fahren tun sie ja eh und ob der 4. Platz nun frei oder belegt ist – das sei dann auch egal. So sind wir dann in die USA nach Boulder in die Rockies gefahren und ich hatte auch noch Sighseeing ! Zwar hatte ich schon mein eigenes Geld bei – aber auch davon musste ich nicht viel anrühren !!! So sind sie, die Kanadier ... Ich habe auch miterlebt, wie sie Probleme mit anderen Austauschschülern hatte. Eine Japanerin wurde magersüchtig, womit ihre Gastfamilie (ein älteres kinderloses Paar) schließlich nicht mehr klar kam. Daher hat sie sie erst mal bei sich aufgenommen und ist auch mit ihr ins Krankenhaus und zu Therapien gefahren ... Nach einem halben Jahr wurde die Japanerin dann aber trotzdem nach Hause geschickt. Dagegen hat sich ein Franzose ziemlich viele Dinger geleistet. Alkohol under age, Fahren ohne Führerschein, nur Party, in der Schule hat er nicht mitgemacht ... auch hier war sie sehr geduldig. Als er dann aber mal ein Messer gegen einen 10Jährigen zückte, wurde er schließlich auch nach Hause geschickt. (Schließlich war ich an dieser Schule die einzig Verbliebene!) Was ich sagen will, mein Area Rep hat Ihren Job sehr, sehr ernst genommen und in meinen Augen vorbildlich ausgeführt.
Ich denke, dass es einfach auf beide Seiten ankommt. Man darf die Leute nicht gleich am Anfang vor den Kopf stoßen, denn so stehen Sie einem auch zur Seite, wenn man später Probleme hat. Sprich, wenn man gleich am 2. Tag zu seinem Area Rep rennt, und sich über die familie beschwert, klingt das nicht sehr glaubwürdig. Man sollte schon eine gewisse Zeit versuchen sich einzuleben – sollten man trotzdem überhaupt nicht klarkommen – bin ich der Überzeugung, dass dann auch eine Lösung gefunden wird.
Abschließend noch ein anderer Schluß zu dem ich gekommen bin und ihr vielleicht auch beim Lesen. Mich hat’s also für das eine Jahr in die kanadische Prärieprovinz Saskatchewan verschlagen. Nicht unbedingt das Kanada, was man sich vorstellt. Die Provinz ist nur ein bisschen größer als Deutschland hat aber nur 1 Mio. Einwohner !!! Die beiden größeren Städte je ca. 200.000. Ihr seht, alles etwas provinzial. Aber gerade das formt die Leute zu unwahrscheinlich lieben Menschen. Es sind einfach alle so, die ich dort getroffen habe... Daher also meine Meinung: wenn, dann macht so ein Jahr lieber in Kanada – ich behaupte, die Leute sind einfach freundlicher !!!
An anderer Stelle habe ich noch einen ähnlichen Bericht verfasst – einiges mag gleich sein, aber es steht auch anderes drin. So ein Thema ist für mich eigentlich eine never-ending-story ..........
Pro: Gute Vorbereitung, netter Kontakt Kontra: Es gibt für mich nichts Negatives
Ich war vor einiger Zeit ein Jahr in den USA, als Austauschschüler und ich möchte gerne über die Organisation etwas schreiben, die mir diesen Aufenthalt erst Möglich gemacht hat und die diesen Austausch durchgeführt hat.
In Deutschland gibt es eine h ...
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...Als ich vor drei Jahren ein Highschooljahr in die USA plante, habe ich mich für GIVE entschieden. Es gibt so viele Veranstalter von Sprachreisen und Austauschjahren, die alle ungefähr das gleiche anbieten, dass die Auswahl sehr schwer fällt.
Ich bin auch ...
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...Heir soll es um meine Erfahrungen mit dem Austauschprogramm der Bundesregierung gehen, das über GIVE geplant wurde und hier hoffentlich reinpasst.
Alles fing damit an, dass ein Plakat in der Schule 'Junge Leute für ein Jahr in die USA' versprach. Ich s ...
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Pro: gute Vorbereitung in Dtl. Kontra: Partnerorg. AISE in USA absolut inkompetent und unfähig
Wie die anderen zwei, die GIVE hier schon beurteilt haben bin auch ich nur über das Parlamentarische Stipendium, was ich leider nicht erhalten habe, zu GIVE gekommen. Da ich unter den letzten 3 des Stipendiumauswahlverfahrens war, habe ich erst im Februar ...
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...Ich bin 2010 /2011 1 Jahr mit Give in die USA gefahren. Ich kann Give überhaupt nicht weiter empfehlen. Ich hatte eine eigene Familie, diese habe ich Give genannt, so dass Give eigentlich nur das Organisatorische für mich erledigen musste, mir also keine ...
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Pro: der Bundestag bezahlt alles Kontra: man muss nur das Taschengeld haben
...Das Parlamentarische Patenschaftsprogramm (kurz: PPP) ist ein Unternehmen, das der Bundestag leitet. Dabei vergibt er einige Studienplätze für Austauschjahre in den USA für besonders herausragende Schüler. Diese haben dann blos das Taschengeld mitnehmen. Die Chance in das Parlamentarische Patenschaftsprogramm hereinzukommen ist leider aber sehr gering und so ist es wahrscheinlich sinnvoll (wenn man das Geld hat) sich noch zu einem Regelsprogramm anzumelden um trotzdem zum gewünschten Zeitpunkt ein Austauschjahr in den USA zumachen. PPP beauftragt übrigens ausgewählte Austauschorganisationen (wie zum Beispiel Give) mit der Vorbereitung des Aufenthalts in den USA....
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Pro: einen Versuch ist es wert, Teilstipendium, leichte Prüfungen, vergleichsweise günstig (10k DM) Kontra: schlechte Organisation der Austauschorganisation
...Ich habe das Schuljahr 98/99 in den USA (North Little Rock, AR) verbracht. Zu diesem Zwecke habe ich mich bei dem PPP beworben. Ein einfaches Unterfangen. Man fordert im Internet die Informationsbroschüre an, fordert mit derselbigen wiederum das Anmeldepacket an, und los geht's.
Das PPP ist ein vom Amerikanischen Kongress und dem bundestag unterstützes Program zur Völkerverständigung, welches einem Voll- und Teilstipendien anbietet.
Nach Abschicken meiner Anmeldeformulare an Give Heidelberg e.V. (NICHT zu empfehlen diese Firma - für jeden Bezirk ist eine andere Organisation zuständig), wurden offensichtlich meine Zeugnisse und Bewerbungsunterlagen angenommen, denn ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch nach Hannover eingeladen. Dort musste ich auf Englisch ein Referat halten, und mich an einer Diskussion mit mehreren Anwärtern...
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Pro: Erweitert den eigenen Horizont und man kann danach fließend eine Fremdsprache Kontra: Man hinterläßt im Heimatland Freunde und Familie
...Habt ihr Euch entschlossen für ein Jahr im Ausland eure Ausbildung fortzusetzen? Dann habt Ihr wahrscheinlich das gleiche Problem, welches ich vor zwei Jahren hatte, Euch zwischen den vielen Anbietern einen rauszupicken. Schließlich hat man von den meisten Organisationen noch nie etwas gehört. Am besten ist es natürlich immer, wenn man im Bekannten- oder Verwandtenkreis jemand hat, der solch ein Jahr oder auch Halbjahr schon hinter sich hat.
Ich stand nun vor der großen Entscheidung und habe mir nach langem Überlegen ICX (International Cultural Exchange) und Give als die beiden Organisationen herausgesucht, mit denen ich ein Jahr in die Staaten fliegen wollte. ICX hatte ich gewählt, da sie ein Vorbereitungstreffen in New York anbieten und mit Give ist meine Cousine ein Jahr zuvor geflogen und hatte mit denen ein supertolles Jahr! Auch...
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