Gabun - Allgemeines

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Erfahrungsbericht über "Gabun - Allgemeines"

veröffentlicht 05.11.2017 | serse
Mitglied seit : 18.04.2009
Erfahrungsberichte : 51
Vertrauende : 1
Über sich :
Gut
Pro Ich hatte noch nie etwas von "oilibya" gehört
Kontra Nicht überall findet man saubere Traumstrände
sehr hilfreich
Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

"Gabun-Ein Abenteuer in einem Erdölland."

Gabun - Allgemeines Der Zielort

Gabun - Allgemeines Der Zielort

Hinweis: Der Verfasser behält sich das Recht vor, diesen Text später in Buchform unter seinem richtigen Namen zu veröffentlichen.
Das Reiseziel hatte ich gewählt, da ich bereits in den 70er Jahren in einem Buch über Albert Schweitzer geblaettert habe. Aus anderen Quellen habe ich von der"Schwarzen Mamba" und der "Gabunviper"erfahren. Das Visum für die Einreise wurde durch einen Reiseveranstalter bei der Botschaft beantragt. Dadurch, dass mehrere Personen an dem Visum verdient haben, kamen 173 euro zustande. Zunächst marschierte ich an den nächsten Geldautomaten und legte den Betrag in bar auf die Theke, während der Flug mit der Kreditkarte abgerechnet wurde. Einige Tage später stellte ich fest, dass 173 eur gleichermaßenals Kreditkarten Umsatz auftauchten. Daher schrieb ich eine Mitteilung, um das zuviel bezahlte Geld zurück zu bekommen. Dann geschah bis zum Tag der Abreise nichts. Kurz bevor ich an Bord ging, fragte ich den angestellten freilich, ob ich in Paris den Koffer erneut am Schalter anmelden muesse. Er sah auf dem Gepäck Beleg den Zielort "lbv" und antwortete kurz gefasst. Nein.Als ich schließlich im Flieger sass, ging erst einmal dieobligatorische sicherheits Einweisung über die buehne."Il y a des portes d'urgence en Front, au milieu er en arriere. Durant une atterrissage forcee, des toboggans seront en service. Les toboggans seront utlises comme appareils de flotation. Si l'aterrissage Forcee est dans leau, mettez dabord vos gilets de sauvetage. N' inflatez pas LeS gilets au bord de l'avion. S il y a une perte de pression, des masques d'oxygene tomberont." in Paris ging ich dann sozusagen einen neuen weg, da ich vorher noch nie im aeroport Charles de Gaulle umgestiegen bin. Freilich mus ich erwaehnen, dass vorher die Reisepässe maschinell gelesen wurden. Schließlich "sortierte" ein Einweiser die Reisenden nach ihrem Zielort .
Nach einer kurzen Fahrt mit dem Bus erreichte ich den Flugsteig. Dort wurde erst die Gueltgkeit der Bordkarten durch einen Angestellten geprueft, bevor sie an einer elektronischen Schleuse maschinell gelesen wurden.Auch dieser Abflug war pünktlich. Es ertönte wieder die Sicherheitshinweise und ich verstand die Worte "desarmement des toboggans".
Nach der Ankunft in Libreville strömten die Reisenden sogleich zur Gesundheits- und Passkontrolle. Bei der erstgenannten wurde der Impfausweis auf den Eintrag einer Gelbfieberimphfung geprüft. Es gab sogar 2 Gänge, einen für Reisende mit und einen fuer Reisende ohne Visum.
Nachdem mir die Einreise genehmigt worden und der Koffer ebenfalls eingetroffen war, begann der aufregende Teil. Ein junger Typ sprach mich an, trug den Koffer und verlangte für die Vermittlung eines Taxis 5000CFA.
Der Fahrer brachte mich jedoch ins residence hotelier des phares anstatt ins residence lea und bekam dafür 15000 CFA. Nachdem dieses Missverstaendnis geklärt war, kam schließlich der korrekte Fahrer und brachte mich ans Ziel, und der erste Eindruck war wie in einem slum oder Township, als der Fahrer den Wagen in eine Seitenstraße lenkte, die aus Schlaglöchern und losen Steinen bestand. Ich kramte 20 EUR hervor. Bei der Anmeldung an der Rezeption füllte ich einen kurzen Fragebogen aus und bezahlte vor Ort mit der Kreditkarte, angeblich 630 EUR. Nach meiner Rückkehr sah ich auf den Kontoumsätzen, dass es über 700 EUR waren, das war aber für afrikanische Verhältnisse immer noch in Ordnung.
Froh darüber, dass nun erst einmal der Urlaub beginnen würde, liess ich mich ins Bett fallen.Bis die Sonne untergegangen war, regnete es in Stroemen. Am nächsten Tag schaute ich mir die naehere Umgebung an. An der " oilibya" stand der Liter Benzin bei 275 CFA, während beim Straßenverkäufer 1000CFA für die gleiche Menge Coca Cola verlangt wurden. In einer Seitenstraße erblickte ich von weitem das Meer, und marschierte in froher Erwartung drauf los. Doch was ich zu sehen bekam, war kein Traumstrand, sondern eine Müllhalde. Unverdrossen machte ich mich auf die suche nach etwas besonderem, und fand sogar ein etwa 30 cm langes Horn eines Bueffels. Allerdings liess ich es bei einigen Fotos bewenden, und drueckte es dem erst besten in die Hand, um den Leuten eine Freude zu machen und nicht etwa in Schwierigkeiten zu geraten. Am folgenden Tag marschierte ich ein Stueck in südlicher richtung, um in einer eckkneipe ein "Beaufort" zu trinken. Im TV lief eine abendliche partyszene und ich verstand "i am just a woman in Love". Das war Barbra Streisand, wie ich mit dem Smartphone über den Internetanschluss (WLAN) des Hotels herausfand. Beim Verlassen sagte ich zur Wirtin, " ici on doit boire beaucoup", worauf sie lachte. Am Nachmittag des folgenden Tages schlenderte ich erst einmal zum Strand und fischte einen Krebs im Schneckenhaus aus dem Wässer, machte Fotos und setzte ihn in eine pfuetze auf einem der Felsbrocken. Ich beobachtete das Tier, und war mir sicher, dass es versuchen wuede, zurück ins Meer zu gelangen. Doch jedesmal, wenn es merkte, dass es erst die Pfütze verlassen musste, machte es kehrt. Ich dachte, schließlich wird ihm durch die Flut die Entscheidung abgenommen. Danach schlenderte ich noch ein wenig am Fischmarkt, der sich weter suedlich vom hotel befand, herum, um mir die Flussmonster anzusehen. Allerdings achtete ich darauf, einen Gewissen Abstand einzuhalten, denn es war ein Markt und kein Museum. Während ich das auf dem Smartphone schrieb, brach draussen ein Unwetter los und ich war froh, im trockenen zu sein, aber auch etwas nervoes, denn es war eben der aufregende Teil. Am abend des fünften Tages
lungerte ich untaetig am Strand herum und entdeckte einen abgesaegten Knochen, der von einem menschlichen Schienbein stammen konnte. Der Mond , es war die letzte Oktoberwoche, wurde von der untergehenden sonne angestrahlt und stand auf vielleicht 80 Grad. Ich kann mich an eine Trigonometrie Aufgabe erinnern, da waren die Entfernung von zwei orten auf der Erde und jeweils der Winkel des mondes gegeben, und gefragt wurde nach der Entfernung des Mondes von der Erde. Diese Aufgabe wurde damals vom Klassenprimus Matthias Reiser, geloest und oeffentlich vorexerziert. Er konnte auch Cello spielen. Sein Vater war wohl ein Professor. Damals waren GPS Koordinaten zwar laengst ein Begriff, es gab aber noch keine GPS Navigationsgeraete für jedermann. Abends habe ich mich vor Sonnenuntergang an den Strand gesetzt und beobachtet, wie nach und nach peu a peu, ringsherum die Lichter anfingen.
Ich dachte an Musik wie harbour Lights, das ich vor vielen Jahren durch dapatchy.com kennengelernt habe. Oder Sierra madre. Nach meiner Rückkehr koennte ich mir dann wieder anhoeren, wer wieviel Rente bekommt. Es waren noch zwei Naechte Zeit, sich das Schauspiel anzusehen, aber ich dachte auch, von meinen wundgelatschten Fuessen und dem "Wolf", den ich mir gelaufen hatte, erloest zu werden, obwohl ich gar nicht so weit gelaufen war.
In einem Wassergraben in der naehe des "tractafric" gab es sogar Flusskrebse. Meine Ernährung bestand allerdings darin, dass ich mir zunächst 2 sandwiches mit salat und Erdnuessen geholt habe und später aus Angst vor Durchfall nur noch Bananen gegessen habe. Am letzten Abend, ich hatte keine Kamera dabei, entdeckte ich am Strand ein " garmin" mit chinesischen Schrift Zeichen. Es war wie von Gottes Hand zwischen zwei Felsen eingeklemmt und nicht ohne Wagenheber frei zu bekommen. Dann beendete ich die Niederschrift, um mich für die Abreise bereit zu machen.
Für den Transfer zum Flughafen reichten dann allerdings 5000 CFA, was ich erst viel später notiert habe.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Leseliebe veröffentlicht 14.11.2017
    sh
  • Cosmay veröffentlicht 06.11.2017
    Ein paar Absätze würden die Lesbarkeit erhöhen.
  • Rheinkieker veröffentlicht 06.11.2017
    & lG von Willi :-)
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