Auch Videospiele haben jetzt eine Lobby
26.08.2010
Pro:
viele Weltneuheiten, tolle Stände, sehr günstig
Kontra:
lange Warteschlangen vor den Spiele - Hits
Empfehlenswert:
Ja
 Widelivekeke
Über sich:
Mitglied seit:10.02.2009
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Vertrauende:5
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Hallo zusammen, heute möchte ich auch mal wieder Etwas loswerden. Und zwar geht es heute um die Gamescom, einer Messe für interaktive Unterhaltungssoftware, auf gut Deutsch auch einfach Videospiele genannt. Was es mit dieser Messe auf sich hat, was man dort so alles auf die Beine stellen kann und ob sich das Ganze überhaupt lohnt, will ich jetzt zeigen...Grundlegendes zur „Gamescom“ ========================= Die „Gamescom“ ist noch eine sehr junge Messe, welche erst im Jahre 2009 an den Start ging. Ihr Vorgänger, die „Games Convention“, die es in der traditionellen Form heute nicht mehr gibt, fand bis zum Jahre 2008 in Leipzig statt. Dies war vor allem für mich sehr ärgerlich, da ich als Westfähler weit hätte fahren müssen, um in den Genuss dieser Veranstaltung zu kommen. Aber allzu lange musste ich mich gar nicht mehr rum ärgern, denn aufgrund von dem „verblassenden“ Image der „Games Convention“, was vor allem auf sinkende Besucherzahlen zurückzuführen war, entschieden sich die Veranstalter für ein völlig neuartiges Konzept. Und so las ich im Frühjahr 2009 völlig überrascht zum ersten Mal von der neuen Messe: Die „Gamescom“ war geboren. Und das Beste: Sie sollte im von mir naheliegenden Köln stattfinden. Na, super! Seit jeher gibt es in Leipzig nur noch die Games Convention Online – Eine wesentlich verkleinerte Messe, die, wie der Name bereits erahnen lässt, auf Onlinespiele verschiedenster Art fokussiert ist. Meine Meinung zur „Gamescom“ ========================= Kurz nachdem ich von der Entstehung dieser neuen Messe, also der „Gamescom“, erfahren habe, kaufte ich mir auf der offiziellen Seite der Messe ein ermäßigtes Tagesticket für unglaubliche sechs Euro. Aber das Beste war, dass die Fahrpreise für alle öffentlichen Verkehrsmittel, also Bus, Bahn, Straßenbahn und U-Bahn im Rheinbereich, für den Hin- und Rückweg mitenthalten waren. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Und mit dem Start der Messe rückte auch meine Vorfreude auf dieses Event immer näher. Mit der Kölnmesse hatten die Veranstalter nach meiner Meinung eine sehr gute Wahl getroffen: Die Messe bietet neben ihrer vielen Hallen auch viele verglaste, sogenannte „Boulevards“, die die Zugänge zwischen den einzelnen Hallen immens erleichtern. Darüber hinaus ist auch ein großes Außengelände vorhanden, welches Outdoor-Aktivitäten ermöglicht. Meine Erwartungen an die „Gamescom“ waren groß...Und der Tag war gekommen: Die „Gamescom“ war gestartet und auch ich war rechtzeitig am Messegelände eingetroffen. Noch vor der Messe wurden sogenannte USK-Bändchen verteilt, die dem Jugendschutz dienten. So sollte jeder nur das sehen, was er auch sehen durfte. Zu meinen Gunsten kam ich sehr zügig herein, da ich schließlich vorbestellt hatte und mein Ticket bequem zu Hause aus dem Internet ausdrucken konnte. An den Kassen jedoch warteten Schlangen von spielehungrigen Gamern, die auch endlich herein wollten. Im Inneren der Messe war bereits die Hölle los. Die verglasten und auch recht breiten Boulevards waren propevoll. Da ich samstags kam, war dies jedoch auch kein großes Wunder. Die Hallen selbst waren abgedunkelt, damit auch optimale Bedingungen zum Gamen gegeben waren. Neben vielen kleineren Ständen beispielsweise von Firmen, die Spielehardware und Zeitschriften anbieten, ragten aber vor allem die Stände von den hochrängigen Konzern der Spieleentwicklerbranche hervor, die ihre noch nicht erschienen Videospiele anpreisen, präsentieren und sogar die Messebesucher selber anspielen lassen. Und damit ein sechszehn-jähriger Jugendlicher kein Spiel anspielt, dass für ihn nicht geeignet ist, sind diese Spielebereiche abgetrennt. Aber leider ist es dann auch für die Erwachsenen nicht leicht, hinein zu kommen: Vor den beliebten Spielen erstrecken sich riesige Warteschlangen, gebildet von ungeduldigen Zockern, die für eine Wartezeit von bis zu drei Stunden sorgen. Das habe ich mir nicht angetan! Schade, dabei hätte ich auch gerne mal das eine oder andere Spiel angespielt. Aber dennoch gab es auch viele Videospiele in den offenen Messebereichen, die ich anspielen konnte. Für alles offene, gut gelaunte und deutsch-sprachige (das ist auch nicht selbstverständlich, da viele internationale bzw. ausländische Firmen anwesend waren!) Leute an den Ständen berieten und zeigten, so gut wie sie nur konnten. Und viele Stände selbst konnten sich auch sehen lassen: Hoch modern gestaltete Stände, die vor allem aus Spielbereichen bestanden, liesen sich in den insgesamt fünf Hallen zeigen. So saß man beim Rennspiel „Gran Turismo 5“ in einem autogetreuen Sitz mit Gaßpedal und Bremse, während man beim Nintendo-Stand in gemütlichen Sitzkissen mit dem kleinen, handlichen Nintendo-DS spielen konnte. Und das waren nur sehr wenige Beispiele! Doch auch das, was in den Ständen gezeigt wurde, konnte überzeugen: Viele Weltneuheiten, die vorher, selbst nicht auf der drei Monate vorher stattgefundenen E3-Messe in Los Angeles gezeigt wurden, fanden sich auf der Gamescom wieder. Sehr schön! Aber natürlich kann auf der „Gamescom“ nicht nur gespielt werden. An vielen Ständen fanden auch ständig Live-Shows statt, bei denen es etwas zu gewinnen gab (überwiegend T-Shirts und so etwas, teilweise aber auch teure PC-Hardware) oder bei denen Berühmtheiten anzutreffen waren. Und so präsentierte der berühmte Skateboarder Tony Hawk höchstpersönlich im Jahre 2009 sein Videospiel „Tony Hawks: Ride“, indem er auf einer in der Halle aufgebauten Skaterbahn zeigte, was er konnte.Aber es zeigten sich auch viele Stände, die darüber hinaus gingen. So hatte auch die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) einen eigenen Stand, bei dem sie mit einem Videospielquiz versuchten, Besucher anzulocken. Auch die Bundeswehr lies sich auf der Messe blicken, um neue Rektruten zu finden. Sogar viele Firmen und Konzerne, die auf der Suche nach neuen Spielentwicklern waren, fanden sich auf der „Gamescom“ ein. So war die Berliner Firma „GamesAcademy“ ebenfalls vor Ort und ermöglichte einen Blick „hinter die Kulissen“ der Videospielbranche. Studenten, die sich selbst noch in der Ausbildung/im Studium zum Spielentwickler befanden, zeigten eigens entwickelte Spiele und erklärten alles, was die Besucher wissen wollten. Außerhalb der Hallen, im Außengelände, konnte man sich eine Auszeit auf den Wiesen gönnen oder man versuchte sich an einer Art Bungee-Jumping, nur vom Boden aus. Ansonsten warteten draußen beispielsweise auch noch eine riesige Beach-Lounge mit zahlreichen Liegen auf den Besucher. Draußen hätte es, wenn es nach mir geht, ruhig etwas mehr sein können.Das waren meine Erfahrungen zur „Gamescom“ im Jahre 2009. Auch im Jahre 2010 fand die „Gamescom“ statt, verändert hat sich jedoch meiner Meinung nach nicht viel, abgesehen natürlich von den Inhalten. Die Verpflegung war auf der "Gamescom", auf welcher Messe ist es anders, eher mittelmäßig. 3,70€ für eine Pommes mit Ketchup sind mir dann doch zu viel. Da frage ich mich: Wieso macht man das? Diese Leute würden doch wesentlich mehr verdienen, wenn eine Pommes mit Ketchup 1,50€ kosten würde...Das „Gamescom-Festival“ ==================== Schließt die „Gamescom“ am Abend ihre Pforten, ist es mit der „Gamescom“ für diesen Tag jedoch noch längst nicht getan. In der riesigen Kölner Innenstadt warten noch zahlreiche Aktivitäten wie zum Beispiele Konzerte auf die Besucher. Und das natürlich kostenlos. Das „Gamescom-Festival“ habe ich im Anschluss jedoch nicht besucht.Mein umfangreiches Fazit ==================== Die „Gamescom“ hat sich für mich bei beiden Malen, die ich auf der „Gamescom“ verbracht habe, gelohnt. Hardcoregamer, aber auch absolute Newcomer, die sich einfach mal erkunden wollen, sind dank den niedrigen Eintrittspreisen (6€-10€ kostet eine normale Tageskarte) auf der „Gamescom“ gut aufgehoben. Einen Vergleich zur damaligen „Games Convention“ in Leipzig kann ich leider nicht aufbauen, aber die Aufmachung der „Gamescom“ ist einfach gigantisch: Die vielen Stände und Möglichkeiten haben mich größtenteils überzeugt. Nur die langen Warteschlangen vor den Spiele-Hits und vielleicht zu großer Lärm (von den vielen Lautsprechern) trüben den ansonsten großen Messe-Spaß. Aber auch die vielen Weltneuheiten, die es auf der „Gamescom“ zu sehen gab, überzeugten mich. Die Gamescom findet auch im Jahre 2011 vom 18. - 21. August in der Kölnmesse statt.
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07.01.2011 09:40
Klasse geschrieben :o)
06.01.2011 17:13
Wie lange darf man denn dort spielen, wenn man nach 3 Std. endlich dran ist? LG
06.01.2011 14:19
Drei Stunden wäre ich auch nicht angestanden. Da kann ich dich echt verstehen. Gruß Doris