Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Top Gerät, Top Karten, quasi wasserdicht, universell einsetzbar |
| Kontra: |
nicht gerade günstig, verbraucherunfreundliche Lizenzbestimmungen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Heute mache ich mich mal wieder daran, einen Bericht für Euch zu schreiben. Und da Ihr alle so tolle Berichte schreibt, will ich mir auch dieses Mal wieder sehr viel Mühe geben.
Wisst Ihr noch, wie es früher war, wenn man mit dem Auto oder dem Motorrad verreist ist?
Zu Zeiten wo es kein GPS gab?
Da mussten die guten alten (Straßen-)Karten ran. Das nonplusultra war der Shell-Straßenatlas. Gibt es den heute eigentlich noch?
Gut wenn man im Auto sitzt, ging das ja auch noch ganz gut. Und wenn ich alleine gefahren bin, habe ich auch während der Fahrt schauen und navigieren können. Auch zu Zeiten, wo Fonzie mal Taxifahrer in der Bundeshauptstadt war. Liebe Polizisten unter Euch, ich glaube das war gar nicht erlaubt, fahren und gleichzeitig Karte schauen. Bitte fangt jetzt nicht an zu ermitteln, denn meine Taten sind schon verjährt ;-)
So, und könnt Ihr Euch vorstellen wie das Ganze dann auf einem Motorrad vor sich ging?
Da geht das nämlich überhaupt nicht, Karte schauen und gleichzeitig das Motorrad lenken.
Da blieb nur entweder 1. eine perfekt ausgearbeitete Tour ala Roadmap wie es so ungefähr die Rallye-Fahrer machen (das habe ich dann meistens vorgezogen) oder 2. anhalten, Karte zücken und kucken, wo man gerade ist, wo man hin will, und dann merken. Das konnte extrem lästig werden und führte auch dazu, dass man nicht immer auf dem richtigen Weg war.
Und dann kam der Durchbruch für alle Motorradfahrer, als es endlich GPS Outdoor-Geräte gab, die dann auch irgendwann mal bezahlbar wurden und die dann auch mal irgendwann vom Verbrauch her, einen praktischen Nutzen bekamen und mit herkömmlichen Batterien so auch mal 7 Stunden am Stück funktionierten. Jedenfalls war das der Traum eines jeden Motorradfahrers.
So kam ich dann, nach intensiver Recherche zum Garmin GPSmap 60CS, welches sich von den Geräten ohne das letzte "S" nur durch einen zusätzlichen elektronischen Kompass und Höhenmesser unterscheidet. Ich habe mich für das CS-Gerät entschieden, da ich dachte ich könne die Funktion auch mal für meine Wanderungen nutzen, die ich auch sehr gerne durchführe. Tatsächlich genutzt habe ich diese Funktionen allerdings bis heute nicht.
Ich weiß, hier geht es um das neue Modell 60CSx. Ich halte es aber für enorm wichtig, Euch diese Informationen quasi als Vergleich zu Gute kommen zu lassen. Denn nur dann könnt Ihr die Vorzüge des Nachfolgers 60CSx richtig einschätzen.
Das 60CS hat nur einen 56 MB großen Kartenspeicher. Und das ist das größte Problem. Für eine kleine Tour reicht der Speicher aus. Aber für einen ganzen Urlaub nicht (es sei denn man bewegt sich immer in einem Umkreis von ca. 400 km).
Das zweite kleinere Problem, aber manchmal doch lästig, ist, dass bei einem "Kaltstart" das Gerät sehr lange braucht, bis es sich bei mehreren Satelliten eingeloggt hat.
Inzwischen liebäugelte ich schon mit den immer häufiger auf dem Markt erscheinenden mobilen Autonavigationssystemen. Denn die sind voll an Ausstattung haben in der Regel jetzt alle TMC drin und immer häufiger und sinnvoller TMCpro dabei. Und sind dazu auch mittlerweile recht günstig. Aber diese Geräte sind alle durch die Bank nichts für den Outdoor-Bereich (Wanderungen oder Motorradfahrten oder Bootsfahrten bei Regen) und haben auch in der Regel keine Möglichkeit mit herkömmlichen Batterien bzw. Akkus betrieben zu werden.
Tja und dann habe ich noch mal bei Garmin geschaut und bin auf den Nachfolger, also das GPSmap 60CSx, gestoßen. Da ich bisher schon sehr zufrieden mit dem GPSmap 60CS war, weil es nämlich meinen Ansprüchen am nahesten kam, kaufte ich mir vor kurzem den Nachfolger Garmin GPSmap 60CSx.
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Vergleich und Vorteile des neuen Garmin GPSmap 60 CSx gegenüber dem Vorgänger Garmin GPSmap 60 CS:
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Die beiden vorher beschriebenen Nachteile wurden nämlich quasi beseitigt:
So hat das 60CSx jetzt einen MicroSD-Karten-Slot , der sich unterhalb der Batterien befindet.
Hier habe ich eine 2GB-Karte eingesetzt, auf die ich jetzt ganz Europa rauf bekomme. Da sollten keine Probleme mehr auf Reisen zu erwarten sein. Dank dem neuen SiRFSTAR III Empfängers sind die Login-Zeiten erheblich verkürzt worden.
Weiterhin wurde der Batteriedeckel noch besser abgedichtet.
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Praktischer Gebrauch:
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Das 60Csx ist äußerlich völlig identisch mit dem Vorgänger 60CS. Es liegt gut in der Hand und ist sowohl für Rechts- wie auch Linkshänder gleichermaßen geeignet, da auf beiden Seiten unten (da wo man das Gerät bedient) gummierte Einlagerungen mit Noppen vorhanden sind, damit man es besser greifen kann. Die Tasten sowie die gesamte Verarbeitung des Gerätes machen einen sehr guten Eindruck, die einen jahrelangen problemlosen Gebrauch erwarten lassen, wie es bei meinem Vorgängermodell schon 3 Jahre der Fall war.
Das Display hat eine Größe von 1,5 Zoll in der Breite und 2,2 Zoll in der Höhe, hat eine 256 Farben Darstellung und eine Hintergrundbeleuchtung, welche bei Nachtfahrten sehr von Vorteil ist. Das Display finde ich absolut ausreichend in der Größe. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es sogar perfekt abzulesen, wo andere Geräte meistens schwächeln.
Überhaupt überzeugt Garmin immer wieder bei seinen Geräten von sehr hoher Qualität, auch bei seinen Karten. Dies lässt sich Garmin aber auch teuer bezahlen, wie ich finde. Hier muss jeder selbst wissen, ob er lieber was billiges will oder auch bereit ist, für Qualität mehr auszugeben, bzw. wie bei Garmin sogar im Verhältnis erheblich mehr auszugeben.
Zurück zum Display. Hier begeistert mich die Auto-Zoom-Funktion. Wenn man z.B. auf der Autobahn lange auf derselben unterwegs ist, bleibt der Maßstab meist gleich, sodass über hunderte von Kilometern auf dem Display nicht viel Bewegung rein kommt, außer dass der Navi-Pfeil ein wenig weiter wandert und die Karte entsprechend ein wenig weiter mit. Nähert man sich aber einer Abzweigung, macht das Gerät mit einem Piepton auf sich aufmerksam, dass sich an der Route etwas ändert. Gleichzeitig wird einem im Display mit dann ganz großen übersichtlichen Pfeilen angezeigt wie man wo abbiegen muss. Bei schwierigen Streckenabschnitten oder Kreuzungen oder Kreisverkehren werden einem übersichtliche Straßenabbildungen entgegen geworfen, die genau mit der Realität übereinstimmen. Ich bin immer wieder über die Genauigkeit der Garmin Karten überrascht. Einmal wurde ich über einen für den Straßenverkehr zugelassenen Feldweg aus Schotter in Bayern gelotst, weil das die von mir gewünschte kürzeste Verbindung war.
Das Gerät ist Autorouting-fähig, was für mich ein zwingender Kaufgrund war.
Autorouting bedeutet: wenn man z.B. aufgrund einer Streckensperrung eine andere Straße fahren muss oder wegen Staus z.B. von der Strasse abfahren möchte oder man unterwegs doch eine andere Strasse fahren möchte, weil sie einem landschaftlich mehr zusagt, dann berechnet das Gerät in ganz kurzer Zeit die Route neu um, unter der Berücksichtigung wo man denn hin will und ob man dorthin auf dem kürzesten oder schnellsten Weg hin will.
Allerdings muss man hierfür autoroutingfähige Straßenkarten von Garmin kaufen, wie oben schon erwähnt für nicht grad so günstiges Geld. Aber, wie ich finde, es lohnt sich.
Die Software nennt sich aktuell "City Navigator Europe" in der Version 8. Die Version 9 steht schon in den Startlöchern und soll noch im Februar 2007 erscheinen.
Die Karten, Routen und Wegpunkte werden mittels der Garmin-eigenen Software "MapSource" in das Gerät geladen. Dies geschieht über die USB-Schnittschnelle problemlos.
Das Gerät wird vom PC problemlos erkannt, wenn man die aktuellen Treiber installiert hat (hatte aber auch mit älteren Versionen nie Probleme). An dieser Stelle möchte ich, da es teilweise für mich zum praktischen Gebrauch gehört zu folgendem Punkt kommen:
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Anschlüsse/Schnittstellen/Stromversorgung
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Dies alles findet man über die Geräterückseite. Alles schön mit Gummidichtungen oder Gummikappen gegen Regenwasser geschützt.
1x externen Antennenanschluss MCX (ich habe mir eine externe MCX Antenne gekauft, da ich zuerst dachte, für Autofahrten diese zu brauchen. Musste dann aber feststellen, dass der Empfang hinter der Frontscheibe so gut ist, dass man keine externe Antenne benötigt)
1x serielle (RS-232) Schnittstelle, über die man das Gerät auch extern mit Strom versorgen kann, z.B. Zigarettenanzünder Auto oder an die Batterie beim Motorrad
1x USB-Schnittstelle über die man die Verbindung zum PC herstellt für Updates oder wie bereits erwähnt für die Karten, Wegpunkte und Routen.
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Preis und wo gekauft mit wichtigen Anmerkungen
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Ich habe beide Geräte in Amerika gekauft, wo sie erheblich günstiger sind. Die Amerikanischen Geräte haben jedoch nur eine US-Basemap. Die Europäischen Geräte haben eine EuropeanBasemap. Diese Basemaps, ob nun Amerikanisch oder Europäisch kann man getrost vergessen, da sie nur Autobahnen und Hauptverkehrsstraßen beinhalten.
Ich habe für das 60CSx inkl. Versand und Zoll und Kreditkartenumsatz knapp 400 Euro gezahlt und dies Ganze bei Ebay mit Sofort&Neu gekauft. Die Lieferung hat nur eine Woche gedauert.
Empfohlener Deutscher Preis ist 609.- Euro. Günstigster von mir im Internet ermittelter Preis ist 518.- Euro zzgl. Versand (Stand 17.02.07).
Wer auf den Höhenmesser und Kompass verzichten kann, kann bis zu 70 Euro sparen.
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Hersteller und Internetseite:
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Garmin International, Inc.
1200 East 151st Street, Olathe, Kansas 66062, U.S.A.
www.garmin.com
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Wesentliche Technische Daten:
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Empfänger: SiRFstarIII™-Empfänger, WAAS-/EGNOS-fähig
GPS-Startzeiten: Warmstart: ca. 1 Sekunden, Kaltstart: ca. 38 Sekunden, AutoLocate™: ca. 45 Sekunden
Positionsberechnung: kontinuierlich 1 x pro Sekunde
Reisecomputer: Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, Reisezähler, Kilometerzähler u.v.m - insgesamt 37 verschiedene Werte lassen sich auswählen
Zoombereiche: 800 km - 5 m (Maßstab)
Maße und sonstige Daten:
Größe: 6,1 cm x 15,5 cm x 3,3 cm (B x H x T)
Gewicht: ca. 213g (mit Batterien)
Anzeige: vertikal, 256 Farben TFT mit Hintergrundbeleuchtung und beleuchteten Tasten
160 x 240 Pixel, bei 3,8 cm Breite und 5,6 cm Höhe. (6,6 cm diagonal)
Gehäuse: Kunststoff, grau (Wasserdicht gemäß IPX7 Standard)
Arbeitstemperatur: -15°C bis +70°C
Stoßfestigkeit: 6g
Stromversorgung:
Betriebsspannung: 2 AA Batterien oder Akkus im Gerät, oder 10-32 Volt extern (mit Überspannungsschutz)
Betriebsdauer mit Batterien: bis zu 18 Std. typisch mit Alkalibatterien (Anmerkung von mir: unrealistisch, im normalen Gebrauch max. ca. 7-9 Stunden)
Datenerhalt: Flash-Speicher
So kurz vor Schluss muss ich noch auf einen, wie ich finde, sehr negativen Punkt eingehen:
Um die sehr gute Straßenkartensoftware "City Navigator" nutzen zu können, muss sie mittels eines 25stelligen Codes online freigeschaltet werden. Dabei verzeiht sie keine Fehleingaben.
Und weiterhin kann die Software nur auf 2 Geräten freigeschaltet werden. Das finde ich absolut verbraucherunfreundlich. Das mag alles vielleicht für Garmin prima sein, für uns Verbraucher allerdings echt mies. Ich kann diese teure Software z.B. jetzt nicht mehr verkaufen, wenn ich das Gerät nicht mehr brauche. Nur noch wegwerfen :-(((
Und noch ne Anmerkung und Tipp zu guter Letzt zum 60CSx: hatte das 60CS noch ein auswählbares Deutsches Menü, so hat dies das 60CSx nicht. Es gibt aber im Internet Seiten auf Deutsch zu finden, die einem Erklären, wie man auch dieses Problem gelöst bekommt.
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Fazit:
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Das Garmin GPSmap 60CSx kann ich nur empfehlen. Als eines der wenigen Outdoor-Geräte mit den jetzt erheblichen Verbesserungen von MicroSD-Karten-Slot und schnellerem SiRF-Empfänger ist es aus meiner sicht das beste Outdoor-Gerät auf dem Markt. Rein von der Funktion und Qualität vergebe ich die volle Punktzahl von 5 Sternen.
Für die Preisgestaltung auf dem europäischen, insbesondere dem Deutschen Markt, ziehe ich einen Stern ab. Für die Produktaktivierung mit den Codes, wobei die Eingabe ganz genau sein muss (Fehler werden nicht verziehen!!!) und dass man die Software nur für 2 Geräte aktivieren kann ziehe ich einen weiteren ab. So bleiben nur 3 Sterne für ein super Produkt übrig.
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