Erfahrungsbericht über

Garmin Quest

Gesamtbewertung (5): Gesamtbewertung Garmin Quest

 

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Elektronische Brotkrumen

5  10.07.2006

Pro:
Sehr zuverlässig und robust, klein, leicht und sein Geld wert

Kontra:
vergleichsweise wenig Speicherkapazität

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Qualität:

mehr


blue_electric

Über sich:

Mitglied seit:19.06.2006

Erfahrungsberichte:2

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 17 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wer unterwegs schon mal im Wald steht, und diesen sprichwörtlich vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, der denkt über ein mobiles Navigationssystem zur Anschaffung nach. Derzeit erfreut sich die Technik der satellitengestützte Routenführung sehr großer Beliebtheit, die Angebote sind demzufolge vielfältig. Neben den Geräten zum Festeinbau in Fahrzeuge finden sich Navigationslösungen unter anderem in PDAs, Handys und Handgeräten zur ausschließlichen Navigation sowohl mit Kartendarstellung und Routenführung, als auch ohne diese. Doch jede der Lösungen hat durch ihre jeweiligen Vor- und Nachteile ein spezifisches Einsatzgebiet, auf dem es seine Stäken zu präsentieren hat.

Allgemeines:

Garmin zählt zu den führenden Markenherstellern unter den Anbietern von Satellitennavigation, ist im Vergleich oft teurer als vergleichbare Produkte, die in Discountern erhältlich sind. Dafür verspricht Garmin jedoch professionelle Geräte gehobener Qualität und eine bessere Kundenbetreuung. Die US-Amerikanische Firma verweist dabei auf mehr als 15 Jahre Erfahrung beim Bau portabler GPS- Interfaces.

Der Garmin Quest ist ein Handgerät zur mobilen Navigation mit 2D-Kartendarstellung und Routenführung, das für den Einsatz bei beliebigen Fortbewegungsmethoden auf einem Wegenetz optimiert ist. Das bedeutet, das Gerät spielt auf Straßen und Wegen, bis hin zu Feld-, Wander- und Radwegen zu Fuß, auf dem Fahrrad, auf dem Motorrad im Auto und auf einem Boot seine Stärken aus. Offroad, also Querfeldein, arbeitet der Quest zwar auch, aber seine auf Wegekarten eingestellte Navigation kann hier nicht viel ausrichten. Für so etwas eignet sich ein Handgerät mit ausschließlicher Anzeige der Positionsdaten besser.
Folglich sind für den Quest eine Reihe von Halterungen vorgesehen, mit denen er sicher an Fahrzeugen befestigt werden kann.

Die Autohalterung (im Lieferumfang), die mit einem gut haltenden Saugnapf an der Scheibe befestigt werden kann, beinhaltet einen Stecker für den Zigarettenanzünder. Die Batterie des Quest kann in dieser Halterung geladen werden, gleichzeitig erfolgt die automatische Sprachausgabe über den Lautsprecher, der sich direkt am Stecker befindet. Eine Sprachausgabe erfolgt dann natürlich nur bei eingeschalteter Routenführung. Ohne eingestecktem Ladekabel erfolgt keine Sprachausgabe, sondern ein gut vernehmliches Piepsen des Handgerätes. Optional gibt es sowohl eine Fahrrad-, Motorrad- als auch eine Marinehalterung zu kaufen (Kosten zwischen 20 und 90 Euro). Das Gerät ist darin gegen Beschädigungen und Herausstürzen gesichert.
Ohne Ladekabel (z.B. zu Fahrrad und zu Fuß), speist der Quest sich aus einer fest eingebauten Li-Ion Batterie. Voll geladen ist das Navigationssystem damit etwa 20 Stunden einssatzbereit, wobei die Einstellung der Hintergrundbeleuchtung selbstverständlich Einfluss auf diese Dauer hat. Das Gerät ist erstaunlich leicht (156g) und von kompakten Ausmaßen 11,5 cm x 5,6 cm x 2,3 cm (B x H x T), hat an der Vorderseite 9 Knöpfe zur Bedienung, an der Rückseite die Klappbare Antenne, Kontakte für Strom/Sprachausgabe und hinter Gummiklappen einen USB und einen externen Antennenanschluss.


Betrieb:

Nach dem Einschalten beginnt das System sofort, mindestens drei Satelliten für die exakte Standortbestimmung zu suchen. Das dauert zwischen 20 Sekunden und 3 Minuten, je nach Umgebung. Neben hoher Bebauung, im Gebirge oder dichtem Wald, braucht es etwas länger, die Signale zu finden. Lediglich im Tunnel, in Gebäuden und unter geschlossenem Dach von Fahrzeugen empfängt die ausklappbare Antenne kein Signal. Der Standort wird auf 5 bis 10 Meter genau bestimmt. Setzt man sich in Bewegung, werden die Positionsveränderung und die Geschwindigkeit auf dem Bildschirm angezeigt. Bei kurzfristiger Unterbrechung des Satellitensignals, wie unter Brücken, kann ganz normal weiter navigiert werden, das Gerät überbrückt dies mit geschätzten Werten für Kurs und Geschwindigkeit. Zusätzlich wird die zurückgelegte Wegstrecke auf dem Bildschirm mit einer gestrichelten Linie markiert, so dass auch ohne Routenführung der eingeschlagene Weg immer wieder zurückverfolgt werden kann. Das hilft bei Wanderungen und zur Erkundung sehr, denn die wie elektronische Brotkrumen anmutenden Punkte verhindern zusätzlich, sich auf kleineren Wald- und Feldwegen zu verlaufen. Die Karte kann per Tastenbedienung auch ohne Fortbewegung untersucht werden, zudem die Ansicht auch hinein und herausgezoomt werden kann.
Die Zieleingabe für die Routenführung erfolgt über eine eingeblendete Tastatur. Ist der richtige Kartensatz per PC aufgeladen, wird die gewünschte Adresse sehr schnell gefunden, meistens bis auf Hausnummernebene. Nach der Zielbestätigung erfolgt innerhalb von Sekunden bis wenigen Minuten die Berechnung der Route, sogleich werden die Strecke und die voraussichtliche Ankunftszeit angezeigt, die sich in der Praxis als sehr zuverlässig erwiesen haben. Dazu kann das benutzte Verkehrmittel im Menü ausgewählt werden. Es erscheinen die Kilometer und die restliche Zeit bis zum nächsten Abbiegepunkt, dazu rechtzeitig mehrere Akustische Hinweise. Diese, und die Darstellung des Straßenverlaufs, sind sehr übersichtlich und intuitiv. Der Quest findet an der gewünschten Strecke ebenfalls Wegpunkte (POI, Tankstellen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte, Notdienste, Einkaufs- und Freizeitzentren). Eigene Wegpunkte können erstellt, und zuletzt angesteuerte Ziele aus einer Liste schnell wieder gefunden werden. Nachts schaltet das Display in einen Modus um, der bei Dunkelheit bessere Lesbarkeit bietet, aber auch bei starker Sonneneinstrahlung bleibt der Bildschirm weit besser ablesbar als herkömmliche Displays. Auch in der Stadt, wo immer wieder Gefahr besteht, den Satellitenkontakt zu verlieren, bleibt der Quest sehr gut auf seinem Weg und navigiert zielsicher.

Weitere Eigenschaften:

Die Karten müssen über den PC in den Quest installiert werden. Der dortige Speicherplatz ist jedoch auf etwa 243 mb begrenzt, daher passen beispielsweise nicht alle Detailkarten Deutschlands gleichzeitig hinein, sondern nur knapp 2/3 davon. Die Karten werden auf CD/DVD mitgeliefert, müssen auf dem PC installiert und freigeschaltet werden. Zur Freischaltung muss jedoch nur der Quest an den PC über das mitgelieferte USB-Kabel angeschlossen werden. Der Quest wird als "Nord" und als "Süd"- Version angeboten. Diese unterschieden sich nur darin, welcher Teil Deutschlands vorab installiert ist. Über den PC kann allerdings jeder verfügbare Kartensatz installiert werden. Aktuelle Kartensätze sind jedes Jahr neu erhältlich, kosten laut Hersteller ca. 100 Euro. Erfahrungsgemäß ändern sich jährlich bis zu 5% der Straßenführungen auf regelmäßig genutzten Strecken. Gelegentliche Updates sind daher ratsam. Das Display zeigt 256 Farben und 240x160 Bildpunkte, das Gerät ist wasserdicht bis 1m Wassertiefe und Stoßfest bis 6g, wodurch der problemlose Outdoor-Einsatz gesichert ist. Das Menü ist umfangreich mit vielen Einstellmöglichkeiten, dabei gut verständlich und übersichtlich. Um die Funktionen sicher und effektiv nutzen zu können, ist es jedoch nötig das Handbuch zu studieren. Zur Sicherheit ist der Zugriff auf das Menü während der Fahrt blockiert. Diese Sperre kann manuell allerdings aufgehoben werden. Ein Problem ist jedoch: Wird im Auto die Sprachführung benutzt, wird der Quest permanent über das Bordnetz geladen. Wer das bei häufigem Einsatz im Auto verhindern will, muss öfters leider auf die Sprachausgabe verzichten.
Der Quest wird in der Regel nur über Fachhändler verkauft, die Beratung dort ist durchweg kompetent und ausführlich. Es gibt ein Nachfolgemodell des Quest (Quest II) mit sehr ähnlichen Eigenschaften, jedoch einem erweitertem Speicher, der dafür einen höheren Preis hat.

Fazit:
Der Garmin Quest ist ein hochwertiges und zuverlässiges Navigationssystem, das für den wechselweisen Einsatz zu Fuß, auf dem Fahrrad, Motorrad, im Auto und auf einem Boot bestens geeignet ist. Seine besonderen Eigenschaften sind die kompakten Ausmaße, das blilliante Display, seine robuste Bauweise und seine Genauigkeit. Für alles außer ausschließlichen Einsatz im Auto oder Offroad sehr empfehlenswert.

Ich besitze den Quest seit fast einem Jahr, benutze ihn oft und bin sehr zufrieden. Er gab noch nicht einen Fehler und die Akkulaufzeit ist mehr als ausreichend.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Folliot

Folliot

10.07.2006 18:55

Gelungener Bericht - für einen Erstbericht sogar sehr gut! :-) Navigationsgeräte sind im Trend der Zeit und sicherlich sehr nützlich, allerdings bin ich davon überzeugt dass die Zukunft noch einige Innovationen bereit hält. Als führende Marken sehe ich allerdings hier für den "deutschen Kartenhimmel" TomTom (unschlagbar simpel in der Bedienung und gutes Kartenmaterial) wie auch Anbieter mit dem Navtech Kartenmaterial an... Wer kann hierzu ein paar Aussagen machen?!? Viele Grüsse, Folliot

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  1. Hippo99
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  1. stdu

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