"Ich wurde geboren mit einem sonnigen Gemüt und der Gewißheit, daß die Welt verrückt ist." Die Welt des Schriftstellers Garp ist bevölkert von Lehrern und Huren, Spießern und... mehr
Umstände seiner Zeugung sprachen gegen eine große Karriere. Eine resolute Krankenschwester und ein schwerverletzter Soldat, der von dem Akt nichts mitbekam, weil er im Sterben lag, waren seine Eltern. George Roy Hill ("Der Clou", "Die Libelle") verfilmte John Irvings Weltbesteller meisterlich. "Garp" ist gefühlvoll, leidenschaftlich, exzessiv, aufrührerisch und vor allem verrückt.
ist zu beneiden. Denn ihn erwartet eine Welt voller skurriler Ereignisse und liebenswert verschrobener Figuren in Neuengland und Wien. Garps Welt eben, in der alles passieren kann und meistens auch passiert.
für Kinofans handelt, treten hier einige viel versprechende junge Schauspieler auf, die sich mittlerweile zu den besten ihres Fachs entwickelt haben. John Lithgow (die Rolle brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein) spielt einen liebenswert warmherzigen, transsexuellen Ex- Footballprofi, den man nur allzu gern einmal kennen lernen würde. Glenn Close (Gefährliche Liebschaften), ebenfalls für den Oscar nominiert, ist eine sensible, vollkommen asexuelle Krankenschwester und Mutter; Amanda Plummer (Pulp Fiction) erscheint als das stumme Vergewaltigungsopfer Ellen James; Mary Beth Hurt macht eine Verwandlung vom Schulmädchen zur Ehefrau und Mutter durch. Sie ist T.S. Garps große Liebe und die Personifizierung eines geborgenen liebevollen Heims. Und Robin Williams, erstmals als Hauptdarsteller, wurde in seiner Paraderolle als Mensch nie besser besetzt. Diesem Film über eine ungewöhnliche Lebensgeschichte (Drehbuch: Steve Tesich, Breaking Away, Regie: George Roy Hill, Zwei Banditen) gelingt es ungeheuer virtuos, die tragikomische, absurde und humanistische Weltsicht von John Irvings Roman zu erfassen und filmisch umzusetzen. Die Eingangstitel werden von einem Baby mit großen Augen präsentiert, das zu "When I'm Sixtyfour" von den Beatles über die Leinwand schwebt -- eine Einstellung, die den Zuschauer mit Vorfreude auf die Stimmung und die Bildhaftigkeit des Films erfüllt. Nachdem man Garp - und wie er die Welt sah erlebt hat, glaubt man, die Welt um sich herum, diesen komischen und wundervollen Ort, mit anderen Augen zu sehen und neu zu bewerten. --Jim Emerson
packendem Roman, und meint damit den Protagonisten des Buches, den Romanautor Garp, der mit Irving einiges gemeinsam hat. "Er konnte sich eine Sache nach der anderen ausdenken, und alles paßte irgendwie zusammen." In Irvings Klassiker (so bezeichnet in einer Ausgabe des amerikanischen Verlages Modern Edition und mit neuem Vorwort des Autors) gibt es viele verrückte Charaktere und grotesque Szenen, und dennoch ist jede Szene irgendwie realistisch und jede Person irgendwie lebendig. Zwar finden sich sicher viele Romanautoren aus Irvings Generation, die einen Roman mit einem Romanautor als Protagonisten besetzt haben, dessen Leben und Bücher sich sowohl gegenseitig als auch im vorliegenden Buch spiegeln. Transsexuelle Football-Spieler, Revolverhelden, die sich gegenseitig das Hirn rausschießen, mehrfacher Ehebruch, Bären auf Einrädern, wahnsinnige Feministinnen, die sich die Zunge aus Mitgefühl mit dem gefeierten Opfer einer scheußlichen Vergewaltigung abschneiden -- bei Irving jedoch werden sie alle zu Menschen. Selbst der Bär paßt ins Buch. In einer Schlüsselszene verführt Garps Frau gerade einen jungen Mann, als Garp seine jungen Söhne mit einem rücksichtslosen Autotrick erfreut (eine der wenigen Szenen, die auch in der Filmversion auf wunderschöne, unheimliche und herzzerbrechende Weise realisiert sind). Viele Autoren wären schon mit der Situationskomik zufrieden gewesen, doch bewahrt Irving die Ganzheit dieser Szene, indem der Rest des Buches darauf aufbaut. Die Frage, wie es der Autor schafft, mit solch einer tödlichen Mischung aus Slapstick und Horror bei den Lesern durchzukommen, läßt sich nur folgendermaßen beantworten: das Buch spiegelt genau das wieder, was wir tagein tagaus erleben, mit dem Unterschied, daß Irving eine Kunst daraus macht. In den Worten von Garp ist das Leben "eine verbotene Seifenoper", und wer kann ihm da schon widersprechen? Wer Garp zwanzig Jahre nach dessen Erstveröffentlichung liest, ist verblüfft, auf welch elegante Weise Irving seine bizarre und komplexe Geschichte strukturiert. So z.B. die beiden bekanntesten Episoden des Buches, die vom "Under Toad" ("toad" bedeutet "Kröte" im Englischen und ähnlich klingt auch "tow" das soviel wie "Sog" oder auch "ziehen" bedeutet ) und Garps Geschichte von "The Pension Grillparzer", die wie ein bernsteinfarbenes kafkaeskes Insekt durch den Roman hindurchschimmert. Als Garp seinen Sohn vor dem "undertow", dem Unterstrom, des Meeres warnt, stellt sich sein Sohn ein Monster vor, den "Under Toad", eine Art Kröte, das unter den Wellen lauert um ihn in die Tiefe zu ziehen. Dieses eher erheiternde Mißverständnis wandelt sich bald in etwas Bedrohliches, sobald der Leser die Parallele zu einem Traum in "The Pension Grillparzer" erkennt, in dem der Tod prophezeit wird. Garps letzte Worte sind "Es ist wie ein Traum!" Und Irving, der in Wien studiert hat, machte sich die Ähnlichkeit des englischen "Toad" mit dem deutschen "Tod" zunutze. Bei so viel Tod ist Garp dennoch vor allem eine lebhafte Geschichte und gleichsam eine Bereicherung für die Literatur und für unser Leben. Wie Garps stottender Lehrer es ausdrückt: "voll von Wah-ah-Wahnsinn und Trauer". Das Buch ist nicht nur eine Bereicherung für die Literatur, sondern bereichert auch unser Leben. --Tim Appelo
nicht gelesen hat, ist zu beneiden. Denn ihn erwartet eine Welt voller skurriler Ereignisse und liebenswert verschrobener Figuren in Neuengland und Wien. Garps Welt eben, in der alles passieren kann und meistens auch passiert.
packendem Roman, und meint damit den Protagonisten des Buches, den Romanautor Garp, der mit Irving einiges gemeinsam hat. "Er konnte sich eine Sache nach der anderen ausdenken, und alles paßte irgendwie zusammen." In Irvings Klassiker (so bezeichnet in einer Ausgabe des amerikanischen Verlages Modern Edition und mit neuem Vorwort des Autors) gibt es viele verrückte Charaktere und grotesque Szenen, und dennoch ist jede Szene irgendwie realistisch und jede Person irgendwie lebendig. Zwar finden sich sicher viele Romanautoren aus Irvings Generation, die einen Roman mit einem Romanautor als Protagonisten besetzt haben, dessen Leben und Bücher sich sowohl gegenseitig als auch im vorliegenden Buch spiegeln. Transsexuelle Football-Spieler, Revolverhelden, die sich gegenseitig das Hirn rausschießen, mehrfacher Ehebruch, Bären auf Einrädern, wahnsinnige Feministinnen, die sich die Zunge aus Mitgefühl mit dem gefeierten Opfer einer scheußlichen Vergewaltigung abschneiden -- bei Irving jedoch werden sie alle zu Menschen. Selbst der Bär paßt ins Buch. In einer Schlüsselszene verführt Garps Frau gerade einen jungen Mann, als Garp seine jungen Söhne mit einem rücksichtslosen Autotrick erfreut (eine der wenigen Szenen, die auch in der Filmversion auf wunderschöne, unheimliche und herzzerbrechende Weise realisiert sind). Viele Autoren wären schon mit der Situationskomik zufrieden gewesen, doch bewahrt Irving die Ganzheit dieser Szene, indem der Rest des Buches darauf aufbaut. Die Frage, wie es der Autor schafft, mit solch einer tödlichen Mischung aus Slapstick und Horror bei den Lesern durchzukommen, läßt sich nur folgendermaßen beantworten: das Buch spiegelt genau das wieder, was wir tagein tagaus erleben, mit dem Unterschied, daß Irving eine Kunst daraus macht. In den Worten von Garp ist das Leben "eine verbotene Seifenoper", und wer kann ihm da schon widersprechen? Wer Garp zwanzig Jahre nach dessen Erstveröffentlichung liest, ist verblüfft, auf welch elegante Weise Irving seine bizarre und komplexe Geschichte strukturiert. So z.B. die beiden bekanntesten Episoden des Buches, die vom "Under Toad" ("toad" bedeutet "Kröte" im Englischen und ähnlich klingt auch "tow" das soviel wie "Sog" oder auch "ziehen" bedeutet ) und Garps Geschichte von "The Pension Grillparzer", die wie ein bernsteinfarbenes kafkaeskes Insekt durch den Roman hindurchschimmert. Als Garp seinen Sohn vor dem "undertow", dem Unterstrom, des Meeres warnt, stellt sich sein Sohn ein Monster vor, den "Under Toad", eine Art Kröte, das unter den Wellen lauert um ihn in die Tiefe zu ziehen. Dieses eher erheiternde Mißverständnis wandelt sich bald in etwas Bedrohliches, sobald der Leser die Parallele zu einem Traum in "The Pension Grillparzer" erkennt, in dem der Tod prophezeit wird. Garps letzte Worte sind "Es ist wie ein Traum!" Und Irving, der in Wien studiert hat, machte sich die Ähnlichkeit des englischen "Toad" mit dem deutschen "Tod" zunutze. Bei so viel Tod ist Garp dennoch vor allem eine lebhafte Geschichte und gleichsam eine Bereicherung für die Literatur und für unser Leben. Wie Garps stottender Lehrer es ausdrückt: "voll von Wah-ah-Wahnsinn und Trauer". Das Buch ist nicht nur eine Bereicherung für die Literatur, sondern bereichert auch unser Leben. --Tim Appelo
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Erfahrungsbericht von XXXX_XXXXXXXXXX über Garp und wie er die Welt sah - Rowohlts Rotations Romane / John Irving 25.08.2008
Produktbewertung des Autors:
Niveau
anspruchsvoll
Unterhaltungswert
sehr hoch
Spannung
durchschnittlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Einführung
Dieser 1978 erschienene vierte Roman von John Irving machte ihn (besonders wegen der publikumswirksamen Vermarktung des Kinofilms aus dem Jahre 1982) auf einen Schlag weltberühmt. In den Vereinigten Staaten brach eine regelrechter Hype um Garp aus, was sich auch auf die zunächst wenig erfolgreichen früheren Romane von Irving auswirkte, die nun mit neuem Erfolg noch einmal aufgelegt wurden: "Lasst die Bären los" (1969), "Eine Mittelgewichtsehe" (1974) oder "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" (1972). John Irving zieht den Leser in seinen Romanen durch stilistische Geschicklichkeit, Lebendigkeit, Tabubrüche und grotesk-komische Einfälle in seinen Bann. In keinem seiner anderen Romane ist ihm diese für ihn typische Mischung aus Gewalt und Sex, Leid und Verrücktheit, Phantasie und Realismus so meisterhaft und überzeugend gelungen wie eben in "Garp und wie er die Welt sah".
Zum Roman
Garps Mutter, Jenny Fields, weiß sehr genau, dass das Leben nur eine Zielrichtung kennt, nämlich die direkt zum Tode, und dass es deshalb im Leben leidvoll und chaotisch zugeht. Sie ist Krankenschwester und nicht erst seit dem Zweiten Weltkrieg mit all seinen traurigen Umständen, eine feministische Einzelgängerin. Jedoch erkennt sie, dass jedes Leben eine Zukunft benötigt, dass eine Zukunft ganz ohne jede Erinnerung einfach nicht möglich ist und dass dies ein Minimum an sexueller und sprachlicher Kommunikation voraussetzt. Den Wunsch nach einem eigenen Kind erfüllt sie sich ihrem Wesen gemäß: Ohne große Worte und absolut zielstrebig benutzt sie die noch intakte Libido des auf ihrer Krankenstation liegenden, hilflosen und extrem invaliden Luftwaffen-Offiziers Garp unmittelbar vor seinem Tod. Auf diese Weise kommen schon bei der Zeugung des jungen T.S. Garp Pragmatismus und Absurdität zusammen. Dies beides auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen, ist mehr oder weniger die leidvolle Erfahrung, die Garp auf seinem Lebensweg machen muss.
Angestellt als Krankenschwester an Garps Schule, die ausschließlich Jungen vorbehalten ist, kümmert sich seine Mutter Jenny sehr liebevoll und engagiert um ihren Sohn, vor allem bei so schmerzvollen Ereignissen wie dem Abriss eines Ohrs, dem Beinahe-Absturz von einem Dach oder der Diskriminierung als "Japse". Erst die Begegnung mit der späteren Frau Helen gegen Ende der Schulzeit wird Garps Selbstbewusstsein geweckt. Durch Helen kann er seine Imaginationsfähigkeit und Notwendigkeit einer bewussten Lebensweise entdecken. Aus dieser Entdeckung reift sein Vorhaben, Schriftsteller zu werden und die hierfür notwendige Lebenserfahrung in Europa zu sammeln. In Österreichs Hauptstadt Wien zeigen Garp die Literatur (Grillparzer, Mark Aurel, Dostoevskij) sowie Krankheit und Tod einer befreundeten Hure, dass Schmerz, Leiden und Vergänglichkeit die Grundpfeiler des Lebens sind. Garp versteht, dass es ein Wunschdenken ist zu glauben, der Strom des Lebens lasse sich leiten oder führe irgendwohin. Stattdessen begreift er die Wichtigkeit und Bedeutung von auf Sexualität und Sprache basierender Erinnerungen. Erst diese Einsicht macht ihn letztlich handlungsfähig. In Wien noch kann er sein erstes ernstzunehmendes Werk abschließen und gründet, kaum nach New Hampshire zurückgekehrt, mit der begehrten Helen eine eigene Familie. Immer mehr gerät er aber nun unter den Druck der Wirklichkeit: elterliche Sorgen und Ängste um die beiden Söhne Walt und Duncan, Eheprobleme, die Unvereinbarkeit von Schriftstellerei und Familie. Durch verschiedene Ereignisse werden diese Belastungen noch verstärkt. Belastungen, die auch durch die Veröffentlichung der Lebensgeschichte seiner Mutter ausgelöst werden: Transsexualität, Kinderbelästigung und orale Selbstverstümmelung feministischer Aktivistinnen aus Protest gegen die Vergewaltigung eines Mädchens. Dies alles verdeutlicht Garp, wie ungeheuer stark das Chaos im Leben vor allem auch sexuell und sprachlich bedingt ist. Beweis und Ausdruck von Garps Verwirrtheit ist ein von ihm verschuldeter, bizarrer Autounfall, bei dem ein Sohn sein Leben, Helens Geliebter seinen Penis und Garp selbst durch einen Bruch des Kiefers zeitweilig die Sprache verliert. Erst die Geburt seiner Tochter Jenny wird dann zu einem Symbol für seine physische und psychische Wiederherstellung, welche sich dann auch in einem neuen Roman und vor allem in seiner geänderten Einstellung zu einer unveränderten und grausamen Realität zeigt: Als der Vater von Helen stirbt, übernimmt Garp von ihm, seinem ehemaligen Trainer, den Job des Ringkampftrainers. Nachdem seine politisch immer aktiver gewordene Mutter ermordet wird, tritt er mit seiner Stiftung sogar im Geist seiner Mutter für feministische Aufgaben ein. Dennoch verliert Garp nicht seinen Ruf als Ultrachauvinist, welchen er sich im Widerstand gegen die Feministinnen erworben hat; und von einer Feministin wird er schließlich ermordet.
Der Schriftsteller T.S. Garp durchlebt mit seinen zum Teil ganz oder nur in Ausschnitten wiedergegebenen Werken als Autor eine durchaus vergleichbare Entwicklung wie in seinem wirklichen, privaten Leben. Seine Kurzgeschichte "Die Pension Grillparzer" strahlt noch großes Selbstvertrauen aus. Sein Debütroman "Zaudern" zeigt bereits erste Unsicherheiten; dem zweiten Roman "Der Hahnrei fängt sich" mangelt es an Gestaltungskraft und Fantasie. Knackpunkt dieser Entwicklung ist Garps gespanntes Verhältnis zu biografischen Themen und deren schriftstellerischer Verarbeitung. Zum einen lehnte er sie als unbedeutend und imaginationsfeindlich für das Leben ab. Zum anderen verwendet er seine Erinnerungen bedenkenlos in seinen Werken und macht sich die Sache seiner Mutter zu eigen. Erst als Garp zum Erinnern als einer Umgestaltung und Verinnerlichung bis hin zur persönlichen Veränderung findet, zerbricht er nicht mehr an seinen Ambivalenzen. Das Aufblühen seines Familienlebens und seiner Kreativität sowie die stumme Mahnung des Sterbenden an Helen, dass sie sich vor allem auf ihre Erinnerungen an ihn besinnt, weisen darauf hin.
Das letzte Kapitel dieses Romans ist vielschichtig gestaltet. Es fungiert als Nachwort zu Garps Leben und behandelt die Wirkung dieses Lebens auf die Nachwelt. So wie T.S. Garp zum Teil mit seinem Erschaffer John Irving identisch ist, oszilliert auch Garp zwischen Historie und Roman, zwischen Fiktion, Fakt und Metafiktion. Im zum Teil parodistischen Zugriff auf viktorianische Erzähltraditionen (Komplettierung der Lebensläufe im Nachwort, allwissender Erzähler) und auf die Regeln so verschiedener Genres wie des Romans über das Schreiben eines Romans, des Künstlerromans, Familienromans, Entwicklungsromans oder Frauenromans gewinnen seine Erlebnisse und Erfahrungen erneut eine für den Leser überraschende Form. Das Ergebnis ist ein lebendiger Roman, welcher John Barths früheren Abgesang auf das Genre Roman in der Tat vergessen macht.
Mein Fazit
John Irving ist ohne Zweifel ein herrlicher Erzähler, ein Meister seines Fachs. Er schreibt skurril, anregend, witzig, schnell und überraschend. Ich habe fast alles von diesem populären Schriftsteller gelesen. "Garp" ist vielleicht sein bekanntestes Werk, aber meiner Meinung nicht sein bestes. "Gottes Werk und Teufels Beitrag" und "Owen Meany" finde ich noch intensiver und bewegender. Dennoch kann ich "Garp" jedem Leser nur wärmstens empfehlen. Dieser Roman macht süchtig; man kann ihn kaum aus der Hand legen. Lest John Irving - ihr werdet es nicht bereuen!
Zum Autor
- Geboren am 2.März 1942 in New Hampshire (USA) - Beginnt mit 14 Jahren mit dem Ringen (später College Meisterschaften) - 1961-1965 Studium der englischen Literatur in Pittsburgh, Wien und New Hampshire - Ab 1967 Dozent für englsiche Literatur an einem College in Vermont - Oscar für das Drehbuch des Films "Gottes Werk und Teufels Beitrag" Bekannteste Werke: - "Lasst die Bären los!" (1968) - "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" (1972) - "Garp - und wie er die Welt sah" (1978) - "Das Hotel New Hampshire" (1981) - "Gottes Werk und Teufels Beitrag" (1985) - "Owen Meany" (1989) - "Zirkuskind" (1994).
weitere Erfahrungsberichte
Leben, Liebe, Tod und Lachen Bewertung für Garp und wie er die Welt sah - Rowohlts Rotations Romane / John Irvingvon
yorg
Pro: ein alles in allem gelungener Roman Kontra: mit einigen, wenigen Grillparzereien
John Irving – Garp-und wie er die Welt sah (The World According to Garp) – 1979 (1978) – Rowohlt (E.P.Dutton) - ISBN 3 499 15042 5
Die junge Jenny Fields ist eine Tochter aus gutem Hause. Der Vater betreibt eine Schuhfabrik im neuenglischen ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
30.03.2001
(18.03.2002)
"Das Leben ist... Bewertung für Garp und wie er die Welt sah - Rowohlts Rotations Romane / John Irvingvon
sannahschnuffi
Pro: das Leben ungeschönt, aber vor allem: treffend beobachtet Kontra: nichts für Menschen ohne Sinn für Absurditäten und Skurriles
......eine für Jugendliche verbotene Schnulze“.
So konstatiert es T. S. Garp in seinem legendären Roman: „Bensenhaver und wie er die Welt sah“. Und dessen erstes Kapitel ist Teil dieses Romans von John Irving, dem legendären „Garp ...
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Pro: Lustig und tragisch zugleich Kontra: Einige langweilige Passagen
Natürlich habe ich während meiner krankheitsbedingten Ciao- Abstinenz nicht nur "American Psycho" gelesen. Einen etwas angenehmeren Lesegenuss erwartete ich von "Garp und wie er die Welt sah".
Das Buch
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Die Erstveröffentlichung war 1976. Die ...
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Vorwort:
Das meiste, was in diesem Bericht steht, ist aus einer von mir verfassten Buchvorstellung aus dem Jahre 2000 für die Schule. Aus diesem Grund kann es sein, dass ich noch ein paar unlogische Stellen übersehen habe, da ich einiges weggelassen habe ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
19.01.2002
Garp und wie ich ihn sehe Bewertung für Garp und wie er die Welt sah - Rowohlts Rotations Romane / John Irvingvon
Kiwi-Man
Pro: whow! Kontra: ---
Dieses Buch war das zweite Buch von John Irving, das ich nach Zirkuskind gelesen habe. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen (siehe meine Meinung dort). Um es vorweg zu nehmen: Sie wurden erfüllt. Man hat es mal wieder mit einem ziemlichen Wälzer z ...
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