Bald
01.04.2004 (24.05.2004)
Pro:
jekt
Kontra:
st
Empfehlenswert:
Ja
 Minniemi
Über sich:
Ganz normal anders
Mitglied seit:19.08.2003
Erfahrungsberichte:52
Vertrauende:43
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 214 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
„Die gemeinsamen Schritte durchs Leben sind nicht immer leicht. Jeder hört die Musik anders, aber der gemeinsame Tanz ist wunderbar.“ Sie sitzt in der Küche, ihr Kater streicht ihr um die Beine, und sie hört durch das geöffnete Fenster leise den Verkehr. Vor ihr steht eine dampfende Tasse Kaffee, die Vierte und für ihren Magen eindeutig schon mindestens die Dritte zuviel, und aus dem alten Küchenradio kündigt der Moderator einen heißen Spätsommertag an. Der Aschenbecher quillt fast über, sie raucht zuviel, obwohl sie sich das schon vor Monaten wieder abgewöhnen wollte. Sie schiebt die Stummel seiner Zigaretten mit ihrer eben ausgedrückten hin und her, der Anblick erfreut sie immer irgendwie, denn schon allein das zeugt von seiner Anwesenheit, ihre gerauchten Filterzigarettenstummel neben seinen Selbstgedrehten. Wahrscheinlich leert sie den Aschenbecher deswegen so selten, weil sie den Anblick einer einsamen Kippe ein bisschen traurig findet. Er würde lächeln, wenn sie ihm davon erzählen würde. Sie trägt noch immer die Sachen, die sie auch letzte Nacht trug. Letzte Nacht, als sie, wie schon so oft davor, neben ihm lag und nicht einschlafen konnte. Als sie sich an ihn schmiegte und einfach nur glücklich war. Diese Momente sind so wundervoll. Sie streift durch die gemeinsame Wohnung, berührt hier und dort ein paar Dinge – ein Bild, einen Kerzenständer, den Wohnungsschlüssel. Sie geht ins Bad und betrachtet die beiden Zahnbürsten, die zusammen im Becher stehen wie Freunde. Noch immer steht ein Karton in einer Ecke ihres Zimmers, nur halb ausgeräumt. Darin Erinnerungen, zusammengepackt und noch nicht wieder herausgeholt. Sie erinnern sie an die Vergangenheit, an die Zeit ohne ihn. Sie weiß nicht, ob sie diese Dinge wirklich hier auspacken wird. Sie findet sich schließlich in seinem Zimmer wieder und setzt sich auf den Boden. Die Katze sieht sie an und miaut, auch sie wartet, vermisst ihn und scheint zu fragen, wann er wieder hier ist. Bald, sagt sie zu ihr. Sehr bald, sagt sie zu sich. Und lächelt. ___________Update 24.05.04: Der Countdown läuft! Nur noch 8 Nächte alleine schlafen...
Bilder von Gedanken zur Zukunft
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24.07.2007 17:00
Wie schön, warten zu können. Lange habe ich mich danach gesehnt und nun gehört es zu meinem Alltag. Wie sehr freue ich mich auf die Zukunft, in der das Warten kürzer werden wird und noch mehr Nähe, Teilen, Zuhause bedeutet. Bald! Viele Grüße, F.
16.04.2007 10:22
Einfach wunderschöne Worte. Vollkommen unschnulzig und wirklich bedeutend. Ja, das hat mir gut gefallen!
16.02.2005 11:45
na jetzt hat sich das mit dem allein schlafen ja erledigt ;-)