Darf jeder seine Todesursache selbst wählen

1  30.11.2000

Pro:
Nichts spricht für das Rauchen

Kontra:
Und alles dagegen

Empfehlenswert: Nein 

Findus11

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Man kann sich schneller ins Jenseits befördern als mit dem Rauchen. Jeder hat diese Freiheit. Aber der "Duft der großen, weiten Welt" bringt einen statistisch gesicherten, früheren Tod zu Lasten der Allgemeinheit. Und das ist für mich der wesentliche Punkt.
Rauchern kann man ausweichen. Mehr oder weniger. Aber den durch ihre Sucht verursachten Kosten nicht. Die werden auf e Alle, und das sind vorwiegend Nichtraucher, umgelegt. Das ist aus meiner Sicht die eigentliche Ungerechtigkeit, daß Suchtkranke, unterstützt von wirtschaftlichen Interessen der Tabakkonzerne, die Folgen ihrer Sucht "externalisieren", sprich: eben auf die Allgemeinheit abwälzen.
Die Gefahren des Rauchens sind heute so eklatant und jedermann zugänglich, daß keiner mehr mit dem angeblich 90 jährigen Kettenraucher in seiner Familie Eindruck machen kann. Vielmehr kann jeder relativ präzise ausrechnen, wieviel Jahre er (oder sie) wegen eines entsprechenden Konsums kürzer leben wird und welche Krankheiten zuvor durchzustehen sind. Sind deswegen Raucher dümmer, weil sie nicht aufhören?
Natürlich nicht. aber es ist ein typisches Zeichen einer Sucht, oder Abhängigkeit, daß sie nicht aufhören können. Und diese Schwäche durch diverse Formen der Selbsttäuschung kaschieren.
Deswegen trete ich nachhaltig dafür ein, daß Raucher diese Kosten ihrer Abhängigkeit über höhere Krankenkassenbeiträge selbst tragen.
Natürlich ist mir das Problem bewußt: Heute die Raucher, morgen die Alkohol-, übermorgen die Kaffeetrinker. Aber ist es nicht besser, diese "offene Drogenszene" deutlich zu stigmatisieren, als weiterhin zu verniedlichen?

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chatts

chatts

30.11.2000 09:24

Dann darf der Staat aber von der Sucht auch nicht mehr profitieren....chatts *Nichtraucherin*

Chalima1

Chalima1

30.11.2000 09:24

vielleicht hast du teilweise REcht, daß die Kosten auch auf die Nichtraucher verteilt werden...aber durch die Zigarretten-Industrie werden auch Arbeitzplätze geschaffen!! naja und man kann natürlich weiterdiskutieren, was ist mit allen anderen Suchtkranken? oder mit Extremsportlern, oder Leuten, die sich falsch ernähren, oder oder oder oder.... Zahlen wir doch alles mit. Gruß Chalima1

Albaro

Albaro

30.11.2000 09:19

Man soll es ja nicht übertreiben. Aber auf Alkohol und Zigaretten sollte es eine Gesundheitssteuer geben. Was mich noch viel mehr stört: Rücksichtslose Raucher, die einen als Nichtraucher belästigen und rauchen an Plätzen wie Discos, Kinos und Restaurants.

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