Der Manchester-Bürger (die Eingeborenen bezeichnen sich als "Mancunians") Jeff Noon, ein Musiker, Maler und Bühnenautor, ist mittlerweile in der Phantastik-Szene ein erfolgreicher Senkrechtstarter mit vier veröffentlichten Romanen: "Gelb", "Pollen" und "Nymphomation" bilden die Manchester-Trilogie.
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Erfahrungsbericht von mima17 über Gelb / Jeff Noon 01.02.2004
Produktbewertung des Autors:
Niveau
anspruchsvoll
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
durchschnittlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
höchst originell, dramatisch, bewegend, z . T . spannend
Kontra:
ziemlich anstrengende Lektüre
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Der Manchester-Bürger (die Eingeborenen bezeichnen sich als "Mancunians") Jeff Noon, ein Musiker, Maler und Bühnenautor, ist mittlerweile in der Phantastik-Szene ein erfolgreicher Senkrechtstarter mit vier veröffentlichten Romanen: "Gelb", "Pollen" und "Nymphomation" bilden die Manchester-Trilogie.
Gelb (O-Titel: Vurt) Pollen (Pollen) Nymphomation (immer noch nicht übersetzt)
Inzwischen hat Noon, nicht faul, bereits einen weiteren Science Fiction-Roman vorgelegt: "Automated Alice". Außerdem erschienen bis 2004:
Pixelsalat (O-Titel: Pixel Juice) Needle in the Groove (unübersetzt) Falling out of cars (dito)
Für "Gelb", das im Oktober 1993 von einem kleinen unabhängigen Manchester-Verlag veröffentlicht wurde, erhielt er den Arthur C. Clarke Award; es wurde in mindestens 15 Sprachen übersetzt und gilt als das "Uhrwerk Orange" der 90er Jahre. Mittlerweile ist es als Goldmann-Taschenbuch erschienen und zumindest auf der britischen Insel ein Bestseller.
Handlung °°°°°°°°°°°°°°
Scribble lebt im Manchester der nahen Zukunft, und das einzige, was ihn sein tristes Dasein ertragen läßt, ist Vurt (von engl. "virtual"). Vurt ist der ultimative Kick, die perfekte Droge, ein Traumzustand, eine Realität für sich. Und Vurts, das sind verschiedenfarbige Federn, die sich der Junkie in den Mund steckt, um den Wirkstoff aufzunehmen – für jede Stimmung und jedes Bedürfnis das Passende. Nur von den gelben Vurts sollte man tunlichst die Finger lassen: Wer sich in ihre Welt begibt, riskiert, nie wieder zurückzukehren. So wie Desdemona, Scribbles verschwundene inzestuös geliebte Schwester.
Scribble muß also selbst an die höchst illegale Farbe herankommen, um Desdemona wiederzufinden, doch seine Chancen stehen schlecht. Noch weiß er nicht, daß dieser Kick nur mit etwas ganz Besonderem erkauft werden kann. Denn "Curious Yellow steht für die Vergangenheit, die schlimmstmögliche Version der persönlichen Vergangenheit", sagt Jeff Noon in Interzone vom Oktober 1994. "Du kannst ihr nicht entrinnen, bis du dich ihr gestellt hast. Und wenn du mit ihr fertig geworden bist, lebst du. Wenn du’s nicht schaffst, stirbst du."
Vurt ist eine eigenständige Realitätsversion, die die hiesige Realität durchdringt und umgekehrt. So tauchen etwa Traumschlangen auf, deren Biss tödlich ist und einen ins Vurt reißt. Nachdem Desdemona verschwand, tauchte bei Scribble ein Vurt-Wesen auf, das schlicht The Thing from Outer Space genannt wird. Es zu essen, befördert schnurstracks ins Vurt. Keiner Wunder, daß alle Dealer und Junkies hinter ihm her sind.
Das Vurt ist Teil der Kultur, ein Mythos, eine Art Magie. Nur noch wenige wissen um die Entstehung des Vurt: Miss Hobart zum Beispiel, und die Game Cat, die dem Leser alles über die Federn erklärt. Miss Hobart kontrolliert den Mechanismus des Austausches zwischen beiden Realitätsebenen, wie eine Art Schamane, der den Stamm in die Welt der Geister führt.
Mein Eindruck °°°°°°°°°°°°°°°
Bizarre Handlungen werden von faszinierenden Figuren ausgeführt. Da sind zum Beispiel die zwei Späthippies oder Rastas, deren langes Haar zusammengewachsen ist, so verfilzt ist es. Als die Frau erschossen wird und stirbt, muß Scribble die schmerzhafte Prozedur des Haareschneidens übernehmen. Intelligente Robothunde scheißen auf den Teppich und nennen Scrible "Sir". Ferngesteuerte Sonden und Geheimpolizistinnen tauchen auf – ein Hauch von Cyberpunk und Iain Banks‘ Culture.
In einigen Passagen erinnern die Übergänge und Figuren an Lewis Carrolls Buch "Alice im Wunderland", an dessen eigenwilligen und rätselhaften Humor und metaphorische Gestalten. Insofern ist "Gelb" nicht nur Post-Cyberpunk, sondern auch ein zutiefst moralisches Buch.
Ursprünglich sollte es ein Bühnenstück namens "The Torture Garden" werden, inspiriert von dem gleichnamigen phantastischen Roman des 19.-Jh.-Franzosen Octave Mirbeau. Doch ein Hinweis William Gibsons auf diesen Roman verhalf "Gelb" zur Geburt als das "Uhrwerk Orange" der neunziger Jahre. Kein Wunder, daß das erste Kapitel stark an den rasanten "Neuromancer" erinnert. "Curiouser and curiouser", wie Alice sagen würde.
Pro: Sehr sympathische Charaktere Kontra: ähh... Mir fällt beim besten Willen nichts ein.
...Jeff Noon ist ein genialer Autor. Und Gelb ein geniales Buch. Ich habe es inzwischen, glaube ich, zweimal auf deutsch und einmal auf englisch gelesen, und ich kann mich jedesmal wunderbar in die Welt Noons hineinversetzen. Gelb spielt im Manchester der ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Ungewöhnliche Story Kontra: Nicht für Mainstream-Leser
* Das Buch
Jeff Noon "Gelb", 381 Seiten, Taschenbuch, Goldmann Verlag
Originaltitel "Vurt", Erscheinungsjahr 1993
* Die Story
Noon lässt seinen Helden "Scribble" die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählen. Sie spielt im Manchester einer alterna ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
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04.02.2003
noon geht´s los Bewertung für Gelb / Jeff Noonvon
streyhawaii
Pro: super story Kontra: etwas mehr Witz hätte es vertragen können
...Anm. von Streyhawaii: Diesen Bericht habe ich (Christian) nicht geschrieben. Er wurde zwar unter dem Nickname "streyhawaii" veröffentlicht aber nicht von mir verfasst. Ich bitte deshalb darum von einer Bewertung abzusehen. Aloha!
Mit Gelb ist Jeff Noon ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als weniger hilfreich
Pro: sehr originell, spannend, unterhaltsam, humorvoll, gut übersetzt Kontra: anstrengende Lektüre, hoher Preis, bei Amazon vergriffen
...Der phantastische Roman "Pollen" bildet den zweiten Band der sogenannten Manchester-Trilogie von Jeff Noon, die mit "Gelb" begann und mit "Nymphomation" abgeschlossen wurde:
Gelb (O-Titel: Vurt)
Pollen (Pollen)
Nymphomation (immer noch nicht übersetzt)
Inzwischen hat Noon, nicht faul, bereits einen weiteren Science Fiction-Roman vorgelegt: "Automated Alice" (*Alice im Automatenland*). Außerdem erschienen bis 2004:
Pixelsalat (O-Titel: Pixel Juice)
Needle in the Groove (unübersetzt)
Falling out of cars (dito)
Handlung
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Manchester in der nahen Zukunft. Die virtuelle Realität des Vurt beherrscht die Ideen und Träume der Menschen in der verfallenden Großstadt. In den Vurt kann man sich per drogengetränkter Federn begeben - manche sind gelb und tödlich, manche nur hip. Aus dem Vurt kommen seltsame Wesen, über den Vurt können...
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Pro: witziger, unterhaltsamer, verrückter Roman Kontra: nada
...dann flüchtet auch noch der Papagei Whippoorwill von Alices Großtante aus seinem Käfig und verschwindet in der Wanduhr. Natürlich folgt Alice ihm. Aus dem England des 18. Jahrhunderts gelangt sie dabei in das Jahr 1998 und in die automatisierte Welt. Auf ihrer Suche nach dem Papagei steht Alice dabei immer seltsameren Rätseln gegenüber. Sie findet Teile ihres verlorenen Puzzles, ihre Schwippschwester Celia und trifft auf merkwürdige Lebewesen, von Computermiten bis zu Mischungen zwischen Dachs und Mensch. Außerdem wird sie fast Opfer der Gesetzvipern.
Und sie begegnet sogar ihrem Schöpfer Lewis Carroll.
Der Inhalt dieses Buches ist nur schwer zu erklären. Sei noch gesagt, dass es nicht schlecht ist, wenn man schon ein paar andere Bücher von Jeff Noon gelesen hat, zum Beispiel „Gelb“, „Nymphomation“ oder „...
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Pro: spannend, unterhaltsam, grotesk-satirischer Humor, kühne Zukunftsvision, gelungene Übersetzung Kontra: hoher Preis für ein Paperback
...das Lesen leicht, doch sollte man dabei die zahlreichen intelligenten und mitunter witzigen Einfällen nicht übersehen, die dem australischen Autor eingefallen sind.
Statt an Philip K. Dick hat mich "Logoland" weitaus mehr an den Schotten Irvine Welsh ("Trainspotting") und den Manchester-Briten Jeff Noon ("Alice im Automatenland", "Gelb", "Pollen", "Nymphomation") erinnert: der gleiche Einfallsreichtum, der gleiche Mut zur Groteske, nur diesmal übertragen auf die Wunderwelt der Globalwirtschaft. Logoland, wir kommen!
Michael Matzer (c) 2009ff
Info: Jennifer Government, 2003; Heyne 07/2003, München; 400 Seiten, EU 12,00, aus dem US-Englischen übersetzt von Anja Schünemann; ISBN 3-453-86947-8...
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