Erfahrungsbericht über

Genial italienisch / Jamie Oliver

Gesamtbewertung (2): Gesamtbewertung Genial italienisch / Jamie Oliver

 

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Pizza Pasta Pomodori

5  05.01.2007

Pro:
Die Rezepte sind der Knaller !  !  !

Kontra:
-

Empfehlenswert: Ja 

cherubim5

Über sich:

Mitglied seit:14.09.2006

Erfahrungsberichte:44

Vertrauende:14

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 90 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Wer kennt ihn nicht?
Denn wuschigen, hektischen Starkoch Jamie Oliver mit den immer feuchten Lippen, den man erst mal anguckt und denkt: "wäh, mach doch mal langsam". Aber irgendwie bleibt man vor dem Fernseher kleben, schreibt dann doch mal ein Rezept mit, und dann schaltet man ganz bewußt ein, um zu sehen was es heute leckeres gibt.

So ging es mir. Und nach den Fernsehsendungen probierte ich immer mal ein paar Rezepte aus. Das Ergebnis? Eins besser als das andere!
Und wer denkt, das Jamie nur mit teuren absolut exklusiven unbezahlbaren Zutaten kocht, irrt absolut! Dieses Vorurteil habe ich schon oft gehört, aber auch Jamie kocht mit gängigen Dingen, wie schon "genial kochen mit Jamie Oliver" bewiesen hat.

Heute allerdings berichte ich von meinem All-Time-Favourite:

**Jamie Oliver - Genial italienisch**

Vorgeschichte
~~~~~~~~~~~~
Inspiriert von der Lebensfreude und dem Traditionsbewußtsein der Italiener war Jamie Oliver schon immer, auch sein LehrmeisterGennaro Contaldo ist schließlich Italiener.
Eines Tages beschloß er also mit seinem alten VW-Bus nach Italien zu reisen, um die "wahre italienische Küche" zu finden. Die erwies sich jedoch als äußerst schwierig, bestanden doch in jeder Region erneut die Einwohner darauf, ihr Rezept sei das Beste! Und einen Italiener in puncto Essen etwas Neues zu präsentieren, geschweige denn davon zu überzeugen, sollte auch nicht so einfach werden, wie er sich das vorgestellt hat.

Sicher ist jedoch, das Jamie Unmengen von interessanten Gerichten zuzubereiten lernte, ob auf Märkten, auf Straßenständen, bei einheimischen Familien, in Restaurants.. er schaute jedem über die Schulter und auf die Finger, um möglichst viel Neues zu entdecken. Bekam er die Möglichkeit, half er in den Küchen, ließ die Einheimischen seine eigenen Kreationen testen, sich Tips geben, oder erstaunte auch mal andere, was ein englischer Koch kann.
Er ging mit auf die Jagd, und lernte erstmals ein Wildschwein zu häuten, bevor man es zerteilt.
Am spannendsten waren für ihn unter anderem jedoch die vielen verschiedenen Perönlichkeiten die er antraf. So zum Beispiel ein siebenjähriges Mädchen in Appulien, die Orecchiette in fulminantem Tempo zubereiten konnte. Auf der Strasse vor dem Wohnhaus gemeinsam mit der Mutter und Großmutter.
Die Gemüsehändler auf den Märkten, die mehr über Wein zu wissen schienen, als so mancher Sommelier.
Eine fast neunzigjährige Frau, die seit ihrem 5. Lebensjahr jeden weiteren Tag in ihrem Leben Nudeln selbst zubereitet hat.

All dies und viel mehr erzählt Jamie im Vorwort des Buches. Aber kommen wir nun zum Eigentlichen!

Die Aufteilung des Buches
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
-Einführung
-Vorneweg: Antipasti
-Vom Straßenstand und aus dem Pizzaofen
-Zum ersten Gang: Primi (Suppen, Pasta, Risotto)
-eine klare Sache: Insalate
-Zum zweiten Gang: Secondi (Fisch, Fleisch)
-Und dazu: Contorni
-Zum Abschluß: Dolci
-Dank
-Register

Natürlich erhält man beim durchblättern auch die anderen wichtigen Angaben zum Buch:
-ISBN-Nr: 3-8310-0879-5
Dorling Kindersley-Verlag (das englische Original bei Penguin)
erschienen 2005
Preis: 24,90€

Eindrücke beim durchblättern
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Was mir sofort auffiel war, das vor jedem Kapitel eine Art persönlicher Bericht zu lesen war, mit passenden Anekdoten zum jeweiligen Thema. Die wechselnden Gewohnheiten bei den Gerichten von Region zu Region, kleine lustige Geschichten die ihm beim kochen passiert sind, Tricks und Kniffe die er gelernt hat.
Das ganze Buch beinhaltet eine geschmackvolle Vielzahl von farbigen und schwarz/weißen Fotos (von David Loftus, Chris Terry und Peter Begg), die allein schon beim Anblick das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen! Es gibt jedoch nicht nur Fotos der vielen Gerichte, auch Bilder von den Menschen die Jamie in Italien traf, sind enthalten.
Auch eine schöne Idee finde ich, das alle Gerichte mit deutschem und italienischem Titel aufgeführt sind, sowie jeweils eine Anmerkung für wie viele Personen die Gerichte gedacht sind.

Die Rezepte
~~~~~~~~~~~
So, wie mache ich das jetzt nur?
Am besten zähle ich vielleicht mal eine Auswahl einiger Gerichte auf, und kommentiere ein paar von denen, die ich selbst schon ausprobiert habe! Los geht`s:

-Bruschette
hier gibt es mehrere Varianten für die Beläge, das Brot ist ja überall gleich. Aber ob mit gebratenem Ofengemüse, Artischocken mit Minze oder Tomate Basilikum.. sie sind alle lecker

-Spaghetti mit Garnelen und Rucola
ein fantastisches Sommergericht, das seine besondere Frische durch den roh untergemengten Salat erhält. Eine besondere Note gleichzeitig durch den leicht bitteren Rucola-Geschmack.

-Im Ofen gebackene Amalfi-Zitronen mit Mozzarella
Gut, wer hat schon Zitronen aus Amalfi zu Hause? Es gehen natürlich auch andere, sie sollten jedoch groß sein. Meine Eltern haben mir riesige Zitronen aus Italien mitgebracht, die perfekt waren. Man schneidet sie in Scheiben, schneidet das Fruchtfleisch heraus, legt den Ring der Schale auf Backpapier, und füllt sie wie Förmchen mit einer Scheibe Mozzarella, 1 Blatt Basilikum, wer mag mit einer halben Sardelle, und einer halben Kirschtomate. Leicht salzen und mit Chili bestreuen, und 15 Minuten backen-ein Traum! Die Zitrone und dr Mozzarella verlieren einen herrlichen Saft, der sich toll mit geröstetem Brot dippen läßt. Eine einfache, sehr aromatisch-erfrischende Vorspeise

-Linguine mit Speck, Eiern und Wurst
Mein absolutes Lieblingsgericht im Buch! Bis jetzt zumindest..
Aus italienischer Bratwurst (deutsche geht auch) werden kleine Bällchen geformt und mit Speckwürfeln angebraten.
In einer Schüssel mischt man Eigelbe, Parmesan, Zitronenschale und Petersilie, während man die Nudeln al dente kocht. Sind sie fertig, gießt man nicht nicht das ganze Nudelwasser ab, sondern läßt was im Topf, und gibt die Eimasse hinzu. Durch die Hitze gart das Eigelb und bildet eine cremige Soße, die absolut herrlich schmeckt! Sofort mit etwas Parmesan bestreut servieren!

einige andere Gerichte:

-gebratene Ricottaküchlein mit Tomatensalat
-überbackene Pilze mit Ricottafüllung
-Omelett mit Garnelen und Petersilie
-Frühherbst-Minestrone
-Erbsensuppe aus Altamura
-Risotto mit Meeresfrüchten
-Toskanischer Salat aus Brot, Tomaten und Paprikaschoten
-Steinbutt mit Fenchel
-Kraken-Spieße vom Grill
-Fisch vom Grill mit verschiedenen Saucen und selbstgemachten Salzen
-klassischer Pfeffertopf aus der Toskana
-Hähnchenragout nach Art der Jägersfrau
-geschmorter Fasan mit Maroonen
-Eintopf aus Frühlingsgemüse
-Pilze in der Papierhülle aus dem Ofen
-gebratene Kürbisschnitze
-Birnensorbet
-Mandelkuchen mit Feigen
-Florentiner Reistorte

Das waren nun einige der Rezepte. Ich habe mir bei der Auswahl Mühe gegeben möglichst verschiedene zu kombinieren, sei es vom Schwierigkeitsgrad des kochens, über die verschiedenen Lebensmittelsparten, bis zu der Herkunft aus verschiedenen Regionen Italiens.
Auch wollte ich kombinieren zwischen den sogenannten arme-leute-essen und extravaganteren Gerichten für besondere Anlässe.

Fazit
~~~~~
Wer die italienische Küche in ihrer Vielfältigkeit liebt, ist bei diesem Buch absolut richtig. Es enthält Gerichte die jeder kennt, verfeinert diese zum Teil, oder regt zu Variationen an, auf die man selbst gar nicht kommen würde.
Ich habe schon mehr Rezepte ausprobiert als die, die ich oben genauer erklärt habe, und bin stets wieder überrascht. Zum einen davon, wie einfach sie teils zuzubereite sind, zum anderen vom Ergebnis. Zum Beispiel mit den Amalfi-Zitronen konnte ich ein absolut neues Geschmackserlebnis entdecken, das ich so nicht kannte, und das wirklich unverglsichlich ist.
Begeistert haben mich die vielen Tips zwischendurch, wie verschiedene Saucen zu gegrilltem Fisch, oder selbstgemachtes Rosmarin-Orangen-Salz, das auch zum verschenken toll ist. Auch der Unterschied zwischen Bruschette und Crostini werden erklärt, Tips für besonders geschmeidigen Nudelteig gegeben. Die kleinen Anekdoten über Land und Leute lockern das Ganze ebenfalls so angenehm auf, das man stundenlang schmökern kann, fast wie in einem Roman.
Die Illustration trägt endgültig zu einem gelungenen Buch bei. Die Bilder sind so ästhetisch fotografiert und in Szene gesetzt, das man beim bloßen anschauen Hunger bekommt.

Die angehängten Fotos habe ich alle aus dem Buch abfotografiert!

Somit bleibt mir nur zu sagen, daß ich dieses Buch ohne jeglichen Makel weiterempfehlen kann und möchte. Und zum Schluß: ran an die Töpfe! Oder in Jamie Olivers Worten:

Get your pan on,
get your oil hot,
add your muscles and clams,
lay your fish on top,
Just a glass of wine will do just fine
and the rest of the bottle for me.

Give it a shake for a reason,
cracked black pepper and salt to season,
A tin of these if you please and a handful of these...

Viel Spaß, Eure Sandra
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
papadom

papadom

04.02.2007 23:11

Das Buch habe ich auch - ist wirklich sehr empfehlenswert. Die Risottorezepte sind himmlisch! LG

blonde_lady

blonde_lady

06.01.2007 21:45

Das Buch haben wir zu Weihnachten unserem Sohn geschenkt. Er steht total auf diesen Typen und wird momentan zum Koch ausgebildet.

pidimaus

pidimaus

06.01.2007 14:30

Den Koch find ich klasse. mal behilflich sein zu lila :-) lg pidi

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  1. Weeedyboy
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