Das Abenteuer geht weiter
13.10.2006
Pro:
spannend, unterhaltsam
Kontra:
sich wiederholende Thematik
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 orlan
Über sich:
Mitglied seit:13.07.2001
Erfahrungsberichte:593
Vertrauende:48
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 65 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
"Durch das Land der Skipetaren" ist die fünfte von insgesamt sechs "Reiseerzählungen" aus Karl Mays Orientzyklus, der die Bände eins bis sechs seiner "Gesammelten Werken" umfasst. Der oben genannte Zyklus besteht aus den Romanen "Durch die Wüste", "Durchs wilde Kurdistan", "Von Bagdad nach Stambul", "In den Schluchten des Balkan", "Durch das Land der Skipetaren" und "Der Schut".Inhalt ******* Unter Einsatz ihres Lebens ist es dem deutschen Abenteurer Kara Ben Nemsi und seinen Gefährten Hadschi Halef Omar, Omar Ben Sadek und Osko gelungen, den "Heiligen" Mübarek als Schwindler und Verbrecher zu entlarven. Außerdem haben sie endlich die schon lange verfolgten Barud el Amasat und Manach el Barscha in ihre Gewalt gebracht. Doch die beiden, die wie der Mübarek der Verbrecherorganisation des so genannten Schut angehören, haben in Ostromdscha noch weitere Verbündete. Schließlich ist der Richter ein guter Freund des Mübarek. So gelingt es den Bösewichten, abermals zu entkommen. Sie beauftragen die beiden Aladschy-Brüder, Kara Ben Nemsi und seinen Gefährten aufzulauern und sie endgültig unschädlich zu machen. Doch diese erfahren von dem heimtückischen Plan und es gelingt ihnen, die räuberischen Brüder an der Nase herumzuführen. Als die Aladschys schließlich von diesem Streich erfahren, schwören sie dem Deutschen und seinen Begleitern blutige Rache. Kara Ben Nemsi und die Seinen reisen dennoch unerschrocken weiter, um den Schut ausfindig zu machen. Von einigen gutgläubigen Ganoven haben sie einige wichtige Hinweise erhalten, denen sie nachgehen möchten. Dabei behindert den deutschen Abenteurer jedoch ein lädierter Fuß, den er sich bei der Auseinandersetzung mit den beiden Aladschy-Brüdern verletzt hat. Immer wieder versuchen die Verbrecher, die Gefährten in eine Falle zu locken. Doch weder offene Überfälle bei Tage, noch heimliche, des nachts erfolgende Meuchelversuche führen zum gewünschten Erfolg. Immer sind Kara Ben Nemsi, Hadschi Halef Omar, Omar Ben Sadek und Osko ihren Feinden einen Schritt voraus. Dabei erhalten sie auch immer wieder die Hilfe von braven und aufrichtigen Menschen, die ihre guten Taten dann auch niemals bereuen müssen. Doch trotz aller Schlauheit und Stärke gelingt es Kara Ben Nemsi und seinen Freunden nicht, die Verbrecher endgültig dingfest zu machen. Und auch wenn sie mehr und mehr über die Person des Schut erfahren, wissen sie doch immer noch nicht, wer sich hinter diesem gefährlichen Anführer der weit verzweigten Verbrecherorganisation verbirgt, die ihnen schon so viele Probleme bereitet hat. Meine Meinung ********************* Mit "Durch das Land der Skipetaren" geht der Orientzyklus von Karl May langsam aber sicher seinem Ende entgegen. Und obwohl mir die bisherigen Bände inklusive dem hier rezensierten alles in allem wirklich sehr gut gefallen haben, wird es dafür auch langsam Zeit.Mit zunehmender Dauer folgt die Geschichte doch immer mehr einem stetig wiederkehrenden Muster, ohne dass man als Leser noch größere Überraschungen erwarten darf. Kara Ben Nemsi und seine Gefährten verfolgen Barud el Amasat, Manach el Barscha und ihre Kumpanen, die ihnen einen Hinterhalt legen oder eine andere Falle stellen, den Gefährten aber letztendlich nichts anhaben können. Anschließend entkommen die "Bösen" wieder und die ganze Geschichte geht wieder von vorne los. Irgendwann ist es auch einmal genug und nun kann es auch nur noch einen Band dauern, bis der Schut endlich gefasst ist. Dies soll allerdings nicht bedeuten, dass dem Leser während der Lektüre dieses Romans langweilig wird. Zumindest bei mir war dies nämlich ganz und gar nicht der Fall. Auch wenn im Grunde von vornherein feststand, dass die "Bösen" die Auseinandersetzung mit dem heldenhaften Kara Ben Nemsi und seinen Freunden nicht gewinnen können, fand ich es dennoch überaus unterhaltsam, wie die "Guten" den "Bösen" immer wieder ein Schnippchen schlagen können. Die beiden Charaktere, auf die der Autor mit Abstand sein Hauptaugenmerk legt, sind Kara Ben Nemsi und dessen treuer Freund und Beschützer Hadschi Halef Omar, dessen Darstellung trotz aller Dramatik immer wieder eine gewisse Komik in die Handlung hineinbringt, insbesondere wenn er versucht (und es in der Regel auch schafft), seinen Gegnern Respekt zu lehren, sei es mit weit ausschweifenden Worten oder mit mutigen Taten. Insgesamt gesehen ist auch "Durch das Land der Skipetaren" wieder ein empfehlenswerter Roman von Karl May, der allerdings nur im Zusammenhang mit den anderen fünf Bänden dieses Zyklus gelesen werden sollte.Autor ********** Karl May wurde am 25. Februar 1842 in Ernstthal in Sachsen geboren. Er war das fünfte von insgesamt 14 Kindern aus einer armen Weberfamilie. Kurz nach seiner Geburt erblindete er, doch im Alter von vier Jahren konnte seine Sehfähigkeit wiederhergestellt werden. Für kurze Zeit arbeitete er als Volksschullehrer, verlor aber schon bald seine Stellung und geriet auf die schiefe Bahn. Er betätigte sich fortan insbesondere auch als Hochstapler und Dieb. Nach Verbüßung mehrerer teils langjähriger Haftstrafen widmete sich Karl May schließlich der Schriftstellerei. 1880 heiratete er seine erste Frau Emma Pollmers. Erfolg hatte er insbesondere mit seinen "Reiseerzählungen", deren erster Band "Durch die Wüste" 1892 als Buchausgabe erschien. Durch die folgenden Veröffentlichungen, die meist im Orient oder in Nordamerika spielten, gelangte Karl May zu Wohlstand. Die Erlebnisse seiner Romanhelden Old Shatterhand und Kara Ben Nemsi gab der Autor stets als seine eigenen aus. Erste Reisen in den Orient und nach Nordamerika unternahm Karl May allerdings erst Jahre nach dem Erscheinen seiner Erzählungen. 1903 wurde die Ehe mit Emma Pollmers wieder geschieden und Karl May heiratete nur wenige Wochen später Klara Plöhn. Am 30. März 1912 starb Karl May in Radebeul bei Dresden. (Die Informationen zu der obigen kurzen Biographie stammen von der Internetseite der Karl-May-Gesellschaft e.V., die man unter http://karlmay.leo.org finden kann.)Daten der aktuell erhältlichen Ausgabe **************************************** Durch das Land der Skipetaren / May, Karl Karl-May-Verlag, 512 Seiten ISBN: 3-7802-0005-8 Preis: 15,90 Euro
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14.10.2006 17:47
Das habe ich auch gern gelesen. Liebe Grüße, Elena
13.10.2006 18:42
Sehr gut beschrieben! :) LG, Mel.
13.10.2006 10:53
Klasse Bericht, wenn auch nicht mein Geschmack! Liebe Grüße Bine